Willkomen auf unserer CANADA Homepage! Wir sind in 2005 von Leichlingen nach Calgary ausgewandert und in 2010 nach Vancouver weiter gezogen. Hier findet Ihr Informationen rund um unsere Einwanderung, dazu gibt's aktuelle Nachrichten aus der neuen Welt und Einblicke in unseren Immigranten-Alltag.

Beim armen Italiener


Nicht ganz so arm sollte man sein, wenn man hier zu speisen wünscht. Ein first class Restaurant mit Valet-Parking, Türsteher und phantastischer Küche. Wir treffen dort heute Bob (Sonja's Motorradkumpel) und seine Gattin Yvonne.

Vor- und Hauptspeisen liessen keine Wünsche offen. Es war ein Genuss und den Preis wert.
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Sonja reitet wieder


Samstag um 10 Uhr holt Sonja ihre neue (gebrauchte) Maschine vom Motorradhändler ab: Eine zitronengelbe BMW F650GS von 2004, mit 22,500km auf der Uhr. Moralisch unterstützt wird sie dabei von Roland und Zweiradkumpel Bob.

Nach kurzer technischer Einweisung stürzen sich Sonja und Bob dann in den Vancouver Verkehr.


Mit einer kleinen Fähre geht es nach Barnston Island, eine Insel im Fraser River.

Danach geht es mit gleicher Fähre zurück auf das Festland. In Fort Langley, dem Geburtsort von British Columbia, legen wir eine Mittagspause bei Sandwiches und Yam Fries ein.


Und weiter geht es auf Nebenstrassen durch Vancouver's Lower Mainland zum Wattenmeer und Vogelparadies Boundary Bay.


Knapp 200km und 9 Stunden später triff Sonja glücklich und erschöpft vom ereignisreichen Tag wieder zu Hause ein.
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Abschied


Ein Not-Kater, aus der Mülltonne gerettet und aufgepäppelt. Einst adoptiert von Sonja, ist er später umgezogen zu Sonja's Mom (bzw. wollte nach einem längeren Besuch nicht mehr weg...), führte Felix (genannt Kelly) ein ausgefülltes Dasein. Nichts konnte ihn aus der Ruhe bringen, ausser dem Geräusch von Plastiktüten, und der Anwesenheit von Kindern oder anderen (männlichen) Wesen.
Ein Draussen-Kater, der oft von Revierkämpfen gezeichnet war, und seine besten Kumpel mit nach Hause brachte.
Ein Schmuse-Kater, wenn es um die Gunst der Hausherrin ging. Bei Mom hörte und gehorchte er sogar. 
Eine Mensch-Kater Symbiose, wie sie nur das Leben schreiben kann. Kelly wurde 13 Jahre alt.
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Um drei Ecken


Das Internet ist ja doch ein Dorf. Sonja's Freundin (U.) hat eine Freundin (B.), die eine Freundin hat, die nach Neuseeland ausgewandert ist (K.) Spontan werden um mehrere Ecken emails ausgetauscht, und schon verbringt frau den Abend im schoenen St. Heliers mit besagter K. und Familie. Es wird ein netter Plausch unter Auswanderern. An U. ein grosses Dankeschoen, und anbei das Beweisfoto.
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Puthandu Vazthukal


Oder Frohes Neues Jahr auf Tamil. Sonja war von einer Kollegin eingeladen worden, mit der Familie das Neujahrsfest zu feiern. Zur Feier des Tages wird sich ‘herausgeputzt’, das Haus ist aufgeraeumt oder sogar renoviert, morgens trifft sich die Familie zum Gebet, die Kinder erhalten Geschenke von den Grosseltern und die Frauen kommen anschliessend zusammen und kochen ein vegetarisches Gericht. Es gab Curry-Tofu (ziemlich scharf), Gobi-Kurma (ein Blumenkohl Gericht) und dazu einen Gurken/Ananas/Chili Salat. Koestlich!
Die Kids waren aufgeregt, wie unsere westlichen Sproesslinge am Weihnachtsabend. Es war ein angenehmer Abend, mit viel sprachlichem Durcheinander: Tamil, Hindi, Englisch und sogar Deutsch, denn zwei der Kinder lernen Deutsch als erste Fremdsprache, und wollten ihre Sprachkenntnisse an Sonja austesten.
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Ereignisreicher Samstag

Am Morgen sind wir nach Port Moody hinaus gefahren, da uns dieser Ort schon bei unserem ersten Besuch im Herbst 2004 aufgefallen war (Birgitt wird sich vielleicht an jenes Starbucks Cafe an der Ecke erinnern...). Dort haben wir uns eine Wohnung angeschaut, und die Gegend erkundet. Dabei entdeckten wir eher zufällig den Weg zum Buntzen Lake und sind dort ein wenig spazieren gegangen. Der See und die Umgebung kamen uns sofort bekannt vor, obwohl wir noch nie vorher da gewesen sind, denn dieser wird des öfteren von Filmcrews genutzt. So sind unter anderem eine der X-Files Episoden und der Film Lake Placid dort gedreht worden.

Den Nachmittag haben wir dann - nach ausgiebiger Mittagspause - in der Auto-Mall verbracht, einem Einkaufszentrum für alle möglichen Automarken. Hier ist unser derzeitiger Favorit:

Schliesslich ging es nach Downtown, wo wir uns wieder mit Cliff und Anna getroffen haben, diesmal im Restaurant Provence Marinaside. Das Essen war wieder hervorragend, diesmal stand Fisch in allen Variationen auf dem Programm.

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Umgezogen

Nach einem dreistündigen Frühstück sponsored by Pflügers (vielen Dank Ihr zwei!) ist Sonja mittags in ihr neues temporäres Domizil umgezogen. Es begab sich, dass Kollege Vijay und Freundin inzwischen ein neues grösseres Apartment gefunden hatten, und somit wurde ihre bisherige Unterkunft frei wurde. Da Sonja kürzlich die Gastgeber Debra und Ivan kennengelernt hatte, und sich gut mit ihnen verstand, darf sie nun diese süsse kleine Erdgeschosswohnung, weitab von Skytrain, Eisenbahn- und anderen Verkehrsgeräuschen, ihr neues 'Zuhause' nennen. Der Weg zur Arbeit ist zwar etwas weiter, aber dafür bleibt die Nachruhe wenigstens ungestört.


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Alte Bekannte...

Ein wunderschöner Nachmittag am False Creek, hier in der Nähe von Science World.

Downtown Skyline von Ecke Cambie / Broadway aus, im Hintergrund sind die schneebedeckten Coast Mountains zu sehen.

Dort bin ich mit Cliff und Anna verabredet. Nebenbei erfahre ich, dass die beiden im August Nachwuchs erwarten.

Am False Creek. Die kleinen Taxi-Boote fahren hier das ganze Jahr.
Wir hatten uns viel zu erzählen. Es war ein gelungener Tag, welcher seinen krönenden Abschluss im The Keg auf Granville Island fand.
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Deutsche im Schneechaos

Endlich haben wir es mal wieder geschafft, ein Treffen der Deutschen in Calgary zu organisieren. Diesmal fand das Ganze im rustikalen Rahmen in der italienischen Pizzeria Il Centro statt. Natürlich musste es pünktlich zu Feierabend anfangen zu schneien, so dass der Verkehr zum Erliegen kam (der Winter kommt eben immer überraschend...), und die Technik ausfiel, so dass die Strassenbahnen zeitweise auch nicht mehr fuhren. Um so mehr haben wir uns darüber gefreut, dass sich trotz aller Widrigkeiten 10 von 13 Teilnehmern (einige kamen sogar aus Airdrie und Strathmore) eingefunden haben. Es wurde ein gelungener Abend mit viel Gelächter und - wie üblich - viel Geläster.
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Hochzeit auf Asiatisch

Rolands ehemalige Kollegin Liya hat geheiratet, und wir waren deshalb eingeladen auf eine chinesisch-kambodschanische Hochzeit! Die traditionelle Tee-Zeremonie hatte bereits am Freitag im engsten Familienkreis statt gefunden, für Samstag stand dann noch die standesamtliche Trauung und die Feier an.

Die standesamtliche Hochzeit überraschte uns ein wenig, denn zum einen sah das Ganze fast genauso aus wie in Deutschland (wenn man davon absieht, dass sie in einem Golfclub statt fand, nicht im Rathaus), zum anderen gab es zum Mittagessen Rouladen mit Rotkohl und Spätzle?!

Abends ging es dann aber richtig zur Sache: im Harbour City Restaurant in Calgary's Chinatown fanden sich fast 200 Leute ein, grösstenteils natürlich Chinesen und Kambodschaner. Wir wurden freundlicherweise an einen Tisch mit sehr netten Weissen gesetzt, fast alle mit mitteleuropäischer Herkunft und alle sehr weltoffen.

Spannend wurde es dann, als das Essen anrollte: Insgesamt galt es, zehn (!!!) Gänge zu bewältigen. Neben einigen "normalen" Gängen wie Reis mit Shrimp, Hummer, Pilze, Hühnchen, Karpfen und Nudeln mit (Schweine-?)Fleisch gab es doch auch das ein oder andere, dass etwas Überwindung kostete wie Qualle, Haifischflossensuppe oder Krabbenfüsse. Wir haben aber alles probiert! Die trockenen Kekse haben wir mit Jasmintee heruntergespült, und die Mango-Tapioca (Fruchtsuppe mit Sago) zum Abschluss war ganz lecker.


Die Braut wechselte während des Abends vier mal ihr Kleid, unter anderem trug sie traditionelle Kleider aus China und Kambodscha. Und natürlich strahlte sie den ganzen Abend wie verrückt!

Ein paar weitere, grandiose professionelle Fotos gibt's beim Hochzeitsfotografen Rafal!
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Care-Paket aus den USA

Wieder einmal begibt es sich, dass man sich nach jahrelanger Internetkorrespondenz einmal persönlich kennen lernen darf. Nicht nur, dass uns die Ms aus Virginia (unsere nordamerikanische Aldi-Quelle) mit Joghurtgums, Nimm2, Flips, den berüchtigten Honey Mustard Nibblers von Sniders (nicht in Kanada erhältlich) und Pflaumenmus versorgt hatten, nein es gab sogar eine Packung MonCheries (und das trotz der berüchtigten Ferrero Sommerpause), die die lange Reise erstaunlich gut überstanden hat, und eine Grosspackung Brause-Aspirin, um den Naschfolgen entgegenzuwirken. Vielen Dank, liebe Ms und gute Heimreise. Vielleicht schaffen wir es ja mal zu einem Gegenbesuch, denn Virginia soll besonders im Herbst (Indian Summer!) wunderschön sein.
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Pre-Stampede

Gestern gab es quasi ein Schweizer-Deutsches-Mini-Blogger-Treffen im Ranchman's, eine echt urige Kneipe im Western-Style. Natürlich geht man dort in standesgemässem Outfit hin (Minimum Westernhemd, Cowboystiefel und Bucklebelt). Geboten wurde Line-Dance, Live Musik, rustikale Küche (für Sonja gab es endlich wieder mal Spare Ribs) und harte Drinks (Danke, Holger!). Von den Urlaubern Rita und Günter gab es unverhofft ein kleines Überraschungspaket, u.a. mit Miracoli und den unvermeidlichen Joghurtgums. Es hat sich wohl inzwischen in ganz Deutschland herum gesprochen, dass wir schon mal unter Entzug dieser Produkte leiden... vielen Dank auch! Auch haben wir unsere Facebook-Bekannten, die Heims, mal endlich persönlich kennen lernen können. Leider wurde es Roland dann zu laut (der Tinnitus lässt grüssen), so dass wir uns bereits viel zu früh wieder von der Truppe trennen mussten.
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Gipfeltreffen beim Chinesen


Quelle: http://www.pm.gc.ca/eng

Roland war heute mit zwei Kollegen (beide eingewanderte kanadische Staatsbürger) beim Chinesen, als eine grössere Gruppe herein kam und sich in eine entfernte, nicht einsehbare Ecke setzte. Roland sass mit dem Rücken zur Tür und konnte deshalb nichts davon sehen, seine Kollegen erkannten jedoch, dass da ein Politiker mitsamt Bodyguards gekommen war. Nun entbrannte eine Diskussion darüber, ob es sich dabei um Bronconnier, den calgarianischen Bürgermeister oder um Stelmach, den albertanischen Premier handele.

Wenige Minuten später klärte sich der Sachverhalt auf, denn besagter Politiker machte sich auf den Weg zum Buffet: es war Stephen Harper, kanadischer Prime Minister und damit die Angela Merkel Kanadas! Daraus ergeben sich drei klare Schlussfolgerungen:

1. Das Ginger Beef Peking House ist ein gutes Restaurant
2. Zwei Drittel aller kanadischen Einwanderer erkennen ihren Prime Minister nicht
3. Stephen Harper kann mit Stäbchen essen

Als die drei das Restaurant verliessen, stand der von Bodyguards umringte Wagen des Prime Ministers gleich vor der Tür und damit auf direktem Weg zum Auto der drei. Als sie nun zögerten, an dem Wagen vorbei zu gehen, sagte einer der Guards (wahrscheinlich der Chauffeur): "Geht ruhig dran vorbei!" - und damit sie auch vorsichtig sind: "Ich habe einen Knüppel!"
Das ist Kanada! Man stelle sich eine vergleichbare Situation in den USA vor...

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Unterwegs mit Huub

Auf der Rückreise nach Kanada, auf dem Flug von Düsseldorf nach Frankfurt, haben wir neben Fussballtrainer Huub Stevens gesessen, der seit Januar nicht mehr bei PSV Eindhoven tätig ist, und Roland hat sich natürlich gleich gefragt, was es wohl damit auf sich hatte. Offensichtlich ging es um ein Vorstellungsgespräch im süddeutschen Raum, also Karlsruhe? Passt nicht. Frankfurt? So schlecht sind die momentan nicht, dass sie einen Trainer suchen würden. Hoffenheim? Nee...

Des Rätsels Lösung: Red Bull Salzburg! Wir wünschen sowohl dem sympathischen Huub als auch den Salzburgern alles Gute, wäre schön, beide mal wieder in der Champions League zu sehen!

Bleibt noch ein letztes Rätsel: seit wann fliegen Fussballtrainer (selbst arbeitslose) in der zweiten Klasse?
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Good Times

Gestern haben wir einen wundervollen Abend bei Susanne & Holger in Airdrie verbracht, zwei Nordlichtern mit Westernblut in den Adern, für die Pferdegeruch, Countrymusik und Line Dance einfach zum Leben in den Prairies dazu gehört. Wir City Slickers können da bestimmt noch eine Menge dazu lernen...



Wer weiss, vielleicht wagen wir uns sogar, mal einen Ausritt auf einer Dude-Ranch (= touristisch orientierter Reiterhof mit Cowboy-und Lagerfeuerromantik) mitzumachen. Wobei Sonja bestimmt unter "Good Times" weniger die Fortbewegung auf einem Pferd, sondern eher auf diesem "Bock"

verstehen würde.
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Stampede Breakfast in der islamischen Community

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Wir hatten eine Einladung von Roland's Kollegen Amin (aus Tansania) erhalten, am Stampede Breakfast seiner
Islaimi muslimischen Gemeinde teil zu nehmen. Neugierig, wie wir sind, haben wir uns deshalb heute morgen in aller Allah's Frühe auf den Weg gemacht und waren sehr überrascht, dass wir weit von der Moschee weg parken mussten, da bereits tausende Calgarians vor uns zu Besuch auf dem Fest waren.

Es gab einiges, was man nicht so gleich mit dem Islam in Verbindung bringen würde, wie ein klassisches Stampede Frühstück (Würstchen, Pfannkuchen, Rührei), aber angereichert mit einem islamischen Erbsengericht, Line Dance, Country Music, etc. Ganz besonders angetan waren wir aber von der Möglichkeit, die Jamatkhana (übersetzt "Ort der Zusammenkunft") einmal von innen zu sehen, was normalerweise nur den Gemeindemitgliedern vorbehalten ist. Wir waren begeistert von der Schönheit, Einfachheit und Symmetrie der Architektur. Man lässt, zusammen mit Schuhen und Hut, sein Alltagsleben tatsächlich vor der Tür und spürt sofort die Spiritualität des Ortes. Kein Vergleich zum bedrückenden Pomp einer deutschen katholischen Kirche!


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Hochzeit auf ost-indisch

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Wir waren eingeladen auf einem Empfang anlässlich der Hochzeit von Rolands Mitarbeiter Mohammed und seiner Frau Afifah! Beide stammen aus Bangladesch (halb so gross wie Deutschland, aber doppelt so viele Einwohner!), einem grösstenteils muslimischen Land, und so waren wir ein bisschen nervös, ob wir denn der entsprechenden Etikette genügen würden...

Den ersten Fehler machten wir bereits, in dem wir pünktlich um 12 Uhr im Restaurant ankamen. Ausser Rolands Kollegen David und seiner Frau, neben uns die einzigen Weissen, war niemand da! Erst etwa 40 Minuten später trudelten die ersten Gäste ein. Mohammeds Schwiegervater war unter diesen, und freundlicherweise erklärte er uns gleich, dass es Sitte wäre, dass die Männer die Männer begrüssen und die Frauen die Frauen, und dass wir uns deshalb bitte nicht beleidigt fühlen sollten!

Mit etwa einer Stunde Verspätung trafen dann auch Mohammed und seine Frau ein, er im Anzug, sie in einem wunderschönen farbenfrohen Kleid und ungewöhnlichem Gesichtsschmuck. Mittlerweile waren auch die meisten der Gäste (aller Damen in bunten, feierlichen Gewändern) da und die Feier konnte starten. Das Buffet wurde eröffnet, und es wurde viel Wert darauf gelegt, uns die Ehre zu erweisen, die ersten am Buffet zu sein. Wir sind indisches Essen ja gewohnt, aber dieses war wirklich ganz ausgezeichnet. Mohammeds Mutter hatte ein indisches Rinderragout beigesteuert, absolut perfekt gewürzt!

Alles in allem war das eine faszinierende Erfahrung, diese komplett andere Kultur, diese Mixtur aus indisch und muslimisch, mit zu erleben. Wir waren auch beeindruckt, wie freundlich wir empfangen und behandelt wurden, und wie viel Mühe man sich gab, damit wir uns nicht wie Aussenseiter vor kamen. Ein wirklich schöner Nachmittag!
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Live long and prosper!

Pam und Sonja lernten sich 2003 in einem Internetforum für Serienjunkies kennen. Mit Pam's Hilfe verbesserte Sonja durch den ständigen Austausch von Email-Korrespondenz und später auch via Skype ihre Englischkenntnisse vor der Auswanderung. Am Freitag waren wir also zu Pam's Hochzeit eingeladen, eine kleine Zeremonie, die nur im engsten Familien- und Freundekreis in einem typisch Calgarianischen Restaurant abgehalten wurde. Es gab Prime Ribs und Salatbuffet. Ein Kuriosum: Ehegatte Kirk, der dänischer Abstammung ist, besteht darauf, ein Cousin von Viggo Mortensen zu sein. Dieser wäre wohl auch beinahe zur Hochzeit erschienen. Yeah, right, sure, whatever... die Ähnlichkeit ist ja auch nicht zu verleugnen.

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Viggo (kleines Bild), Kirk links, dann Pam und Kirk's Adoptivmutter (75 Jahre alt, bekennende Trekkie mit Starfleet Rank eines Corporals, coole Lady)

Am Samstagmorgen haben wir uns dann (wieder mal eben) nach Edmonton zu Christiane und den Pänz aufgemacht. Es hat nur anfangs ein wenig gehagelt, danach sind sind wir gut vorangekommen (nur dreieinhalb Stunden). Während die Frauen sich den ernsteren Dingen des Lebens zugewandt hatten, durften die Kids Playstation spielen, und Roland wurde zu einer ernsten Konkurrenz für die Jungs. Am Abend ging es dann in ein erstklassiges europäisches Restaurant - das
Vicky's - unter griechischem Management. Die Zeit verging wie immer im Fluge, die Nacht wurde zum Tage gemacht und dann ging es trotz nächtlichem Schneefall am späten Sonntagvormittag innerhalb von drei Stunden zurück auf's heimische Sofa.
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Prost Neujahr!


Sonja virtuell beim Brunch in Wuppertal dabei. Mädels, Ihr seid spitze! Ich drück' Euch!
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Frohes Fest, Happy Christmas and Joyeux Noël!

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Foto: Wikimedia

Statt Karten... auf diesem Wege wünschen wir allen Blog-Lesern erholsame Feiertage, einen guten Rutsch ins neue Jahr und das Allerwichtigste: Bleibt gesund, anders wär' nämlich schlecht (frei nach Ullala Schmidt)!

Besonders denken wir in diesen Tagen an Mom, Dany&Phil mit "Paul", Kai&Nicy mit Ylva, "Oma", Monika mit Jonas, die Magers vom Bodensee, Tante Sigrid, Dieter&Käthe, die Wielands, Frau Wagner und Gatte, Familie Preusse, den besten Freundinnen von allen: Birgitt (Schweinebacke) und Ulli, den besten Freunden von allen: Stephan und Frank mit Anhang, alle "alten Männer", Steffi, Marion & Co., Marco und Familie, Günter S., Micha H., Familie Henning, Christiane K. und die Exkollegen von Air Liquide und Keramag/Sanitec.

In unsere Wünsche wollen wir auch die frischgebackenen PR's Familie Meier (auf dem Weg in den wilden Norden) und Familie Malinowski (auf den Weg in den wilden Osten) einschliessen. Wir wünschen Christiane und ihren Kids viel Kraft und Jane, Pam und Igor mit Familien Happy Holidays. Wir grüssen Rita und Family, die Neumanns, die Schreiners, die Neitzers, die Kluges, Luzie und Masoud, die Homesteaders Petra und Ursina, die Münchs aus Virginia (danke für ALDI schönen Leckereien), Sabina aus Brisbane
(Downunder), Pat&Ritchi auf ihrem Weg nach Mittelerde, Präriegirl, Kollegin Alison und Geburtstags"kind" Manuel, Holger (er weiss schon, wer gemeint ist), Mike und Cliff, den Zehenlosen. Und liebe Grüsse an alle hier noch Ungenannten, Vergessenen oder Verschollenen. Wer noch genannt werden möchte, darf uns gern eine Nachricht hinterlassen. Das Jahr war schön mit Euch und wir freuen uns auf eine Fortsetzung in 2008! Vielen Dank für Euer Interesse, Eure Anregungen und Kritik. Bleibt uns gewogen!

Die MAGERS aus Calgary

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Networking

Durch zahlreiche Kontakte im WWW oder auch durch Norbert’s Einwanderergruppe “Deutsche in Calgary” ist inzwischen ein wertvolles Netzwerk und sind sogar neue Freundschaften entstanden. Es werden Kontakte geknüpft, Informationen und Erfahrungen ausgetauscht, “Taxi” gefahren, Wohnungen vermittelt oder im Einzelfall auch mal Haushaltswaren oder Möbel “weitervererbt”. Der eine kennt sich am Computer aus, der nächste eher beim Auto, der andere weiss, wie man Regale aufbaut, wieder einer hat tolle Einkaufstipps zu bieten und ein anderer kann vielleicht bei der Jobsuche behilflich sein. Funktionieren kann so etwas natürlich nur, wenn sich alle beteiligen. Networking ist keine Einbahnstrasse. Eine Hand wäscht die andere. Ist das der Canadian Spirit oder die gute deutsche Nachbarschaftshilfe? Und dass das Netzwerk auch virtuell funktioniert, haben wir sogar schon durch den Genuss mitgebrachter oder verschickter “Care-Pakete” von Kanada-Fans und Urlaubern erleben dürfen. Sogar ALDI ist dann plötzlich gar nicht mehr sooo weit weg... man muss nur mal eben einen Einkaufszettel an die richtige Person in den Osten der USA schicken... Für all diese guten Dinge möchten wir uns an dieser Stelle mal ganz herzlich bei den VersenderInnen bedanken.
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Bye Bye Cliff

Cliff ist wieder weg. Wie zu erwarten war, hat er in den paar Wochen, die er sich zur Jobsuche genommen hat, keine Stelle gefunden, die seinen Ansprüchen genügte. Stattdessen hat er ein Angebot aus England bekommen (da hat er sich anscheinend auch beworben?!) und geht deshalb wieder zurück. Alles in allem dürfte ihn sein Kanada-Abenteuer (neben ein paar Zehen) dreissig bis fünfzig Tausend Dollar gekostet haben. Dazu kommen sicherlich noch einmal 250 Tausend Dollar, die Alberta Health Care für seinen mehrmonatigen Krankenhausaufenthalt bezahlt hat. Alles in allem also ein voller Erfolg!

Cliff plant, in zwei Jahren noch einmal in Kanada neu anzufangen. Wir gehen allerdings davon aus, dass wir ihn hier allenfalls für Urlaub wieder sehen werden...
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Schwiegermütteralarm!

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Unsere Mütter sind am Samstag mit ihrer Reisegruppe in Calgary gelandet, und wir haben sie natürlich am Flughafen in Empfang genommen. Die beiden sind gut angekommen, waren aber natürlich ziemlich müde. Trotzdem haben sie bis zehn Uhr durchgehalten, wir sind nämlich noch mit ihnen im Moxie's downtown essen gegangen (überraschend gut!). Zur Belohnung durften wir uns über selbst gestrickte Wintersocken, Toblerone, Joghurt Gums und homöopathische Mittel freuen. Als Ausgleich haben wir ihnen eine einfache Digitalkamera geschenkt, damit sie ihren Urlaub auch fotografisch festhalten können.

Die Reise geht über Banff, Jasper, Kamloops und Whistler nach Vancouver, dort schiffen sie auf der
MS Norwegian Sun ein mit Ziel Alaska und zurück. Anschliessend werden sie nicht wie der Rest der Truppe nach Deutschland zurück fliegen, sondern uns in Calgary für eine Woche besuchen kommen! Das wird eine Schlemmerei!

Wir haben die beiden gestern abend in Banff besucht, wo die Gruppe in der
Banff Caribou Lodge unter gekommen ist. Sehr schönes Hotel; man kann hier auch Wellness-Wochenenden verbringen, was Sonja auch gleich für den Winter eingeplant hat. Das angeschlossene Restaurant (Keg's) hat eine ausgesprochen gute Qualität.

Wir wünschen den beiden viel Spass auf ihrer Tour und sind ein bisschen neidisch für all die tollen Dinge, die sie zu sehen bekommen werden!
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Man ist nie zu alt...

(Sonja ist heute sehr fleissig!)

Ein Lob auf das WWW, VOIP, SKYPE und EMAIL. Es vereinfacht nicht nur die Pflege freundschaftlicher und familiärer Kontakte in die alte Heimat. Auch neue Bekanntschaften entstehen schnell und problemlos. Kein verkrampftes "Sie", sondern "Du" und der Vorname bestimmen die Kommunikation. Die Welt wird ein Dorf. Man mailt nach Australien, chattet nach Virginia, Schweden und Deutschland, verfolgt Blogs in Neufundland, organisiert Treffen in Alberta (bei Meiers oder in der Deutsche-In-Calgary-Gruppe) und das alles kostet fast gar nix. Wir leben in einem tollen Zeitalter! Eine dieser Internetbekanntschaften hat uns ganz besonders beeindruckt und soll hier nicht unerwähnt bleiben. Die Schweizerin Ursula wanderte mit stolzen 49 Jahren allein nach Kanada aus! Da soll noch einmal jemand sagen, er/sie wäre zu alt für Veränderungen.
Hier hat sie Ihre Geschichte aufgeschrieben. Man ist eben nie zu alt, um noch einmal etwas Neues anzufangen. Hochachtung!
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Männer im Wandel der Zeit

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Früher sind Männer gemeinsam jagen gegangen, oder wenigstens auf ein Bier in die Kneipe, heute sitzen sie mit ihren Computern nebeneinander auf dem Sofa und skypen sich gegenseitig an...
Cliff ist wieder im Lande! Er will sich einen Monat Zeit geben, um einen Job zu finden; wenn das nicht klappt, will er wohl wieder nach England zurück gehen. Wir werden berichten!
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Bei Meiers in Edmonton

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Meiers hatten eingeladen zu einem Treffen von Deutschen in Edmonton, und obwohl wir uns ja eigentlich nicht direkt zu dieser Kategorie zählen können, durften wir auch kommen. Es wurde ein sehr schöner Tag mit vielen neuen Bekanntschaften! Das Wetter spielte nicht so ganz mit, denn nach Wochen des Sonnenscheins ging genau zum Anschmeissen des Grills ein ausgiebeiger Regenguss über uns nieder, aber insgesamt haben wir da noch so gerade Glück gehabt; den Rest der Zeit blieb es trocken.

Familie Meier wohnt mit Katze und zwei Hunden so richtig auf dem Land, etwa eine Stunde nördlich von Edmonton, auf einem Grundstück, dessen Grösse in Calgary für acht Einfamilienhäuser reichen würde. Die Hunde sind natürlich immer draussen und haben ein entsprechendes Winterfell, dass sie teilweise immer noch mit sich herum trugen und das wir jetzt in unserer Waschmaschine wieder finden... Die Gegend ist hügelig und leicht bewaldet und gefiel uns sehr gut. Allerdings muss Martin jeden Tag 45 Minuten bis zur Arbeit in Nord-Edmonton fahren, das ist für kanadische Verhältnisse eine wahnsinnig weite Anfahrt.

Abends gab es bei sternenklaren Himmel ein schönes Lagerfeuer, um das wir uns alle herumscharten, denn es wird doch ein bisschen kühl nachts in Edmonton! Für Nordlichter hat es diesmal leider nicht gereicht, aber das soll es dort schon regelmässig zu sehen geben. Immerhin hat Roland eine Sternschnuppe gesehen. Wir bedanken uns vielmals für die tolle Organisation und die Einladung!


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Norbert


Das Leben bringt einen manchmal sehr schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Heute morgen haben wir erfahren, dass unser guter Bekannter Norbert, Gründer der "Deutsche in Calgary"-Gruppe in der letzten Woche seinem Krebsleiden erlegen ist. Norbert war seit zwölf Jahren in Kanada und hat mit viel Freude und Energie deutschsprachigen Neueinwanderern mit Hilfe und Rat zur Seite gestanden. Er hat damit das deutschsprachige Calgary zu einem erheblichen Teil geprägt. In Internetforen war er als "Calgarian" oder "Rockiesman" bekannt für seine sachlichen, fundierten und manchmal auch kritischen Beiträge. Wir sind sehr traurig und in Gedanken bei seiner Familie.
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Suppenterrine

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Welcher Leverkusener erinnert sich nicht gern an dieses Lokal zurück: die Suppenterrine in der Fussgängerzone. Uns läuft heute noch beim Anblick der Speisenkarte das Wasser im Munde zusammen. Oft haben wir dort die Suppen gelöffelt, für die wir zum Selbermachen zu faul waren. Damals haben wir uns - über unseren eigenen Auswandererplänen sitzend - gedacht, jou, datt wär' doch watt für Kanada, doch ausgesprochen haben wir es nie. Dirk war immer so busy, dass es meist nur für ein "Hat wieder prima geschmeckt, bis demnächst dann mal." gereicht hat. Tja so haben wir dann die Zeretzkes erst in Kanada näher kennen gelernt, und heute kocht Dirk ganz exklusiv in Kanada in der Sawmill in Edmonton (http://www.sawmillrestaurant.com/) und manchmal auch für uns...
Ein Update, bzw. ein kürzlich geführtes Interview von unseren Freunden gibt es
hier.
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A Star Is Born ...oder lieber nicht!

Roland hat dank Online-Recorder die letzte VOX-Sendung zum Thema Auswanderung nach Kanada aufgezeichnet. Begleitet wurde Familie Janssen, mit der wir seit September letzten Jahres bereits lockeren Email-Kontakt hatten. Janssens hatten sich gut auf den Umzug ins gelobte Land vorbereitet, so dass sie - soweit wir wissen - bis auf den verspäteten Container von negativen Überraschungen verschont geblieben waren. Wie bereits im Januar berichtet, kreuzte das Kamera-Team auf einem unserer Expat-Treffen auf, und so waren wir dann auch - sogar mit Sprechrolle - im Bild. Da wir mit unserer Website ja bereits unseren Hang zum verbalen Exhibitionismus Ausdruck verliehen haben, wollen wir natürlich auch nicht versäumen, unsere 15 Sekunden Ruhm hier zu dokumentieren. Solange der Sender keine urheberrechtlichen Bedenken anmeldet, werden wir diesen Clip auf unserer Homepage hosten und bedanken uns beim VOX-Team für die gelungene Darstellung dieser Doku.
(Das Video gibt's
hier. Die Datei ist 17 MB gross, also nicht ISDN-freundlich)
 
Nach einem ausgiebigen Spring Cleaning unseres Toyota (sieht aus wie neu!) bei Rolands Kumpel Igor, sind wir noch spontan zum Grillen eingeladen worden. Der Blick auf das Thermometer verriet 13 Grad Plus, was uns veranlasste, draussen zu sitzen... im T-Shirt.
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A Merry Chrismukkah!

Letzten Samstag waren wir auf der gelungenen Weihnachtsfeier (wahlweise Jahresendfeier für die Nicht-Christen) von Sonja's Company. Es ist immer wieder toll zu beobachten, wie Menschen verschiedener Herkunft, Rasse und Kultur friedlich und glücklich miteinander nicht nur arbeiten, sondern auch feiern können. Entgegen kanadischer Tradition (ab 22 Uhr ist normalerweise Schluss mit lustig) wurde bis nach ein Uhr morgens durchgemacht... das Buffet war schon lange abgebaut, die Kellner hatten inzwischen die Tische abgeräumt und zu trinken gab es auch nichts mehr, abgesehen von mitgebrachtem chinesischen Reisschnapps, der unter dem Tisch herumgereicht wurde.
Am Sonntag waren wir - mal eben - in Edmonton (650km hin und zurück), um den Suppenkoch und seine Familie im neuen Haus zu besuchen. Es war dort wesentlich kälter als in Calgary und es lag mehr Schnee. Natürlich wurden wir professionell bekocht: Frischer Wirsing mit Kassler, genau das Richtige für dieses Wetter. YUMMY!
Montag Abend haben wir Cliff's Eltern und Schwester vom Flughafen abgeholt. Natürlich hatte die BA eine Stunde Verspätung, so dass wir im geliehenen Minivan (dank Carmina's Eltern) nonstop zum Krankenhaus gedüst sind, damit die Familienzusammenführung noch innerhalb der Besuchszeiten erledigt werden konnte. Cliff war jedenfalls happy. Anschließend haben wir die Newtons zu seinem Appartment chauffiert, und sie mit einem Mobiltelefon und einem Carepaket für's Frühstück ihrem Schicksal überlassen. Am Dienstag wurden die Engländer bereits nach den ersten Kilometern auf Calgary's Straßen von der Polizei angehalten, weil sie falsch abgebogen waren. What the heck is wrong with those Brits? They always get in trouble, anywhere...
Nach den vielen Ereignissen der letzten Tage und Wochen nehmen wir uns nun eine Weihnachts-Auszeit! Wir wünschen Euch besinnliche Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr und bedanken uns ganz herzlich für Euer Interesse und das tolle Feedback. Stay tuned!


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Let's get it started...

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Warm up...
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Da Boss! Rechts hinten Boss No.2
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Naher und Ferner Osten
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Olivier aus Quebeq mit Freundin (Sonja's Französischlehrer)
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Africa meets Middle America
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Who wanna dance?    
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Chinese Ballroom Dancing
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Rhey, unser privater 'gelber Engel' mit Frau
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Kalt erwischt... wir mussten auch tanzen.
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Magers rasendes Immigranten-Taxi

Samstag ist Roland mit Dragan, Cliff’s Vermieter, ins Kananaskis gefahren, um Cliff’s Auto abzuholen, das dort seit seinem Abenteuer am Upper Kananaskis Lake auf sein Herrchen wartete. Die Eigentümer einer Tankstelle hatten sich freundlicherweise in der Zwischenzeit des verwaisten Fahrzeuges angenommen. Dragan passte das ganz gut, denn sein Jetta war gerade in der Werkstatt, und Cliff hatte ihm angeboten, dass er solange den Subaru benutzen könnte. Nach eineinhalbstündiger Fahrt fanden Roland und Dragan die Tankstelle, übernahmen die Autoschlüssel, starteten den Wagen und freuten sich, dass er sofort ansprang. So weit, so gut! Wenn Dragan nicht noch den Drang nach einem Zigarettchen verspürt und bei laufendem Motor die Wagentür von außen zufallen gelassen hätte. Es scheint nämlich eine Eigenart des Subarus zu sein, auf solche Verstöße mit sofortigem Verschließen aller Türen zu reagieren… So standen wir ratlos vor einem verschlossenen Auto mit laufendem Motor. Rein zufällig kam ein Park Warden des Weges, und die sind ja (glaubt man) technisch sehr versiert. Ein kurzer Blick auf den Wagen, und der Warden winkt ab: „Keine Chance, da rein zu kommen!“ Dann stutzt er:  „Ist das nicht der Wagen von dem Kerl, der die Nacht draußen verbracht hat?“ „Ja!“  „Wie geht’s ihm?“ „Besser! Es sieht so aus, als könnte er seine Zehen behalten. Wir schimpfen ihn aber täglich einen Idioten, damit er auf dem Teppich bleibt.“ „Gut so, macht das weiter!“ Zum Abschied richtete er dann trotzdem seine Grüße und gute Besserung aus. Wurde weiter gegeben! Die Lösung des Problems war schließlich der AMA (der kanadische ADAC), in dem Cliff glücklicherweise Mitglied ist. Es dauerte ein Weilchen, aber schließlich kreuzten nach zwei Stunden die kanadischen gelben(?) Engel auf und erlösten Dragan. Unterdessen waren wir schon wieder in Calgary unterwegs zum Flughafen, um den nächsten Koch in Kanada willkommen zu heißen und ihn an seine neue Wirkungsstätte in Bragg Creek zu bringen. Gute Köche sind hier wirklich gefragt, und wir freuen uns über jeden, der die kanadische Küche bereichert! Als Belohnung winkt uns demnächst ein Dessert, das ist nämlich seine Spezialität! Welcome to Canada, Ray(mund)!
Überraschend gut gegessen haben wir neulich dank eines Insidertipps von Prairiegirl im Palomino Smokehouse in Downtown, dessen Spezialität die Zubereitung von Gerichten auf Apfel- und Kirschholz ist. Dazu werden “waffenscheinpflichtige” Knoblauch-Pommes serviert. Yummy! Nicht so toll war, dass wir Zeugen eines Polizeieinsatzes wegen einer Drogenrazzia wurden, aber so etwas ist leider in dieser Ecke der Stadt zur Tagesordnung geworden. Die Polizeipräsenz ist in diesem Viertel entsprechend hoch.
Cliff's Zehen sind immer noch nicht über den Berg, aber wenigstens haben sie die Farbe gewechselt... Ist das gut? Wir wissen es nicht, und die Ärzte wollen noch kein entgültiges Urteil fällen. Die nächsten vier Wochen ist ihm der Krankenhausaufenthalt jedenfalls sicher. In der kommenden Woche werden wir daher seine Familie am Flughafen (wir haben inzwischen schon eine Dauerkarte im Parkhaus) abholen, damit er mal ein wenig Abwechslung in seinem “Einzimmerwohnklo” bekommt.
Ein Wort zur Politik: King Ralph hat abgedankt. Wir haben einen neuen Premier in  Alberta! Am Samstag wurde der Nachfolger für Ralph Klein gewählt, und völlig überraschend machte der krasse Außenseiter Ed Stelmach das Rennen, wohl begünstigt von einer nicht immer freundlichen Auseinandersetzung zwischen den beiden Favoriten. Wenn zwei sich streiten… Stelmach wird als neuer Premier am 15. Dezember eingeschworen. Hoffentlich lässt er bald ein paar Ed-Bucks rüberwachsen!
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A Licence to bake!

Am Freitag erhielten wir eine Email vom „Schwarzwälder Gerd“, der mit seiner Familie auf einer Farm mit Backstube, der Crusty Bread Farm in Olds, lebt und am Samstag auf einem Weihnachtsbasar in Calgary deutsches Brot und Käsekuchen verkaufen würde. Wir konnten der Gelegenheit natürlich nicht widerstehen und haben stapelweise Brote eingesammelt! Da Gerd beim Durchstöbern unserer Homepage offensichtlich über Sonjas Vorliebe für Käsekuchen gelesen hatte, hatte er uns sogar noch einen solchen zurückgehalten (der war nämlich ruckzuck ausverkauft gewesen). Oh, war der lecker!!! Bei dieser Gelegenheit haben wir einen wunderbaren Zeitgenossen kennengelernt, der offensichtlich ohne Schlaf und Urlaub auskommt, denn er ist Farmer, Bäcker und Schlosser in einer Person. Seine Geschichten haben uns daran erinnert, dass es nicht für alle Kanada-Immigranten so glatt läuft, wie wir es erlebt haben. Dennoch, er glaubt an seinen Traum von Kanada und will nie wieder weg! Das Rosinenbrot wurde direkt am Sonntagmorgen 'vernichtet', nur mit etwas gesalzener Butter genossen. Eine willkommene Abwechslung im Frühstücksspeiseplan. 
Abends sind Cliff und Roland in den neuen Bond gegangen, und Roland war angenehm überrascht. Die Produzenten sind der Richtung von „Batman begins“ gefolgt und haben aus einer völlig überzeichneten Comic-Figur einen ernst zu nehmenden Charakter gemacht. Es ist Bond’s erster Einsatz, und dementsprechend macht er trotz/wegen seines Egos einige Fehler und Fehleinschätzungen. Seinen Vodka-Martini entwickelt er erst während des Films, und auf das berühmte „Mein Name ist Bond, James Bond“ muss man bis zum Filmende warten. Es gibt es keinen Q, keine Moneypenny, keine Superspielzeuge, keine größenwahnsinnige Superschurken, keine lakonischen Sprüche in Richtung frisch gekillter Bösewichte, allerdings auch keine wirklich nennenswerte Handlung... Trotzdem der beste Bond seit „Licence to Kill“!
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Ein Suppenkoch in Alberta

Heute hatten wir lieben Besuch von einer Leverkusener Familie, die sich im Oktober mit Workpermit nach Edmonton aufgemacht hatte. Sie haben ihr Restaurant in Deutschland, in dem es leckere Eintöpfe gab (unsere Favoriten waren damals Möhrencreme- und Linsensuppe), aufgegeben, da ihm hier ein Job als Chefkoch angeboten wurde. Mal eben 300 km nach Süden, nur um uns zu treffen, und am gleichen Tag wieder zurück. Entfernungen spielen eben hier keine große Rolle mehr... Man hatte sich viel zu erzählen, die Zeit verging wie im Fluge und der Gegenbesuch ist auch schon geplant. Die Söhne beschäftigten sich unterdessen mit Roland's Flugsimulator und haben ihm anschließend auch noch beigebracht, wie dieser professionell zu bedienen ist.
Vielen Dank für die mitgebrachte Linsensuppe! Das morgige Abendessen ist somit gesichert!
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Brazilfest

Auch das ist Kanada: wenn Deutsche in Calgary in der skandinavischen Begegnungshalle mit Brasilianern feiern. Den Tipp verdanken wir Catrin und Fernando, die kürzlich aus Brasilien eingewandert sind.  Auf diese Weise sind wir dann auch endlich mal wieder in den Genuss einer Feijoada gekommen. Nebenbei lässt sich der Samba-Rhythmus auch viel besser ertragen, als die bayrische Umpahpah-Musik vom Oktoberfest. Besonders fasziniert war Roland von Japanerinnen, die portugisisch sprachen und sich perfekt zur Samba-Musik bewegten. Bei der Gelegenheit haben wir dann gelernt, dass es in Brasilien eine riesige japanische Gemeinde gibt, die dort wohl nach dem zweiten Weltkrieg gebildet und sich problemlos mit der brasilianischen Bevölkerung vermischt hat.
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Na dann Prost!

Gestern haben wir uns wieder mal im Rahmen unserer Expat-Gruppe getroffen, welches inzwischen ein fester Bestandteil unserer Freizeitgestaltung geworden ist. Jaja, werden die Kritiker sagen, watt macht Ihr dann in Kanada, wenn Ihr Euch doch immer mit Deutschen trefft! Um ehrlich zu sein, ist es ganz angenehm, seine Muttersprache hin und wieder zu kultivieren. Denn tatsächlich fängt man an, einige Worte zu vergessen, bzw. die englischen Begriffe sind einem inzwischen geläufiger als die deutschen Worte geworden. Treffpunkt war die Brewster Brauerei in Downtown, die nicht nur mit selbstgebrauten Bieren (Unentschlossene können verschiedene Sorten als 5er 'Kombo' in 0.1l Probiergläsern antesten), sondern auch mit einer ganz passablen Küche aufwarten kann.
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Trotz widriger Wetterverhältnisse waren 19 Teilnehmer erschienen...ja, die Macht des Bieres!!! Es gab wie immer viel zu bequatschen, abzulästern und zu beraten, und das ganze fand in angenehm rauchfreier Umgebung statt... Für die Organisation bedanken wir uns herzlich bei unserem Brauerreiexperten Norbert! Interessenten, bzw. Unerschrockene (wir probieren alles aus: Kulinarisches oder Abenteuerliches von der Schlittenhundetour bis zum kanadischen Oktoberfest...) sollten sich auf dieser Webseite anmelden:
http://ca.groups.yahoo.com/group/DeutscheInCalgary/
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Testfahrt

Natürlich mussten wir am Samstag Cliff's Subaru Outback AWD unter lebensechten Bedingungen ausfahren, wann bekommt man schon mal die Gelegenheit, ein geländegängiges Fahrzeug zu testen. Also sind wir ins Kananaskis gefahren und müssen sagen, es ist doch ein (angenehmer) Unterschied, über 4-Wheel-Drive zu verfügen. Jetzt kommen wir schon ins Grübeln. Aber da wir gerade unserem treuen Toyota eine Inspektion und neue Reifen (finanziert mit Ralph-Bucks!!!) gegönnt haben, werden wir ihm wohl auch weiterhin treu bleiben.
One down, two to go... Cliff is ja nun schon eine Woche bei uns. Am Donnerstag hatten wir uns dann mit Frieder getroffen, der mit seiner Familie die Einwanderung nach Kanada vorbereitet und uns mit lebenswichtigen Dingen wie Kandiszucker und deutschen Zeitschriften versorgt hatte (DANKE!!!) und heute Nachmittag werden wir (schon wieder) einen Neuankömmling begrüßen können. Torsten hat ein Holiday Work Visa in der Tasche, und kann damit bis zu einem Jahr in Kanada leben und darf sogar arbeiten. Eine clevere Idee, auf diese Weise ein Jahr Urlaub zu finanzieren ;-) Für unsere 'Taxifahrt' nach Downtown sind wir dann sogar mit Produkten der Firma Feodora belohnt worden... vielen Dank, das haben wir gern gemacht!
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Sturm am Upper Kananaskis Lake

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An Englishman in... Calgary

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Gestern ist unser englischer Ex-Kollege Cliff in Calgary angekommen, versehen mit einem frischen Permanent Resident Status. Wir haben ihn natürlich vom Flughafen abgeholt und für die nächsten Tage Asyl angeboten, damit er erst einmal in Ruhe alle nötigen Behördengänge vornehmen und sich eine eigene Bleibe suchen kann. Cliff hat seinen Permanent Resident-Antrag etwa ein dreiviertel Jahr nach uns gestellt, aber die Bearbeitungszeit in England ist offensichtlich deutlich länger als in Deutschland. Er hat deshalb seine Bestätigung erst in diesem Frühsommer erhalten. Nun ist er hier, und er ist tatsächlich nur mit einem Koffer und einer Tasche eingewandert. No goods to follow! Wow! Natürlich war er erst ziemlich geschockt, als er sich die aktuellen Miet- und Immobilienpreise anschaute. Das sah vor zwei Jahren, als er das letzte Mal hier war, doch noch ein bißchen anders aus!
Heute hat es den ganzen Tag geschneit, deshalb konnten wir nicht so sehr viel mit ihm unternehmen. Für einen Spaziergang durch den benachbarten Park hat es aber gereicht. Trotz unserer Warnungen, sich ordentlich warm einzupacken, glaubte er, ohne Schal und Mütze los gehen zu können. Doch der Windchill von -14°C hat ihn schnellstens eines besseren belehrt. Bloody British bloke...
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Downtown im Uptown

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Die internationalen Filmfestspiele in Calgary haben uns doch mal wieder dazu gebracht, ins Kino zu gehen, denn nach 'Brokeback Mountain' wurde bisher nur visueller Schrott aus Hollywood in den Kinos geboten. An diesem Abend haben wir uns 'Elementarteilchen' mit Moritz Bleibtreu im Originalton mit englischen Untertiteln angeschaut. Die Vorführung war sehr gut besucht, unter anderem von Calgarians, die Deutsch als Fremdsprache lernen oder - wie unser Sitznachbar, einen Teil der Kindheit in Deutschland verbracht haben. An der VIP Lounge (das Zelt links im Hintergrund) glaubte Roland dann sogar noch einen Promi (Hannes Jaenicke) aus dem deutschen Fernsehen entdeckt zu haben. Zurückhaltend, wie wir nun mal sind, haben wir jedoch nur beobachtet, und die VIPs sich selbst überlassen...
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Feuerwerk made in Germany

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Gute Verbindungen haben uns zu Freikarten für die Feuerwerks-Show www.globalfest.ca am vergangenen Sonntag verholfen. (Danke, Rose!) Verschiedene Nationen präsentieren hier zehn Tage lang pyrotechnische und kulturelle Spezialitäten (Roland bekam sein italienisches Eis!). Natürlich haben wir das Team Deutschland kräftig unterstützen wollen, und das sollte mit dem Erheben zur Nationalhymne beginnen. Aber was dann gespielt wurde, war nicht etwa die uns bekannte etwas langweilige Melodie aus 'Einigkeit und Recht...', sondern eine uns völlig unbekannte Musik. Und wie das hier so in Kanada ist, wird taktvoll über diesen Faux Pas hinweg gesehen und mit dem Programm einfach kommentarlos weitergemacht. Das Feuerwerk begann ganz klassisch mit Wagners 'Also sprach...', ging dann in Techno-Klänge von Hypnotic Grooves über, bei dem gänsehauterzeugend der Erlkönig rezitiert wurde. Später gab es dann Funkenregen zu Country Rock und Pop. 'One moment in time' von Whitney Houston markierte dann - etwas schmalzig - das große Finale. Ein sehenswertes Spektakel!
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Sonja, Oma Vogel, Rose, Sonja

    
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Das Große Fressen

... oder Taste of Calgary. Gestern trafen wir uns im Rahmen unserer Expat-Gruppe Downtown am Eau Claire Market, um dem internationalen Restaurant- und Weinprobe-Festival beizuwohnen. Man erwarb Verzehr-Tickets und konnte diese an verschiedenen Ständen in kleine kulinarische Erlebnisse aus aller Welt (u.a. China, Japan, Mexiko, Vietnam, Karibik) verwandeln. Besonders aber hat es uns beim Türken und beim Mongolen geschmeckt. Hier werden wir wohl die dazugehörigen Restaurants noch ausgiebiger testen müssen. Für uns neu war übrigens beim Bier-Test das Warsteiner Dunkel, hat aber nicht schlecht geschmeckt. Ein Wolkenbruch hat zwar kurzfristig unsere Bier- und Cocktailrunde 'verwässert', aber das hat der Stimmung keinen Abbruch getan.
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Deutschen-Phobie? Wir doch nicht!

Wer kennt ihn nicht, den ewig nörgelnden Deutschen im Hotel auf Mallorca und dort, wo es am lautesten ist, das können ja - ganz klar - auch nur Deutsche sein. Aufgrund dieses Traumas trifft man auch hier in Kanada Landsleute mit einer ausgeprägten Phobie gegen Bekanntschaften aus Deutschland. So hatte die junge Mutter, die mit Ihrer Tochter offensichtlich Deutsch sprach, den unverbindlichen freundlichen Gruß im Supermarkt nicht mal mit einem Blick erwidert und blieb ganz kurz angebunden. Ja, ja, schließlich ist man ja aus Deutschland ausgewandert, um den Deutschen zu entkommen, sonst hätte man ja auch zuhause bleiben können. Naja, Schwamm drüber!
Wir haben jedenfalls Spaß an den Begegnungen mit unseren Landsleuten. So sind wir gestern ganz spontan einer Einladung zu Kaffee und Kuchen (echter Käsekuchen, Schwarzwälder Kirsch und Obsttorte) bei Familie V. gefolgt, einer Einwandererfamilie, die schon vor 50 Jahren immigriert ist. Der Kontakt kam dank WWW über die Tochter, die seit langen Jahren in Deutschland lebt und zurzeit hier ihren Urlaub verbringt, zustande. Der Garten erinnerte uns an Tante Sigrid's Reich, alles blühte und duftete, der Rasen war 1a gepflegt und wurde selbstverständlich von einem Gartenzwerg 'bewacht'.
Es ist immer wieder spannend, den Geschichten anderer Einwanderer zu lauschen, in diesem Fall die anfängliche Zeit auf der Familien-Farm in Lethbridge, wo das Wasser noch aus dem Fluss geholt werden musste, bis dann der erste Brunnen gebaut wurde. Das Einwandererleben war früher mit Sicherheit härter und entbehrungsreicher. Da müssen wir uns ja fast schämen, dass bei uns alles so glatt läuft, und wir heute sogar eher weniger 'ackern' als in Deutschland. So verging die Zeit im Fluge, mit Vergleichen von hüben zu drüben, von früher zu heute, die Hausherrin verschwand und kam kurze Zeit mit ein paar zünftigen Schnittchen zurück, und wenn uns nicht die Mücken vertrieben hätten, hätten wir wohl noch bis nach Mitternacht geplaudert…
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Besuch aus Deutschland

Sonja's Mom ist am Freitag mit dem Flieger aus Frankfurt gelandet, mit etwa 90minütiger Verspätung, da zwei Touristen-Paare in Frankfurt verloren gegangen waren und zunächst einmal wieder eingefangen werden mussten... So ist es dann 2:30 Uhr morgens - gemessen in deutscher Zeit - geworden, ehe wir sie am Flughafen von Calgary in Empfang nehmen konnten. Zur Belohnung gab es erst mal eine Flasche gutes deutsches Bier...
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Eigentlich will Mom ja gar nicht so viel herum reisen, sondern uns lieber regelmäßig bekochen. DAS kann sie haben! Am heutigen Samstag geht es schon los mit Porree-Suppe, morgen gibt es Ahornsirupkrustenbraten (eine kanadisierte Abwandlung ihres berühmten Honigkrustenbratens) und Tiramisu. Damit das ganze auch mit ordentlichen Zutaten zubereitet werden kann, waren wir deshalb heute schon mit ihr auf dem Farmer's Market. Während wir gerade diese Worte nieder schreiben, füllt sich die Wohnung bereits mit dem Duft der Porreesuppe. Yummy!
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Neulich in Banff

...trafen wir unsere Ex-Kollegin Christiane und ihren Mann Peter, die dort gerade ihren Ski-Urlaub verbringen. Es war ein sehr schöner Tag mit Starbucks Kaffee und vorzüglichem Essen in einem kanadischen Restaurant, dem Maple Leaf. Roland hat dort zum ersten Mal Bison-Fleisch probiert (sehr lecker!). Bei einem Spaziergang sind wir dann noch einer Wasserratte begegnet, die wir zunächst für einen Biber hielten...
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Die beiden brachten uns ein Riesenpaket mit guten deutschen Produkten mit, für das wir uns an dieser Stelle nochmals herzlichst bedanken wollen. Unser Vorrat an grünem Tee mit Vanille-Aroma ist für die nächsten Monate gesichert, und Roland kann sich endlich mal wieder Miracoli kochen! Wir haben den beiden dafür ein paar Tickets für das letzte Vorrunden-Heimspiel der Calgary Flames organisiert, in dem es gegen die Colorado Avalanches um den ersten Platz in der Nord-West Division und damit um eine besonders gute Ausgangsposition in den demnächst beginnenden Hockey-Playoffs geht. Viel Spaß!
Die Ostertage werden wir dafür nutzen, endlich mal wieder ein bißchen die weitere Gegend zu erkunden. Eine Tour zum Waterton Lake National Park an der kanadisch-amerikanischen Grenze und ein Abstecher ins südöstliche British Columbia stehen auf dem Programm. Das Wetter soll sehr schön werden, und wir freuen uns riesig!
Da unser Auto (wie so ziemlich jedes in Calgary) einen riesigen Crack in der Windschutzscheibe hatte und dies in BC nicht gerne gesehen wird (die Polizei dort ist bekannt dafür, albertanische Autos mit kaputter Scheibe anzuhalten und entsprechende Knöllchen zu verteilen), haben wir sie heute noch austauschen lassen. Das ist ein großes Geschäft hier in Calgary! Normalerweise tun sich einige Kollegen zusammen und lassen einen Reparaturdienst kommen, der dann auf dem Firmenparkplatz die Scheiben einer ganzen Reihe Autos in einem Rutsch austauscht. Da es bei uns ja nun etwas dringender war, ist Roland jedoch heute von einem Kollegen zum Reparaturdienst gefahren worden. Mittags konnte er den Wagen wieder abholen, für 300$ inclusive neuer Dichtung und Steuern haben wir nun wieder freie Sicht!
Roland verfügt dank seines Chefs nun über eine Kollektion Hemden und T-Shirts mit Firmen-Emblemen! Die Hemden haben wirklich eine extrem hohe Qualität und passen (da übergroß geschnitten...) sehr gut. Er wird sich also erst mal nicht mehr um Business-Kleidung kümmern müssen. SO geht das hier mit der Corporate Identity!
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Neulich in Canmore

...haben wir Bekanntschaft mit einer deutschen Einwandererfamilie gemacht. Leben und Arbeiten, wo der Rest der Welt Urlaub macht, vor den Toren des Banff Nationalparks, Wildlife inclusive. Die Ankunft in Kanada ist erst ein paar Monate her, und bei ihnen war anfangs wirklich alles schief gegangen, was bei einer Einwanderung schief gehen konnte. Dennoch, sie haben ihren Traum von Kanada nicht aufgegeben und sind nun im schönen Canmore gelandet. Wir waren ziemlich beeindruckt, auch von ihren Hunden, zwei kanadischen weißen Schäferhunden. Interessanterweise heißt diese Rasse in Kanada White German Shepherd, also weißer deutscher Schäferhund. Da soll sich einer 'nen Reim darauf machen...
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Mylo am Bow River in Canmore
Der Winter neigt sich auch in den Bergen dem Ende zu, der Boden ist total aufgeweicht und es gibt zahlreiche Lawinenabgänge, daher sollte man sich in nächster Zeit von Steilhängen fern halten. In den vergangenen Tagen hatten wir doch tatsächlich mit einer grauen Wolkenmasse zu tun, die feuchten Niederschlag abwarf. Aus Deutschland können wir uns noch daran erinnern, das nennt man wohl Regen. Heute wurde dieser dann tatächlich etwas kräftiger und wupps! kommen schon wieder die ersten zaghaften grünen Grashalme aus unserer ansonsten ockerfarbenen Wiese!
Ansonsten war die letzte Woche für Roland ein bißchen seltsam, denn am Montag hat sein Chef ihm eröffnet, dass er (der Chef) die Firma verlassen würde, und am Dienstag war er schon weg! Das Arbeitsleben hier ist manchmal schon ziemlich gewöhnungsbedürftig. Jetzt scheint Roland direkt an den Geschäftsführer zu berichten (Zitat: "An wen berichtest Du jetzt eigentlich? Wahrscheinlich wohl an mich, eh?"), aber so richtig offiziell ist das wohl noch nicht. Naja, solange weiterhin alle zwei Wochen das Gehalt kommt...
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Culture Shock...

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… oder von 14, die auszogen, das Oktoberfest in Calgary zu besuchen.
Gestern traf sich unsere Expat-Gruppe (deutschsprachige Immigranten in Calgary und Umgebung) im Österreichisch-Kanadischen Klub. Anlass war das alljährliche Oktoberfest. Das ausgezeichnete (im Eintrittspreis eingeschlossene) Buffet entschädigte für die recht üppigen Getränkepreise, speziell für das importierte Bier. Doch einen gewissen Pegel brauchten wir, um später die Live-Musik (eine Gruppe aus Österreich) zu ertragen.  Die Eröffnung des Buffets erfolgte durch die englische Ansprache des Vorsitzenden dieses Klubs. Aber da man bei seinem Akzent einen Übersetzer gebraucht hätte, ist unserem Tisch leider entgangen, dass man Tischweise zum Gang ans Buffet aufgefordert wurde. So stürmten wir als erstes los… peinlich? Nö, aber typisch deutsch, diese Schlacht am Buffet. OK, wir haben den Altersdurchschnitt wahrscheinlich ziemlich heruntergezogen, aber als die Musik aufspielte, blieben die Jüngeren mit eher betroffenen Blicken sitzen, während alles über 60, was noch laufen konnte, auf die Tanzfläche stürmte, um Polka, Twostep oder einfach Schieber zu tanzen. Auch einige unserer Mädels blieben nicht verschont, aber haben sich wacker geschlagen. Die Bandmitglieder wurden regelmäßig mit Schnaps und Bier versorgt, welches sie mit Schenkelklopfer-Trinksprüchen belohnten. In den ersehnten Musikpausen gab es dann noch Schuhplattler-Darbietungen und einen Schnellkurs für 'Freiwillige'.
 
Unser Fazit:
Wir haben viel Spaß gehabt, gelacht, getanzt und mitgesungen (Warum wir die Texte kennen? Keine Ahnung!), unsere Angie hochleben lassen, gut gegessen und viel (Alkohol) getrunken. Wie überall, war auch hier Rauchverbot, also blieb die Luft unverpestet. Es war ein gelungener Abend. Aber Kultur und Heimat… das ist was anderes. Uns ist die Stampede lieber, oder auch der Kölsche Karneval. Als nächstes werden wir mal heraus finden, ob es auch einen Karnevalsverein in Calgary gibt, den wir unsicher machen können ;-)
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Sonjas Erlebnisse mit Bussen und Bahnen

Um mich mit meiner Internet-Brieffreundin Pam zu treffen, habe ich erstmalig die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt, denn wir haben eine Bushaltestelle direkt vor unserem Haus. Die Busverbindung downtown hat reibungslos geklappt. Dem Busfahrer war anhand meines ratlosen Blickes gleich klar, was ich brauche: ein "Transfer". To be flashed when entering another bus line. Duh!
Bereits nach zweimaligem Umsteigen (seufz) und Benutzung des C-Trains (die hiesige Straßenbahn), bin ich an unserem Treffpunkt Brentwood Station eingetroffen. Am Busdepot habe ich dann auf Pam gewartet und mich mit einem dieser Zeitungsständer angelegt. Dieser wollte nämlich weder mein Geld, noch eine Zeitung 'rausrücken. Ein freundlicher Zeitgenosse hat das beobachtet und spontan für mich eine Zeitung gezogen. Ich habe ihm dafür natürlich mein Kleingeld gegeben, welches er gar nicht haben wollte. Er wollte nur helfen... 
Pam kam pünktlich auf die Minute, und wir sind dann zum Fish&Chips essen in die Market Mall gegangen und haben uns prima unterhalten. Unter anderem hat sie Bekannte, die Jazz Musik machen (Larry, Fred und Barrie). Sie will mich/uns mal in einen Club mitnehmen. Auch will sie mir eine Führung durch die Calgary Uni organisieren und zeigen, welche Facilities nicht nur für "students only" sind.
Um halb 10 haben wir uns dann getrennt und ich musste 20 min auf einen Northbound Bus warten. Ich habe sogar alleine herausgefunden, welchen Bus ich nehmen muss! An der Bushaltestelle habe ich dann Bekanntschaft mit Lynne gemacht. Sie hat mir spontan ihren Transit-Plan geschenkt, damit ich mich besser zurechtfinde. Da wir mit dem gleichen Bus fahren mussten, hatte ich während der nächsten halben Stunde eine nette Unterhaltung.
Außerdem hat sie sicher gestellt, dass ich an der richtigen Haltestelle umsteige. Dafür ist sie sogar ausgestiegen und hat mit mir auf den Bus nach Norden gewartet. Sie kommt aus Montreal, hat drei Kinder und fährt leidenschaftlich gern Fahrrad. Solche Dinge erfährt man hier von Wildfremden!  Ach ja, und falls ich einen Job suche, könnte ich als Kassiererin anfangen. Der Store, in dem sie arbeitet, sucht gerade neue Leute. Ich habe taktvoll mit der Begründung abgelehnt, dass ich ja noch keine SIN (Sozialversicherungsnummer) habe.
Um elf Uhr bin ich dann gut zuhause angekommen, es war alles absolut sicher und preiswert, und mehr oder weniger problemlos, vorausgesetzt man hat genügend Zeit.
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