Wochenende!
So, die erste Arbeitswoche ist um, und Sonja gefällt es noch. Inzwischen liegen auch schon einige Wohnungsbesichtigungen hinter ihr, aber das richtige Objekt war noch nicht dabei. Dienstag abend ging es mit Kollege Vijay, Freundin Carol und ihren Vermietern Ivan und Debra ins Boathouse, wo wir Lobster, King Crabs und Shrimps in Massen vernichtet haben.

Für Freitag hatte sie sich mit Bob, den sie über ihren Motorrad-Blog kennengelernt hatte, und seiner Frau Yvonne zum Sushi-Essen im Tanpopo getroffen. Für heute nachmittag hat sich Sonja mit Cliff (dem Zehenlosen) und Anna zum Kaffee verabredet und für morgen ist Frühstücken mit Hagen und Petra geplant. Soviel 'social live' hat sie in Calgary in den letzten Monaten nicht gehabt... Es tut gut, nicht ganz allein an einem fremden Ort zu sein.
Für Freitag hatte sie sich mit Bob, den sie über ihren Motorrad-Blog kennengelernt hatte, und seiner Frau Yvonne zum Sushi-Essen im Tanpopo getroffen. Für heute nachmittag hat sich Sonja mit Cliff (dem Zehenlosen) und Anna zum Kaffee verabredet und für morgen ist Frühstücken mit Hagen und Petra geplant. Soviel 'social live' hat sie in Calgary in den letzten Monaten nicht gehabt... Es tut gut, nicht ganz allein an einem fremden Ort zu sein.
Fluch und Segen einer Startup-Company
Mon, Mar 1 2010 08:57 PM
| Arbeiten
Derzeit teilen wir uns zu viert ein Büro, welches locker zehn Mitarbeiter beherbergen könnte. Die beiden Projektingenieure werden oft unterwegs sein, und auch der Chef, welcher für den Vertrieb zuständig ist, wird nicht sehr oft vor Ort sein, so dass Sonja zeitweise wohl nur die Saeco Espresso-Maschine zur Gesellschaft haben wird. Interessant ist, dass das Hauptkommunikationsmittel des Unternehmens ist nicht etwa das Mobiltelefon, sondern Skype ist, welches im besonderen natürlich für die Kontaktpflege mit dem Gatten von Vorteil sein wird. Bisher ist die neue Niederlassung noch nicht an das Computersystem der Firma angeschlossen, darum wird sich Sonja jetzt kümmern müssen. Hier heisst es Ärmel hoch krempeln und alles selber machen.
Hummeln im Hintern
Für Sonja ist Winnipeg nun endgültig Vergangenheit, und gestern war schon wieder der letzte Tag im Calgary Office. Am Sonntag geht es für sie nun erstmal weiter nach Vancouver, wo ein neuer Einsatz auf sie wartet. Der Flug ist gebucht, ein kleines Apartment ist von der Firma bereits angemietet und für die Logistik ist auch erstmal gesorgt.

Die Winterstiefel werden nun gegen Gummstiefel getauscht, die Wollhandschuhe gegen einen Regenschirm und die Thermojacke gegen einen wasserdichten Überwurf.
Auch wenn der Auftrag in erster Linie viel Arbeit und wenig Freizeit bedeuten wird, so freut sie sich schon darauf, ein paar alte und neue Bekannte (wieder) zu treffen. So ist zum Beispiel Cliff (der Zehenlose) inzwischen mit Frau nach Vancouver gezogen. Auch wird es die Gelegenheit geben, mit Hagen persönlichen Kontakt aufzunehmen, mit dem wir uns schon einmal einen Zeitungsbericht in der Kölnischen Rundschau geteilt haben. Des weiteren hat Sonja, wie zuvor bei unserer Einwanderung nach Kanada, bereits einige neue Internet-Kontakte an der Westküste aufgebaut, und nicht zu vergessen ist das neue Team, welches schon darauf wartet, Sonja das Leben so schwer angenehm wie möglich zu machen. Es wird bestimmt nicht langweilig werden. Roland wird derweil sein Strohwitwer-Dasein in vollen Zügen geniessen, und wahrscheinlich jeden Abend vor seiner Playstation verbringen, wenn er nicht gerade beim Brotbacken ist.

Die Winterstiefel werden nun gegen Gummstiefel getauscht, die Wollhandschuhe gegen einen Regenschirm und die Thermojacke gegen einen wasserdichten Überwurf.
Auch wenn der Auftrag in erster Linie viel Arbeit und wenig Freizeit bedeuten wird, so freut sie sich schon darauf, ein paar alte und neue Bekannte (wieder) zu treffen. So ist zum Beispiel Cliff (der Zehenlose) inzwischen mit Frau nach Vancouver gezogen. Auch wird es die Gelegenheit geben, mit Hagen persönlichen Kontakt aufzunehmen, mit dem wir uns schon einmal einen Zeitungsbericht in der Kölnischen Rundschau geteilt haben. Des weiteren hat Sonja, wie zuvor bei unserer Einwanderung nach Kanada, bereits einige neue Internet-Kontakte an der Westküste aufgebaut, und nicht zu vergessen ist das neue Team, welches schon darauf wartet, Sonja das Leben so schwer angenehm wie möglich zu machen. Es wird bestimmt nicht langweilig werden. Roland wird derweil sein Strohwitwer-Dasein in vollen Zügen geniessen, und wahrscheinlich jeden Abend vor seiner Playstation verbringen, wenn er nicht gerade beim Brotbacken ist.
Six Sigma oder die Kunst, ein T-Shirt zu falten
Sun, Feb 14 2010 04:24 PM
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Während Sonja letzte Woche wieder einmal in Winnipeg weilte, war Roland zur Abwechslung auch unterwegs, nämlich zur ersten von vier Trainingswochen in Six Sigma, einer in Nordamerika sehr angesehenen Philosophie für Projektmanagement und Prozessoptimierung. Im Grunde nichts neues, aber insgesamt eine gute Sammlung von Werkzeugen, um Unternehmensprozesse zu verbessern.
Das Training war ausserordentlich intensiv, der Trainer war sehr gut. Er hatte auch eine umfangreiche Sammlung kurzer Videos, mit denen man etwas fürs Leben lernen konnte, z. B. das Falten eines T-Shirts in 2 Sekunden. Wir haben es zuhause probiert, das klappt!
Das Training war ausserordentlich intensiv, der Trainer war sehr gut. Er hatte auch eine umfangreiche Sammlung kurzer Videos, mit denen man etwas fürs Leben lernen konnte, z. B. das Falten eines T-Shirts in 2 Sekunden. Wir haben es zuhause probiert, das klappt!
Ein Tag im Calgary Office
Thu, Feb 4 2010 08:15 PM
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Da ist Sonja mal einen Tag eher im Büro... und dann so was: Erst einmal ist ihr Schreibtisch besetzt! Jemand hat sich dort einfach so breit gemacht, da angenommen würde, dass sie sowieso nie da ist. Dann wird Sonja's Zimmer-Kollegin zu einem Meeting gerufen. In der Zwischenzeit kommt ein Mitarbeiter der Personalabteilung herein, sammelt ihre persönlichen Sachen ein, packt diese in eine Box und verschwindet wieder. Von besagter Kollegin erfährt Sonja dann ein paar Stunden später per Email, dass diese gerade entlassen wurde. Sie konnte sich weder verabschieden, noch ihre restlichen persönlichen Dinge einsammeln, diese werden ihr per Kurier zugestellt werden.
Auf diesen Schreck hat sich Sonja erst einmal einen Chai Latte gegönnt, und ist dabei zufälligerweise bei einem Friseur vorbei gekommen. Gesagt, getan. Mit Kopfmassage und neuem Haarschnitt lässt sich das Ganze besser 'verdauen'. Nächste Woche geht es noch einmal Vollzeit nach Winnipeg, dann ist der Sondereinsatz erst einmal vorbei, denn das Büro in Manitoba hat endlich einen eigenen Spezialisten gefunden und eingestellt.

Ein früher Feierabend hat uns dann zum ersten mal seit langer Zeit einen Sonnenuntergang an einem Arbeitstag beschert.
Auf diesen Schreck hat sich Sonja erst einmal einen Chai Latte gegönnt, und ist dabei zufälligerweise bei einem Friseur vorbei gekommen. Gesagt, getan. Mit Kopfmassage und neuem Haarschnitt lässt sich das Ganze besser 'verdauen'. Nächste Woche geht es noch einmal Vollzeit nach Winnipeg, dann ist der Sondereinsatz erst einmal vorbei, denn das Büro in Manitoba hat endlich einen eigenen Spezialisten gefunden und eingestellt.

Ein früher Feierabend hat uns dann zum ersten mal seit langer Zeit einen Sonnenuntergang an einem Arbeitstag beschert.
Gestrandet
Mon, Jan 25 2010 08:13 PM
| Arbeiten
Es ist Montag morgen: Um halb sechs geht es wie üblich zum Flughafen. Der Flieger nach Winnipeg startet mit einer halben Stunde Verspätung. Nach etwa einer Stunde in der Luft, macht das Flugzeug eine 180 Grad Drehung und es geht zurück Richtung Calgary. In Winnipeg gibt es wegen des Blizzards und Eisnebel keine Landeerlaubnis. Die Passagiere werden aufgefordert, ihre Koffer wieder abzuholen und für den nächsten Flug neu einzuchecken. Für Sonja geht es (schon!) drei Stunden später weiter. Es herrscht immer noch sehr starker und böiger Wind, aber der Pilot macht seine Sache gut. Um 17 Uhr Ortszeit lässt sich Sonja direkt am Hotel absetzen. Der Kunde hat sowieso bereits Feierabend.
Zimmer mit Aussicht
Sat, Jan 23 2010 08:12 PM
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Sonja hat zwar derzeit keinen eigenen Schreibtisch (Scully hatte ja auch nie einen... siehe X-Files 4x13 - Never Again) und die ergonomischen Voraussetzungen sind alles andere als perfekt, aber wenigstens einen Ausblick. Allerdings hat sich dieser in der vergangenen Woche lediglich von dunkel nach hell und wieder nach dunkel verändert, ansonsten war alles grau in grau.
Zur Reisevorbereitung
Sat, Jan 16 2010 08:11 PM
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Am wichtigsten ist beim Kofferpacken immer der Blick auf das Wetter. Kommende Woche wird es mild, so dass die Hardcore-Wintersachen diesmal in Calgary bleiben dürfen.

Bei längerfristigen Einsätzen wäre es von Vorteil, ein kleines Apartment zur Verfügung zu haben, statt immer wieder mit Sack und Pack anreisen zu müssen. So könnte man einen Teil einfach vor Ort lassen, ausserdem würde es die Qualität der Nahrungszubereitung erheblich verbessern, wenn man wenigstens eine kleine Pantryküche hätte.

Bei längerfristigen Einsätzen wäre es von Vorteil, ein kleines Apartment zur Verfügung zu haben, statt immer wieder mit Sack und Pack anreisen zu müssen. So könnte man einen Teil einfach vor Ort lassen, ausserdem würde es die Qualität der Nahrungszubereitung erheblich verbessern, wenn man wenigstens eine kleine Pantryküche hätte.
Berater-Alltag
Tue, Jan 12 2010 08:08 PM
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Für die Anreise steht man entweder am Montag morgen um 4 Uhr morgens auf, um den ersten Flieger zum Zielort zu nehmen, oder reist bereits am Sonntag abend zuvor an. Das Frühstück nimmt man mit Kollegen ein, die man nicht nur den ganzen Tag sehen, sondern mit denen man wahrscheinlich auch wieder beim Abendessen zusammen sitzen wird. Man nennt das social life. Den Tag verbringt man in über- oder unterbeheizten, oft fensterlosen Räumen und versucht unter wenig ergonomischen Arbeitsbedingungen eine Lösung für den Kunden zu erarbeiten. Manche Klienten verfügen ueber eine Kaffeeküche, in der man sich mit Warm- und Kaltgetränken versorgen darf, empfohlen wird jedoch die Eigenversorgung für die Flüssigkeitszufuhr. Aus Zeitgründen und oft auch aus Mangel an Bedürfnissen und Phantasie der KollegInnen wird das Mittagessen bei einem der bekannten Fastfood-Ketten eingenommen.
Das Hotel liegt oft logistisch günstig in der Nähe eines Industriegebietes, so dass auch am Abend ausser den ‘üblichen Verdächtigen’ wenig kulinarische oder geschweige denn kulturelle Alternativen zur Verfügung stehen. Vorteilhaft ist, wenn man einen Supermarkt vorfindet, und sich so mit Joghurt, Milch, Saft und frischem Obst eindecken kann, damit man nicht in Gefahr gerät, in ein paar Wochen an Mangelerscheinungen zu erkranken.

Die Qualität der Unterkunft ist eher durchschnittlich. An durchgehenden Schlaf ist kaum zu denken, da man durch die Geräuschkulisse der Heizung immer wieder geweckt wird. Dieses kann man zwar abstellen, allerdings wird es dann bei mangelhafter Isolierung und zweistelligen Minusgraden schnell kalt im Zimmer.
Es gibt durchaus KollegInnen, die meine Ansichten teilen. Oft findet man uns bei Starbucks, wie wir uns bei einem Chai Latte oder Double-Double die Hände wärmen, und bei Muesli-Riegel oder Gemüsekuchen über den fragwürdigen Lebensstil dieser Berufskategorie philosophieren.
Das Hotel liegt oft logistisch günstig in der Nähe eines Industriegebietes, so dass auch am Abend ausser den ‘üblichen Verdächtigen’ wenig kulinarische oder geschweige denn kulturelle Alternativen zur Verfügung stehen. Vorteilhaft ist, wenn man einen Supermarkt vorfindet, und sich so mit Joghurt, Milch, Saft und frischem Obst eindecken kann, damit man nicht in Gefahr gerät, in ein paar Wochen an Mangelerscheinungen zu erkranken.

Die Qualität der Unterkunft ist eher durchschnittlich. An durchgehenden Schlaf ist kaum zu denken, da man durch die Geräuschkulisse der Heizung immer wieder geweckt wird. Dieses kann man zwar abstellen, allerdings wird es dann bei mangelhafter Isolierung und zweistelligen Minusgraden schnell kalt im Zimmer.
Es gibt durchaus KollegInnen, die meine Ansichten teilen. Oft findet man uns bei Starbucks, wie wir uns bei einem Chai Latte oder Double-Double die Hände wärmen, und bei Muesli-Riegel oder Gemüsekuchen über den fragwürdigen Lebensstil dieser Berufskategorie philosophieren.
Winterpeg
Fri, Jan 8 2010 08:07 PM
| Arbeiten
Was gibt es Gutes aus Winnipeg zu berichten? Die Stadt baut einen brandneuen Flughafen, der jetzt schon recht beeindruckend aussieht. Es war bitterkalt, so minus 40 Grad mit Windchill. So war es gut, dass Hotel und Bürogebäude unterirdisch miteinander verbunden waren. Das Highlight der Woche war wohl die Ankunft der Olympischen Flamme, nur gesehen hat Sonja sie nicht... der Fluch langer Arbeitsstunden im fensterlosen Büro. Das Hotel war wieder mal nur Mittelklasse und die kulinarischen Experimente haben Sonja bisher auch nicht in rechte Begeisterung versetzen können. Mal sehen, was die zweite Woche bringen wird.
Beach Days
Mon, Dec 21 2009 08:06 PM
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Kurz vor Weihnachten passiert offensichtlich nicht mehr so viel im Beratungsgeschäft. Die meisten Chefs und Projektleiter haben sich bereits in Urlaub begeben, und die 'Indianer' können und dürfen tatsächlich mal die Regelarbeitszeit von 7.5 Stunden einhalten. Im Consulting-Jargon nennt man einen Büro-Tag mit pünktlichem Feierabend Beach Day, und diese Zeiten kommen wahrlich nicht sehr häufig vor, denn heute ist Sonja's erster 'Strandtag', seitdem sie bei dem Unternehmen angefangen hat.
Sonja's Tage sind gezählt
Thu, Dec 17 2009 08:04 PM
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... zumindest die verbliebenen Tage in Calgary, denn heute wurde ihr noch einmal bestätigt, dass sie ab Januar 2010 für ein Projekt beim Kunden zunächst erst einmal zwei Monate Vollzeit nach Winnipeg 'versetzt' wird. Alternativ steht noch ein Projekteinsatz bei einem Klienten in einem Unter-100-Seelen-Ort an, der ca. 1.5 Autostunden entfernt von Edmonton gelegen ist. Tiefste Provinz und Redneck-Hochburg.
Auch diese Woche waren wieder mal drei Tage Training angesagt, in denen Sonja nicht nur Kontakte mit KollegInnen aus der Winnipeg-Zweigstelle knüpfen konnte, sondern auch ein paar Fäden für zukünftige Einsatzmöglichkeiten an der Westküste (Vancouver oder nordwestliche USA) gesponnen hat.
Auch diese Woche waren wieder mal drei Tage Training angesagt, in denen Sonja nicht nur Kontakte mit KollegInnen aus der Winnipeg-Zweigstelle knüpfen konnte, sondern auch ein paar Fäden für zukünftige Einsatzmöglichkeiten an der Westküste (Vancouver oder nordwestliche USA) gesponnen hat.
Kobra, übernehmen Sie!
Fri, Dec 11 2009 08:03 PM
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Montag mittag wird Sonja mitgeteilt: Du kannst auf einem Projekt mithelfen. Pack Deine Sachen, um 18 Uhr geht Dein Bus nach Edmonton. Ja, macht sie doch sofort! Der Red Arrow ist luxuriös ausgestattet, Ledersitze mit Anschnallgurten, Internet und Stromanschluss, "Inflight-Entertainment", freie warme und kalte Getränke plus Knabbergebäck. So kommt keine Langeweile auf der dreieinhalb-stündigen Reise auf. Nicht mal fliegen ist schöner.
Wieder einmal kennt Sonja weder ihren Auftrag, noch Kollegen oder Ansprechpartner, und hat nur eine Firmenadresse, bei der sie am nächsten Morgen aufkreuzen soll. In den kommenden drei Tagen arbeitet das Team unter Hochdruck an einer Problemlösung für den Klienten. Arbeit und Wetter (bis minus 35 Grad) machen ein Sightseeing unmöglich.

Ein Blick aus dem Hotelzimmer: Bonjour Tristesse!
Wieder einmal kennt Sonja weder ihren Auftrag, noch Kollegen oder Ansprechpartner, und hat nur eine Firmenadresse, bei der sie am nächsten Morgen aufkreuzen soll. In den kommenden drei Tagen arbeitet das Team unter Hochdruck an einer Problemlösung für den Klienten. Arbeit und Wetter (bis minus 35 Grad) machen ein Sightseeing unmöglich.
Ein Blick aus dem Hotelzimmer: Bonjour Tristesse!
Völlig losgelöst
Sat, Dec 5 2009 08:01 PM
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Normalerweise ist es Sonja immer recht leicht gefallen, sich in einem neuen Job 'zu Hause' zu fühlen, doch diesmal ist sie auch nach drei Wochen noch nicht wirklich angekommen. Vielleicht liegt es daran, dass sie viel Zeit mit externem Training oder Selbststudium verbringt, statt 'richtig' zu arbeiten. Jedenfalls kennt sie die Schulungsräume im Mariott Hotel, Telus Convention Center und Delta Bow Valley Hotel inzwischen bald besser als ihr eigenes Büro.
Tatsächlich vermisst Sonja aber "the Buzz" mehr, als sie dachte, und meint damit das lebendige und geräuschvolle Umfeld von Produktionshallen, das geschäftige Treiben in Lager und Versand und solide Gespräche mit 'echten' Menschen. Damit sei nicht gesagt, dass es sich bei ihren KollegInnen nicht um reelle und hart arbeitende Personen handelt, sondern dass sich Sonja dabei ertappt, dass es sie viel weniger interessiert, was diese zu sagen haben, weil sie sich mit ihnen einfach nicht so verbunden fühlt.
Tatsächlich vermisst Sonja aber "the Buzz" mehr, als sie dachte, und meint damit das lebendige und geräuschvolle Umfeld von Produktionshallen, das geschäftige Treiben in Lager und Versand und solide Gespräche mit 'echten' Menschen. Damit sei nicht gesagt, dass es sich bei ihren KollegInnen nicht um reelle und hart arbeitende Personen handelt, sondern dass sich Sonja dabei ertappt, dass es sie viel weniger interessiert, was diese zu sagen haben, weil sie sich mit ihnen einfach nicht so verbunden fühlt.
Eiskalt erwischt
Tue, Dec 1 2009 08:00 PM
| Arbeiten
Schon mal bei minus 11 Grad (minus 18 Grad gefühlte Windchill-Temperatur) auf den Bus gewartet? Das (ohnehin) zugige Wartehäuschen war bereits wegen Überfüllung geschlossen, da der vorherige Bus bereits wegen Wetter ausgefallen war. Mit 15 Minuten Verspätung traf dann aber doch noch der nächste Bus ein. Zudem war in Downtown ein Wasserrohr geplatzt und die Einfahrtstrasse in die Stadt überschwemmt, bzw. halb gefroren, und so musste der Verkehr umgeleitet werden, das sorgte dann noch für zusätzliche Verzögerungen. Wenigstens war es im Bus einigermassen warm; also Ipod angeworfen, Augen zu und Nickerchen. Mit anderthalb Stunden Verspätung ist Sonja dann schliesslich im Büro angekommen. Wenigstens gestaltete sich die Rückfahrt gegen 18 Uhr als angenehm kurz, weil wahrscheinlich schon alle zuhause waren...
Abgemeldet
Sat, Nov 28 2009 07:58 PM
| Arbeiten
Flexibilität und starke Nerven
Thu, Nov 26 2009 07:54 PM
| Arbeiten
Sonja's neuer Arbeitgeber hält sie ganz schön auf Trapp, und sie ist abends vollkommen erledigt. Hierzu mal ein paar Beispiele:
Marathon-Videokonferenz. Für die Initiatoren in Toronto ging es bequem um 9 Uhr morgens los, während das Calgary Team bereits um 7 antreten durfte. In Toronto wurde Lunch serviert, während wir in Calgary in den Tisch beissen durften. Gut, dass der Gatte ihr ein Bütterchen eingepackt hatte.
Kunden-Training. Am Vorabend um 17 Uhr erfährt Sonja, dass sie am nächsten Tag als Trainings-Beobachterin zum Kunden soll. Sie kennt weder den Kunden oder die Kollegen, noch das Projekt oder worum es bei der Aktion geht. Nach einer halben Stunde Briefing kurz vor dem Event konnte Sonja aber wenigstens vorgeben, zum Team zu gehören.
Townhall-Meeting: Die jährliche Firmen-Präsentation mit den Aussichten für das kommende Jahr will sich Sonja nicht entgehen lassen. Doch leider kann sie sich nicht formell für das Event anmelden, da ihr Profil in der Online-Datenbank immer noch nicht angelegt ist. Sie ist trotzdem hin gegangen.
Secret Santa: Mit einem Tag Vorlauf wird Sonja zum Weihnachts-Team-Lunch eingeladen und aufgefordert, ein kleines Wichtel-Geschenk mitzubringen. Das mit dem Geschenk liest sie erst abends, als ich sie Ihre Emails checkt. Es ist zu spät und Sonja hat auch keine Lust mehr 'rauszufahren, also müssen ein paar Kerzen aus unserem Vorratsschrank 'dran glauben'.
Wenn das so weiter geht, müssen wir zum Wochenende dieses Schild aufhängen:
Marathon-Videokonferenz. Für die Initiatoren in Toronto ging es bequem um 9 Uhr morgens los, während das Calgary Team bereits um 7 antreten durfte. In Toronto wurde Lunch serviert, während wir in Calgary in den Tisch beissen durften. Gut, dass der Gatte ihr ein Bütterchen eingepackt hatte.
Kunden-Training. Am Vorabend um 17 Uhr erfährt Sonja, dass sie am nächsten Tag als Trainings-Beobachterin zum Kunden soll. Sie kennt weder den Kunden oder die Kollegen, noch das Projekt oder worum es bei der Aktion geht. Nach einer halben Stunde Briefing kurz vor dem Event konnte Sonja aber wenigstens vorgeben, zum Team zu gehören.
Townhall-Meeting: Die jährliche Firmen-Präsentation mit den Aussichten für das kommende Jahr will sich Sonja nicht entgehen lassen. Doch leider kann sie sich nicht formell für das Event anmelden, da ihr Profil in der Online-Datenbank immer noch nicht angelegt ist. Sie ist trotzdem hin gegangen.
Secret Santa: Mit einem Tag Vorlauf wird Sonja zum Weihnachts-Team-Lunch eingeladen und aufgefordert, ein kleines Wichtel-Geschenk mitzubringen. Das mit dem Geschenk liest sie erst abends, als ich sie Ihre Emails checkt. Es ist zu spät und Sonja hat auch keine Lust mehr 'rauszufahren, also müssen ein paar Kerzen aus unserem Vorratsschrank 'dran glauben'.
Wenn das so weiter geht, müssen wir zum Wochenende dieses Schild aufhängen:
Habe fertig!
Fri, Nov 20 2009 07:51 PM
| Arbeiten
So, die Einführungswoche ist vorbei. Und hiermit gibt Sonja zu Protokoll: Sie mag Lotus Notes nicht! (und Sonja dachte schon Mickysoft wäre schlimm...) Aber wenn jede Lektion mit dem Satz beginnt, wie toll und einfach dieses Programm zu bedienen ist... muss da ja ein Haken dran sein.
Sonja's Chef hat ihr heute einigermassen schonend beigebracht, dass ihr erster Arbeitseinsatz in 2010 in Manitoba sein wird. Manitoba? Bei minus 40C und haufenweise Schnee? Da muss er etwas missverstanden haben. Sie hatte um ein Projekt IM WARMEN gebeten...
Sonja's Chef hat ihr heute einigermassen schonend beigebracht, dass ihr erster Arbeitseinsatz in 2010 in Manitoba sein wird. Manitoba? Bei minus 40C und haufenweise Schnee? Da muss er etwas missverstanden haben. Sie hatte um ein Projekt IM WARMEN gebeten...
Aus (F)unemployment wird (FUN)employment
Thu, Nov 19 2009 07:49 PM
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Das Wichtigste zuerst: Sonja ist aufgestiegen. Ihr Büro liegt nämlich im 29. Stockwerk (von insgesamt 32).

Die gute Nachricht: Es ist kein Cubicle, sondern ein richtiges Büro mit Tür, welches sich Sonja mit einer weiteren Kollegin teilt.
Die schlechte Nachricht: Das Büro ist fensterlos... aber eigentlich ist das egal, da sie sowieso die meiste Zeit bei den Klienten verbringen wird.
Die gute Nachricht: Es ist kein Cubicle, sondern ein richtiges Büro mit Tür, welches sich Sonja mit einer weiteren Kollegin teilt.
Die schlechte Nachricht: Das Büro ist fensterlos... aber eigentlich ist das egal, da sie sowieso die meiste Zeit bei den Klienten verbringen wird.
Wiedergeboren
Wed, Nov 18 2009 10:12 PM
| Arbeiten
Es ist ein... Job. Background und Security Check sind laut Personalabteilung positiv ausgefallen, und somit wurde heute offiziell die Anstellung bestätigt. Jetzt gehört Sonja also endlich wieder zu den Arbeitnehmern und Steuerzahlern, und für Roland bedeutet es, dass er endlich mal wieder im Haushalt mit anpacken 'darf'.
Alles wird gut
Wed, Nov 18 2009 07:48 PM
| Arbeiten
Heute wurde Sonja von Seiten der Personalabteilung freudig und erleichtert mitgeteilt, dass der Background Check vollständig und zur allgemeinen Zufriedenheit ausgefallen ist. Damit ist es offiziell: Sonja ist nun wieder angestellte Arbeitnehmerin und Steuerzahlerin.
Overload
Tue, Nov 17 2009 07:46 PM
| Arbeiten
Sonja raucht der Kopf, dabei ist erst Tag zwei der Orientierungswoche herum. Einen halben Tag lang gab es eine Multimedia-Einführung durch die Personalabteilung. Gegen Mittag rollten dann die Laptops (incl. zweckmässiger Reisetasche) ein. Danach fing das web-basierte live Computer-Training an, und die (sechs) Neulinge durften sich an den verschiedenen Trainingsmodulen austoben, Online-Seminaren beiwohnen und im Anschluss kleine 'Tests' bestehen. Am zweiten Tag war dann Selbststudium weiterer Trainingsmodule angesagt. In der ersten Woche sind noch zig administrative Dinge zu erledigen, wie die Abwicklung der Kranken-, Renten-, Unfall- und Lebensversicherungen, Beantragung von Visitenkarten, Mobiltelefon und anderem Dienstequipment.
Einen Acht-Stunden-Arbeitstag kann Sonja hier wahrscheinlich vergessen. Mit Mühe haben wir 2/3 des Pensums geschafft, dabei haben wir auf Pausen verzichtet (Lunch wurde im Schulungsraum serviert) und noch bis in den Abend 'reingehauen'. Nur gut, dass sie eine lange Erholungsphase hinter mir hat.
Interessant ist die ethnische Zusammensetzung unserer Anfängertruppe: Moldavien, Russland, China, Deutschland und Korea.
Sonja's Background-Check ist immer noch nicht komplett, allerdings versicherte ihr die Dame von der Personalabteilung, sie solle mir da mal keine Sorgen machen.
Einen Acht-Stunden-Arbeitstag kann Sonja hier wahrscheinlich vergessen. Mit Mühe haben wir 2/3 des Pensums geschafft, dabei haben wir auf Pausen verzichtet (Lunch wurde im Schulungsraum serviert) und noch bis in den Abend 'reingehauen'. Nur gut, dass sie eine lange Erholungsphase hinter mir hat.
Interessant ist die ethnische Zusammensetzung unserer Anfängertruppe: Moldavien, Russland, China, Deutschland und Korea.
Sonja's Background-Check ist immer noch nicht komplett, allerdings versicherte ihr die Dame von der Personalabteilung, sie solle mir da mal keine Sorgen machen.
Nun ist es offiziell!
Sun, Nov 15 2009 12:36 PM
| Arbeiten, Immigration
Unsere Urkunden zur Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit sind eingetroffen.
Des weiteren ist Sonja schon einmal zur Orientierungswoche bei ihrem (hoffentlich) zukünftigen Arbeitgeber eingeladen worden, obwohl noch längst nicht alle Background-Checks abgeschlossen sind. Wir nehmen das trotzdem mal als ein gutes Zeichen hin. Am Montag um 9:30 Uhr soll es los gehen. Solange der Arbeitsvertrag noch nicht 'in trockenen Tüchern' ist, wird sie von ihren Erlebnissen in der Arbeits(losen)welt auch weiterhin auf ihrem (F)unemployment-Blog berichten.
Orientierung
Sat, Nov 14 2009 07:45 PM
| Arbeiten

Am Freitag nachmittag um 15:30 Uhr hat Sonja doch noch eine Einladung zur Orientierungswoche erhalten, obwohl die Überprüfung der Referenzen noch nicht vollständig abgeschlossen ist (wie denn auch, wenn man erst am Tag zuvor damit anfängt...). In der kommenden Woche erwartet Sonja also ein Programm zur Einführung in die Unternehmenskultur und -organisation, ein Seminar zur persönlichen und zur Datensicherheit, ein Ethik-Kurs und ein über mehrere Tage dauernder Technologiekurs (was immer das bedeuten mag).
In der Einladung wird noch einmal darauf hingewiesen, dass der Anstellungsvertrag erst nach zufrieden stellender Prüfung des beruflichen und persönlichen Hintergrundes wirksam wird, und dass man doch bitte in 'angemessen professioneller Erscheinung' aufzukreuzen hat. Damit hat sich wohl erledigt, mit dem Roller zur Arbeit fahren zu wollen...
ARRGH!
Thu, Nov 12 2009 07:43 PM
| Arbeiten

Doch schon nach einer Woche (!!!) wird Sonja wegen der Verifizierung ihrer Schul- und Berufsbildungsabschlüsse um Hilfe bei der Kontaktherstellung mit den entsprechenden Lehranstalten gebeten. Schon mal "Kaufmännische Schulen Ost der Stadt ..." in das Anfragefeld einer x-beliebigen Suchmaschine eingegeben? Schon mal nach "Industrie- und Handelskammer..." gesucht? Ta daa! Bereits auf der ersten Seite erscheinen die gewünschten Institute und Organisationen. Ob die ach so begabten Leute von dem mit dieser Aufgabe beauftragtem (externen) Unternehmen noch nie etwas von Google gehört haben? Manchmal wünschte sich Sonja doch, sie hätte Spass an einem dieser Glimmstengel, dann würde sie jedenfalls jetzt nicht gerade mit Schaum vor dem Mund und hochrotem Kopf um die Lampe fliegen.
Denn nun muss Sonja davon ausgehen, dass der angepeilte Arbeitsbeginn am 16. November mangels vollständiger Dokumentation meines Ausbildungs- und Arbeitslebens nicht mehr eingehalten werden kann.
Nachtrag: Falsch gedacht. Sonja ist doch noch in das Einführungsprogramm 'reingerutscht'.
Déjà vu?
Tue, Nov 10 2009 07:40 PM
| Arbeiten
Die Verträge sind unterschrieben, und der erste Arbeitstag ist für den 16. November angepeilt, allerdings liegt von Seiten des Arbeitgebers noch keine konkrete Zusage vor. Morgen ist Remembrance Day, also ein Feiertag, welcher erfahrungsgemäss die administrativen Prozesse verzögern wird. Wie man Sonja eingangs mitteilte, kann sich der Arbeitsbeginn also durchaus um weitere zwei Wochen verschieben, denn das Unternehmen veranstaltet nur alle 14 Tage ihre Einführungskurse. Hoffentlich wird der Einsatz dieses Mal nicht, wie kürzlich schon einmal erlebt, in letzter Minute noch abgesagt.

Nachtrag: Auf Sonja's Nachfrage hin, sagte man ihr heute, dass (angeblich) noch keine der Referenzen erfolgreich überprüft werden konnte (?!?). Komisch ist nur, dass sie sich erst gestern noch mit ihrem Ex-Vorgesetzten zum Mittagessen getroffen hatte, und dieser ihr mitteilte, dass sich noch niemand bei ihm gemeldet hätte. Hmpf!

Nachtrag: Auf Sonja's Nachfrage hin, sagte man ihr heute, dass (angeblich) noch keine der Referenzen erfolgreich überprüft werden konnte (?!?). Komisch ist nur, dass sie sich erst gestern noch mit ihrem Ex-Vorgesetzten zum Mittagessen getroffen hatte, und dieser ihr mitteilte, dass sich noch niemand bei ihm gemeldet hätte. Hmpf!
Der gläserne Arbeitnehmer
Thu, Nov 5 2009 07:39 PM
| Arbeiten
Wie zu erwarten war, hat sich Sonja für den Berater-Posten entschieden. Jetzt gilt es noch einen Papierstapel an verklausuliertem Vertragswerk durchzulesen und zu unterzeichnen.

Am Montag wurde mit dem psychologischen Einstellungstest ja bereits Sonja's Persönlichkeit und ihr Verhaltens- und Entscheidungsmuster gescreent. Weiterhin unterzeichnet sie eine Vollmacht, mit der sie dem Unternehmen Zugang zu allen persönlichen Daten gewährt, damit der erforderliche Background und Security Check durchgeführt werden kann.

Am Montag wurde mit dem psychologischen Einstellungstest ja bereits Sonja's Persönlichkeit und ihr Verhaltens- und Entscheidungsmuster gescreent. Weiterhin unterzeichnet sie eine Vollmacht, mit der sie dem Unternehmen Zugang zu allen persönlichen Daten gewährt, damit der erforderliche Background und Security Check durchgeführt werden kann.
Sonja's (Arbeits-)Leben hat wieder einen Sinn
Tue, Nov 3 2009 07:37 PM
| Arbeiten
Nun ist es passiert. Sieben Monate lang schreibt sich Sonja die Finger wund und bekommt im besten Falle einen Interview-Termin, und nun hat sie gleich zwei Arbeitsangebote auf dem Tisch.
Job 1: Senior-Einkäuferin bei einem mittelständischen Unternehmen der Bauindustrie
Vorteile: 40h Woche (und nicht mehr), bekanntes Arbeitsumfeld, Jeans sind o.k., gleicher Arbeitsweg wie der Gatte
Nachteile: Vertragsanstellung, eher unterdurchschnittliche Entlohnung, keine Benefits, kein Urlaubsgeld und auch keine bezahlten Feier- oder Krankentage
Job 2: Management Consultant bei einem der grössten Beratungsunternehmen der Welt
Vorteile: Angestelltenverhältnis, Erweiterung des beruflichen Erfahrungshorizontes, eine wertvolle Ergänzung des Lebenslaufs, gute Bezahlung mit Rundumsorglospaket an Benefits, vier Wochen bezahlter Urlaub plus bezahlte Feier- und Krankentage,
Nachteile: Überstunden, Reisetätigkeit und damit einhergehender Stress sind vorprogrammiert, die Klienten sind Downtown, Dress-Code
Die Anstellung bei dem Beratungsunternehmen kommt sicherlich einem Pakt mit dem Teufel gleich. Andererseits ist Sonja in einem Alter, in dem sie in Deutschland bereits als 'schwer vermittelbar' gelten würde, und hier bekommt sie die Chance, nach Monaten der Arbeitslosigkeit noch einmal einen echten Karrieresprung machen zu können. So eine Gelegenheit wird es wohl so schnell nicht wieder geben...
Job 1: Senior-Einkäuferin bei einem mittelständischen Unternehmen der Bauindustrie
Vorteile: 40h Woche (und nicht mehr), bekanntes Arbeitsumfeld, Jeans sind o.k., gleicher Arbeitsweg wie der Gatte
Nachteile: Vertragsanstellung, eher unterdurchschnittliche Entlohnung, keine Benefits, kein Urlaubsgeld und auch keine bezahlten Feier- oder Krankentage
Job 2: Management Consultant bei einem der grössten Beratungsunternehmen der Welt
Vorteile: Angestelltenverhältnis, Erweiterung des beruflichen Erfahrungshorizontes, eine wertvolle Ergänzung des Lebenslaufs, gute Bezahlung mit Rundumsorglospaket an Benefits, vier Wochen bezahlter Urlaub plus bezahlte Feier- und Krankentage,
Nachteile: Überstunden, Reisetätigkeit und damit einhergehender Stress sind vorprogrammiert, die Klienten sind Downtown, Dress-Code
Die Anstellung bei dem Beratungsunternehmen kommt sicherlich einem Pakt mit dem Teufel gleich. Andererseits ist Sonja in einem Alter, in dem sie in Deutschland bereits als 'schwer vermittelbar' gelten würde, und hier bekommt sie die Chance, nach Monaten der Arbeitslosigkeit noch einmal einen echten Karrieresprung machen zu können. So eine Gelegenheit wird es wohl so schnell nicht wieder geben...
Test 1...2...3...
Mon, Nov 2 2009 07:35 PM
| Arbeiten
Das heutige Job-Interview war sehr erfreulich. Tatsächlich ist Sonja mal an ein Unternehmen geraten, dass ihre Qualitäten und Qualifikationen zu würdigen weiss, und sie am liebsten schon gestern einstellen will. Die Bezahlung könnte zwar besser sein, aber wenigstens wäre dieses ein Job mit Ausbaumöglichkeiten, da die Firma schon seit Jahren mehr oder minder erfolgreich an der Einführung von SAP im Einkauf arbeitet. Bis Mittwoch hat Sonja Zeit, das Angebot anzunehmen.
Des weiteren Sonja von dem Beratungsunternehmen heute zu einem Online-Assessment gezwungen eingeladen. Im sogenannten Occupational Personality Questionaire galt es, 107 Fragen in 50 Minuten zu Charaktereigenschaften, Beziehungsmanagement und Führungsstil zu beantworten. Danach folgte das Verbal Reasoning Assessment, ein Verständnis-Test, in welchem 30 Fragen zu verschiedenen Aussagen innerhalb von 15 Minuten beantwortet werden mussten. Zuletzt folgte das Numerical Reasoning Assessment, in dem 21 Statistik-Aufgaben gestellt wurden, zu deren Beantwortung man 21 Minuten Zeit hatte. Auf einer Schwierigkeits-Skala von 1 bis 10 lag dieser Test bei 15...
Keiner dieser Tests hatte auch nur ansatzweise etwas mit dem Beruf des Supply Chain Consultant zu tun, und Sonja erwartet nicht, dass sie dort gut abgeschnitten hat. Nach einer Stunde wollte sie einfach nur noch, dass es vorbei ist...
Des weiteren Sonja von dem Beratungsunternehmen heute zu einem Online-Assessment gezwungen eingeladen. Im sogenannten Occupational Personality Questionaire galt es, 107 Fragen in 50 Minuten zu Charaktereigenschaften, Beziehungsmanagement und Führungsstil zu beantworten. Danach folgte das Verbal Reasoning Assessment, ein Verständnis-Test, in welchem 30 Fragen zu verschiedenen Aussagen innerhalb von 15 Minuten beantwortet werden mussten. Zuletzt folgte das Numerical Reasoning Assessment, in dem 21 Statistik-Aufgaben gestellt wurden, zu deren Beantwortung man 21 Minuten Zeit hatte. Auf einer Schwierigkeits-Skala von 1 bis 10 lag dieser Test bei 15...
Keiner dieser Tests hatte auch nur ansatzweise etwas mit dem Beruf des Supply Chain Consultant zu tun, und Sonja erwartet nicht, dass sie dort gut abgeschnitten hat. Nach einer Stunde wollte sie einfach nur noch, dass es vorbei ist...
Und wieder mal...
Fri, Oct 30 2009 07:33 PM
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... ein Bewerbungsgespräch. Die Rolle: Management Consultant. Das in vorherigem Posting erwähnte Beratungsunternehmen hat doch noch für heute um 16 Uhr den Gesprächstermin bestätigt. Natürlich ist Sonja (wie immer) zu früh dran. Da es sich bei ihren Gesprächspartnern um Einwanderer aus Frankreich und England handelt, ist die Basis für Gemeinsamkeiten schnell geschaffen, und es herrscht eine angenehme Gesprächsatmosphere. Wieder einmal führt Sonja die Interviewpartner durch die Stationen ihres Lebenslaufes und wird nur wenig unterbrochen, um ihre Erfahrungen mit persönlichen Fallbeispielen zu belegen, bevor sie dann mit Gegenfragen loslegen darf. Insgesamt dauert das Gespräch 1 1/2 Stunden, hoffentlich ein gutes Zeichen.
Für kommenden Montag ist ein Gespräch mit einem Unternehmen der kunststoffverarbeiteten Industrie angesetzt, welches einen Senior Einkäufer sucht.
Für kommenden Montag ist ein Gespräch mit einem Unternehmen der kunststoffverarbeiteten Industrie angesetzt, welches einen Senior Einkäufer sucht.
Verschoben ist nicht aufgehoben
Thu, Oct 29 2009 07:32 PM
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Nicht zum ersten Mal passiert es Sonja, dass sie zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen wird, und dieses kurzfristig auf eine spätere Uhrzeit verschoben, dann auf einen neuen Termin verlegt wird, welcher wiederum noch einmal vertagt wird, bevor es letztendlich zu einem Zusammentreffen kommt. Besonders verwunderlich ist es jedoch, wenn es sich bei dem Unternehmen um das wahrscheinlich grösste Consulting-Unternehmen der Welt handelt, welches andere Firmen bei der Optimierung ihrer Prozesse berät. Als Individuum mit nicht zu verleugnenden deutschen Wurzeln fragt sich Sonja natürlich, warum es (in Kanada?) so schwierig ist, einmal getroffene (Termin-)Vereinbarungen einzuhalten. Hoffentlich bemisst sich die Qualität der Dienstleistungen von besagter Beratungsfirma nicht nach der Handhabung des Terminkalenders...
Nach sieben Monaten (F)unemployment
Tue, Oct 20 2009 07:29 PM
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Das Job-Angebot erwies sich nicht als Spätzünder, sonders als Blindgänger. Noch vorgestern hat man Sonja zugesagt, dass es nur an ein paar vertraglichen Kleinigkeiten hängen würde, und sie nächste Woche Montag anfangen könnte. Doch schlussendlich erfährt sie nach drei Wochen Vertrags-Hinundher zwischen den beteiligten Parteien (sans moi) per Email, dass der Klient seinen Auftrag zurück gezogen hat, und somit der Job nicht länger existiert.
"I am sorry to advise that XXX has cancelled its request for YYY to provide temporary staff."
Ja, so ist das Arbeits(losen)leben in Kanada. Gut ist nur, dass Sonja noch keine Schritte in Richtung Gründung eines eigenen Gewerbes unternommen hatte, denn sonst wäre sie jetzt auch noch ihr Arbeitslosengeld los. Nun heisst es wieder, weiter suchen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Nachtrag: Nach anfänglichem tiefen Frust, ist Sonja darüber hinweg, und blickt bereits wieder nach vorne. Die ersten neuen Bewerbungen sind geschrieben. Ausserdem gibt es ja noch einen Vertretungsjob in der Firma des Gatten, obwohl, der ist bisher auch noch nicht genehmigt...
"I am sorry to advise that XXX has cancelled its request for YYY to provide temporary staff."
Ja, so ist das Arbeits(losen)leben in Kanada. Gut ist nur, dass Sonja noch keine Schritte in Richtung Gründung eines eigenen Gewerbes unternommen hatte, denn sonst wäre sie jetzt auch noch ihr Arbeitslosengeld los. Nun heisst es wieder, weiter suchen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Nachtrag: Nach anfänglichem tiefen Frust, ist Sonja darüber hinweg, und blickt bereits wieder nach vorne. Die ersten neuen Bewerbungen sind geschrieben. Ausserdem gibt es ja noch einen Vertretungsjob in der Firma des Gatten, obwohl, der ist bisher auch noch nicht genehmigt...
Warten auf Godot
Fri, Oct 16 2009 07:27 PM
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... bzw. auf den Dienstleistungsvertrag. Heute vor zwei Wochen erhielt Sonja eine Jobzusage, der geplante Arbeitsbeginn war für kommenden Montag vorgesehen. Gestern bekam sie eine weitere Bestätigung per Email, der es ihr ermöglichen sollte, auch ohne Unterzeichnung des Vertragswerkes schon einmal ihre Arbeit aufnehmen zu können. Heute mittag erfährt sie dann (auf Nachfrage hin), dass es Unstimmigkeiten zwischen den Vertragspartnern gibt, und ihr Arbeitsbeginn erst einmal auf unbestimmte Zeit verschoben werden muss.

In das Anstellungsverhältnis sind vier Parteien verwickelt:
1. der Auftraggeber S, bei dem Sonja arbeiten soll
2. der Vermittler B, der ihre Leistungen an Auftraggeber S fakturiert
3. die Agentur D, bei der sie als Vertragsangestellter (Contractor) geführt wird, und die wiederum ihre Stunden an Vermittler B in Rechnung stellt
4. Sonja selbst, als selbständige Unternehmerin (sole proprietor), die von Agentur D bezahlt wird.
Alles klar? Nebenbei informierte man sie, dass sie noch ein Business anmelden muss, denn als Contractor ist frau neben einkommensteuer- auch noch mehrwertsteuerpflichtig. Wie einfach war doch das Leben als Angestellte!
Irgendwie stimmt es mich daher auch nicht fröhlicher, dass sie heute morgen noch ein einstündiges Telefoninterview mit einer Recruiterin des wohl weltweit grössten Beratungsunternehmens hatte.
Fine, sure, whatever.

In das Anstellungsverhältnis sind vier Parteien verwickelt:
1. der Auftraggeber S, bei dem Sonja arbeiten soll
2. der Vermittler B, der ihre Leistungen an Auftraggeber S fakturiert
3. die Agentur D, bei der sie als Vertragsangestellter (Contractor) geführt wird, und die wiederum ihre Stunden an Vermittler B in Rechnung stellt
4. Sonja selbst, als selbständige Unternehmerin (sole proprietor), die von Agentur D bezahlt wird.
Alles klar? Nebenbei informierte man sie, dass sie noch ein Business anmelden muss, denn als Contractor ist frau neben einkommensteuer- auch noch mehrwertsteuerpflichtig. Wie einfach war doch das Leben als Angestellte!
Irgendwie stimmt es mich daher auch nicht fröhlicher, dass sie heute morgen noch ein einstündiges Telefoninterview mit einer Recruiterin des wohl weltweit grössten Beratungsunternehmens hatte.
Fine, sure, whatever.
Luftnummer?
Sat, Oct 10 2009 07:25 PM
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Nach der Jobzusage vor einer Woche hat Sonja bisher immer noch kein offizielles Arbeitsangebot erhalten. Immer wieder liest sie sich Hal's Email durch:
XYZ has confirmed they would like to have you start work with them effective Oct 19. You will receive a formal offer from (us) once a signed work authorization from XYZ has been received. Congratulations.
Dieses '... once a signed work authorization... has been received...' lässt mehr Interpretationsspielraum zu, als ihr lieb ist. Aber schliesslich ist es ja noch eine ganze Woche hin bis zum (potentiellen) Arbeitsbeginn, und so versucht sich Sonja in kanadischer Gelassenheit.
Wahrscheinlich verzögert sich der ganze Papierkram nur wegen des bevorstehenden Thanksgiving-Wochenendes, denn die Personalverantwortlichen sind sicher zu beschäftigt, ihren Truthahn für das grosse Fressen vorzubereiten, und können sich nicht gleichzeitig mit solchen Banalitäten wie dem Aufsetzen von Dienstleistungsverträgen auseinander setzen.
XYZ has confirmed they would like to have you start work with them effective Oct 19. You will receive a formal offer from (us) once a signed work authorization from XYZ has been received. Congratulations.
Dieses '... once a signed work authorization... has been received...' lässt mehr Interpretationsspielraum zu, als ihr lieb ist. Aber schliesslich ist es ja noch eine ganze Woche hin bis zum (potentiellen) Arbeitsbeginn, und so versucht sich Sonja in kanadischer Gelassenheit.
Wahrscheinlich verzögert sich der ganze Papierkram nur wegen des bevorstehenden Thanksgiving-Wochenendes, denn die Personalverantwortlichen sind sicher zu beschäftigt, ihren Truthahn für das grosse Fressen vorzubereiten, und können sich nicht gleichzeitig mit solchen Banalitäten wie dem Aufsetzen von Dienstleistungsverträgen auseinander setzen.
Vorsichtiger Enthusiasmus
Fri, Oct 9 2009 09:49 AM
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In den Medien wird von sinkenden Arbeitslosenzahlen und Schaffung neuer Arbeitsplätze berichtet. In Alberta liegt die Arbeitslosenquote derzeit bei 7.1%, kanadaweit sind es noch 8.4%. Wie alle Statistiken sind diese Zahlen natürlich mit Vorsicht zu geniessen, denn erfasst werden nur die Bezieher von Arbeitslosenunterstützung. Diejenigen, die bereits im September letzten Jahres ihre Jobs verloren haben, beziehen nämlich inzwischen kein Arbeitslosengeld mehr, da dieses nur maximal 50 Wochen (in Alberta) gewährt wird, also fallen sie naturgemäss aus der Statistik heraus. Wer nach dem Wegfall des Pogey immer noch keine Arbeit gefunden hat, hat hoffentlich noch einen Zweitverdiener in der Familie oder bekommt eine Weiterbildung vom Arbeitsamt genehmigt, denn eine Hartz IV Hängematte wie in Deutschland, gibt es hier nicht. Ggfs. bleibt nur der Umzug in Provinzen wie Saskatchewan oder die Maritimes, in denen immer noch qualifizierte Leute gesucht werden. Wir nehmen uns aber vor, die Entwicklung erst einmal als positiv einzustufen, allein schon weil Jammern (darin sind wir Deutschen ja ganz gross) ja bekanntlicherweise doch nichts nützt.
Arbeit?
Fri, Oct 2 2009 07:23 PM
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Nach sieben Monaten, etlichen mehr oder minder geistreichen Blog-Postings zum Thema Arbeitslosigkeit und fast 100 Bewerbungen, hat sich letztendlich das Prinzip Networking bewährt. Während der ganzen Zeit blieb Sonja mit ehemaligen Kollegen und Vorgesetzten in Kontakt, und das scheint sich ausgezahlt zu haben.
In der vergangenen Woche erkundigt sich ihr ehemaliger disziplinarischer Vorgesetzter Hal nach ihrer Verfügbarkeit und Bereitschaft für einen temporären Einsatz als Einkaufsspezialist bei einem seiner Klienten. Sonja schickt also ihren aktualisierten Lebenslauf 'rüber, spricht eine halbe Stunde direkt mit dem Bereichsleiter (mal ohne die Einmischung irgendwelcher HR Mitarbeiter...) und erhält heute um 14:30 Uhr die Nachricht, dass man sie zum 19. Oktober einstellen will. Das formelle Job-Angebot dazu soll sie in den kommenden Tagen erhalten.
In der vergangenen Woche erkundigt sich ihr ehemaliger disziplinarischer Vorgesetzter Hal nach ihrer Verfügbarkeit und Bereitschaft für einen temporären Einsatz als Einkaufsspezialist bei einem seiner Klienten. Sonja schickt also ihren aktualisierten Lebenslauf 'rüber, spricht eine halbe Stunde direkt mit dem Bereichsleiter (mal ohne die Einmischung irgendwelcher HR Mitarbeiter...) und erhält heute um 14:30 Uhr die Nachricht, dass man sie zum 19. Oktober einstellen will. Das formelle Job-Angebot dazu soll sie in den kommenden Tagen erhalten.
Downtown sucks
Thu, Oct 1 2009 07:21 PM
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Wieder einmal führt Sonja ein von einem ihre Agenten arrangiertes Bewerbungsgespräch in die von Alberta's Energiekonzernen dominierten Häuserschluchten. Diesmal wird bei einem dieser besagten Konzerne ein Einkäufer als Backup und Springer für das vorhandene Team gesucht. Der Posten scheint erstmal relativ uninteressant und bietet weder Entwicklungsmöglichkeiten noch Lernpotential für Sonja, daher stellt sie den Interviewpartnern die Frage, was dieses Unternehmen eigentlich ausgerechnet von ihr will.
Es stellt sich heraus, dass der potentielle Stelleninhaber sich um die vorhandenen Junior-Einkäufer kümmern und durch fachliches Coaching und Systemtraining eine effizientere Arbeitsweise implementieren soll. Bei der Aufgabe handelt es sich um ein Pilotprojekt, welches bei Erfolg auch in anderen Niederlassungen eingeführt werden soll. Warum haben die das denn nicht klar in der Stellenbeschreibung definiert, wollte Sonja wissen. Der offizielle Grund ist, dass man primär einen Spezialisten mit Beschaffungs- und SAP-Erfahrung sucht, und keinen Berater oder Business Analysten, der schon mal etwas vom Einkauf gehört hat. (Nebenbei sind 'echte' Consultants ja auch viel teurer... denkt sich Sonja dabei.)
Sollte es ausgerechnet diesmal etwas werden mit dem Job, müsste sie mit einem wesentlichen Nachteil fertig werden: denn das Pendeln in die Innenstadt und zurück ist eine Qual. Dank Calgary's vorbildlicher öffentlicher Verkehrsplanung hat sie über eine Stunde gebraucht, bis sie wieder daheim war (Mit dem Auto braucht frau für die gleiche Strecke unter 20 Minuten.) Darüber hinaus steht frau an zugigen Haltestellen ohne Wartehäuschen, was bei derzeit einstelligen Plusgeraden zwar noch auszuhalten ist, aber ihrer beginnenden Erkältung nicht gerade gut getan hat.
Es stellt sich heraus, dass der potentielle Stelleninhaber sich um die vorhandenen Junior-Einkäufer kümmern und durch fachliches Coaching und Systemtraining eine effizientere Arbeitsweise implementieren soll. Bei der Aufgabe handelt es sich um ein Pilotprojekt, welches bei Erfolg auch in anderen Niederlassungen eingeführt werden soll. Warum haben die das denn nicht klar in der Stellenbeschreibung definiert, wollte Sonja wissen. Der offizielle Grund ist, dass man primär einen Spezialisten mit Beschaffungs- und SAP-Erfahrung sucht, und keinen Berater oder Business Analysten, der schon mal etwas vom Einkauf gehört hat. (Nebenbei sind 'echte' Consultants ja auch viel teurer... denkt sich Sonja dabei.)
Sollte es ausgerechnet diesmal etwas werden mit dem Job, müsste sie mit einem wesentlichen Nachteil fertig werden: denn das Pendeln in die Innenstadt und zurück ist eine Qual. Dank Calgary's vorbildlicher öffentlicher Verkehrsplanung hat sie über eine Stunde gebraucht, bis sie wieder daheim war (Mit dem Auto braucht frau für die gleiche Strecke unter 20 Minuten.) Darüber hinaus steht frau an zugigen Haltestellen ohne Wartehäuschen, was bei derzeit einstelligen Plusgeraden zwar noch auszuhalten ist, aber ihrer beginnenden Erkältung nicht gerade gut getan hat.
Marathon-Sitzung
Thu, Sep 24 2009 07:19 PM
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Um 10 Uhr das erste Gespräch: Im Rahmen des Interviews für den Business Analysten wird der Recruiterin klar, dass Sonja viel mehr 'drauf' hat, als für den Job gebraucht wird. Sie überzieht den Zeitrahmen mächtig und möchte, dass sie zwecks Eignung für andere Positionen in der kommenden Woche doch mal mit einem Fachbereitsleiter sprechen soll. Interessant ist, dass sich das Telekom-Unternehmen gerade in der Restrukturierung befindet, denn die Beschaffung soll zentralisiert werden. Der Sitz der neuen Einkaufszentrale wird dann allerdings Vancouver sein. Das zweite Interview ist jedenfalls für nächste Woche geplant.
Um 13 Uhr das zweite Gespräch: Die HR Managerin sagt Sonja zwar direkt, dass sie sie nicht für 'senior' genug hält, um für den Direktionsposten in Frage zu kommen, aber dass sie sie wegen potentieller anderer Besetzungsmöglichkeiten screenen wollte. Das besagte Unternehmen der Öl- und Gasindustrie ist nämlich kräftig dabei, zu expandieren und zu akquirieren und benötigt in der nahen Zukunft Verstärkung im Einkauf.
Um 15 Uhr das dritte Gespräch: Ganz unerwartet ruft Sonja's letzter Arbeitgeber an, um anzufragen, ob sie für ein Spezialprojekt (Standardisierung von Einkaufsprozessen und Konsolidierung von Daten) bei einem Klienten mitmachen möchte. Es handelt sich zwar nur um ein zeitlich begrenztes Projekt, allerdings mit Verlängerungspotential, und es ist auch nur eine Kontraktposition, aber würde ziemlich gut bezahlt. Kommende Woche soll sie dazu mehr erfahren.
Alles in allem war es ein erfolgreicher Tag mit viel positivem Feedback, das tut Sonja's angekratzten Ego mal ganz gut.
Um 13 Uhr das zweite Gespräch: Die HR Managerin sagt Sonja zwar direkt, dass sie sie nicht für 'senior' genug hält, um für den Direktionsposten in Frage zu kommen, aber dass sie sie wegen potentieller anderer Besetzungsmöglichkeiten screenen wollte. Das besagte Unternehmen der Öl- und Gasindustrie ist nämlich kräftig dabei, zu expandieren und zu akquirieren und benötigt in der nahen Zukunft Verstärkung im Einkauf.
Um 15 Uhr das dritte Gespräch: Ganz unerwartet ruft Sonja's letzter Arbeitgeber an, um anzufragen, ob sie für ein Spezialprojekt (Standardisierung von Einkaufsprozessen und Konsolidierung von Daten) bei einem Klienten mitmachen möchte. Es handelt sich zwar nur um ein zeitlich begrenztes Projekt, allerdings mit Verlängerungspotential, und es ist auch nur eine Kontraktposition, aber würde ziemlich gut bezahlt. Kommende Woche soll sie dazu mehr erfahren.
Alles in allem war es ein erfolgreicher Tag mit viel positivem Feedback, das tut Sonja's angekratzten Ego mal ganz gut.
Hoppla!
Tue, Sep 22 2009 07:18 PM
| Arbeiten
Ganz vom Radar der Recruiter ist Sonja wohl noch nicht verschwunden. Heute hat sie gleich zwei Einladungen zu Interviews erhalten. Bei der einen Firma handelt es sich um den zweitgrössten Anbieter von Telekomunikations-Dienstleistungen, hier soll sie für den Posten eines Business Analysten gescreent werden. Die andere Company ist dank Sonja's beruflichen Backgrounds im Öl- und Gasfördersektor auf sie aufmerksam geworden, und will sie auf ihre Eignung zum Direktor Global Supply Chain hin prüfen. Och ja, warum auch nicht. Jedenfalls wird sie sich wie immer gründlich vorbereiten. Irgendwann muss dass doch mal was werden.
Nach sechs Monaten in (F)unemployment
Sun, Sep 20 2009 07:16 PM
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Trotz unermüdlicher Bemühungen mit knapp 100 (meist Online-) Bewerbungen, einigen Telefoninterviews und wenigen persönlichen Bewerbungsgesprächen, ist Sonja immer noch dort, wo sie vor einem halben Jahr war...
Die Gründe für einen ablehnenden Bescheid sind vielfältig: Überqualifiziert oder zu wenig Erfahrung in der Branche, das Projekt vertagt oder eingestellt, oder gleich das Unternehmen ganz geschlossen oder ihre Gehaltsvorstellungen stimmen nicht mit dem überein, was der potentielle Arbeitgeber derzeit zu zahlen bereit ist. (Sorry, aber ein paar hundert Dollar netto mehr auf der Hand als das Arbeitslosengeld sollten schon dabei heraus kommen...) Also schön, nun wird sie wohl doch im November erst einmal den Temp-Job annehmen.
Das heutige Regenwetter passt perfekt zu ihrem Stimmungstief, und gerade erhält Sonja eine Email, dass der geplante Motorrad-Ausflug nach Canmore 'wegen Wetter' abgesagt wird.
Die Gründe für einen ablehnenden Bescheid sind vielfältig: Überqualifiziert oder zu wenig Erfahrung in der Branche, das Projekt vertagt oder eingestellt, oder gleich das Unternehmen ganz geschlossen oder ihre Gehaltsvorstellungen stimmen nicht mit dem überein, was der potentielle Arbeitgeber derzeit zu zahlen bereit ist. (Sorry, aber ein paar hundert Dollar netto mehr auf der Hand als das Arbeitslosengeld sollten schon dabei heraus kommen...) Also schön, nun wird sie wohl doch im November erst einmal den Temp-Job annehmen.
Das heutige Regenwetter passt perfekt zu ihrem Stimmungstief, und gerade erhält Sonja eine Email, dass der geplante Motorrad-Ausflug nach Canmore 'wegen Wetter' abgesagt wird.
Einmal Insel und zurück
Wed, Sep 16 2009 07:13 PM
| Arbeiten
Sie wird herzlich empfangen, dem Team und verschiedenen anderen Leuten vorgestellt und durch den Betrieb geführt wie ein Gast, nicht wie ein Bewerber. Im Interview erfährt sie mehr Details über das Aufgabengebiet der zu besetzenden Stelle und erhält eine Einführung in das Geschäftsmodell. Danach wird sie von der Vize-Präsidentin des Unternehmens zum Mittagessen in ein populäres Fischrestaurant ausgeführt, bevor es dann mit Fragen aus der Personalabteilung weiter geht, und sie schliesslich die potentielle Chefin mit einem Geschenkpaket wieder am Flughafen absetzt.
Mit fünf Stunden war dies wohl das längste Bewerbungsgespräch, dass Sonja jemals geführt habe, definitiv einen Eintrag ins Guinessbuch wert. Insgesamt doppelplusgut! Die Firma macht einen klasse Eindruck, der Job passt 100%ig, die Leute scheinen auch super nett zu sein, UND es ist auf Vancouver Island. Insgesamt eine interessante Erfahrung, die Sonja keinesfalls missen möchte. Wir sind gespannt, ob die Begeisterung auf beiden Seiten zutrifft.
Nachtrag: Zufällig ist Sonja beim Internet-Surfen auf den Hinweis auf eine Karriere-Messe von besagtem Unternehmen gestossen. Eingestellt wurde die Anzeige einen Tag nach ihrem Gespräch, die Veranstaltung ist in der kommenden Woche, und der Posten, auf den ich sie sich beworben hatte, steht dort zur Verfügung. Damit gehen unsere Hoffnungen dahin, dass sie bei diesem Job endlich eine echte Chance gehabt hätte. Seufz!
Movin' on!
Fri, Sep 11 2009 07:11 PM
| Arbeiten
Während sich an der Arbeitsfront in Calgary derzeit nicht so viel tut (von dem Angebot der Schwangerschaftsvertretung mal abgesehen), hatte Sonja inzwischen zwei Telefon-Interviews mit einer Firma für Nahrungsmittel, Gesundheits- und Wellnessprodukte in British Columbia.
Obwohl wir noch gar nicht wissen, ob sich aus den Gespächen überhaupt etwas entwickelt, ist der Gatte hellauf begeistert und sucht bereits nach Wohnungen, denn schon kurz nach unser Einwanderung hatten wir uns zum Ziel gesetzt, nach der Olympiade 2010 weiter nach Westen zu ziehen. Um so besser, wenn wir dort bereits ein Einkommen hätten, denn das würde den Umzug wesentlich vereinfachen.
Es folgt die Einladung zum persönlichen Gespräch am kommenden Mittwoch auf Vancouver Island. Der Flug nach Victoria auf Firmenkosten ist bereits gebucht.
Obwohl wir noch gar nicht wissen, ob sich aus den Gespächen überhaupt etwas entwickelt, ist der Gatte hellauf begeistert und sucht bereits nach Wohnungen, denn schon kurz nach unser Einwanderung hatten wir uns zum Ziel gesetzt, nach der Olympiade 2010 weiter nach Westen zu ziehen. Um so besser, wenn wir dort bereits ein Einkommen hätten, denn das würde den Umzug wesentlich vereinfachen.
Es folgt die Einladung zum persönlichen Gespräch am kommenden Mittwoch auf Vancouver Island. Der Flug nach Victoria auf Firmenkosten ist bereits gebucht.
In Limbo
Tue, Sep 1 2009 07:09 PM
| Arbeiten
Ein Job oder lieber eine anspruchsvolle Arbeit?
Job = Egal was, Hauptsache es kommt Geld 'rein.
Arbeit = Tätigkeit im erlernten Beruf und Spass dabei.
Die Arbeitssuche gestaltet sich weiterhin schleppend, da in Alberta die Möglichkeiten für MaterialwirtschaftlerInnen, EinkäuferInnen und LogistikerInnen derzeit einfach begrenzt sind. Calgary ist eben doch nur ein Dorf mit viel Gegend darum herum. Gut zum Motorrad-Fahren, aber wirtschaftlich eher unbefriedigend, wenn in Öl und Gas nichts läuft.
Immer noch ein klares 'Jein' gibt es von der Beratungsfront. Offensichtlich kommt es aufgrund der Wirtschaftslage auch zu Budgetkürzungen im Consulting-Etat, so dass Sonja wohl eher nicht mit einer Anstellung bei dem Beratungsunternehmen, welches ihr vier Interviews 'aufgezwungen' hat, rechnen möchte. Somit wäre eines der attraktivsten Arbeitsangebote wohl vom Tisch.
Im Hinterkopf hat Sonja da noch eine Schwangerschaftsvertretung, die man ihr für Ende 2009 angeboten hat, das wäre zwar nur ein 'Job', aber wenigstens im Bereich Einkauf.
Derweil wird es Zeit für Plan B:
1. Weiterbildung in SIX SIGMA sobald der nächste Besuch wieder abgereist ist.
2. Erweiterung des Such-Radius nach Osten (beste Arbeitsmöglichkeiten) oder gen Westen (dort wollen wir ja sowieso mal hin)
Job = Egal was, Hauptsache es kommt Geld 'rein.
Arbeit = Tätigkeit im erlernten Beruf und Spass dabei.
Die Arbeitssuche gestaltet sich weiterhin schleppend, da in Alberta die Möglichkeiten für MaterialwirtschaftlerInnen, EinkäuferInnen und LogistikerInnen derzeit einfach begrenzt sind. Calgary ist eben doch nur ein Dorf mit viel Gegend darum herum. Gut zum Motorrad-Fahren, aber wirtschaftlich eher unbefriedigend, wenn in Öl und Gas nichts läuft.
Immer noch ein klares 'Jein' gibt es von der Beratungsfront. Offensichtlich kommt es aufgrund der Wirtschaftslage auch zu Budgetkürzungen im Consulting-Etat, so dass Sonja wohl eher nicht mit einer Anstellung bei dem Beratungsunternehmen, welches ihr vier Interviews 'aufgezwungen' hat, rechnen möchte. Somit wäre eines der attraktivsten Arbeitsangebote wohl vom Tisch.
Im Hinterkopf hat Sonja da noch eine Schwangerschaftsvertretung, die man ihr für Ende 2009 angeboten hat, das wäre zwar nur ein 'Job', aber wenigstens im Bereich Einkauf.
Derweil wird es Zeit für Plan B:
1. Weiterbildung in SIX SIGMA sobald der nächste Besuch wieder abgereist ist.
2. Erweiterung des Such-Radius nach Osten (beste Arbeitsmöglichkeiten) oder gen Westen (dort wollen wir ja sowieso mal hin)
Jodel-Diplom
Wed, Aug 26 2009 07:07 PM
| Arbeiten
Immer wieder wird Sonja von Headhuntern (z.B. Anthony oder Tim aus Toronto), auf ihren öffentlich zur Schau gestellten Lebenslauf hin kontaktiert, aber auch Personalvermittler in Calgary wie kürzlich Joleen von E.C. oder Mini von A.R., und sogar IT-Dienstleister (Hallo, H.H.!) beginnen sich, für ihre Dienste zu interessieren.
Erfahrungsgemäss scheint sich aber der Enthusiasmus der professionellen HR Dienstleister nicht immer auf ihre Klienten zu übertragen. Denn während für die Recruiter kanadische Bildungsabschlüsse kein Thema und gerade langjährige, vielseitige, internationale Berufserfahrung ein grosses Plus darstellen, will der potentielle Arbeitgeber unbedingt jemanden haben, der über einen kanadischen Universitätsabschluss, eine CPP Accreditation (Lizenz zum Einkaufen) oder einen PLog (Materialfluss-Zertifikat) verfügt, und seinen Black Belt in Six Sigma umschnallt, mit dem Ziel Prozesse und Kosten zu optimieren, aber bitte schön, ohne etwas dabei zu verändern... Erfahrung in verschiedenen Industrien? Ganz schlecht, am besten hat man ausschliesslich einen beruflichen Hintergund in Öl- und Gas zu bieten, damit man nur nicht in Gefahr läuft, über den Tellerrand zu schauen...
Der geneigte Leser wird nun wissen wollen, warum Sonja diese Weiterbildungen nicht mitmachen will... Erstens: diese Lehrgänge erstrecken sich über mehrere Jahre und sind für Berufsanfänger, die eine Karriere in Einkauf und Beschaffung anstreben wollen. Und zweitens: sind diese Kurse einfach lächerlich teuer.
Hierzu ein Hoch auf das deutsche Ausbildungssystem. Was für ein Privileg, für ein paar Hundert Euro im Jahr studieren zu können, oder eine Lehre mit qualifiziertem Abschluss absolvieren zu dürfen, und dabei als Azubi auch nochbezahltzu werden.
Na gut, den Six Sigma Lehrgang schaut sich Sonja doch mal näher an, der ist auch nicht ganz so teuer. Dann hat sie was Eigenes! In diesem Sinne: Holeri Du Dödl Di.
Erfahrungsgemäss scheint sich aber der Enthusiasmus der professionellen HR Dienstleister nicht immer auf ihre Klienten zu übertragen. Denn während für die Recruiter kanadische Bildungsabschlüsse kein Thema und gerade langjährige, vielseitige, internationale Berufserfahrung ein grosses Plus darstellen, will der potentielle Arbeitgeber unbedingt jemanden haben, der über einen kanadischen Universitätsabschluss, eine CPP Accreditation (Lizenz zum Einkaufen) oder einen PLog (Materialfluss-Zertifikat) verfügt, und seinen Black Belt in Six Sigma umschnallt, mit dem Ziel Prozesse und Kosten zu optimieren, aber bitte schön, ohne etwas dabei zu verändern... Erfahrung in verschiedenen Industrien? Ganz schlecht, am besten hat man ausschliesslich einen beruflichen Hintergund in Öl- und Gas zu bieten, damit man nur nicht in Gefahr läuft, über den Tellerrand zu schauen...
Der geneigte Leser wird nun wissen wollen, warum Sonja diese Weiterbildungen nicht mitmachen will... Erstens: diese Lehrgänge erstrecken sich über mehrere Jahre und sind für Berufsanfänger, die eine Karriere in Einkauf und Beschaffung anstreben wollen. Und zweitens: sind diese Kurse einfach lächerlich teuer.
Hierzu ein Hoch auf das deutsche Ausbildungssystem. Was für ein Privileg, für ein paar Hundert Euro im Jahr studieren zu können, oder eine Lehre mit qualifiziertem Abschluss absolvieren zu dürfen, und dabei als Azubi auch nochbezahltzu werden.
Na gut, den Six Sigma Lehrgang schaut sich Sonja doch mal näher an, der ist auch nicht ganz so teuer. Dann hat sie was Eigenes! In diesem Sinne: Holeri Du Dödl Di.
Gut Ding will Weile haben
Sun, Aug 23 2009 07:06 PM
| Arbeiten
Sonja's Recruiting-Agent Anthony berichtet heute, dass die Beratungsfirma, bei der sie vor zwei Wochen Interview Nr. 4 absolviert hatte, immer noch an ihr interessiert sei. Nun wird wohl demnächst eine Einladung zum Senior Executive Interview anstehen, bei dem die strategische Eignung des Kandidaten für bestehende oder neue Beratungsprojekte überprüft werden wird. Das wäre dann Interview Nr. 5. Der Projektstart soll für Oktober/November des Jahres angesetzt sein, was ganz in Sonja's Sinne wäre, denn dann kann sie noch den Rest das (Motorrad- und Kanu-) Saison geniessen.
Nach fünf Monaten (F)unemployment
Thu, Aug 20 2009 07:03 PM
| Arbeiten
Like dreams, statistics are a form of wish fulfillment.
Heute erhält Sonja eine Email mit folgendem Inhalt:
Dear applicant, Thank you for your interest in the position of Supply Chain Buyer at xxx. At this time, this position has been cancelled. Once again, we appreciate your interest in xxx.
Noch mehr Statistik: Derzeit schreibt Sonja 10 bis 15 (Email-) Bewerbungen pro Monat. Mehr Stellenausschreibungen gibt der Arbeitsmarkt derzeit leider für ihren Berufszweig nicht her. Auf etwa 2/3 ihrer Bewerbungen erhält sie nicht einmal Feedback.
Bisher hat Sonja 4 telefonische und 4 persönliche Vorstellungsgespräche gehabt, mit dem Resultat, dass sie entweder überqualifiziert ist, die Stellenausschreibung zurück gezogen wurde oder ihr Persönlichkeitsprofil (oder Outfit...?) nicht zur Unternehmensphilosophie passt.
Calgary, es sieht gar nicht gut für Dich aus! Aber wie heisst es so schön: Never give up, and never surrender!
Noch mehr Statistik: Derzeit schreibt Sonja 10 bis 15 (Email-) Bewerbungen pro Monat. Mehr Stellenausschreibungen gibt der Arbeitsmarkt derzeit leider für ihren Berufszweig nicht her. Auf etwa 2/3 ihrer Bewerbungen erhält sie nicht einmal Feedback.
Bisher hat Sonja 4 telefonische und 4 persönliche Vorstellungsgespräche gehabt, mit dem Resultat, dass sie entweder überqualifiziert ist, die Stellenausschreibung zurück gezogen wurde oder ihr Persönlichkeitsprofil (oder Outfit...?) nicht zur Unternehmensphilosophie passt.
Calgary, es sieht gar nicht gut für Dich aus! Aber wie heisst es so schön: Never give up, and never surrender!
Die Ereignisse überschlagen sich
Tue, Aug 11 2009 07:01 PM
| Arbeiten
Ein auf SAP Implementierung spezialisiertes Recruiting Unternehmen kontaktiert Sonja auf Empfehlung einer ihr unbekannten Quelle. Diese Firma inseriert weder online noch in anderen Medien, sondern selektiert seine Kandidaten ausschliesslich aufgrund von Referenzen. Wer immer diese Empfehlung gab, dem/der sei schon mal auf diesem Wege gedankt.
Das heutige Job-Interview für den SAP Business Systems Analyst Material Management ist mal erfrischend unkonventionell. Mini arbeitet keine Checklisten ab, verwendet keine buzz words und erwartet auch keine und ist trotzdem in der Lage innerhalb von 90 Minuten eine recht lebensnahe Zusammenfassung von Sonja's beruflichen und charakterlichen Profils wieder zu geben. Zudem hat das Gespräch Spass gemacht und lief völlig stressfrei ab. Zum Abschluss erhält sie die Stellenbeschreibung und wird aufgefordert, weitere Fragen zu überlegen und darüber nachzudenken, ob sie diesen Job machen möchte. Ein reizvoller Gedanke, den Sonja neben der Consulting Position gern weiter verfolgen wird.
Immer wieder wird Sonja nach ihrem Reisepass gefragt, da diese Jobs naturgemäss auch Auslandsaufenthalte (besonders in den USA) mit sich bringen werden. Auf die konkrete Frage, ob eine Beantragung der kanadischen Staatsbürgerschaft geplant ist, hat Sonja erklärt, dass diese von der Entscheidung Deutschlands zur Beibehaltung der deutschen Staatsbürgerschaft abhängig sein wird. Den entsprechenden Antrag dazu hat sie vor drei Monaten eingereicht und hofft, dass sie bald mit einem positiven Bescheid rechnen kann.
Das heutige Job-Interview für den SAP Business Systems Analyst Material Management ist mal erfrischend unkonventionell. Mini arbeitet keine Checklisten ab, verwendet keine buzz words und erwartet auch keine und ist trotzdem in der Lage innerhalb von 90 Minuten eine recht lebensnahe Zusammenfassung von Sonja's beruflichen und charakterlichen Profils wieder zu geben. Zudem hat das Gespräch Spass gemacht und lief völlig stressfrei ab. Zum Abschluss erhält sie die Stellenbeschreibung und wird aufgefordert, weitere Fragen zu überlegen und darüber nachzudenken, ob sie diesen Job machen möchte. Ein reizvoller Gedanke, den Sonja neben der Consulting Position gern weiter verfolgen wird.
Immer wieder wird Sonja nach ihrem Reisepass gefragt, da diese Jobs naturgemäss auch Auslandsaufenthalte (besonders in den USA) mit sich bringen werden. Auf die konkrete Frage, ob eine Beantragung der kanadischen Staatsbürgerschaft geplant ist, hat Sonja erklärt, dass diese von der Entscheidung Deutschlands zur Beibehaltung der deutschen Staatsbürgerschaft abhängig sein wird. Den entsprechenden Antrag dazu hat sie vor drei Monaten eingereicht und hofft, dass sie bald mit einem positiven Bescheid rechnen kann.
Skills Interview
Fri, Aug 7 2009 06:58 PM
| Arbeiten
Freitag morgen 8 Uhr. Die nächste Hürde für den Beraterjob ist das (erste) persönliche Gespräch. Anhand eines Fallbeispiels sollen einem weiteren Interviewer (Nummer Drei) die beruflichen Fähigkeiten vorgeführt werden. Hier sind Erfahrung, Fachwissen und strukturiertes Vorgehen gefragt, daher kann frau sich auf so ein Interview nicht wirklich vorbereiten.
Wieder zuhause, macht Sonja ihren fälligen Online-Arbeitslosenbericht, doch übewältigt und etwas erschöpft vom Interview checkt sie irgendwo die falsche Box. Das merkt sie natürlich erst, nach dem sie den Bericht abgeschickt hat. Es ist Freitag nachmittag, kann man da noch beim Amt anrufen? In Deutschland doch sicherlich nicht... aber frau ist ja in Kanada.
Sonja ruft bei der Canada Service Hotline an und ist für etwa 10 min in der Warteschlange, als sie einen freundlichen (jungen?) Mann an die Strippe bekommt, dem sie das Problem schildert und der darauf hin selbiges fixt. Danach fragt er: "Kann ich Ihnen sonst noch irgendwie behilflich sein oder haben Sie noch weitere Fragen, meine Dame?" Und als Sonja (noch verblüfft über die ausgesprochen freundiche Behandlung) verneint, wünscht er mir noch "...Have a nice day and a great weekend." Service Canada's Telefon-Hotline ist im Übrigen auch samstags zu erreichen. Das nennt man Dienst am Bürger!
Nachtrag zum Interview: Anthony berichtet, dass Sonja mit 'flying colors' bestanden hat!!! Einziger Kritikpunkt, und man sollte kaum glauben, dass das eine Rolle spielt: Sie war in ihrem Leinen-Anzug zu 'casual' angezogen. Na, dann wird sie jetzt wohl mal in einen edleren Hosenanzug investieren müssen... seufz.
Wieder zuhause, macht Sonja ihren fälligen Online-Arbeitslosenbericht, doch übewältigt und etwas erschöpft vom Interview checkt sie irgendwo die falsche Box. Das merkt sie natürlich erst, nach dem sie den Bericht abgeschickt hat. Es ist Freitag nachmittag, kann man da noch beim Amt anrufen? In Deutschland doch sicherlich nicht... aber frau ist ja in Kanada.
Sonja ruft bei der Canada Service Hotline an und ist für etwa 10 min in der Warteschlange, als sie einen freundlichen (jungen?) Mann an die Strippe bekommt, dem sie das Problem schildert und der darauf hin selbiges fixt. Danach fragt er: "Kann ich Ihnen sonst noch irgendwie behilflich sein oder haben Sie noch weitere Fragen, meine Dame?" Und als Sonja (noch verblüfft über die ausgesprochen freundiche Behandlung) verneint, wünscht er mir noch "...Have a nice day and a great weekend." Service Canada's Telefon-Hotline ist im Übrigen auch samstags zu erreichen. Das nennt man Dienst am Bürger!
Nachtrag zum Interview: Anthony berichtet, dass Sonja mit 'flying colors' bestanden hat!!! Einziger Kritikpunkt, und man sollte kaum glauben, dass das eine Rolle spielt: Sie war in ihrem Leinen-Anzug zu 'casual' angezogen. Na, dann wird sie jetzt wohl mal in einen edleren Hosenanzug investieren müssen... seufz.
Hochmut kommt vor dem Fall
Fri, Jul 31 2009 06:57 PM
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Ein Artikel im Globe and Mail bringt es auf den Punkt:
Alberta hat die Rezession am schlimmsten getroffen. Derzeit wird hier der Boom nur noch bei der Zunahme der Arbeitslosigkeit beobachtet. Die lokale Wirtschaft liegt im Koma, die Provinzregierung ist paralysiert, es herrscht Einstellungsstopp allerorten und die ehemaligen Grossverdiener der Ölindustrie reihen sich in die Schlange beim Arbeitsamt ein oder verlassen die Provinz. Natürlich sind solche Zeiten immer wieder ideal für Unternehmensverschmelzungen. So wird erwartet, dass z.B. der Merger zwischen Suncor und PetroCanada (zwei Ölsand-Giganten) für weitere Entlassungen sorgen wird.Hochmut kommt vor dem Fall. Für Alberta passt das wie die Faust auf's Auge.
Alberta hat die Rezession am schlimmsten getroffen. Derzeit wird hier der Boom nur noch bei der Zunahme der Arbeitslosigkeit beobachtet. Die lokale Wirtschaft liegt im Koma, die Provinzregierung ist paralysiert, es herrscht Einstellungsstopp allerorten und die ehemaligen Grossverdiener der Ölindustrie reihen sich in die Schlange beim Arbeitsamt ein oder verlassen die Provinz. Natürlich sind solche Zeiten immer wieder ideal für Unternehmensverschmelzungen. So wird erwartet, dass z.B. der Merger zwischen Suncor und PetroCanada (zwei Ölsand-Giganten) für weitere Entlassungen sorgen wird.Hochmut kommt vor dem Fall. Für Alberta passt das wie die Faust auf's Auge.
PFI - Performance Factor Interview
Mon, Jul 27 2009 06:56 PM
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Morgens um 7 Uhr steht ein weiteres Telefoninterview (50 min!!!) mit besagter Big 5 Consulting Company an, diesmal mit einer Senior-Recruiting-Managerin, die etwas über Sonja's psychologische Eignung für den Beraterposten heraus finden soll. In solch einem Gespräch kann der geschulte Interviewer (offensichtlich) anhand der Beschreibung einiger Fallbeispiele und Situationen aus der beruflichen Vergangenheit Verhaltensmuster, Kommunikationstechniken, Konfliktfähigkeit, Durchsetzungsvermögen und Fähigkeiten zum Aufbau zwischenmenschlicher Beziehungen analysieren. Nach positiver Bewertung soll schliesslich ein Frontalinterview (in Calgary) folgen, in denen anhand fiktiver Fallbeispiele aus Einkauf und Materialwirtschaft Sonja's berufliche Eignung und ihr professioneller Hintergrund abgefragt werden soll.
Nachtrag: Test 'bestanden'! Anthony teilt Sonja am 29. Juli mit, dass im August das Skills Interview stattfinden wird.
Nachtrag: Test 'bestanden'! Anthony teilt Sonja am 29. Juli mit, dass im August das Skills Interview stattfinden wird.
Immigranten stärker von Arbeitslosigkeit betroffen
Sun, Jul 26 2009 06:55 PM
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Im Globe and Mail wird berichtet, dass Immigranten häufiger und länger mit den Auswirkungen der Rezession zu tun haben. Sie sind oft die ersten, die ihre Arbeit verlieren und unter den letzten, die einen neuen Job im Rahmen ihrer Qualifikation finden werden. Gerade bei Neuankömmlingen (unter 5 Jahren) in Kanada ist die Arbeitslosenquote besonders hoch, da ihnen kanadische Berufserfahrung und kanadische Qualifikationen fehlen. Leider kann ich dieses nun aus eigener Erfahrung bestätigen.
Die Geister, die ich rief
Thu, Jul 23 2009 06:51 PM
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Sonja kann es kaum fassen, als Anthony (der Brain-Hunter) ihr kurzfristig ein Gespräch mit der Personal-Recruiterin einer der Big 5 Consulting Companies vermittelt. So sitzt sie heute bereits um 8 Uhr am Schreibtisch, um mal wieder das gewohnte Fragebogenspiel über sich ergehen zu lassen. Auch wenn sich Sonja keine grossen Hoffnungen ausrechnet, ist schon allein der blosse Kontakt zu einem Welt-Unternehmen dieser Grösse ein Jackpot. Sollte sie nicht wieder durch das Screening-Raster gefallen sein, steht als nächstes ein Persönlichkeits(eignungs-)test und ein fachspezifisches Interview an.
Nachtrag: Anthony bestätigt gerade, dass Sonja die 'second base' erreicht hat und somit in den kommenden Wochen noch zwei weitere Telefon-Interviews über sich ergehen lassen darf, in denen ihr professionelles Verhalten und Vorgehen geprüft werden wird.
Sollte sie dieses Screening auch noch überleben, darf sie darauf hoffen, für die folgenden (zwei bis drei) Interviews zu persönlichen Gesprächen mit dem Fachleiter eingeladen und letztendlich dann dem Klienten vorgestellt zu werden, der das letzte Wort bei der Einstellung haben wird. Der ganze Prozess soll normalerweise etwa sechs bis acht Wochen dauern, kann aber durch die Ferienzeit bedingt auch bis zu zwölf Wochen in Anspruch nehmen.
Supply Chain Consulting war schon immer ein Karrierewunsch von Sonja. Nun hat sie die einmalige Chance, im Rahmen des Bewerbungsprozesses (falls er denn wie geplant fortgesetzt wird) festzustellen, ob sie überhaupt die geeigneten Skills und passende Mentalität für eine Berater-Karriere mitbringt.
Nachtrag: Anthony bestätigt gerade, dass Sonja die 'second base' erreicht hat und somit in den kommenden Wochen noch zwei weitere Telefon-Interviews über sich ergehen lassen darf, in denen ihr professionelles Verhalten und Vorgehen geprüft werden wird.
Sollte sie dieses Screening auch noch überleben, darf sie darauf hoffen, für die folgenden (zwei bis drei) Interviews zu persönlichen Gesprächen mit dem Fachleiter eingeladen und letztendlich dann dem Klienten vorgestellt zu werden, der das letzte Wort bei der Einstellung haben wird. Der ganze Prozess soll normalerweise etwa sechs bis acht Wochen dauern, kann aber durch die Ferienzeit bedingt auch bis zu zwölf Wochen in Anspruch nehmen.
Supply Chain Consulting war schon immer ein Karrierewunsch von Sonja. Nun hat sie die einmalige Chance, im Rahmen des Bewerbungsprozesses (falls er denn wie geplant fortgesetzt wird) festzustellen, ob sie überhaupt die geeigneten Skills und passende Mentalität für eine Berater-Karriere mitbringt.
Nach vier Monaten (F)unemployment
Mon, Jul 20 2009 06:50 PM
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Eine Bekannte, die vor einiger Zeit aus Osteuropa immigriert war, gab Sonja kürzlich einen interessanten Tipp für die Bewerbung, denn diese erhielt ihren Job, nachdem sie ihren Lebenslauf 'gestrippt' und die Ausbildung weggelassen hattte. Dumb-down to be competitive? Hm, vielleicht sollte Sonja es auch mal mit einem Lebenslauf 'light' versuchen, wenn sie sich auf der funkionalen Ebene bewirbt.
Motiviert bleiben!
Wed, Jul 15 2009 06:45 PM
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Absage. Wieder einmal hat Sonja den Fragebogenkampf mit der Personalabteilung verloren. Besser wäre, sie könnte direkt mit den Fach-Abteilungsleitern ins Gespräch kommen... da hätte sie bestimmt mehr Chancen auf eine Anstellung...
Naja, Sonja hatte sich auch nicht wirklich Hoffnung gemacht, bei einer von Amerikanern geführten Company den richtigen Bewerbungston zu treffen. Irgendwie muss sie sich wohl für diese Spezies erst ein eigenes Persönlichkeitsprofil anlegen.
Derzeit verbringt sie übrigens mehr Zeit mit der Suche nach Motorradkleidung and Gebraucht-Motorrädern, als für die Job-Suche. Man muss schliesslich Prioritäten setzen. Apropos: Tschüss, bin jetzt Kanu-Fahren...
Naja, Sonja hatte sich auch nicht wirklich Hoffnung gemacht, bei einer von Amerikanern geführten Company den richtigen Bewerbungston zu treffen. Irgendwie muss sie sich wohl für diese Spezies erst ein eigenes Persönlichkeitsprofil anlegen.
Derzeit verbringt sie übrigens mehr Zeit mit der Suche nach Motorradkleidung and Gebraucht-Motorrädern, als für die Job-Suche. Man muss schliesslich Prioritäten setzen. Apropos: Tschüss, bin jetzt Kanu-Fahren...
Das Telefon-Interview
Tue, Jul 14 2009 06:42 PM
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Sonja erwartet einen Anruf aus Michigan, USA. Um Punkt 9 Uhr sitzt sie mit Resume, Stellenanzeige und Laptop bewaffnet am Schreibtisch, als das Handy klingelt. Zugegebenermassen ist sie ein wenig nervös, denn als Nicht-Muttersprachler bleibt das Telefongespräch eine besondere Herausforderung, da man Mimik und Gestik des Gegenübers nicht zum Verständnis hinzu ziehen kann.
Zur mentalen Vorbereitung hatte sie sich ein paar Standard-Personalfragebogen aus dem Netz herunter geladen, die Firmen-Webseite besucht, um etwas über deren Geschäftsentwicklung, Management und Firmenphilosophie zu erfahren und versucht per Google etwas über den Interviewpartner heraus zu finden. So fühlt sich Sonja dem Gespäch einigermassen gewappnet.
Die Gesprächspartnerin ist freundlich und gibt ihr einen Überblick über die Firma und den Bewerbungsprozess. Es handelt sich um ein Erstgespräch zur Pre-Qualifizierung der Kandidaten, dabei wird lediglich der Lebenslauf noch einmal besprochen und ein paar Standardfragen beantwortet.
Mitten im Telefonat geht plötzlich der Feueralarm los. Das ist doch nicht zu glauben! Soll Sonja das Interview abbrechen? Sie entscheidet sich, den den Alarm abzustellen und führt das Gespräch einfach weiter. Es ist wahrscheinlich eh nur ein Test, da für heute eine Gebäude-Sicherheitsinspektion angesagt ist.
Sollte Sonja dem Anforderungsprofil entsprechen und nicht gleich mal wieder durch das Fragebogen-Raster gefallen sein, erhält sie eine Einladung zu einem zweiten, persönlichen Interview mit dem Fachabteilungsleiter. Mal sehen, wie das weiter geht.
Zur mentalen Vorbereitung hatte sie sich ein paar Standard-Personalfragebogen aus dem Netz herunter geladen, die Firmen-Webseite besucht, um etwas über deren Geschäftsentwicklung, Management und Firmenphilosophie zu erfahren und versucht per Google etwas über den Interviewpartner heraus zu finden. So fühlt sich Sonja dem Gespäch einigermassen gewappnet.
Die Gesprächspartnerin ist freundlich und gibt ihr einen Überblick über die Firma und den Bewerbungsprozess. Es handelt sich um ein Erstgespräch zur Pre-Qualifizierung der Kandidaten, dabei wird lediglich der Lebenslauf noch einmal besprochen und ein paar Standardfragen beantwortet.
Mitten im Telefonat geht plötzlich der Feueralarm los. Das ist doch nicht zu glauben! Soll Sonja das Interview abbrechen? Sie entscheidet sich, den den Alarm abzustellen und führt das Gespräch einfach weiter. Es ist wahrscheinlich eh nur ein Test, da für heute eine Gebäude-Sicherheitsinspektion angesagt ist.
Sollte Sonja dem Anforderungsprofil entsprechen und nicht gleich mal wieder durch das Fragebogen-Raster gefallen sein, erhält sie eine Einladung zu einem zweiten, persönlichen Interview mit dem Fachabteilungsleiter. Mal sehen, wie das weiter geht.
Neben-Blog
Sat, Jul 11 2009 10:14 PM
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Da wir den MagersInCanada-Blog weitgehend für gemeinsame magersche Aktivitäten erhalten wollen, hat Sonja in einem Anfall verbalen Durchfalls einen neuen Blog erstellt:
http://kanada-funemployment.blogspot.com/
Wer also an Freud und Leid einer arbeitslosen Workaholic interessiert ist, möge bitte dort vorbei schauen.
http://kanada-funemployment.blogspot.com/
Wer also an Freud und Leid einer arbeitslosen Workaholic interessiert ist, möge bitte dort vorbei schauen.
Bewerbungen und andere Aktivitäten
Thu, Jul 2 2009 06:39 PM
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Sonja's kleine Reisebedürfnisse werden mit Rücksicht auf den schwer arbeitenden Gatten (einer muss ja die Kohle 'ranbringen) auf das Wochenende gelegt. Sie freut sich über die Abwechslung und die oft aussergewöhnlichen Begegnungen mit Mensch, Tier oder Wetter, ob nun im Kananaskis um die Ecke, in Südalberta, auf einer Tour durch den Süden Saskatchewans oder bei dem Besuch unserer Freunde in California.
Bewerbungs-Update:
Weitere 37, total bisher 59 in sechs Monaten. Hierzu gab es 3 Absagen, 16 ohne regliche Reaktion, 2 zurückgezogene Anzeigen und 16 Firmen, die wenigstens den Eingang der Bewerbung bestätigt haben.
Der durchschnittliche Aufwand pro Bewerbung (Anschreiben und Lebenslauf) per email beträgt im Übrigen etwa eine Stunde. Wird eine Online-Bewerbung verlangt, kann sich der Prozess je nach Internetverbindung und Stabilität der Firmen-Webseite auch schon mal bis zu zwei Stunden hinziehen. Besonders toll ist, wenn die Verbindung abbricht, und man die Daten noch einmal von vorne eingeben muss. Als Sonja das bei einer Webseite ein zweites Mal passiert, funkt sie die Helpline an - ohne Antwort. Wenn die IT schon so ein Saftladen zu sein scheint, wie mag es dann um das Unternehmen selbst bestellt sein? Unverrichteter Dinge bricht sie den Bewerbungsprozess ab. Nun können die sehen, wie sie ohne Sonja fertig werden.
Die Online-Jobsuche und der Bewerbungsprozess, zusammen mit den Haushalt- und Fitnessaktivitäten kommen sehr wohl einem normalen Arbeitstag recht nahe. Die Zeit vergeht wie im Fluge.
Viele Stellenanzeigen haben derzeit eine Bewerbungs-Deadline von ein bis zwei Monaten. Manche Recruiter weisen sogar darauf hin, dass sie lediglich einen Bewerberpool für zukünftige Personalbedürfnisse aufstellen wollen, und gar nicht aktuell suchen. Es kann also recht lange dauern, bis man wieder etwas von seinem Bewerbungsstatus hört (wenn man denn überhaupt eine Rückantwort erhält). Man kann sich jedoch des Eindrucks nicht erwehren, dass sich derzeit gewisse Mitarbeiter der Personalabteilung aus purem Selbsterhaltungstrieb einer Beschäftigungstherapie unterziehen.
Bewerbungs-Update:
Weitere 37, total bisher 59 in sechs Monaten. Hierzu gab es 3 Absagen, 16 ohne regliche Reaktion, 2 zurückgezogene Anzeigen und 16 Firmen, die wenigstens den Eingang der Bewerbung bestätigt haben.
Der durchschnittliche Aufwand pro Bewerbung (Anschreiben und Lebenslauf) per email beträgt im Übrigen etwa eine Stunde. Wird eine Online-Bewerbung verlangt, kann sich der Prozess je nach Internetverbindung und Stabilität der Firmen-Webseite auch schon mal bis zu zwei Stunden hinziehen. Besonders toll ist, wenn die Verbindung abbricht, und man die Daten noch einmal von vorne eingeben muss. Als Sonja das bei einer Webseite ein zweites Mal passiert, funkt sie die Helpline an - ohne Antwort. Wenn die IT schon so ein Saftladen zu sein scheint, wie mag es dann um das Unternehmen selbst bestellt sein? Unverrichteter Dinge bricht sie den Bewerbungsprozess ab. Nun können die sehen, wie sie ohne Sonja fertig werden.
Die Online-Jobsuche und der Bewerbungsprozess, zusammen mit den Haushalt- und Fitnessaktivitäten kommen sehr wohl einem normalen Arbeitstag recht nahe. Die Zeit vergeht wie im Fluge.
Viele Stellenanzeigen haben derzeit eine Bewerbungs-Deadline von ein bis zwei Monaten. Manche Recruiter weisen sogar darauf hin, dass sie lediglich einen Bewerberpool für zukünftige Personalbedürfnisse aufstellen wollen, und gar nicht aktuell suchen. Es kann also recht lange dauern, bis man wieder etwas von seinem Bewerbungsstatus hört (wenn man denn überhaupt eine Rückantwort erhält). Man kann sich jedoch des Eindrucks nicht erwehren, dass sich derzeit gewisse Mitarbeiter der Personalabteilung aus purem Selbsterhaltungstrieb einer Beschäftigungstherapie unterziehen.
Erfahrungen sammeln
Fri, May 29 2009 06:30 PM
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Zwei weitere Vorstellungsgespräche liegen hinter Sonja. Bei einem Unternehmen handelt es sich um einen Personalverleiher, der sich grundsätzlich an ihren vielseitigen Kenntnissen in Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik interessiert zeigt. Wie ihr Tim mitteilt, hat er zwar keinen aktuellen Bedarf, aber will sie in seine Datei aufnehmen und hat ihr wertvolle Tipps für die weitere Jobsuche gegeben. Das war den Ausflug nach Downtown wert.
Ein anderer Termin kommt durch Internet-Connections zustande, und es hat sie sehr gefreut, dass dort jemand weiter helfen wollte. Es handelt sich um einen Zulieferer der Bauindustrie, eine Branche, die Sonja interessiert und die sie noch nicht kennt.
Der Job ist wieder mal unter ihrer Qualifikation, aber so langsam wird ihr einfach langweilig und daher signalisiert sie Bereitschaft, auch eine simple Tätigkeit anzunehmen. Das Gespräch fand sogar in deutscher Sprache statt, doch letztendlich scheinen die Entscheider leider nicht vor Ort zu sitzen. Daher wird ein zweites Gespräch mit der Personalverwaltung im Osten vereinbart.
Nachtrag: Das etwa einstündige Telefon-Interview verläuft nach Schema F, und Sonja erhält den Eindruck, dass dort jemand einen Fragebogen abarbeitet. Sie bin enttäuscht und hat das Gefühl, dass sie ihre Zeit verschwendet. Das wird also nichts. Am 19. Juni erhält sie erwartungsgemäss eine Absage.
Ein anderer Termin kommt durch Internet-Connections zustande, und es hat sie sehr gefreut, dass dort jemand weiter helfen wollte. Es handelt sich um einen Zulieferer der Bauindustrie, eine Branche, die Sonja interessiert und die sie noch nicht kennt.
Der Job ist wieder mal unter ihrer Qualifikation, aber so langsam wird ihr einfach langweilig und daher signalisiert sie Bereitschaft, auch eine simple Tätigkeit anzunehmen. Das Gespräch fand sogar in deutscher Sprache statt, doch letztendlich scheinen die Entscheider leider nicht vor Ort zu sitzen. Daher wird ein zweites Gespräch mit der Personalverwaltung im Osten vereinbart.
Nachtrag: Das etwa einstündige Telefon-Interview verläuft nach Schema F, und Sonja erhält den Eindruck, dass dort jemand einen Fragebogen abarbeitet. Sie bin enttäuscht und hat das Gefühl, dass sie ihre Zeit verschwendet. Das wird also nichts. Am 19. Juni erhält sie erwartungsgemäss eine Absage.
Nach zwei Monaten (F)unemployment
Wed, May 20 2009 06:26 PM
| Arbeiten
Das schlechte Gewissen hat sich beruhigt, schliesslich tut frau was sie kann, um den Gatten bei Laune zu halten und sich um eine neue Anstellung (wenn auch bisher ohne grossen Erfolg) zu bemühen.
Beruf Lebenspartnerin und Hausfrau? DAS geht gar nicht, oder jedenfalls nur vorübergehend. Für jemanden (wie Sonja), die seit einem Vierteljahrhundert auf der Karriereleiter herum gekrabbelt ist, für die tägliche Arbeitszeiten von 10 bis 12 Stunden normal waren, die neben der Arbeit studiert, den Haushalt (mehr schlecht als recht) geschmissen und sogar noch ein (mehr oder weniger) funktionierendes Sozialleben geführt hat, bleibt Arbeitslosigkeit eine Strafe, und sie wartet auf ihre Begnadigung, bzw. die Rückkehr an den Schreibtisch.
Beruf Lebenspartnerin und Hausfrau? DAS geht gar nicht, oder jedenfalls nur vorübergehend. Für jemanden (wie Sonja), die seit einem Vierteljahrhundert auf der Karriereleiter herum gekrabbelt ist, für die tägliche Arbeitszeiten von 10 bis 12 Stunden normal waren, die neben der Arbeit studiert, den Haushalt (mehr schlecht als recht) geschmissen und sogar noch ein (mehr oder weniger) funktionierendes Sozialleben geführt hat, bleibt Arbeitslosigkeit eine Strafe, und sie wartet auf ihre Begnadigung, bzw. die Rückkehr an den Schreibtisch.
Vereinsmeierei
Tue, May 5 2009 06:23 PM
| Arbeiten
Immer wieder wird bei den Bewerbungsabfragen nach Berufs-, Chapter- oder sonstiger Vereinszugehörigkeit gefragt. So hat sich Sonja entschlossen, bei APICS Mitglied zu werden und dem lokalen Chapter beizutreten. Es handelt sich hier um eine Gesellschaft für Operations- Management, die u.a. auch über interessante (für Mitglieder verbilligte) Weiterbildungsmöglichkeiten verfügt.
In den besagten Networking Communities hat sie sich auf Online-Mitgliedschaften in der globalen Beschaffung konzentiert, und somit hoffentlich ihre potentielle virtuelle Sichtbarkeit erhöht. Sonja's Vorsatz für den nächsten Monat: Reduzierung der täglichen Online-Zeit auf maximal vier Stunden.
Derzeitiger Bewerbungsstatus:
22 Bewerbungen, die meisten als Initiativbewerbungen. Zu 15 gab es überhaupt kein Feedback, von 3 Unternehmen Einladungen zu Vorstellungsgesprächen, 2 weitere Firmen lassen sie wissen, dass sie derzeit nicht einstellen, aber ihr Resume vorhalten wollten, und 2 Ablehnungen wegen mangelnder Industrie- bzw. Branchenkenntnisse.
In den besagten Networking Communities hat sie sich auf Online-Mitgliedschaften in der globalen Beschaffung konzentiert, und somit hoffentlich ihre potentielle virtuelle Sichtbarkeit erhöht. Sonja's Vorsatz für den nächsten Monat: Reduzierung der täglichen Online-Zeit auf maximal vier Stunden.
Derzeitiger Bewerbungsstatus:
22 Bewerbungen, die meisten als Initiativbewerbungen. Zu 15 gab es überhaupt kein Feedback, von 3 Unternehmen Einladungen zu Vorstellungsgesprächen, 2 weitere Firmen lassen sie wissen, dass sie derzeit nicht einstellen, aber ihr Resume vorhalten wollten, und 2 Ablehnungen wegen mangelnder Industrie- bzw. Branchenkenntnisse.
Hot Dogs? Oder Würste?
Sat, May 2 2009 07:47 AM
| Arbeiten
In Roland's Firma hat es ein kleines Grillfest gegeben aus Anlass von 90 Tagen ohne Arbeitsunfall. Dazu gab es Hamburger und Hot Dogs (kommt immer gut an). Roland hat mit geholfen, und beim Ausräumen des mit Fleisch, Salaten und Getränken gefüllten Kühlschranks hat er seinen Kollegen gefragt, ob er auch die Würste ("sausages") einpacken soll. Verwunderter Blick beim Kollegen. Roland zeigt auf die Hot-Dog-Packungen und wiederholt die Frage. Darauf der Kollege: "Das sind keine Würste, das sind Hot Dogs!" - Roland: "Aber Hot Dogs sind doch Würste!" - Kollege: "Nein, Hot Dogs sind Hot Dogs, Würste sind Würste!"
Nun entbrannte eine interessante Diskussion über dieses Thema. Die meisten Kanadier waren der Meinung, dass Hot Dogs nicht zur Familie der Würste zu rechnen sind, im Gegensatz zum Beispiel zu Bratwurst. Auch Rolands Versuch, seinen Standpunkt anhand der französischen Verpackungsbeschreibung ("saucissons") zu belegen, wurde abgeschmettert, denn "das ist ja französisch". Was wahrscheinlich bedeutet, dass Hot Dogs in Quebec Würste sind, in einigen Teilen New Brunswicks auch, im Rest von Kanada aber nicht.
Roland gibt seinen Kampf für die Würste aber so schnell nicht auf. Er hat unter Wikipedia nach geschlagen, und dort sind Hot Dogs eindeutig als Würste definiert. Er hat den link schon an seinen Kollegen geschickt. Die Diskussion wird am Montag fortgesetzt!

Nun entbrannte eine interessante Diskussion über dieses Thema. Die meisten Kanadier waren der Meinung, dass Hot Dogs nicht zur Familie der Würste zu rechnen sind, im Gegensatz zum Beispiel zu Bratwurst. Auch Rolands Versuch, seinen Standpunkt anhand der französischen Verpackungsbeschreibung ("saucissons") zu belegen, wurde abgeschmettert, denn "das ist ja französisch". Was wahrscheinlich bedeutet, dass Hot Dogs in Quebec Würste sind, in einigen Teilen New Brunswicks auch, im Rest von Kanada aber nicht.
Roland gibt seinen Kampf für die Würste aber so schnell nicht auf. Er hat unter Wikipedia nach geschlagen, und dort sind Hot Dogs eindeutig als Würste definiert. Er hat den link schon an seinen Kollegen geschickt. Die Diskussion wird am Montag fortgesetzt!

Einer von Vieren...
Thu, Apr 30 2009 07:12 PM
| Arbeiten
Die Schlagzeile im heutigen Calgary Herald bringt es auf den Punkt: Fast jeder vierte Beschäftigte in der Öl- und Gas-Service-Industrie in Alberta hat seinen Job verloren. Das deckt sich auch schon eher mit den Nachrichten aus dem Freundes- und Bekanntenkreis. Der Medienfokus lag bisher wohl eher auf der Downstream-Industrie, d.h. der Förderung fossiler Brennstoffe, und da sahen die Zahlen gar nicht so dramatisch aus. Zu keiner Zeit aber wurde der Upstream-Industrie Beachtung geschenkt, zu der sowohl Sonja's erster Arbeitgeber (Well-Servicing), als auch der letzte (Engineering, Procurement, Construction Services) zählen.
Sonja hat aus dieser Erfahrung gelernt und wird sich nun bei ihrer Jobsuche auf Unternehmen ausserhalb des Energiesektors konzentrieren. Ganz wohl war ihr in diesem Bereich sowieso nie. In Calgary ist das gar nicht so einfach, aber ein paar Branchen gibt es tatsächlich: Bankwesen, Gaststättengewerbe, Einzelhandel, Farmequipment und Consulting. Wollen wir mal hoffen, dass irgendwer ein kleines Einkäuferlein gebrauchen kann...
Sonja hat aus dieser Erfahrung gelernt und wird sich nun bei ihrer Jobsuche auf Unternehmen ausserhalb des Energiesektors konzentrieren. Ganz wohl war ihr in diesem Bereich sowieso nie. In Calgary ist das gar nicht so einfach, aber ein paar Branchen gibt es tatsächlich: Bankwesen, Gaststättengewerbe, Einzelhandel, Farmequipment und Consulting. Wollen wir mal hoffen, dass irgendwer ein kleines Einkäuferlein gebrauchen kann...
Networking
Thu, Apr 23 2009 06:21 PM
| Arbeiten
Neben der Durchsicht von Online-Stellenanzeigen, verbringt Sonja viel zu viel Zeit am Computer, um den Lebenslauf zusammen zu stellen und mich auf Networking-Seiten herumzutreiben. Ob es nun Facebook, LinkedIn oder Xing ist, ist jedermanns Geschmacksache.
Sie vertreibt sich die langen Stunden zuhause mit der Auffrischung alter Kontakte, knüpft neue Verbindungen und erhält auf diese Weise sogar einen Termin für ein Vorstellungsgespräch. Ihr ehemaliger Chef bei ihrem ersten Arbeitgeber in Calgary hat sie einem kleinen Mittelstandsunternehmen empfohlen, das einen Einkaufssachbearbeiter sucht.
So trifft sie sich also mit Rob, dessen erster Kommentar zu ihrem Lebenslauf ist, dass sie ja bereits über eine weitreichende Berufserfahrung verfüge, und daher wahrscheinlich für den verfügbaren Posten völlig überqualifiziert wäre. Sonja wäre lieber gewesen, er hätte sie das selbst beurteilen lassen. Im Verlaufe des recht kurzen Gesprächs wird ihr dann schnell klar, dass der gute Mann wohl die potentielle Konkurrenz fürchtet. Und folgerichtig erhält sie recht zügig eine Absage.
Sie vertreibt sich die langen Stunden zuhause mit der Auffrischung alter Kontakte, knüpft neue Verbindungen und erhält auf diese Weise sogar einen Termin für ein Vorstellungsgespräch. Ihr ehemaliger Chef bei ihrem ersten Arbeitgeber in Calgary hat sie einem kleinen Mittelstandsunternehmen empfohlen, das einen Einkaufssachbearbeiter sucht.
So trifft sie sich also mit Rob, dessen erster Kommentar zu ihrem Lebenslauf ist, dass sie ja bereits über eine weitreichende Berufserfahrung verfüge, und daher wahrscheinlich für den verfügbaren Posten völlig überqualifiziert wäre. Sonja wäre lieber gewesen, er hätte sie das selbst beurteilen lassen. Im Verlaufe des recht kurzen Gesprächs wird ihr dann schnell klar, dass der gute Mann wohl die potentielle Konkurrenz fürchtet. Und folgerichtig erhält sie recht zügig eine Absage.
Statistik
Wed, Apr 22 2009 11:25 AM
| Arbeiten
Hier ein Auszug aus den Arbeitslosenstatistiken im März 2009. Unter den 61.000 Arbeitnehmern (davon 15.000 in Alberta), die im März ihren (Vollzeit-)Job verloren haben, wurde auch Sonja ein Teil dieser Statistik. Kanada's Arbeitslosenquote liegt nun bei 8.0%, die höchste Quote seit sieben Jahren. Alberta ist mit 5.8% noch weit unter dem Landesdurchschnitt, doch die Entlassungswellen gehen (gerade im produzierenden Gewerbe) weiter. Die besten Chancen auf Arbeit gibt es nach wie vor in den Prärieprovinzen Saskatchewan (4.7%) und Manitoba (5.1%). In den einschlägigen Job-Suchmaschinen ist derzeit jedoch ein Wachtumstrend in den Branchen Kreditinstitute/Banken, Fastfood-Restaurants (besonders die mit dem goldenen Doppelbogen) und auch Business Analyst/Unternehmensberatung zu erkennen. Interessant.Arbeislosenstammtisch
Tue, Apr 21 2009 10:16 PM
| Arbeiten
Bisher ist es Sonja gelungen, zu einigen anderen Ex-KollegInnen Kontakt zu halten, die ebenfalls dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung gestellt wurden. Man trifft sich natürlich zur schönsten Zeit des Tages, da ja alle über ausreichend Tagesfreizeit verfügen.
Bisher hat hier keine(r) einen neuen Job in Aussicht. Diejenigen mit Migrationshintergrund haben die Gelegenheit genutzt, ihre Familien in der Heimat zu besuchen, andere machen sich auf dem Weg, und wandern in andere Provinzen (Saskatchewan, Manitoba, Ontario) ab, um dortige Arbeitsmöglichkeiten wahrzunehmen. Einige denken sogar schon über eine Rückkehr in die Heimat nach, und einer hat ein Jobangebot aus dem Oman, welches er wohl annehmen wird, auch wenn seine Familie hier in Kanada bleiben wird.
Bisher hat hier keine(r) einen neuen Job in Aussicht. Diejenigen mit Migrationshintergrund haben die Gelegenheit genutzt, ihre Familien in der Heimat zu besuchen, andere machen sich auf dem Weg, und wandern in andere Provinzen (Saskatchewan, Manitoba, Ontario) ab, um dortige Arbeitsmöglichkeiten wahrzunehmen. Einige denken sogar schon über eine Rückkehr in die Heimat nach, und einer hat ein Jobangebot aus dem Oman, welches er wohl annehmen wird, auch wenn seine Familie hier in Kanada bleiben wird.
Service Canada... Schlange stehen war gestern
Tue, Apr 14 2009 04:51 PM
| Arbeiten
Nach Sonja's Rückkehr aus der Heimat, wo es laut Berichten im Familien- und Freundeskreis auch nicht besser aussicht, beantragt sie nun offiziell Arbeitslosenunterstützung beim kanadischen Arbeitsamt. Da die bisherigen Arbeitgeber die Beiträge direkt online abgeführt hatten, hat sie die Möglichkeit, einen Zugangscode bei Service Canada anzufordern und den Antrag online zu auszufüllen. Diese PIN trifft tatsächlich innerhalb einer Woche ein.Die vergangenen Urlaubswochen werden selbstverständlich als 'abwesend' eingetragen, also gibt es auch kein Geld. Da ihr Arbeitgeber netterweise noch das Urlaubsgeld ausgezahlt hatte, bekommt sie auch die nächsten zwei Wochen noch kein Geld, da dieses als 'Einkommen' mit zur Berechnungsgrundlage gezählt wird.
In Kürze erhält sie, ohne je einen Schritt ins Arbeitsamt gemacht zu haben, alle zwei Wochen ein kleines Arbeitslosengeld, welches abhängig vom Durchschnittseinkommen der letzten 26 Wochen berechnet wird. Alle zwei Wochen ist ein Online- oder Telefonreport fällig, bei dem die Bereitschaft zur Suche und Aufnahme einer neuen Tätigkeit, bzw. Nebeneinkünfte - falls vorhanden - abgefragt wird.
Die Beiträge zur kanadischen Arbeitslosenversicherung sind sehr gering. Hat man für ein Jahr erst einmal den Höchstbetrag eingezahlt, gibt es keine weiteren Gehaltesabzüge. Der Nachteil: Egal welchen Verdienst man vorher mal hatte, maximal werden nicht mehr als 400$ die Woche ausgezahlt. Nicht viel, wenn man z.B. davon eine Miete bezahlen und eine Familie ernähren muss. Anrecht auf Pogey (Canadian Slang für Arbeitslosenunterstützung) hat hier aber jede(r), der in die Versicherung eingezahlt hat, unabhängig vom Familienstand oder Einkünften des Partners.
Beim ersten Mal tut's noch weh!
Fri, Mar 20 2009 04:48 PM
| Arbeiten
Eine letzte gemeinsame Henkersmahlzeit mit dem Chef, ein paar warme Worte, ein Dankeschön, bedauernde Blicke der Kollegen. Das Cubicle ist aufgeräumt, die Akten an die verbliebene Mannschaft verteilt. Ausloggen, Sicherheitsausweis abgeben. Das war's. Der heutige Tag geht in die Geschichte ein. Nach 25 Jahren (davon 4 Jahre in Kanada) ist Sonja zum ersten Mal unfreiwillig ‘between jobs’, wie man hier nichtssagend positiv formuliert, im Klartext: arbeitslos. Prima, dass sie für April sowieso einen Heimaturlaub geplant hat. Am 23. März fliegt sie nach Deutschland und lässt sich erstmal von Familie und Freunden verwöhnen. THINK POSITIVE!
Kleiderordnung
Tue, Mar 3 2009 02:53 PM
| Arbeiten
Beim Aufräumen ihrer Firmenunterlagen ist Sonja auf den dress code, für den sie sogar gegenzeichnen musste, gestossen: Niemals (ausser zu speziellen Events, wie Stampede oder Aktionstage) darf eine Jeans getragen werden. Zu keiner Zeit sind Tank Tops und Spaghetti Träger erlaubt, das gleiche gilt für zu tiefen Ausschnitt, rückenfreie T-Shirts, Shorts und Miniröcke. Turnschuhe und Flip Flops – verboten! Für die Herren gilt zusaetzlich: T-Shirts sind nicht gestattet und Hemden dürfen nicht über der Hose getragen werden oder aus der Hose hängen. Barfuss laufen geht schon mal gar nicht und Tattoos und Piercings (ausser Ohrringen) sind inakzeptabel. Diese Regeln werden sehr ernst genommen, denn es sind tatsächlich schon MitarbeiterInnen zum Umziehen nach Hause geschickt worden. Keine Regeln gibt es dagegen für die Kollegen, die zwar der Kleiderordnung folgen, aber während der ganzen Woche jeden Tag das gleiche anhaben... yuck!
Survival Guide für Arbeitslose
Fri, Feb 27 2009 04:46 PM
| Arbeiten
Auch wenn Sonja viele Jahre Erfahrung im Beruf gesammelt hat, Arbeitslosigkeit ist neu und ungewohnt für sie und kratzt am Ego. Um nicht in die Spirale von Frustration und Depression abzurutschen, hat sie sich also ein paar Grundregeln zurecht gelegt:
1. Abstand gewinnen und erstmal auf Reisen gehen.
2. Arbeitslosengeld beantragen.
3. Routine aufrecht erhalten und einem Tagesplan folgen: morgens mit dem Gatten aufstehen, 2h Haushalt, max. 4h Internet, 3h Aktivitäten ohne elektronische Medien wie z.B. Leute treffen, Lesen oder Sport.
4. Lebenslauf auf den aktuellen Stand bringen.
5. Netzwerk auf- und ausbauen und mit Ex-Kollegen, Ex-Chefs und Geschäftspartnern in Kontakt bleiben, um ggfs. auf Referenzen zurück greifen zu können.
6. Kosten analysieren und falls nötig Sparmassnahmen ergreifen.
7. Etwas Neues ausprobieren oder lernen, falls es das Budget zulässt.
Das Leben geht weiter, hauptsache frau ist gesund und der Gatte hat Arbeit. Aber sag' das mal einer Workaholic.
1. Abstand gewinnen und erstmal auf Reisen gehen.
2. Arbeitslosengeld beantragen.
3. Routine aufrecht erhalten und einem Tagesplan folgen: morgens mit dem Gatten aufstehen, 2h Haushalt, max. 4h Internet, 3h Aktivitäten ohne elektronische Medien wie z.B. Leute treffen, Lesen oder Sport.
4. Lebenslauf auf den aktuellen Stand bringen.
5. Netzwerk auf- und ausbauen und mit Ex-Kollegen, Ex-Chefs und Geschäftspartnern in Kontakt bleiben, um ggfs. auf Referenzen zurück greifen zu können.
6. Kosten analysieren und falls nötig Sparmassnahmen ergreifen.
7. Etwas Neues ausprobieren oder lernen, falls es das Budget zulässt.
Das Leben geht weiter, hauptsache frau ist gesund und der Gatte hat Arbeit. Aber sag' das mal einer Workaholic.
Vertreibung aus dem (Arbeits-)Paradies
Tue, Feb 17 2009 06:29 PM
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Wenn's am schönsten ist, soll man gehen, oder wie in diesem Falle: muss frau gehen. Ganz unerwartet kommt die Entlassung ja nicht. Seitdem das Projekt auf Eis liegt, haben auch die letzten drei Einkäuferlein nicht wirklich noch etwas zu tun, und dementsprechend sind heute wieder Pink Slips (die übrigens weiss waren) verteilt worden.
Also wird sich Sonja wohl ab April 2009 - zum ersten Mal in ihrem 25-jährigen Berufsleben - arbeitslos melden müssen. Schade! Das war mal ein Job, in dem wirklich alles gestimmt hat: das Unternehmen, der Chef, die KollegInnen, das Umfeld und sogar die Tätigkeit selbst. War ja klar, dass diese heile Arbeitswelt nicht lange Bestand haben konnte. So beenden wir dieses Posting mit einer weiteren Platitüde: Wenn sich eine Tür vor uns schliesst, öffnet sich eine andere. Hoffen wir mal, dass es sich dabei um die Eingangstür eines neuen Arbeitgebers handeln wird.
Also wird sich Sonja wohl ab April 2009 - zum ersten Mal in ihrem 25-jährigen Berufsleben - arbeitslos melden müssen. Schade! Das war mal ein Job, in dem wirklich alles gestimmt hat: das Unternehmen, der Chef, die KollegInnen, das Umfeld und sogar die Tätigkeit selbst. War ja klar, dass diese heile Arbeitswelt nicht lange Bestand haben konnte. So beenden wir dieses Posting mit einer weiteren Platitüde: Wenn sich eine Tür vor uns schliesst, öffnet sich eine andere. Hoffen wir mal, dass es sich dabei um die Eingangstür eines neuen Arbeitgebers handeln wird.
Kündigung oder: Sonja gets the boot
Tue, Feb 17 2009 04:35 PM
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Da glaubt man nun, dass man für einen soliden Arbeitgeber mit Langzeitprojekten arbeitet, und stoppt der Kunde sein Milliardenprojekt und so eine Entscheidung kostet mal eben einige tausend Arbeitnehmer den Job.
Die erste Kündigungswelle rollt bereits im Dezember letzten Jahres an, eine zweite schwemmt im Januar diesen Jahres die nächsten Kandidaten auf die Strasse, gefolgt von einer (wie man sagte 'letzten') Entlassungswelle im Februar. Falsch gedacht, im März geht es weiter und diesmal ist Sonja auch mittendrin, statt nur dabei.
Man erhält eine Email, sich um eine bestimmte Zeit im Besprechungszimmer einzufinden, um das entsprechende Schreiben entgegenzunehmen und den Erhalt abzuzeichnen. Die Überschrift der Nachricht lautet übrigens: Wg. Weiterbeschäftigung. Da hat wohl jemand Sinn für Ironie.
Eins muss man der Firma lassen, die Kündigungsfrist beträgt vier Wochen, im Vergleich mit anderen Unternehmen recht kulant, denn oft passiert es, dass die Kandidaten bei Entlassung direkt einpacken mussten und ohne die Möglichkeit, sich verabschieden zu können, vom Firmengelände geführt wurden. Wenn Sonja zu dem Zeitpunkt gewusst hätte, wie qualvoll langsam (mangels Arbeit) diese Zeit vorbei gehen würde, hätte sie wahrscheinlich auch um eine schnellere 'Exekution' gebeten.
Die erste Kündigungswelle rollt bereits im Dezember letzten Jahres an, eine zweite schwemmt im Januar diesen Jahres die nächsten Kandidaten auf die Strasse, gefolgt von einer (wie man sagte 'letzten') Entlassungswelle im Februar. Falsch gedacht, im März geht es weiter und diesmal ist Sonja auch mittendrin, statt nur dabei.
Man erhält eine Email, sich um eine bestimmte Zeit im Besprechungszimmer einzufinden, um das entsprechende Schreiben entgegenzunehmen und den Erhalt abzuzeichnen. Die Überschrift der Nachricht lautet übrigens: Wg. Weiterbeschäftigung. Da hat wohl jemand Sinn für Ironie.
Eins muss man der Firma lassen, die Kündigungsfrist beträgt vier Wochen, im Vergleich mit anderen Unternehmen recht kulant, denn oft passiert es, dass die Kandidaten bei Entlassung direkt einpacken mussten und ohne die Möglichkeit, sich verabschieden zu können, vom Firmengelände geführt wurden. Wenn Sonja zu dem Zeitpunkt gewusst hätte, wie qualvoll langsam (mangels Arbeit) diese Zeit vorbei gehen würde, hätte sie wahrscheinlich auch um eine schnellere 'Exekution' gebeten.
Schluss. Aus. Ende.
Fri, Feb 13 2009 12:09 PM
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In dieser Woche veranstalteten wir im Aufrag unseres Klienten in den Lieferantengesprächen juristische Wortspiele um die Themen Reduzierung, Annullierung, Stornierung und Terminierung. Das macht wirklich keinen Spass! Einziger Lichtblick ist die Aussicht auf ein langes Wochenende. Heute ist für Sonja ein DDO (designated day off) und Montag ist Family Day. Viel Zeit, die angestauten Aggressionen bei einem vorgezogenen Frühjahrsputz loszuwerden...
Da war'n es nur noch Drei
Wed, Feb 4 2009 05:58 PM
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Diese Woche ist die Kündigungswelle für März eingeläutet worden. Die Abteilung schrumpft weiter... Die Einkäufer (in Sonja's Company) sind derzeit haupsächlich mit Terminverschiebungen, Stornierungen, Aus- und Umlagerung von Halb- und Fertigwaren und Schadensbegrenzung im Allgemeinen beschäftigt. Langsam wird die Luft dünn.
Die Arbeitslosenzahlen in Alberta steigen (wenn auch moderat) weiter. Im Januar wurden 5,700 Stellen gestrichen, die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 4,4%, in Calgary selbst bei 4,1%. Im Vergleich zu anderen Provinzen stehen die Chancen, einen anderen Job zu finden, augenscheinlich noch ganz gut.
Die Arbeitslosenzahlen in Alberta steigen (wenn auch moderat) weiter. Im Januar wurden 5,700 Stellen gestrichen, die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 4,4%, in Calgary selbst bei 4,1%. Im Vergleich zu anderen Provinzen stehen die Chancen, einen anderen Job zu finden, augenscheinlich noch ganz gut.
Wieder Wochenende!
Fri, Jan 23 2009 05:53 PM
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Ein Wochenende hat man ja nur, wenn man (noch) arbeitet. Das aktuelle Foto zeigt ein Einkäuferlein in seiner natürlichen Umgebung. Links der I-Pott (gemeint ist die orangene Kaffeetasse), im Hintergrund ein gerahmter "Good Job" Award. Um den Hals nicht etwa eine Leine, sondern der Firmenausweis. Der entspannte Gesichtsausdruck lässt den Schluss zu, der Kündigungswelle für Februar noch mal entkommen zu sein. Vorsichtshalber hat aber das ganze verbliebene Team noch Lotterietickets für kommenden Samstag besorgt, denn es sind 42 Mio $ im Topf.
Pink Slipped!
Tue, Dec 2 2008 06:05 PM
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Was sich in Deutschland über Monate hingezogen hätte, geht hier in Kanada ganz schnell: Die Anpassung der Unternehmensgrösse and die derzeitigen Marktverhältnisse. Auftragsrückgang und Baustopp haben gestern für eine Entlassungswelle in Sonja's Company gesorgt. Neun kleine Einkäuferlein gehörten vormals zur Abteilung, und seid gestern sind es nur noch sechs, denn drei KollegInnen haben ihren Pink Slip bekommen. Alle waren geschockt, und entsprechend war die Stimmung heute im Keller. Entgegen sonstiger Gepflogenheiten hat die Firma den Betroffenen wenigstens sechs Wochen Kündigungsfrist gewährt (normal sind zwei Wochen). Ist das der Anfang vom Ende...?
MitarbeiterIn des Monats
Wed, Nov 19 2008 05:54 PM
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Nichtsahnend, dass es die Firma mit dem ur-amerikanischen Ritual der Belobigung verdienter MitarbeiterInnen sehr ernst meint, hatte Sonja einen kleinen Sonderauftrag ausserhalb ihres normalen Arbeitsumfangs übernommen. Anschliessend gab es ein 'Good Job!' vom Chef und das war's... dachte sie. Ein paar Tage später hat sich dann das Management im Rahmen des Abteilungs-Meetings mit einer gerahmten Danksagungsurkunde und einem Geschenkgutschein für den besonderen Einsatz bedankt. Da machen die Sonderaufgaben doch gleich noch mehr Spass.
Congrats!
Wed, Nov 12 2008 08:42 PM
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In Sonja's Firma gab es in dieser Woche anlässlich des 25-jährigen Firmenjubiläums eine gross angelegte Multimedia-Präsentation mit Konferenzschaltung zu allen Sateliten-Büros und Zweigstellen. Leger gekleidete, hochrangige Vertreter des Managements (sicher bei Steve Jobs abgekupfert), ausgestattet mit Head-Set Mikrofonen, gaben einen Rückblick auf 2008 ("Good Job!") und stellten dann die (nicht so tollen) Aussichten für das Jahr 2009 vor. Nebenbei gab es (natürlich) wieder etwas zu essen.
In der alten Welt hat man für Traditionsunternehmen gearbeitet, die bereits ihr 125-jähriges oder 100-jähriges Jubiläum hinter sich bringen durften, doch im jungen Nordamerika sind 25 Jahre bereits eine verdammt lange Zeit, und das wird auch entsprechend zelebriert.
In der alten Welt hat man für Traditionsunternehmen gearbeitet, die bereits ihr 125-jähriges oder 100-jähriges Jubiläum hinter sich bringen durften, doch im jungen Nordamerika sind 25 Jahre bereits eine verdammt lange Zeit, und das wird auch entsprechend zelebriert.
Wie gewonnen, so zeronnen?
Tue, Oct 28 2008 06:54 PM
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Die Kapriolen des Ölpreises wirken sich bereits auf die anhängenden Industrien aus. Während sich der eine über sinkende Rohmaterialpreise freut und das Tanken endlich wieder Spass macht, werden anderswo Projekte verschoben oder gestrichen und Budgets gekürzt. Konkret ist ab kommender Woche Sonja's Kollege, dessen Arbeit sie übernommen hat, wieder zurück im Team, da sein neues Projekt auf Eis gelegt wurde. Mal sehen, was da noch so passiert. Zur Erinnerung: die Kündigungsfristen in Kanada betragen zwei Wochen... Liebes SAMS! Komm' bitte zurück und lass' uns eventuell doch ein paar Wunschpunkte da.
Another Day in (Cubicle) Paradise
Fri, Oct 17 2008 07:29 PM
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Der Blog-Titel wurde bei Dilbert, dem Sinnbild aller Cubicle Dwellers (Bürozellenbewohner) abgekupfert.
Nachdem Sonja nun in ihre neue (entgültige) Bürozelle umgezogen ist, hat man bei ihr zunächst ein "ergonomic assessment" durchgeführt, d.h. Tisch, Stuhl, Computer und Licht wurden ergonomisch an die persönlichen Bedürfnisse angepasst. Man (frau) soll es eben so gemütlich wie möglich haben. Gratis gab es dazu noch eine Liste für die Cubicle Etikette und Fitnessübungen.
Die wichtigsten Zellen-Regeln sind u.a.:
Warte auf die Erlaubnis des Bewohners, bevor Du eine Bürozelle betrittst.
Don't "prairie-dog", d.h. schau nicht einfach über den Rand und mach' auf Kilroy.
Sperre den Computer und schliesse sensible Akten bei Verlassen der Zelle weg.
Nix anpacken! Als Zellen-Gast nichts benutzen oder wegnehmen.
Sprich mit Deiner "Bibliothek-Stimme". Stelle Telefon und Handy leise oder auf Vibration.
Denke daran, dass die Nachbarn mithören können.
Unterhalte Dich nicht über mehrere Cubicles hinweg.
Höre Musik nur über Kopfhörer.
Nicht Schlürfen, Kaugummiblasen oder andere Ess-Nebengeräusche erzeugen. Wegen möglicher Geruchsbelästigung der Nachbarn besser gar nicht in der Bürozelle essen.
Apropos essen:
Für Sonja's leibliches Wohl wurde heute auch mal wieder gesorgt. Im Rahmen einer Spendenaktion wurde der heutige Tag zum PINK SHIRT DAY erklärt. Für alle TrägerInnen (und das waren etwa 2/3 aller Mitarbeiter) eines pinken Oberteils gab es schon mal eine Tüte pinkfarbener M&Ms. Man erwarb Coupons für das von der Firma gesponserte Oktoberfest, die im Casino (Kantine wäre zu profan) gegen Sauerkraut mit Würstchen oder Rouladen und (alkoholfreie) Getränke eingetauscht werden konnten.
Demnächst gibt es dann den JEANS DAY. Da kann man für eine Spende die ganze Woche in Jeans herumlaufen. Für jemanden, der sonst in Kostüm oder Anzug herumlaufen muss, klingt das mächtig verlockend!
Ausserdem Sonja inzwischen das vorgeschriebene CSTS Training der Alberta Construction & Safety Association zu Arbeitsschutz und -sicherheit mit Erfolg bestanden und darf sich nun auch auf Baustellen herumtreiben. Die Begeisterung hält sich noch in Grenzen, da besagte Baustelle etwa 800km weiter im Norden liegt.
Warte auf die Erlaubnis des Bewohners, bevor Du eine Bürozelle betrittst.
Don't "prairie-dog", d.h. schau nicht einfach über den Rand und mach' auf Kilroy.
Sperre den Computer und schliesse sensible Akten bei Verlassen der Zelle weg.
Nix anpacken! Als Zellen-Gast nichts benutzen oder wegnehmen.
Sprich mit Deiner "Bibliothek-Stimme". Stelle Telefon und Handy leise oder auf Vibration.
Denke daran, dass die Nachbarn mithören können.
Unterhalte Dich nicht über mehrere Cubicles hinweg.
Höre Musik nur über Kopfhörer.
Nicht Schlürfen, Kaugummiblasen oder andere Ess-Nebengeräusche erzeugen. Wegen möglicher Geruchsbelästigung der Nachbarn besser gar nicht in der Bürozelle essen.
Apropos essen:
Für Sonja's leibliches Wohl wurde heute auch mal wieder gesorgt. Im Rahmen einer Spendenaktion wurde der heutige Tag zum PINK SHIRT DAY erklärt. Für alle TrägerInnen (und das waren etwa 2/3 aller Mitarbeiter) eines pinken Oberteils gab es schon mal eine Tüte pinkfarbener M&Ms. Man erwarb Coupons für das von der Firma gesponserte Oktoberfest, die im Casino (Kantine wäre zu profan) gegen Sauerkraut mit Würstchen oder Rouladen und (alkoholfreie) Getränke eingetauscht werden konnten.
Demnächst gibt es dann den JEANS DAY. Da kann man für eine Spende die ganze Woche in Jeans herumlaufen. Für jemanden, der sonst in Kostüm oder Anzug herumlaufen muss, klingt das mächtig verlockend!
Ausserdem Sonja inzwischen das vorgeschriebene CSTS Training der Alberta Construction & Safety Association zu Arbeitsschutz und -sicherheit mit Erfolg bestanden und darf sich nun auch auf Baustellen herumtreiben. Die Begeisterung hält sich noch in Grenzen, da besagte Baustelle etwa 800km weiter im Norden liegt.
Rollin'
Mon, Sep 29 2008 07:01 PM
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Wenn das so weitergeht..., dann kann sich Sonja demnächst von und zur Arbeit rollen. Denn nach dem Cupcake Day am Donnerstag gab es am Freitag ein Meeting mit Produkten einer namhaften Donut-Kette, und heute wurde zum Projektfrühstück mit Zimtschnecken und Obstsalat geladen. Morgen ist Quartals-Report, dann gibt es auch noch warmes Mittagsbuffet. Gottseidank sponsort die Firma gleichzeitig die Mitgliedschaft in einem Fitness-Club. Anders wäre das Ernährungsüberangebot auch gar nicht mehr zu kompensieren.
Happy Cup Cake Day
Thu, Sep 25 2008 06:41 PM
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Heute wurden bei Sonja's neuem Arbeitgeber die September-Geburtstage aller Projektmitarbeiter gefeiert. Es gab cupcakes in zig verschiedenen Sorten, und es lag eine Liste der Geburtstags-'Kinder' aus, zu deren Ehren diese Veranstaltung stattfand. Eine nette Geste der Company, so wird keiner vergessen, und es bietet eine gute Gelegenheit, mal ein paar KollegInnen etwas näher kennen zu lernen.
Zurück im richtigen (Arbeits-)Leben
Mon, Sep 15 2008 06:44 PM
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Sonja's erster Tag in der neuen Firma beeindruckte und überwältigte mit viel Papierkram, einer Multimedia Unternehmenspräsentation, einem Video zur Unfallverhütung und diversen Powerpoint-Präsentationen verschiedener Redner in der Hauptverwaltung. Die ganze Veranstaltung lief präzise wie ein schweizer Uhrwerk ab, war hervorragend geplant und professionell durchgeführt. Wow! Am frühen Nachmittag wurden die etwa zwanzig TeilnehmerInnen dieser Employee Orientation dann im firmeneigenen Shuttlebus zu ihren entgültigen Bestimmungsorten chauffiert, dort für den Sicherheitsausweis fotografiert und den Team-KollegInnen vorgestellt, herumgeführt und schliesslich mit einem grossen Stapel Lesematerial (Arbeitsanweisungen, Richtlinien, Bedienungsanleitungen usw.) erst einmal allein gelassen. Völlig unvorbereitet wurde Sonja dann um 15 Uhr in ihr erstes Projektmeeting berufen, aber dankenswerterweise hat man noch nicht mit irgendeinem Beitrag gerechnet. Puh! Für die kommenden Tage sind noch Schulungen für das firmeneigene Computersystem, Sicherheitstraining (nötig für Baustellenbesuche) und Firmenpolitik bzw. -ethik angesetzt. Nach drei Wochen Training und Einführung in die Materie soll sie dann ihren entgültigen Job als Einkaufsspezialistin beginnen. Uff... was für ein Start.Einzig erkennbarer Nachteil bisher: es gibt einen Dress-Code, d.h. Jeans sind nicht erlaubt.
Update zur Jobsuche
Sun, Sep 7 2008 07:35 PM
| Arbeiten
So, und für alle, die sich darüber Gedanken gemacht haben, dass Sonja derzeit ja arbeitslos ist und sich vielleicht ganz schnell langweilen könnte... Kurz vor dem Urlaub hatte sie noch zwei Vorstellungsgespräche, bekam zwischenzeitlich zwei Jobangebote und hat sich bereits für eines entschieden, daher auch das verstärkte Bedürfnis nach dem Inter-Netz. Ab dem 15. September wird sie bei einem weltweit tätigen EPC (Engineering-Procurement-Construction) Unternehmen als Purchasing Specialist anfangen, und hofft, dass der neue Job neben besserem Verdienst, mehr Urlaub und vorteilhafteren Benefits auch noch ein wenig Spass bringen wird.
Between Jobs
Fri, Aug 22 2008 07:38 PM
| Arbeiten
Sonja hatte heute ihren letzten Arbeitstag und ist nun "zwischen zwei Anstellungen", also auf gut Deutsch: arbeitslos. Nach drei Jahren war es an der Zeit, sich nach einer neuen Herausforderung umzusehen, und davon gibt es im boomenden Calgary ja genügend. Aber erstmal wollen wir (mal wieder) Urlaub machen, um die Arbeit kann man sich auch danach noch kümmern.Der offiziellen Verabschiedung durch die Geschäftsleitung mit einem Mittagessen im Deerfoot Casino folgte noch die Einladung von ihrem Team zu einer herzlichen Abschiedsfeier bei philippinischen Leckereien im Seven Seas. Die Kollegen haben einem den Abschied wirklich schwer gemacht.
Stampede Lunch
Fri, Jul 4 2008 05:47 PM
| Arbeiten

Wie jedes Jahr gab es in Roland's Firma wieder ein Stampede Lunch, bei dieser Gelegenheit werden dann auch die Familienmitglieder, Freunde, Kunden und Lieferanten eingeladen. So fanden sich auf dem Parkplatz der Company über hundert Gäste plus Kinder ein und hatten einen wunderschönen Tag. Wie bei solchen Festen üblich, gab es Burger (waren tatsächlich gut!), aber auch Hotdogs, italienische Würstchen und Chicken-Burger. Dazu einen Dunk-Tank, eine Hüpfburg, Gesichtsmaler, Tombola und, und, und. Wirklich toll organisiert und durchgeführt! Alle hatten einen Riesenspass und kommen bestimmt beim nächsten Mal wieder!








Karriereaussichten in Calgary
Sat, Apr 5 2008 11:21 AM
| Arbeiten
Dieser Bericht des Calgary Economic Development gibt einen Einblick in die zukünftige Entwicklung des Arbeitsmarktes der Region wieder. Besonders interessant für uns persönlich sind natürlich die Aussichten im Logistik-Sektor. Wenn wir diesem Report Glauben schenken dürfen, wird es uns wohl in den nächsten zehn Jahren hier nicht langweilig werden...
Pulling a P.
Fri, Feb 15 2008 06:56 PM
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Es war einmal vor langer Zeit im fernen Heimatland… da gab es in unserer beruflichen Vergangenheit einen Vorgesetzten, der von uns sehr geschätzt wurde und von dem wir viel gelernt haben, der aber eine nicht immer ganz einfache Persönlichkeit besass. Mit ihm geführte Diskussionen endeten oft mit der eigenen Schlussfolgerung, dass man für den Job eigentlich viel zu blöd ist, denn der Mann war einem nicht nur geistig immer drei Schritte voraus (was die Kommunikation und das Verständnis für die Sache schon einmal verkomplizieren konnte), sondern behielt mit seinen Aussagen auch noch (fast) immer Recht.
Unsere heutige Zusammenarbeit mit kanadischen KollegInnen erinnert uns manchmal an diese Zeiten, mit dem Unterschied, dass wir uns heute schon mal in der Situation wieder finden, in der unser Ex-Chef damals war. Und wenn denn einer dieser Tage damit endet, dass wir unsere werten KollegInnen mit ihrer Unfähigkeit konfrontieren, an der Vermittlung von Sachverhalten verzweifeln oder unsere Mitarbeiter auf wiederholte Fehler aufmerksam machen müssen, mit der Aufforderung diese doch bitte abzustellen, dann sprechen wir davon, “einen P.” gemacht zu haben…
Aufgrund des uns wohl angeborenen autoritären Tonfalls endet dieses dann so manches Mal vor dem Personalchef oder sogar vorm Geschäftsführer, da sich die harmoniebedürftigen Eingeborenen gern über den Stil der Ausübung konstruktiver Kritik beschweren. Bloody arrogant German Jerks we are! Und wer ist schuld? Herr P. natürlich!
Bei dieser Gelegenheit senden wir herzliche Grüsse nach Aachen!
Unsere heutige Zusammenarbeit mit kanadischen KollegInnen erinnert uns manchmal an diese Zeiten, mit dem Unterschied, dass wir uns heute schon mal in der Situation wieder finden, in der unser Ex-Chef damals war. Und wenn denn einer dieser Tage damit endet, dass wir unsere werten KollegInnen mit ihrer Unfähigkeit konfrontieren, an der Vermittlung von Sachverhalten verzweifeln oder unsere Mitarbeiter auf wiederholte Fehler aufmerksam machen müssen, mit der Aufforderung diese doch bitte abzustellen, dann sprechen wir davon, “einen P.” gemacht zu haben…
Aufgrund des uns wohl angeborenen autoritären Tonfalls endet dieses dann so manches Mal vor dem Personalchef oder sogar vorm Geschäftsführer, da sich die harmoniebedürftigen Eingeborenen gern über den Stil der Ausübung konstruktiver Kritik beschweren. Bloody arrogant German Jerks we are! Und wer ist schuld? Herr P. natürlich!
Bei dieser Gelegenheit senden wir herzliche Grüsse nach Aachen!
Berufliche Neuorientierung?
Sun, Feb 3 2008 11:41 AM
| Arbeiten
Wenn der Job zu langweilig, nicht gut genug bezahlt oder die Arbeitslast zu schwer wird, besucht man eine der einschlägigen Jobmessen, stellt seinen Lebenslauf ins Internet oder bewirbt sich aktiv selbst. Vorstellungsgespräche lassen meist nicht lange auf sich warten, und es können sich oft interessante Möglichkeiten eröffnen. Eine dieser Optionen warb im besonderen damit, dass man arbeiten kann wann, wie lange und wo man möchte. Quasi selbstständig, aber ohne die damit verbundenen Nachteile. Für Kundenacquise, Abrechnung, Krankenversicherung und andere Benefits ist gesorgt. Das verlockende Jobangebot flatterte ins Haus und liess einen schon schwach werden... die Papiere waren schon fast unterschrieben, als der potentielle Arbeitgeber anfing, Referenzen einzuholen (thanks for your support, Michal), unter anderem auch beim derzeitigen Arbeitgeber. Dieser machte darauf hin sofort ein Gegenangebot: Gehaltserhöhung, mehr Urlaub und die Zusage auf mehr Mitarbeiter. Wer kann dazu schon Nein sagen. Zwei neue Kollegen sind bereits eingestellt, die Lohnverbesserung gab es direkt mit der nächsten Abrechnung und der Urlaub wird für Deutschland verplant. Ein Arbeitgeberwechsel ist somit erst einmal aufgeschoben...
Alle Jahre wieder
Sun, Oct 21 2007 09:54 AM
| Arbeiten
... ist Inventur-Zeit in Sonja's Company. Obwohl die Belegschaft aus immerhin fast 50 Mitarbeitern besteht, waren Freiwillige doch eher in der Minderheit, so dass hier die Unterstützung der kaufmännischen Belegschaft gefordert war (und gemeint ist GEFORDERT, denn es handelte sich hier um eine Pflichtveranstaltung). So versammelte sich denn am Samstag um 7 Uhr morgens das Management (nebst einiger rekrutierter Familienmitglieder: auch Roland war dabei) und wartete auf die Befehle des des gerade neu ernannten Materials Managers. Wer konnte das sein? Sonja natürlich, die erstmal statt eines gezwitscherten "Good Morning, Sir" den Boss anpfiff, wo denn Kaffee und Donuts für die Mannschaft seien. Er zog dann tatsächlich noch einmal los und besorgte uns den Tim Hortons's Fix, wie sich dass für eine ordentliche kanadische Inventurverantaltung gehört. Der phillipinische Warehouse Manager hatte bereits einen tollen Job hingelegt und das Lager tip top aufgeräumt, so dass das Zählen schon fast ein Vergnügen war. Die Kanadier waren heute eindeutig mal wieder in der Minderheit. Das internationale Zählteam bestand aus einem Philipino, einem Koreaner, einem Chinesen, fünf Deutschen und sechs Kanadiern. Fahrplangemäss um Punkt 16 Uhr war die Inventur erledigt. Am Ende des Tages fragte Sonja's Boss, ob er nicht noch mehr Deutsche einstellen sollte... warum nur? Die Auswertung wird natürlich heute erledigt, schliesslich soll die Firma am Montag ja wieder arbeitsfähig sein...
Yaba (Yet Another Bloody Acronym)
Sun, Oct 7 2007 03:26 PM
| Arbeiten
Im Umgang mit britischen Kollegen ist es uns nie so extrem aufgefallen, im kanadischen Sprachgebrauch um so mehr… der Aküfi. Täglich ist man umgeben von MPS, MOQ, PPV, ECR, SOD, GL und so weiter... http://www.abbreviations.com/ hilft dann bei der Sprachverwirrung schon mal auf die Schnelle weiter.
Union Avoidance Training
Thu, May 31 2007 06:53 PM
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... heisst übersetzt so viel wie Training für Manager, um zu verhindern, dass Mitarbeiter in die Gewerkschaft eintreten, und an einem solchen hat Roland am Dienstag teil genommen. Nicht, dass Gewerkschaften eine "Gefahr" in Alberta darstellen würden (im Gegensatz zu BC gibt es sie hier kaum), aber der Mutterkonzern in Houston hat einen Trainer zu allen nordamerikanischen Standorten geschickt, und der war jetzt also in Calgary. Der gute Mann hat bereits 14 Bücher geschrieben, anscheinend alle zum selben Thema und wahrscheinlich auch alle mit dem selben Inhalt: die Gewerkschaft als Untergang des Abendlandes. Roland konnte die ganze Sache auf jeden Fall nicht ganz ernst nehmen: zum einen, weil der Bursche eher als Stand-Up Comedian taugte (er war zum Teil wirklich lustig), zum anderen, weil er so offensichtlich aus anderen Büchern und Führungsseminaren geklaut hat, dass es schon fast an Plagiat grenzte. Wie auch immer, den Leuten hat's gefallen, und von den Zuhörern wird bestimmt niemand in eine Gewerkschaft eintreten. Versprochen!
Kein Cubicle!
Mon, Oct 9 2006 09:11 PM
| Arbeiten
Was eignet sich besser, als an einem Feiertag (T-Day) an die Arbeit zu denken. Im Gegensatz zu einigen Bekannten sind wir nämlich beide in der glücklichen Lage, über 'echte' Büros mit Fenstern zu verfügen. Nichts hätte uns mehr Grauen verursacht, als in diesen kleinen quadratischen Kästen, genannt cubicles, zu vegetieren, ohne natürliches Licht und bei permanenter Geräuschkulisse. Bei größeren Firmen wird bereits der Auszug aus dem Arbeits-Aquarium in ein (fensterloses) Büro als Privileg betrachtet. Zimmer mit Aussicht sind natürlich dem Management vorbehalten. In unserem Fall ist es also durchaus vorteilhaft, bei kleineren Unternehmen beschäftigt zu sein.
Sonja's Office
Heute früh gegen 9 Uhr haben wir (wohl das letzte Mal in diesem Jahr) die Powderface Road im Kananaskis unter die Räder genommen. Bei minus 3°C und einem frischen Wind kommt doch inzwischen das Bedürfnis nach Schal und Mütze auf. Nichtsdestotrotz haben wir unsere mitgebrachten Sandwiches und den Tee bei frostklarer Luft im Freien genossen.
Rauhreif bedeckt die Gräser und Sträucher, die Bäche fangen bereits an zuzufrieren. Der Winter steht vor der Tür!
Sonja's OfficeHeute früh gegen 9 Uhr haben wir (wohl das letzte Mal in diesem Jahr) die Powderface Road im Kananaskis unter die Räder genommen. Bei minus 3°C und einem frischen Wind kommt doch inzwischen das Bedürfnis nach Schal und Mütze auf. Nichtsdestotrotz haben wir unsere mitgebrachten Sandwiches und den Tee bei frostklarer Luft im Freien genossen.
Rauhreif bedeckt die Gräser und Sträucher, die Bäche fangen bereits an zuzufrieren. Der Winter steht vor der Tür!
So ein STRESS!
Sat, Sep 30 2006 09:07 PM
| Arbeiten
Diese Woche hatten wir tatsächlich einmal so etwas wie Stress auf der Arbeit. In Sonjas Firma wurde ja in der voran gegangenen Woche ein neues Computersystem zum Erfassen aller Aufträge, Bestellungen, Bestände mit allem Drum und Dran eingeführt. Obwohl die betreuende IT-Firma aus Vancouver der Meinung war, dass alles "very smooth" abgelaufen wäre, hat sich Sonja tagelang über haarsträubende (im Vorfeld vermeidbare) Fehler geärgert und viel Arbeit mit dem wiederholten Wiedereinpflegen von Daten gehabt. Am Ende der Woche hat ihr erster Chef dann noch nebenbei fallen lassen, dass er nun für zwei Wochen in Urlaub auf Vancouver Island wäre (ohne Telefonverbindung). Sonjas zweiter Chef ist seit Wochen auf Montage in Edmonton, also "durfte" sie diese Woche neben Ein- und Verkäuferin auch noch Chefin spielen.
Währenddessen gab es in Rolands Firma Quartalsinventur, und das ist meistens ein Albtraum. Weniger wegen der eigentlichen Inventur, denn die hat man mittlerweile dank Barcode Scannern recht gut im Griff, sondern wegen der drei Monate zwischen zwei Inventuren, in denen wirklich alles falsch gemacht wird, was man falsch machen kann. Was dann so alles bei der Analyse von Inventurdifferenzen zutage kommt: Produkte werden an Kunden geliefert ohne Lieferpapiere und Buchungen, Produkt A wird produziert und Produkt B gebucht, Rechnungen werden nicht verschickt und der Einfachheit halber storniert man die Warenausgangsbuchung, Wareneingangsrechnungen werden doppelt gebucht und, und, und. Im Vergleich dazu ist Anarchie und Chaos ordentlicher. Schuld an allem ist natürlich immer das Computersystem, denn das kann bei dem Durcheinander irgendwie nicht mithalten! Wer sich nun aus seiner europäischen Erfahrung heraus die entsprechenden Mitarbeiter einmal ernsthaft vorknöpfen würde, verschlimmert das Problem nur noch, denn der entsprechende Kollege würde sich einfach nebenan bewerben und wäre morgen nicht mehr da! Man muss also immer freundlich bleiben und wieder und wieder erklären, wie es richtig gemacht wird... Das Gute daran ist, dass wir von dem ganzen Chaos ganz gut leben können, denn wir sind hier oft so etwas wie die Einäugigen unter den Blinden. Also keine Beschwerden unsererseits!
Off topics: Leider haben wir eine schlechte Nachricht für Urlauber, denn Kanada schafft die Mehrwertsteuer-Erstattung für Touristen ab. Bislang konnte man sich für seine Einkäufe im Kanada-Urlaub einen Teil der Mehrwertsteuer erstatten lassen. Nun soll das sogenannte Tax Refund Program abgeschafft werden. Quelle: http://blog.urlaub-in-kanada.de/?p=24
Off topics: Leider haben wir eine schlechte Nachricht für Urlauber, denn Kanada schafft die Mehrwertsteuer-Erstattung für Touristen ab. Bislang konnte man sich für seine Einkäufe im Kanada-Urlaub einen Teil der Mehrwertsteuer erstatten lassen. Nun soll das sogenannte Tax Refund Program abgeschafft werden. Quelle: http://blog.urlaub-in-kanada.de/?p=24
Arbeit und (National-)Sport
Sat, Jan 14 2006 07:24 PM
| Arbeiten
Während in Deutschland die Kids Fußball spielen, ist hier jeden Tag Hockey angesagt. Wir haben ja eine Eislaufbahn direkt vor dem Haus und können täglich die Kinder beobachten, wie sie in unterschiedlicher Perfektion und Geschwindigkeit über das Eis schlittern. Morgens bis abends wird hier der Puck geschlagen, die Gemeinde-Hockeyanlage verfügt sogar über Flutlicht und einen kleinen Zamboni, das ist ein Ice Resurfacer. Gibt es da eigentlich ein deutsches Wort für? Dieses Gerät glättet jedenfalls das Eis wieder.
Die Arbeit wird immer mehr, von der 40-Stunden-Woche haben wir uns erst mal verabschiedet, mehr als 50 werden es nicht. Allerdings musste Roland nach der SAP-Implementierung auch schon zwei mal am Wochenende 'ran. Aber das ist ja nichts Neues bei einer Software-Umstellung. Sonja arbeitet jetzt schon ein halbes Jahr und wartet immer noch auf ein Bewertungsgespräch, welches eigentlich bereits nach drei Monaten stattfinden sollte. Wir vermuten, ihr Chef hat Angst, dass sie nach einer Gehaltserhöhung fragen könnte. Dabei ist das Quatsch, das einzige was sie fordern würde, wäre mehr Urlaub! Der Umzug ihrer Firma ist inzwischen auf Mitte Februar verschoben worden, die Büromöbel sind bestellt, und Sonja konnte sich ihre Büroeinrichtung selbst aussuchen... Möglicherweise ein Zeichen, dass man sie noch eine Weile behalten will? Man wird sehen.
Nach der Truthahnmästung bei unseren kanadischen Freunden haben wir uns wieder mal mit guter deutscher Hausmannskost revanchiert: es gab Rotkohl und Bratwurst. Die Fan-Gemeinde für Sonjas regelmäßige Kochsessions wird langsam größer, mittlerweile sind die Kinder unserer Freunde auch regelmäßig mit dabei.
Zu unserer Überraschung wird es dieses Jahr einfach nicht kalt im Januar. Nachts geht es bis auf minus 5 Grad 'runter, tagsüber erreichen die Temperaturen des öfteren 10 Grad plus, wie üblich bei strahlendem Sonnenschein. Für die nächsten Tage ist wieder recht warmes Wetter angesagt. Aber der große Temperatursturz soll noch kommen! Übrigens haben sich unsere Körper mittlerweile so an das Klima hier gewöhnt, daß wir Null Grad tatsächlich als "warm" empfinden und in offenen Jacken herum laufen!
Wir haben inzwischen eine Nachricht von unserem britischen "Adoptivsohn" Cliff erhalten, dass die kanadische Botschaft in London ihm bis Ende März mitteilen wird, ob er nach Kanada immigrieren darf oder nicht. Er würde dann wohl Anfang Juli, rechtzeitig zur Stampede, in Calgary eintreffen. Wir bereiten uns schon einmal darauf vor und halten für ein paar Wochen ein Zimmer für ihn frei.
Die Arbeit wird immer mehr, von der 40-Stunden-Woche haben wir uns erst mal verabschiedet, mehr als 50 werden es nicht. Allerdings musste Roland nach der SAP-Implementierung auch schon zwei mal am Wochenende 'ran. Aber das ist ja nichts Neues bei einer Software-Umstellung. Sonja arbeitet jetzt schon ein halbes Jahr und wartet immer noch auf ein Bewertungsgespräch, welches eigentlich bereits nach drei Monaten stattfinden sollte. Wir vermuten, ihr Chef hat Angst, dass sie nach einer Gehaltserhöhung fragen könnte. Dabei ist das Quatsch, das einzige was sie fordern würde, wäre mehr Urlaub! Der Umzug ihrer Firma ist inzwischen auf Mitte Februar verschoben worden, die Büromöbel sind bestellt, und Sonja konnte sich ihre Büroeinrichtung selbst aussuchen... Möglicherweise ein Zeichen, dass man sie noch eine Weile behalten will? Man wird sehen.
Nach der Truthahnmästung bei unseren kanadischen Freunden haben wir uns wieder mal mit guter deutscher Hausmannskost revanchiert: es gab Rotkohl und Bratwurst. Die Fan-Gemeinde für Sonjas regelmäßige Kochsessions wird langsam größer, mittlerweile sind die Kinder unserer Freunde auch regelmäßig mit dabei.
Zu unserer Überraschung wird es dieses Jahr einfach nicht kalt im Januar. Nachts geht es bis auf minus 5 Grad 'runter, tagsüber erreichen die Temperaturen des öfteren 10 Grad plus, wie üblich bei strahlendem Sonnenschein. Für die nächsten Tage ist wieder recht warmes Wetter angesagt. Aber der große Temperatursturz soll noch kommen! Übrigens haben sich unsere Körper mittlerweile so an das Klima hier gewöhnt, daß wir Null Grad tatsächlich als "warm" empfinden und in offenen Jacken herum laufen!
Wir haben inzwischen eine Nachricht von unserem britischen "Adoptivsohn" Cliff erhalten, dass die kanadische Botschaft in London ihm bis Ende März mitteilen wird, ob er nach Kanada immigrieren darf oder nicht. Er würde dann wohl Anfang Juli, rechtzeitig zur Stampede, in Calgary eintreffen. Wir bereiten uns schon einmal darauf vor und halten für ein paar Wochen ein Zimmer für ihn frei.
Arbeiten und Wochenende
Sun, Aug 7 2005 06:19 PM
| Arbeiten
Roland hat jetzt auch angefangen zu arbeiten, und zwar bei einem Hersteller von Profilen für Fensterrahmen und Gartenzäune. Das Unternehmen hat den Hauptsitz in Calgary und weitere Produktionsstätten in Indiana und dem Staat New York. Außerdem gehört es zu einer Firmengruppe mit Sitz in Houston, Texas. Es werden wohl von Zeit zu Zeit Reisen in die USA anstehen, das meiste wird jedoch über Telefonkonferenzen geklärt werden.
Die Firma suchte einen Material- und Produktionsplaner mit SAP-Kenntnissen, da eine umfassende SAP-Einführung ansteht, die Job-Bezeichnung ist 'Operations Analyst'. Roland konnte bei dem Potential einfach nicht widerstehen und musste deshalb Shell leider eine Absage erteilen, von denen auch ein Angebot vorlag. Zudem liegen unsere Arbeitsplätze etwa zehn Minuten voneinander entfernt. Wir können also sogar gemeinsam zur Arbeit fahren! Mal wieder ein logistisches Meisterstück!
Wenn man arbeitet, macht das Wochenende erst richtig Spaß. Samstag sind wir daher mal wieder in unsere lokale Lieblingsgegend gefahren, das Kananaskis Country. Hier bei handelt es sich um die Foothills der Rockies, mit wunderschönen Tälern und sehr wenig Tourismus. Denn es ist Hochsaison, und überall sieht man Leih-Wohnmobile. Aber dort, wo es uns hinzieht, treffen wir nur auf einige Kanadier. Wir haben dort einen traumhaften Platz am Elbow River gefunden, mitten im Grünen, am Fluss, mit Picknickbänken, Feuerplätzen und Toiletten. Die Kanadier haben das einfach drauf.
Anschließend sind wir dann eine Strecke durch die Berge gefahren, die nur für ein paar Wochen im Jahr geöffnet ist (eine alte Baumfällerstraße). Die Gegend ist so wunderschön, daß die Worte fehlen, sie zu beschreiben! Unser Toyota ist bisher absolut schotterstraßenfest, und Roland hat viel Spaß beim Schlittern. Wir ernten allerdings regelmäßig erstaunte Blicke von den Fahrern der uns entgegen kommenden 4 Wheel Drives und SUV's, die anscheinend gar nicht glauben können, daß man KEIN Off Road Fahrzeug braucht, um solche Strecken zu fahren (Stephan in Schweden würde nur müde lächeln...) Bilder hier!
Abends hat Roland dann noch die Sportschau geguckt (dem Internet und shift.tv sei Dank!). Glückwünsche nach Köln zum ersten Saisonsieg! Mit Football und Baseball konnten wir uns noch nicht anfreunden, und Hockey startet ja erst in ein paar Wochen. Da haben wir uns schon sehr auf den Bundesligastart gefreut. Hier werden ab und zu Bundesligaspiele in voller Länge übertragen, allerdings zeitversetzt. Aber immerhin!
Da nach wochenlangem Sonnenschein für die nächsten Tage mal wieder ein paar Regenfälle angekündigt sind, muss Roland heute noch ein bißchen den Rasen düngen. Trotz regelmäßiger Bewässerungen sieht er doch ein etwas mitgenommen aus. Außerdem probieren wir gerade Rezepte von chefkoch.de zum Brötchen backen aus. Yummy!

Diese Woche haben wir uns (von Sonjas erstem Gehalt) ein Sofa bestellt. Bis es geliefert wird, sollen allerdings noch 12-14 Wochen vergehen. Wenn wir Glück haben, sitzen wir zu Thanksgiving (schon wieder ein Feiertag!) auf dem neuen Stück!
Die Firma suchte einen Material- und Produktionsplaner mit SAP-Kenntnissen, da eine umfassende SAP-Einführung ansteht, die Job-Bezeichnung ist 'Operations Analyst'. Roland konnte bei dem Potential einfach nicht widerstehen und musste deshalb Shell leider eine Absage erteilen, von denen auch ein Angebot vorlag. Zudem liegen unsere Arbeitsplätze etwa zehn Minuten voneinander entfernt. Wir können also sogar gemeinsam zur Arbeit fahren! Mal wieder ein logistisches Meisterstück!
Wenn man arbeitet, macht das Wochenende erst richtig Spaß. Samstag sind wir daher mal wieder in unsere lokale Lieblingsgegend gefahren, das Kananaskis Country. Hier bei handelt es sich um die Foothills der Rockies, mit wunderschönen Tälern und sehr wenig Tourismus. Denn es ist Hochsaison, und überall sieht man Leih-Wohnmobile. Aber dort, wo es uns hinzieht, treffen wir nur auf einige Kanadier. Wir haben dort einen traumhaften Platz am Elbow River gefunden, mitten im Grünen, am Fluss, mit Picknickbänken, Feuerplätzen und Toiletten. Die Kanadier haben das einfach drauf.
Anschließend sind wir dann eine Strecke durch die Berge gefahren, die nur für ein paar Wochen im Jahr geöffnet ist (eine alte Baumfällerstraße). Die Gegend ist so wunderschön, daß die Worte fehlen, sie zu beschreiben! Unser Toyota ist bisher absolut schotterstraßenfest, und Roland hat viel Spaß beim Schlittern. Wir ernten allerdings regelmäßig erstaunte Blicke von den Fahrern der uns entgegen kommenden 4 Wheel Drives und SUV's, die anscheinend gar nicht glauben können, daß man KEIN Off Road Fahrzeug braucht, um solche Strecken zu fahren (Stephan in Schweden würde nur müde lächeln...) Bilder hier!
Abends hat Roland dann noch die Sportschau geguckt (dem Internet und shift.tv sei Dank!). Glückwünsche nach Köln zum ersten Saisonsieg! Mit Football und Baseball konnten wir uns noch nicht anfreunden, und Hockey startet ja erst in ein paar Wochen. Da haben wir uns schon sehr auf den Bundesligastart gefreut. Hier werden ab und zu Bundesligaspiele in voller Länge übertragen, allerdings zeitversetzt. Aber immerhin!
Da nach wochenlangem Sonnenschein für die nächsten Tage mal wieder ein paar Regenfälle angekündigt sind, muss Roland heute noch ein bißchen den Rasen düngen. Trotz regelmäßiger Bewässerungen sieht er doch ein etwas mitgenommen aus. Außerdem probieren wir gerade Rezepte von chefkoch.de zum Brötchen backen aus. Yummy!

Diese Woche haben wir uns (von Sonjas erstem Gehalt) ein Sofa bestellt. Bis es geliefert wird, sollen allerdings noch 12-14 Wochen vergehen. Wenn wir Glück haben, sitzen wir zu Thanksgiving (schon wieder ein Feiertag!) auf dem neuen Stück!
Der erste Arbeitstag!
Mon, Jul 11 2005 06:17 PM
| Arbeiten
6 Uhr aufstehen! Seufz, wie konnte das passieren? Viertel nach 7 im Büro. Um halb 8 ist der Kaffee fertig. Nach einer Betriebsführung und einem Schnellkurs in Mess- und Regeltechnik lerne ich die Kollegen kennen. Gemerkt habe ich mir nur die Namen Doug (mein Boss), Greg (sein Partner), Steve (Produktionsleiter) und Susan (Administration), mit denen ich das Büro teile. Alle anderen zwölf sind in der Produktion/Montage beschäftigt und irgendwie an mir vorbeigerauscht. Dann die ersten Gehversuche im EDV-System, natürlich unter Supervision! Nach kurzer Zeit überzeuge ich meinen Chef davon, dass ich alleine weitermachen kann. Bis auf weiteres kümmere ich mich also um Verkauf, Materialplanung und Einkauf incl. Datenpflege. Vorübergehend helfe ich auch im Lager, Wareneingang und Versand aus. Hier ist allerdings geplant, schnellstmöglich (und das kann hierbei den Kündigungsfristen heißen 'übernächste Woche') noch einen männlichen Kollegen einzustellen.
Fazit: An sich klare Prozesse und Aufgabenverteilung. Im Zweifel hat der Chef alle Vorgänge im Kopf, da er den Ein- und Verkauf bisher selbst betreut hat. Leider ist daher aber nur wenig dokumentiert. Ein überausgepflegtes Chaos also.
4 Uhr ist Feierabend. Und die der Boss sagt: See you tomorrow, eh!? Die erste Hürde ist also geschafft und ich habe den Fuß in der Tür.
Fazit: An sich klare Prozesse und Aufgabenverteilung. Im Zweifel hat der Chef alle Vorgänge im Kopf, da er den Ein- und Verkauf bisher selbst betreut hat. Leider ist daher aber nur wenig dokumentiert. Ein überausgepflegtes Chaos also.
4 Uhr ist Feierabend. Und die der Boss sagt: See you tomorrow, eh!? Die erste Hürde ist also geschafft und ich habe den Fuß in der Tür.
Sonja hat den Job!
Thu, Jul 7 2005 06:15 PM
| Arbeiten
Nicht, daß das nun irgend jemanden überraschen würde, aber natürlich wollen die Jungs Sonja haben! Yippeeekayeeeh! Damit ist unsere Miete erst einmal gesichert und Roland wird nun den Hausmann machen... Er hat mittlerweile fast 30 Bewerbungen raus, und muss jetzt mal langsam nachziehen mit einem Gespräch!
Für uns Deutsche ist das ja alles etwas gewöhnungsbedürftig: Erst gibt es gar kein Feedback auf Bewerbungsschreiben, dann geht alles Schlag auf Schlag, und wenn man einen Job hat, muss man sich nicht wundern, wenn man nicht mal einen schriftlichen (!)Vertrag bekommt. Wir haben uns von Freunden bestätigen lassen, daß das normal ist, zumindest bei kleinen Firmen! Aber wenn Sonja einen Vertrag haben will, dann soll sie halt ein Dokument entwerfen und mitbringen, der Chef wird es dann unterschreiben! Denn Gehaltsscheck(!!!) gibt es alle 14 Tage. Gleichzeitig damit erhält man einen
Für uns Deutsche ist das ja alles etwas gewöhnungsbedürftig: Erst gibt es gar kein Feedback auf Bewerbungsschreiben, dann geht alles Schlag auf Schlag, und wenn man einen Job hat, muss man sich nicht wundern, wenn man nicht mal einen schriftlichen (!)Vertrag bekommt. Wir haben uns von Freunden bestätigen lassen, daß das normal ist, zumindest bei kleinen Firmen! Aber wenn Sonja einen Vertrag haben will, dann soll sie halt ein Dokument entwerfen und mitbringen, der Chef wird es dann unterschreiben! Denn Gehaltsscheck(!!!) gibt es alle 14 Tage. Gleichzeitig damit erhält man einen
pay stub
(=Gehaltszettel), auf dem die Steuern und Abgaben festgehalten werden. Kündigungsfrist ist übrigens eine Woche...
Am Montag, dem 11. Juli geht's los mit dem Arbeiten und der unmenschlichen Arbeitszeit 7.30 - 16.00 Uhr (O-Ton des Chefs: "dann kann man nachmittags noch in die Berge..."). Drückt alle die Daumen, daß der Job Spaß macht und das Gehalt auch ohne Vertrag ankommt!
Falls man wissen will, wieviel einem nach Abzug der Steuern übrig bleibt, findet man entsprechende Informationen auf den Seiten der canada revenue agency.
Gesetzlich gibt es 10 Tage bezahlten Urlaub (erst) nach einem Jahr Beschäftigung, nach 5 Jahren, 3 Wochen usw., falls man beim gleichen Arbeitgeber beschäftigt bleibt. Wechselt man den Arbeitgeber, geht es wieder von vorne los.
Lohnfortzahlung im Krankheitsfall obliegt der Gunst der Arbeitgeber, m Fall eines Arbeitsunfalls tritt die Berufsgenossenschaft ein, aber bei längerer Krankheit muss Arbeitslosengeld beantragt werden, welches dann maximal für sechs Monate gezahlt wird, und das auch nur, wenn man bereits 52 Wochen in die Employment Insurance eingezahlt hat. Zahlungen in Form von Urlaubs- oder Weihnachtsgeld gib es nicht.
Am Montag, dem 11. Juli geht's los mit dem Arbeiten und der unmenschlichen Arbeitszeit 7.30 - 16.00 Uhr (O-Ton des Chefs: "dann kann man nachmittags noch in die Berge..."). Drückt alle die Daumen, daß der Job Spaß macht und das Gehalt auch ohne Vertrag ankommt!
Falls man wissen will, wieviel einem nach Abzug der Steuern übrig bleibt, findet man entsprechende Informationen auf den Seiten der canada revenue agency.
Gesetzlich gibt es 10 Tage bezahlten Urlaub (erst) nach einem Jahr Beschäftigung, nach 5 Jahren, 3 Wochen usw., falls man beim gleichen Arbeitgeber beschäftigt bleibt. Wechselt man den Arbeitgeber, geht es wieder von vorne los.
Lohnfortzahlung im Krankheitsfall obliegt der Gunst der Arbeitgeber, m Fall eines Arbeitsunfalls tritt die Berufsgenossenschaft ein, aber bei längerer Krankheit muss Arbeitslosengeld beantragt werden, welches dann maximal für sechs Monate gezahlt wird, und das auch nur, wenn man bereits 52 Wochen in die Employment Insurance eingezahlt hat. Zahlungen in Form von Urlaubs- oder Weihnachtsgeld gib es nicht.
Sonja's Vorstellungsgespräch
Wed, Jul 6 2005 06:14 PM
| Arbeiten
Sonja hat ein zweistündiges Gespräch mit dem Geschäftsführer eines kleinen Unternehmens der Erdölzulieferindustrie. Die Firma hat bislang keine 20 Mitarbeiter, boomt aber kräftig und zieht im nächsten Jahr in ein quietschneues Gebäude um. Der Geschäftsführer hat nun keine Lust mehr auf all die administrativen Dinge, die zu tun sind. Ein Job für Super-Sonja! Man bittet sich einen Tag Bedenkzeit aus, aber Sonja hat ein gutes Gefühl...
Sonja's Bewerbung
Tue, Jul 5 2005 06:13 PM
| Arbeiten
Sonja bewirbt sich per Internet auf einen Einkäufer-Job (ihre 10. Bewerbung soweit). Bereits am selben Tag kommt schon ein Anruf mit einer Einladung zum Gespräch







