Ich bin nicht dick!
CalgaryDeutsch

Fries with that?
Neue Eiszeit?
Seit 123 Jahren schaut die nordamerikanische Welt nun schon am 2. Februar, dem Murmeltiertag a.k.a. Jour de la Marmotte a.k.a. Groundhog Day gespannt nach Punxsutawney, Pennsylvania, um von einem Nagetier namens Phil zu erfahren, wie lange der Winter noch dauern wird. Dieses Jahr hat das haarige Orakel seinen Schatten gesehen und sich daraufhin wieder in sein Loch verkrochen, die kalte Jahreszeit bleibt uns also noch mindestens weitere sechs Wochen erhalten (Ach was?). Wenigstens ein guter Grund, heute abend mal wieder den gleichnamigen Film mit Bill Murray einzuwerfen.
Lieblingszitat: Phil (Bill Murray) "...people freezing their butts off waiting to worship... a rat."
Eine Eiszeit der anderen Art bietet die derzeitige Arbeitsmarktsituation in Alberta. Wir haben es zu tun mit:
Budget Freeze = Haushaltssperre
Salary Freeze = “Nullrunde”
Hiring Freese = Einstellungsstopp
Overtime Freeze = unbezahlte Überstunden
Discretionary Spending Freeze = Alles was Spass macht, ist gestrichen.
Und der Brain Freeze (selbsterklaerend) sorgt dann zusätzlich für die in Konzernen üblichen von Aktionismus geprägten kurzfristigen Sparmassnahmen wie Zentralisierung und Kurzarbeit (OHNE Unterstützung vom Arbeitsamt, man arbeitet ja schliesslich “freiwillig” weniger).
Simpsonized!



Sonja hat nicht genug zu tun und beim Surfen die Seite http://simpsonizeme.com gefunden, auf der man sich mittels Foto-Uploads in einen Charakter der Simpsons verwandeln kann. Echt lustig, und kaum vom Original zu unterscheiden!
Hundsgefährlich
Obwohl das Rudel aus dem benachbarten Tsuu-Tiina-Reservat angriff, geht die Polizei davon aus, dass die meisten Hunde von Calgarianern im und am Reservat ausgesetzt wurden. Das ist wahrscheinlich die Auffassung des gemeinen Rednecks bezüglich verantwortungsbewusster Entsorgung von Haustieren...
Bericht auf ctv
Ungebrochener Trend
Scribe Fire
2 : 0 für die Bären
Schadenfreude, eh!?
Calgary ist smart!

Wie in der neuesten Ausgabe des McLeans Magazins zu lesen, ist Calgary in der Rangliste der smartesten Städte Kanadas auf dem dritten Platz gelandet, hinter Ottawa und Victoria, aber weit vor (zum Beispiel) Toronto und Vancouver. Auf den ersten Blick mag das überraschen (von wegen Rednecks und so), aber wenn man genauer hinschaut, ist das Weiterbildunsangebot sehr vielfältig, wird auch gut angenommen und häufig von Unternehmen unterstützt, in dem sie zu den Kosten beitragen.
Noch etwas überraschender, und für uns auch nicht wirklich erklärbar: Calgary landet auf Platz 1 in der Kulturrangliste! Da diese Rangliste stark geprägt ist von Pro-Kopf-Ausgaben für Kultur, nehmen wir an, dass die relativ reichen Calgarianer wohl doch ein paar Dollar für Museums- und Konzertbesuche übrig haben müssen. Auch wenn wir immer noch keinen Zusammenhang zwischen einem Bryan Adams-Konzert und Kultur her stellen können...
Long Way Round
Quote: "We'd come through some of the most difficult road conditions in the world and our first accident was somebody tail-ending me on a Canadian highway." Da hat der Gatte also mal wieder Recht behalten...
Das Rad neu erfinden...
Ein Virus?
Du bist was Du fährst
"Das Problem ist, es gibt keine neutralen Autos. Der Wagen, den Du fährst, sendet eine detaillierte Aussage über Dich in die Welt, ob Du es willst oder nicht. Jahrelang fuhr ich einen Honda Civic, der schrie "jung, single, weiblich, beruflich erfolgreich". Wenn Du einen Pontiac Vibe (=Toyota Tercel) fährst, bist Du wahrscheinlich ein Vater mit mittlerem Einkommen, Anfang 40 mit hoher Ratenzahlung fürs Haus und ein paar Kindern. Und ein Audi A6? Du bist ein älterer, besser verdienender, kinderloser, grossstädtischer Geschäftsmann, der auch eine Espressomaschine hat."
Oops?!
Der besondere Blick

Der Stadtkern der Prärietrabantenstadt Calgary ist ja eigentlich eher langweilig und nervt mit seinen unzähligen Strassensperrungen, Baustellen, Rohbauten und Baukränen. Wenn es nach der Künstlerin Verna Vogel (a friend of a friend) geht, kann das aber ruhig so bleiben, denn für sie bedeutet es Inspiration und führt zu solchen Kreationen wie das oben gezeigte "City for Trees", mit $$$$ leider ein wenig ausserhalb unseres Budgets, weswegen wir uns auch mit der (genehmigten) Veröffentlichung dieses Bildes begnügen wollen. Thanks for your magical view on the city, Verna!
Life is a Highway
Ja, so sieht er aus, der Strassenverkehr auf Albertas Autobahnen. Zur Rushhour ist dann auch schon mal ein Fahrzeug zu sehen... Wer schon immer einmal wissen wollte, was sonst noch auf Albertas Strassen los ist, kann es auf der Seite des AMA hier nachschauen.
Es gibt noch viel zu sehen...
Daher haben wir uns schon mal den ultimativen Reiseführer "Make the Most of Your Time on Earth" gekauft. Während Island, Hawaii, Argentinien und Chile ganz oben auf Sonja's Wunschliste stehen, zählt Roland den Osten Kanadas, die Neuengland-Staaten und Brasilien zu seinen Favoriten. Bei den Highlights der vergangenen Reisen sind wir uns einig. The winners are: Vancouver Island und Toskana und zu unseren Lieblingsstädten gehören bisher Paris, New York, San Francisco und Vancouver. Jetzt fehlt uns eigentlich nur noch ein Sponsor, dann kann es losgehen...
Unsere eigene Strasse mit Bushaltestelle

Kollegin Alison, kürzlich auf Osterurlaub in Winnipeg gewesen, hat's dort gefunden und freundlicherweise gleich fotografisch fest gehalten. Wir warten nun noch auf jemanden, der uns ein Magerville oder den Mager Peak findet...
Spring Cleaning
Wir können jedenfalls immer wieder allen potentiellen Immigranten empfehlen, lest alles, was Ihr zur zum Thema Immigration in die Finger bekommen könnt, lernt die Landessprache und akzeptiert, das Kanada "anders" ist (auch wenn's manchmal schwer fällt), dann klappt's nicht nur mit dem Auswandern, sondern auch mit dem Wohlfühlen in der neuen Wahlheimat. GOOD LUCK!
Häh?
Hilmar Kopper, vormaliger Vorstandssprecher der Deutschen Bank
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen... danke Rita!
Also ich weiss gar nicht was Ihr habt, so oder so ähnlich klingen wir auch meist, wenn wir gerade von der Arbeit kommen...
Murder Central
Calgary ist Weltmeister!
Der Grund dafür liegt im Streuen mit Kies, der bei niedrigen Temperaturen und wenig Schnee offenbar für den besten Halt auf den Strassen sorgt. Da fliegen einem dann an den ersten wärmeren Tagen schon einmal nussgrosse Steinchen in die Scheibe, hochgeschossen vom Vordermann oder vom Truck auf der Nebenspur. Wenn es dann wieder kalt wird, macht es "krack" und aus dem kleinen Katscher wird ein riesiger Riss, der durchaus die gesamte Scheibe abdecken kann. 70% aller Schäden werden übrigens auf dem Deerfoot-Trail verursacht, unserer legendären Nord-Süd-Achse.
Mitte Mai beginnt normalerweise das Spring-Cleaning, dann werden die Strassen ausgiebig gereinigt. Trotzdem finden sich immer wieder Steinchen, die einem um die Ohren fliegen... Wir haben momentan drei Risse in unserer Scheibe, in ein paar Monaten werden wir sie auswechseln lassen. Und dann hoffen, dass die Scheibe bis zum nächsten Winter hält...
Tag der Muttersprache
Total Eclipse of the...Moon

Foto: Wikipedia
Besser als Fernsehen! Der Blick (vom Sofa aus) in den sternenklaren Abendhimmel zeigt heute eine wunderschöne, totale Mondfinsternis, die nächste gibt es hier erst wieder Dezember 2010. Kein astronomisches Highlight, aber doch immer wieder faszinierend.
Plakatwerbung

Die Aktion wirbt für ein ausgeglicheneres und stressfreieres Leben in der maritimen Provinz, für die absolute Work-Life-Balance. Wir haben uns überlegt, was das wohl bedeutet, denn wir haben ja hier in Alberta schon nicht wirklich Stress...
Dahinter steckt eine clevere Kampagne, die natürlich Arbeitskräfte abwerben und besonders abgewanderte Nova Scotians wieder heim ins Land bringen will. Mehr darüber gibt es hier und das Promo Video auf YouTube:
Jetzt geht's los... aber anders!
Retail salespersons
Financial auditors and accountants
Retail trade managers
Information systems analysts and consultants
General office clerks
Administrative officers
Unter anderem soll der Bedarf durch Rekrutierung von Einwanderern gedeckt werden.
Prinzessin Margriet wurde 65
Als Zeichen der Dankbarkeit schickt das niederländische Königshaus jährlich 20,000 Tulpenknospen nach Ottawa. Daraus entwickelte sich dann das jährliche Tulpenfestival im Mai.
Quelle: CBC News
Leben unter dem Stein
Ja, und was fällt uns noch zu Erdwärme ein? Wir hätten da noch ein kleines Yellowstone Nationalpark Video aus dem letzten Urlaub:
Das Ende des Türknaufs

Foto: Wikipedia
Wie auf der Website der Tagesschau berichtet, steht eine grosse nordamerikanische Tradition vor dem Aussterben: der Türknauf. Wir müssen zu unserer Schande gestehen, dass wir einen nicht unbedeutenden Beitrag zu dessen Ende geleistet haben, denn auch wir haben - gegen Aufpreis - unsere Wohnung mit Türklinken ausrüsten lassen...
Diese Türklinken sind übrigens nicht vergleichbar mit europäischen Türklinken, wo man die Klinke nur ein wenig drücken muss und die Tür sich schon öffnet. Hier wurden die Knaufe einfach durch Klinken ersetzt, ohne die darunter liegende Technik zu ändern. Deshalb muss man die Klinke gefühlte 90 Grad drehen, bevor sich etwas tut. Sehr gewöhnungsbedürftig!
Im letzten Absatz des Tagesschau-Artikels wird vorgeschlagen, man könne doch als nächstes die Tradition der Plastiktüten endlich beenden. Auch hier sind wir unter den Wegbereitern, denn wir besitzen drei Kunststoff-Einkaufskisten für grössere Einkäufe (leider nicht faltbar) und ein paar Stoffbeutel für kleinere. Allerdings leiden wir seitdem unter andauernder Müllbeutelknappheit...
Joyeux Calvaire!
Lecker!

Auf Christina's Blog, einer Kanadierin, die seit 1990 in Deutschland lebt, sind wir über Lebkuchen, Spekulatius, Pfeffernüsse und natürlich Dominosteine gestolpert. Gut, das wir mit Carepaketen aus "aller Welt" rechnen dürfen, sonst wären wir jetzt neidisch.
Näh, watt schön!
Aber das Alberta ein wunderschöner Platz zum Leben ist, sieht man auch auf diesem Video des Kanadischen Country Sängers Paul Brandt. Über Musik lässt sich ja bekannterweise streiten, aber die Landschaft passt einfach dazu.
Bundesliga und Chinesisches TV
Und so konnte Roland heute tatsächlich Bielefeld - Bayern live gucken. Ist jetzt natürlich nicht gerade die Hammerbegegnung, aber immerhin: es klappt! An den chinesischen Kommentar gewöhnt man sich schnell, wir haben ja auch Fassbender und Kürten überlebt! Es lebe das Internet!
Opfer tragischer Umstände
Personennahverkehr... ick hör dir trappsen!
Die anderen können es ja sowieso besser
Warum hat ein Land mit über 30 Mio Menschen eigentlich keine eigene Automarke? Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts gab es einen einzigen Versuch: die Russell Autos von CCM. Dank Ford und seines Fliessbands war es jedoch günstiger, in den USA motorisierte Fahrzeuge zu produzieren. Ausserdem wäre der Markt nicht gross genug für eine eigene Marke, weiss Jack Thompson von der CMDA. Was würden wohl Volvo und Saab dazu sagen? Gleich zwei Firmen, die für eine handvoll (9 Mio) Schweden Fortbewegungsmittel entwickelt und produziert haben?Holy Smoke!
Etwas Positives hat das Ganze jedoch, denn wir konnen ja in unserem Appartment nur begrenzten Platz für Gäste anbieten. Es sollen nämlich auch etwa hundert Hotelzimmer zur Verfügung stehen, und das, wie gesagt ganz in der Nähe.
Nicht kleckern, sondern klotzen!

Ein Wohnmobil steht ja noch auf unserer Wunschliste... wahrscheinlich wird es da auch stehen bleiben. Aber... wenn die Frau des Hauses eines aussuchen dürfte, würde es wohl so eines werden. Die passende Espresso-Maschine dafür hätten wir schon, nur das Fahrzeug drumherum fehlt noch...

Mehr Bilder von dem Schmuckstück hier.
Es gibt Reis, Baby!
Bei den Ossis ist es auch ganz nett!

Besonders empfehlenswert ist die Website von Ian Coristine. Der Fotograf hat die 1000 Islands in Ontario, am Abfluss des Ontario Lake in den St. Lorenz-Strom, zu seinem Hauptthema gemacht. Aus gutem Grunde...
Da müssen wir auch noch hin!
Alles wird gut!

Das ZDF hat zur Funkausstellung seine Mediathek runderneuert und bietet jetzt Beiträge in sehr guter Qualität zum Streamen über das Internet an. Im Moment sind das noch mehrheitlich Nachrichten und Informationssendungen, später sollen wohl auch Fernsehserien dazu kommen. Super genial! Wir denken immer konkreter daran, das (grauenhafte) kanadische Fernsehen zu kündigen und statt dessen komplett auf Internet-Fernsehen umzusatteln. Dafür haben wir gerne GEZ-Gebühren bezahlt!
Southern Alberta Balloon Launch Experiment

Gestern noch auf Ehrensenf, heute schon auf unserer Homepage :O) Das Southern Alberta Balloon Launch Experiment SABLE ist ein Hobbyprojekt einiger Bastler, die es sich in den Kopf gesetzt haben, die Erde aus grösstmöglicher Höhe zu photographieren (man beachte die antike Schreibweise...). Nach einigen mehr oder weniger missglückten Versuchen wurde eine Nikon Coolpix-Kamera in eine Box gepackt, diese an einen Helium-Ballon befestigt, und ab ging's! Genau 196 Fotos hat die Kamera im Minutentakt geschossen. Das Bild oben ist das letzte gewesen, bevor der Ballon platzte!
Tolles Projekt, aber wem mag die Kamera auf den Kopf gefallen sein?
Geld allein macht nicht glücklich
Don't mess with Alberta!
1. Mit Umweltschutz lässt sich eben nicht so viel Geld machen wie mit fossilen Brennstoffen… und das Ausmass einer aufgezwungenen Reduzierung von Emissionen würde eine “unfair grosse ökonomische Auswirkung” auf Alberta haben.
2. Der Vorschlag kommt aus Ontario.
3. Die Ossies haben sowieso nur den Emissionshandel im Sinn.
Neufundland und Saskatchewan, die sich dank entdeckter Ressourcen nun auch am Boom erfreuen dürfen, scheinen sich neuerdings auf die Seite Albertas zu schlagen, während Ontario, Quebec und Manitoba eindeutig den umweltfreundlicheren Weg einzuschlagen bereit sind. Natürlich alles der Umwelt zuliebe, und nicht, um Profit aus dem Emissionshandel zu schlagen und eben bei den wohlhabenden Öl- und Gasprovinzen, welche die vorgelegten Ziele nicht erreichen werden oder können, abzukassieren. Das ist ja so unfair, vor allem, da Alberta doch so viel für das Wachstum in den anderen Provinzen tut (z.B. Arbeitskräfte abwerben…?)
Für seine Einstellung ist Alberta inzwischen wohl die am meissten gehasste Provinz, nebenbei auch wegen der katastrophalen Auswirkungen der Ölsandförderung auf die Natur. Aber vielleicht ist sie auch nur am meisten beneidet, denn Alberta macht nun mal aussergewöhnich guten Gewinn. Money makes the world go round!
Wir glauben ja immer noch, dass auch Umwelttechnologien eine Chance in Alberta hätten, wo viel Wind und Sonne herrschen. Allerdings wäre das eher für den Eigenbedarf und nicht für den Export in das energiehungrige Nachbarland geeignet. Ade, Profit! Die Technologie und das Know How dafür gibt’s auch nur begrenzt, also müsste sie importiert werden. Armes reiches Alberta!
Quelle: Calgary Herald
News im Calgary Herald
Für einen chronisch betrunkenen Autofahrer, der im Januar 2006 eine ganze Familie bei einem Unfall ausgelöscht hat, wird eine lebenslange Haftstrafe beantragt. Dies wäre das erste Mal, dass in Alberta eine solche Strafe für eine derartiges Delikt ausgesprochen würde. Guter Schritt!
Beim Waschen von kalifornischen Trauben von costco (Metro in Kanada) kam einem Kunden eine Schwarze Witwe entgegen gekrabbelt. Die Stellungnahme costco's war, dass das schon mal von Zeit zu Zeit passieren würde, aber man könnte die Trauben natürlich umtauschen. Horror!
Eine Frau, die in ihrem Bett lag, wurde beinahe von einer Kugel getroffen. Die Kugel war abgefeuert worden von vier betrunkenen Männern ein Stockwerk tiefer, die eine Party feierten. Wir sind froh, dass wir einen Betonboden haben...
Nicht mehr ganz taufrisch ist diese hier: In Calgary's grösstem Stadtpark, dem Fish Creek Park, ist ein Cougar (Bergpuma) gesichtet worden, der gerade ein Reh gerissen hatte. Dies war bereits die fünfte Sichtung der Pumas, dem es offenbar so gut im Park gefällt, dass er sich hier häuslich eingerichtet hat. Ein Video gibt's hier, eine Behörden-Entwarnung hier.
Eine Menge los hier!
Rainy Day
Bevor wir in unseren Urlaub starten konnten, hat es erst einmal ausgiebig geregnet. Nicht überragend viel für deutsche Verhältnisse, aber für Calgary hat es gereicht. Dieses Foto zeigt den Deerfoot-Trail, die Hauptverkehrsader der Stadt:Auch wir mussten heute morgen einen Riesen-Umweg fahren, da auch Ost-West-Verbindung der Stadt, der Glenmore-Trail, geflutet war!
Alles klar?!

Anschauungsunterricht im Benutzen von Kreisverkehren, gefunden auf der Homepage unserer Community. Das erklärt, warum Kanadier beim Anblick eines Kreisverkehrs in Panik verfallen...
Fantasy Island
einen interessanten Kommentar von Richard Bronstein zum Thema
Missmanagement in Alberta.
Manche werden sich bestimmt an die Serie Fantasy Island mit Ricardo
Montalban als Mr Roarke erinnern, welcher zwar die Fantasien seiner
Gäste erfüllte, doch oft anders als diese erwarteten, und auch nicht
immer mit glücklichem Ausgang.
Bronstein zieht die Parallele zur Ölsandförderung in Alberta. Fuer
alle Beteiligten werden Träume wahr: Arbeit, Reichtum und Gewinne.
Doch die dunkle Seite der Erfüllung dieses Wunsches lässt nicht auf
sich warten:
- Gigantische Verschwendung von Frischwasser
- Vergeudung anderer vorhandener Resourcen wie Gas, sogar soweit,
dass über den Bau eines Atomkraftwerkes (!!!) nachgedacht wird
- Zerstörung des Ökosystems, der Abbau hinterlässt eine Mondlandschaft
- Inflationäre Preisentwicklung bei Produktionskosten,
Dienstleistungen und vor allem Mieten
- Überforderte (veraltete) Infrastruktur und nicht genügend
Krankenhäuser
Zum Schluss stellt Bronstein die Frage: Was ist wenn... der Boom ein
Ende hat und vor allem, warum werden alternative Energietrends immer
noch ignoriert...?
Magers in der Kölnischen Rundschau
Calgarianer Fussball-Jungs
Der andere ist der neue Abwehrchef beim FC Kölle Kevin McKenna, der aus noch nicht bekannten Gründen von Energie Cottbus an den Rhein wechselte. Auch verständlich, wenn auch nicht unbedingt aus sportlicher Sicht… McKenna spielt immerhin in der kanadischen Nationalmannschaft (No. 94 in der FIFA-Weltrangliste, gleich hinter Litauen, Georgien und den bärenstarken Moldawiern) und ist der erste Kanadier in der Bundesliga! Na, wenn er gut ist, wird er es ja vielleicht bald auf die andere Rhein-Seite schaffen!
Falls es in Zukunft weitere grosse Talente aus Calgary geben sollte, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass die Jungs gleich nebenan von Roland’s Arbeitstelle heran gezogen wurden. Dort ist nämlich Calgary’s einziges Soccer-Centre, mit einigen Feldern draussen und einem Feld in einer Halle. Grundsätzlich gibt es einige, die prophezeien, dass Fussball in einigen Jahren bis Jahrzehnten dem Hockey den Rang ablaufen könnte, da es doch einfacher zu erlernen sei als Hockey, und ausserdem werde David Beckham jetzt den ganzen Glanz des Fussballs nach Nordamerika bringen. Wir würden uns freuen, dann können wir endlich wieder mit reden!
Schnee am Victoria Day, und noch mehr Magers in Canada!

Eigentlich gilt das Victoria Day Wochenende als der Zeitpunkt, an dem man erstmalig ohne Risiko campen gehen oder endlich die Blumen im Garten pflanzen kann. Als wir heute morgen aufwachten, fanden wir jedoch diese Situation vor. In Alberta darf man sich halt NIEMALS zu sicher sein, was das Wetter angeht!
Und noch'n Bild, das uns ein freundlicher Leser geschickt hat, der momentan in Manitoba in einem kleinen Städtchen namens Inwood arbeitet. Wir kennen zwar keine Magers in Manitoba, aber bei Roland's grosser (und umtriebiger) Verwandtschaft väterlicherseits ist eine entfernte Familienzugehörigkeit nicht vollkommen auszuschliessen. Vielen Dank, Frederik!
Kanadische Spionage-Münzen
Wie auch in deutschen Medien Spiegel, silicon.de) berichtet, hat der US-Geheimdienst zu Beginn dieses Jahres mehrere kanadische 25-Cent Münzen mit Elektronikchips entdeckt, die offensichtlich das Ausspionieren amerikanischer Bürger zum Ziel hatten. Zunächst war unklar, wie genau diese Chips arbeiteten und woraus genau sie bestanden. Klar war nur, dass sie – wie ein Streifen Tesa-Film - auf die Münzen aufgeklebt waren. Nanotechnologie? Es gab selbstverständlich sofort einen internationalen Spionagealarm mit den üblichen Verdächtigen China, Russland und natürlich Frankreich. Manche Experten waren allerdings der Meinung, dass Funktechnologie an einem Metallkörper kaum die zum Ausspionieren nötigen Funk-Reichweiten erreichen könnte, andere meinten, dass Geld ja wohl zu schnell den Besitzer wechseln würde, als dass man damit jemanden ausspionieren könnte. Uneinigkeit bestand auch darin, ob es sich hier um staatliche oder um Industriespionage handelte.Nach nur vier Monaten intensiver Geheimdienstrecherchen konnte der Fall nun gelöst werden. Bei den Spionagemünzen handelt es sich um die sogenannten “Poppy-Coins”, den ersten Münzen weltweit mit farbigen Aufdruck. Die Poppy (Mohnblume) ist das offizielle kanadische Symbol für die Erinnerung an die in Kriegen gefallenen Soldaten. Zu deren Ehren wurden im Jahr 2004 Sondermünzen mit einer farbigen Mohnblume bedruckt und von Tim Horton’s in Umlauf gebracht. Um diesen farbigen Aufdruck gegen zu schnelle Abnutzung zu schützen, wurde eine Art Tesafilmstreifen darüber geklebt. Und dieser liess sich nun mal sehr leicht mit Spionagewerkzeugen verwechseln... Bunte kanadische Münzen lösen in den USA einen Spionagealarm aus. Was sagt das über beide Länder aus?
PS: bereits im Januar hat ein Korrespondent des Handelsblatts die ganze Geschichte aufgeklärt, nämlich im letzten Absatz dieses Blogs.
Bon Cop Bad Cop
Wenn man etwas mehr über den Unterschied zwischen Quebec und dem Rest von Kanada heraus finden will, ist der Film BON COP, BAD COP zu empfehlen. Die Zutaten: Ein Leichenfund der besonderen Art, Hockey-Fan(atismus), ein penibler Ontario-Cop mit Französischkenntnissen, ein hitzköpfiger Quebec-Flic, der ebenfalls bilingual ist, und viel Lokalkolorit. Der Film ist tatsächlich durch und durch zweisprachig! Glücklicherweise lassen sich auf der DVD englische Untertitel für die französischen Szenen einschalten, sodass man der Geschichte auch als Nicht-Quebequois folgen kann (Schul-Französisch ist hier absolut nutzlos!). Und was haben wir gelernt? Das F-Wort heisst auf Quebequois: Tabernac! Höchstwahrscheinlich wird der Film niemals ausserhalb Kanadas gezeigt werden, da sein Humor einfach ZU landesspezifisch ist. Sozusagen der “Ödipussi” Kanadas. Schade eigentlich!
Doctor Who

Unsere Freundin Jane ist seit Kindertagen Fan von Doctor Who und hat uns Season 1 der neuerschaffenen Fernsehserie ausgeliehen. Doctor... Wer? Genau! Wir hatten bislang auch nur sporadisch davon gehört, aber diese englische Fernsehserie gibt es tatsächlich seit Mitte der Sechziger Jahre und hat bislang 10 Hauptdarsteller verschlissen!
Doctor Who ist ein Ausserirdischer, der mit seiner als blauen Telefonzelle getarnten Zeitmaschine durch Zeit und Raum reist, um regelmässig die Menschheit und das ganze Universum zu retten. Dabei steht ihm meistens ein attraktives englisches Girl zur Seite, das wahrscheinlich im Wochenrhythmus vor irgendwelchen bösartigen Kreaturen gerettet werden muss. Wenn er stirbt, hat er die Fähigkeit zur Reinkarnation, allerdings mit neuem Aussehen und neuen Charakterzügen. Klingt echt bescheuert, aber die ersten Folgen, die wir geschaut haben, waren tatsächlich sehr gut.
In Deutschland wurden von den insgesamt 270(!) Episoden dieser seit über 40 Jahren laufenden Serie wohl nur eine Handvoll im Nachtprogramm auf RTL gezeigt, allerdings hat PRO7 anscheinend die neue Serie gekauft. Schaut mal rein!
Einer der klassischen Drehbuchschreiber der Serie war übrigens Douglas Adams, noch bevor er sich mit dem Anhalter durch die Galaxis beschäftigte. Schon lustig, dass wir erst nach Kanada gehen mussten, um Englands beliebteste Fernsehserie kennen zu lernen!
Was ist das?

Die hiesigen Trockenbauwände haben etwa eine Dicke von einem bis zwei Zentimetern, und man kann einen (kleinen) Nagel mit dem bloßen Daumen hinein drücken. Dennoch werden sogar Flachbild-Fernseher an diesen Wänden angebracht, dafür werden dann doch noch etwas andere Dübel (Anker) verwendet. Wir hatten da doch mehr Vertrauen in die deutschen Betonwände, für die man eine Schlagbohrmaschine braucht! Dazu passt auch, dass z.B. ein LACK Wandregalbrett (Insider werden wissen, wovon wir sprechen), dass in Deutschland mit vier Dübeln befestigt schon als erdbebensicher gelten würde, hier mit 16 Schrauben befestigt wird (so gesehen beim hiesigen IKEA)!
Auch wenn Kanada bei Auswanderern aus Deutschland weit unten rangiert (tatsächlich wandert nur etwa 1% der Deutschen Emigranten nach CA aus), ist uns beim Surfen diese (beunruhigend) gute Informationsseite der Bundesagentur für Arbeit aufgefallen. Es macht schon fast den Eindruck, als wenn Deutschland die Arbeitssuchenden gar nicht schnell genug 'loswerden' kann, hauptsache weg aus der Statistik, koste es was es wolle...
Und da wir gerade beim Thema 'Amt' sind, selbst die kanadische Regierung hat inzwischen festgestellt, dass der Boom in Alberta nicht nur Vorteile birgt: http://www.statcan.ca/Daily/English/060914/d060914c.htm Wir berichteten ja bereits im August von unseren persönlichen Eindrücken. Auch Windrose hat dieses Thema aus aktuellem Anlass aufgegriffen: http://rose-du-vent.blogspot.com/2006/10/arbeitslosenrate-in-kanada.html
Reisefieber

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Die wenigen Urlaubstage schränken leider unsere Entdeckungsreisen etwas ein. Gern würden wir mal ein paar Wochen in den Maritimes verbringen, besonders New Brunswick und Nova Scotia interessiert uns. Aber das muss wohl warten. Zur Entschädigung machen wir halt fast jedes Wochenende einen Wanderausflug und für Juni ist mal wieder ein Kurztrip nach BC geplant. Ja, wir haben es schon schwer...
Wuppertal ist überall

Als wir am Samstag von unserer kleinen Wanderung durch den Heart Creek Canyon zurück kamen, parkte hinter unserem Toyota ein Golf mit einem sehr vertrauten Kennzeichen (siehe oben). Es ist ein sehr netter Brauch bei Immigranten, ein Kfz-Kennzeichen aus dem Heimatland mit zu bringen, um es vorn ans Auto zu montieren und damit die Herkunft zu dokumentieren (albertanische Nummernschilder sind nur hinten). Leider hatten wir diese gute Idee nicht, unser GL-PF 925 ist längst im deutschen Recycling-Kreislauf gelandet...
Viele Grüße gehen daher an alle Wuppertaler und unbekannterweise an die Besitzer des Golfs!








