magersincanada.com
Tue, Dec 27 2005 06:48 PM
| Alltag
Wir haben jetzt eine eigene Domain! Ist ja doch leichter zu merken...
Merry Christmas or Happy Holidays...
Sat, Dec 24 2005 06:45 PM
| Alltag
Im politisch korrekten Kanada wünscht man nicht nur "Fröhliche Weihnachten", sondern auch neutral "Frohe Festtage", da in dieser Zeit ja nicht nur christliche Feste begangen werden. Wir wünschen also allen Besuchern unserer Webseite ein wunderschönes Fest, ein paar geruhsame und besinnliche Tage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Schaut mal wieder vorbei, wir machen bestimmt weiter mit unseren Berichten aus Kanada!
Vorweihnachten
Thu, Dec 22 2005 06:46 PM
| Alltag
Unsere Vorweihnachtszeit ist erfreulich stressfrei verlaufen. Da es zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten in Calgary gibt, verteilten sich die Menschenmassen gleichmäßig über die ganze Stadt. Ohne Parkplatznot und Drängelei konnten wir so unsere wenigen Weihnachtseinkäufe blitzschnell erledigen. Nur die Zufahrt zu den Parkplätzen wurde dadurch erschwert, dass Verkehrspolizei dort regeln wollte, wo es gar keinen Bedarf gab. Das hat wahrscheinlich länger gedauert, als wenn der sonst übliche Vierwege-Stop (einer nach dem anderen, wer zuerst kommt, fährt zuerst...) gegolten hätte. Im Einkaufscenter selber bildete sich die einzige Menschenschlange, als quengelnde Kinder von ihren Eltern auf den Schoß eines Weihnachtsmannes genötigt wurden.
Erheblich mehr Zeit und Nerven hat uns die Suche nach einem ECHTEN Weihnachtsbaum gekostet. Nachdem wir fast das ganze Umland nach geeigneten Kandidaten abgesucht hatten, wurden wir quasi vor unserer Haustür fündig: beim Co-op um die Ecke. Unser Baum ist ein Import aus Nova Scotia, das ist ja nur ein paar tausend km entfernt und hier gibt's ja auch keine Wälder... Den Christbaumschmuck haben wir bei IKEA erstanden. Bei unseren Kollegen rief unser Wunsch nach einem echten Baum nur Verwunderung hervor. Er nadelt ja schließlich und außerdem muss man die Beleuchtung und den Schmuck erst anbringen! Bei einem künstlichen Baum baut man nur ein paar Teile zusammen, steckt den Stecker in die Steckdose und los geht's! Für die Technik-Freaks gibt es auch programmierbare Blinklichter und Fernbedienungen.
Kürzlich waren wir bei Rolands Chef zu einer Weihnachtsparty eingeladen. Kurios daran war die präzise Zeitangabe, nämlich in der Zeit von 16 bis 19 Uhr. Dort angekommen begingen wir unseren ersten Faux Pas: jeder Gast lief auf Socken herum, auch die Gastgeber, nur wir haben dieses erst später festgestellt und uns dann klammheimlich unseres Schuhwerkes entledigt. So war jeder festlich gekleidet, aber auf Socken. Dazu Live Klaviermusik und Buffet. Den zweiten Fehltritt hat sich Roland geleistet, als er sich den vermeintlichen Töchtern der Gastgeber vorstellen wollte. Es stellte sich jedoch heraus, dass es sich um Nachbarstöcher handelte, die als Bedienung angeheuert waren. Die eigenen Kinder leben nämlich in Texas und in China. Übrigens hat das Haus von Rolands Chef eine Größe von ca. 250 qm, und das für nur zwei Personen...
Überhaupt nicht weihnachtlich verhält sich momentan unser Wetter. Der Chinook hat unseren Schnee gefressen... und jetzt werden wir unseren Heiligabend wahrscheinlich bei 10 Grad Celsius plus(!) verbringen. Das hätten wir sicher auch in Deutschland haben können...
Damit wir das Fest einigermaßen stilecht begehen können, haben wir uns ein Fondueset gegönnt und Gäste (Pam, Jane und Norbert) eingeladen.
Weihnachtliche Grüße aus Calgary!
Erheblich mehr Zeit und Nerven hat uns die Suche nach einem ECHTEN Weihnachtsbaum gekostet. Nachdem wir fast das ganze Umland nach geeigneten Kandidaten abgesucht hatten, wurden wir quasi vor unserer Haustür fündig: beim Co-op um die Ecke. Unser Baum ist ein Import aus Nova Scotia, das ist ja nur ein paar tausend km entfernt und hier gibt's ja auch keine Wälder... Den Christbaumschmuck haben wir bei IKEA erstanden. Bei unseren Kollegen rief unser Wunsch nach einem echten Baum nur Verwunderung hervor. Er nadelt ja schließlich und außerdem muss man die Beleuchtung und den Schmuck erst anbringen! Bei einem künstlichen Baum baut man nur ein paar Teile zusammen, steckt den Stecker in die Steckdose und los geht's! Für die Technik-Freaks gibt es auch programmierbare Blinklichter und Fernbedienungen.
Kürzlich waren wir bei Rolands Chef zu einer Weihnachtsparty eingeladen. Kurios daran war die präzise Zeitangabe, nämlich in der Zeit von 16 bis 19 Uhr. Dort angekommen begingen wir unseren ersten Faux Pas: jeder Gast lief auf Socken herum, auch die Gastgeber, nur wir haben dieses erst später festgestellt und uns dann klammheimlich unseres Schuhwerkes entledigt. So war jeder festlich gekleidet, aber auf Socken. Dazu Live Klaviermusik und Buffet. Den zweiten Fehltritt hat sich Roland geleistet, als er sich den vermeintlichen Töchtern der Gastgeber vorstellen wollte. Es stellte sich jedoch heraus, dass es sich um Nachbarstöcher handelte, die als Bedienung angeheuert waren. Die eigenen Kinder leben nämlich in Texas und in China. Übrigens hat das Haus von Rolands Chef eine Größe von ca. 250 qm, und das für nur zwei Personen...
Überhaupt nicht weihnachtlich verhält sich momentan unser Wetter. Der Chinook hat unseren Schnee gefressen... und jetzt werden wir unseren Heiligabend wahrscheinlich bei 10 Grad Celsius plus(!) verbringen. Das hätten wir sicher auch in Deutschland haben können...
Damit wir das Fest einigermaßen stilecht begehen können, haben wir uns ein Fondueset gegönnt und Gäste (Pam, Jane und Norbert) eingeladen.
Weihnachtliche Grüße aus Calgary!
Kanadische Kuriositäten - zweiter Teil
Thu, Dec 8 2005 06:44 PM
| Kanadisches
Vom Wohnen, Bankgeschäften, Verkehr und Lokalpolitik haben wir ja bereits Ende Oktober berichtet…
Umzug - Kürzlich haben wir unserer Freundin Jane beim Umzug und Renovieren geholfen. Umzüge sind erstaunlich preiswert hier. Ein Grund dafür ist, dass die Geräte alle in der alten Wohnung verbleiben, da die neue Wohnung selbstverständlich komplett mit 'appliances' wie Kühlschrank, Herd, Spül- und Waschmaschine ausgestattet ist. Eine weitere clevere Idee sind die - oft begehbaren - Einbau-Kleiderschränke. So spart man hier nicht nur beim Umzug, sondern direkt bei der Investition als solches.
Wetter - Gerade noch bei -20°C geschnattert, den Windchill-Faktor (gefühlte Temperatur) mitgerechnet sogar -26°C, bringt uns der Chinook nun am Wochenende +11°C. 30 Grad Temperaturunterschied in zwei Tagen, das muss der Körper erst mal verkraften. Wetterfühlige haben dann leider oft unter Migräne zu leiden. Nach den kalten Temperaturen möchte man bei minus 5°C fast im T-Shirt herumlaufen, so warm fühlt sich das an!
Sprache - Seit neuem wissen wir, Kanadisch ist eine eigenständige Sprache. Viele Vokabeln, die wir aus unserem britischen Englischunterricht kennen, existieren hier einfach nicht oder wurden vor Jahrzehnten substituiert. Ein Beispiel: flat für Wohnung heißt hier apartment oder condo.
Eishockey - Vor unserer Tür fängt es an: auf dem Spielfeld werden die Feuerwehrschläuche ausgerollt, Wasser marsch, und ein Tag später ist die Eisbahn fertig. Natürlich sagt man nicht Eishockey, sondern Hockey, weil, dass es auf dem Eis gespielt wird, ist doch jedem klar ;-)
Umweltschutz - Oder: Wie kommt der Pröll in die Garage? Obwohl man inzwischen den Sinn von Mülltrennung, -vermeidung und Recycling erkannt hat, wird das Konzept in Alberta nur halbherzig umgesetzt. Wir sind z.B. immer noch auf der Suche nach einer Rückgabestelle für Mehrweg-Plastikflaschen, welche sich inzwischen in unserer Garage stapeln. Außerdem heißt es hier nicht Müllkippe, sondern politisch korrekt 'Landfill'. Man gräbt ein Loch, füllt Müll hinein und schüttet es wieder zu. Als Vorbild bei neuen Entsorgungskonzepten wird übrigens immer wieder Deutschland genannt.
Energiesparen - in Alberta? Wir haben's doch, daher darf das Haus ruhig schlecht isoliert sein und der Truck sich seine 25 Liter auf 100km genehmigen. Solar- und Windenergie werden nur zögerlich von der Regierung angegangen und bisher nur auf Einzelanfragen gesponsert, obwohl diese in der durchaus windigen, aber auf jeden Fall sonnenreichsten Provinz Kanadas eine saubere Alternative wären. Hier ist Deutschland wiederum um ein bis zwei Jahrzehnte voraus. Es gibt ihn noch, den Technologie-Vorsprung. Go! Germany! Go!
Umzug - Kürzlich haben wir unserer Freundin Jane beim Umzug und Renovieren geholfen. Umzüge sind erstaunlich preiswert hier. Ein Grund dafür ist, dass die Geräte alle in der alten Wohnung verbleiben, da die neue Wohnung selbstverständlich komplett mit 'appliances' wie Kühlschrank, Herd, Spül- und Waschmaschine ausgestattet ist. Eine weitere clevere Idee sind die - oft begehbaren - Einbau-Kleiderschränke. So spart man hier nicht nur beim Umzug, sondern direkt bei der Investition als solches.
Wetter - Gerade noch bei -20°C geschnattert, den Windchill-Faktor (gefühlte Temperatur) mitgerechnet sogar -26°C, bringt uns der Chinook nun am Wochenende +11°C. 30 Grad Temperaturunterschied in zwei Tagen, das muss der Körper erst mal verkraften. Wetterfühlige haben dann leider oft unter Migräne zu leiden. Nach den kalten Temperaturen möchte man bei minus 5°C fast im T-Shirt herumlaufen, so warm fühlt sich das an!
Sprache - Seit neuem wissen wir, Kanadisch ist eine eigenständige Sprache. Viele Vokabeln, die wir aus unserem britischen Englischunterricht kennen, existieren hier einfach nicht oder wurden vor Jahrzehnten substituiert. Ein Beispiel: flat für Wohnung heißt hier apartment oder condo.
Eishockey - Vor unserer Tür fängt es an: auf dem Spielfeld werden die Feuerwehrschläuche ausgerollt, Wasser marsch, und ein Tag später ist die Eisbahn fertig. Natürlich sagt man nicht Eishockey, sondern Hockey, weil, dass es auf dem Eis gespielt wird, ist doch jedem klar ;-)
Umweltschutz - Oder: Wie kommt der Pröll in die Garage? Obwohl man inzwischen den Sinn von Mülltrennung, -vermeidung und Recycling erkannt hat, wird das Konzept in Alberta nur halbherzig umgesetzt. Wir sind z.B. immer noch auf der Suche nach einer Rückgabestelle für Mehrweg-Plastikflaschen, welche sich inzwischen in unserer Garage stapeln. Außerdem heißt es hier nicht Müllkippe, sondern politisch korrekt 'Landfill'. Man gräbt ein Loch, füllt Müll hinein und schüttet es wieder zu. Als Vorbild bei neuen Entsorgungskonzepten wird übrigens immer wieder Deutschland genannt.
Energiesparen - in Alberta? Wir haben's doch, daher darf das Haus ruhig schlecht isoliert sein und der Truck sich seine 25 Liter auf 100km genehmigen. Solar- und Windenergie werden nur zögerlich von der Regierung angegangen und bisher nur auf Einzelanfragen gesponsert, obwohl diese in der durchaus windigen, aber auf jeden Fall sonnenreichsten Provinz Kanadas eine saubere Alternative wären. Hier ist Deutschland wiederum um ein bis zwei Jahrzehnte voraus. Es gibt ihn noch, den Technologie-Vorsprung. Go! Germany! Go!
Der Nikolaus war da!
Tue, Dec 6 2005 06:43 PM
| Alltag
Gestern hatten wir eine Benachrichtigung im Briefkasten, dass in unserem Postamt (täglich 9-21 Uhr, Sa/So 10-17 Uhr) ein Paket auf uns wartet. Heute nach der Arbeit sind wir also hin und haben es abgeholt. Sieht so aus, als hätte uns der Nikolaus ein paar Dinge aus Deutschland in den Strumpf gesteckt! Also da wären (professionell in zehn kleine Kartons verpackt!):

Zwei Adventskalender, Kandis, Spekulatius, Dominosteine, Marzipanbrote, eine Packung Senseo, viele selbstgebackene Plätzchen (!!!), zwei Schoko-Nikoläuse, gefüllte Lebkuchenherzen, ein Christstollen, Feodora-Schokolade, Marzipankartoffeln, Nutella, noch mehr Marzipan, Nivea-Milch, und, und, und... und natürlich eine CD mit Videos von Sonjas Nichte Ylva!
Vielen, vielen Dank an den Nikolaus!!!!! |
...der hier übrigens nicht gefeiert wird. Sonja hatte heute nämlich Süßigkeiten mit in die Firma gebracht, über die sich ihre Kollegen dann mit Begeisterung hergemacht haben. Dafür mussten sie sich dann auch die Geschichte vom Nikolaus anhören, inclusive des Teils, dass die weiß-rote Farbe des Umhangs von der Coca-Cola Werbeabteilung kreiert wurde. Geglaubt hat's mal wieder keiner...
Seit gestern fahren wir mit einem Smiley auf unserer Windschutzscheibe durch die Gegend. Am Sonntag hatte uns ein Steinchen erwischt, hochgeschleudert von unserem Vordermann auf der Autobahn. Gestern, bei minus 20°C Außentemperatur und beheizter Fahrgastzelle, hat die Scheibe das offenbar nicht mehr eingesehen und hat's knacken lassen! Wir haben nun einen breiten Riss in Form eines freundlichen Gesichts vor unserer Nase. Da werden wir also im Frühjahr unsere Windschutzscheibe austauschen lassen müssen, das wäre dann mindestens die dritte für unseren Toyota. Für ein 2004er Modell nicht schlecht, eben nicht ungewöhnlich für Calgary.
Ebenfalls nicht ungewöhnlich scheint es zu sein, dass einem bei diesen Temperaturen die Fenster und Türen einfrieren. Sowohl unsere Haustür als auch unsere Balkontür lassen sich momentan nicht mehr öffnen. Fenster öffnen wir schon seit einer Weile nicht mehr, da wir beim letzten Versuch die Fenster nicht mehr
Seit gestern fahren wir mit einem Smiley auf unserer Windschutzscheibe durch die Gegend. Am Sonntag hatte uns ein Steinchen erwischt, hochgeschleudert von unserem Vordermann auf der Autobahn. Gestern, bei minus 20°C Außentemperatur und beheizter Fahrgastzelle, hat die Scheibe das offenbar nicht mehr eingesehen und hat's knacken lassen! Wir haben nun einen breiten Riss in Form eines freundlichen Gesichts vor unserer Nase. Da werden wir also im Frühjahr unsere Windschutzscheibe austauschen lassen müssen, das wäre dann mindestens die dritte für unseren Toyota. Für ein 2004er Modell nicht schlecht, eben nicht ungewöhnlich für Calgary.
Ebenfalls nicht ungewöhnlich scheint es zu sein, dass einem bei diesen Temperaturen die Fenster und Türen einfrieren. Sowohl unsere Haustür als auch unsere Balkontür lassen sich momentan nicht mehr öffnen. Fenster öffnen wir schon seit einer Weile nicht mehr, da wir beim letzten Versuch die Fenster nicht mehr
schließen
konnten. Und das kann bei Minusgraden ziemlich unangenehm werden. Mit Hilfe eines Föns konnten wir das Fenster aber glücklicherweise 'befreien'.
Let It Snow...
Wed, Nov 30 2005 06:43 PM
| Alltag
Minus 18°C und Schneeverwehungen führen auch im wintererprobten Calgary zu kilometerlangen Staus, was uns nach der Arbeit dazu veranlasst hat, zunächst ein Fastfood-Restaurant (zwecks Nahrungsaufnahme und zum Aufwärmen ins A&W, eine kanadische Hamburger-Kette mit VIIIIIIEEEEL besseren Hamburgern als bei McDoof) und danach ein Shopping-Center (wieder zum Aufwärmen) aufzusuchen, statt uns sinnlos in das Verkehrchaos einzureihen. Die Geschäfte waren so leer, dass auf einen Kunden mindestens drei Verkäufer kamen… Eine Stunde später hatten wir dann freie Bahn und Gelegenheit, unserem neuen Lieblingsspiel nachzugehen, nämlich die wegen der Kälte liegen gebliebenen Stauverursacher zu zählen, Domestic Makes (GMCs, Ford, Dodge, Buick, Chrysler) gegen Ausländer (VW, BMWs, Toyota, Volvo). Gestern endete das Spiel 6:1 für die Einheimischen, heute 4:0.
Unser Toyota ist trotz Minustemperaturen ohne Mullen und Knullen angesprungen und hat sich auf seinen Allwetterreifen als spurtauglich erwiesen.
Übrigens wird es in Kanada vorgezogene Neuwahlen geben, nachdem die jetzige Regierung ein Misstrauensvotum verloren hat. Ministerpräsident Paul Martin ist über einen Korruptionsskandal seiner Mitarbeiter gestolpert und hat die Vertreterin unserer Königin darüber informiert, dass am 23. Januar Neuwahlen statt finden sollen. Man erwartet, dass die Liberalen als Minderheitsregierung wieder gewählt werden.
In Montréal findet momentan der Weltklimagipfel statt. Allerdings hat beispielsweise keiner von Sonjas KollegInnen schon mal etwas vom Kyoto-Abkommen gehört. Es wird auch so gut wie gar nicht in den Medien vom Gipfel berichtet. Kein Wunder, denn Kanada ist auf Platz 8 der Umweltsünder-Rangliste. 30 Millionen Kanadier verbrauchen doppelt so viel Energie wie 60 Millionen Franzosen! Dazu passt, dass in unserer Straße jeden Morgen dutzende Autos minutenlang warm laufen, per Fernbedienung angestellt aus der warmen Wohnung. Theoretisch könnte man den Wagen ja in die warme Garage stellen, aber die ist voll mit dem Pröll, der beim letzten Garage Sale erstanden wurde...
Darüber hinaus dürften die Stromkosten zur Unterhaltung der Weihnachtsbeleuchtung am typischen kanadischen Haus den Staatshaushalt Liechtensteins übersteigen. Da werden kilometerlange, blinkende Lichterketten ums Haus gewickelt und aus Lichterketten geformte Rehe in den Vorgarten gestellt... Und der eigentlich sonst sehr angenehme lokale Radiosender "the Breeze", der uns sonst mit Easy Listening-Jazz versorgt, terrorisiert uns seit Tagen nur noch Weihnachtsmusik. Wir sind gespannt, was im konsumwütigen Kanada bis Heiligabend noch auf uns zukommen wird...
Unser Toyota ist trotz Minustemperaturen ohne Mullen und Knullen angesprungen und hat sich auf seinen Allwetterreifen als spurtauglich erwiesen.
Übrigens wird es in Kanada vorgezogene Neuwahlen geben, nachdem die jetzige Regierung ein Misstrauensvotum verloren hat. Ministerpräsident Paul Martin ist über einen Korruptionsskandal seiner Mitarbeiter gestolpert und hat die Vertreterin unserer Königin darüber informiert, dass am 23. Januar Neuwahlen statt finden sollen. Man erwartet, dass die Liberalen als Minderheitsregierung wieder gewählt werden.
In Montréal findet momentan der Weltklimagipfel statt. Allerdings hat beispielsweise keiner von Sonjas KollegInnen schon mal etwas vom Kyoto-Abkommen gehört. Es wird auch so gut wie gar nicht in den Medien vom Gipfel berichtet. Kein Wunder, denn Kanada ist auf Platz 8 der Umweltsünder-Rangliste. 30 Millionen Kanadier verbrauchen doppelt so viel Energie wie 60 Millionen Franzosen! Dazu passt, dass in unserer Straße jeden Morgen dutzende Autos minutenlang warm laufen, per Fernbedienung angestellt aus der warmen Wohnung. Theoretisch könnte man den Wagen ja in die warme Garage stellen, aber die ist voll mit dem Pröll, der beim letzten Garage Sale erstanden wurde...
Darüber hinaus dürften die Stromkosten zur Unterhaltung der Weihnachtsbeleuchtung am typischen kanadischen Haus den Staatshaushalt Liechtensteins übersteigen. Da werden kilometerlange, blinkende Lichterketten ums Haus gewickelt und aus Lichterketten geformte Rehe in den Vorgarten gestellt... Und der eigentlich sonst sehr angenehme lokale Radiosender "the Breeze", der uns sonst mit Easy Listening-Jazz versorgt, terrorisiert uns seit Tagen nur noch Weihnachtsmusik. Wir sind gespannt, was im konsumwütigen Kanada bis Heiligabend noch auf uns zukommen wird...




