Einmal hin...
Am Freitag nachmittag setzte sich Sonja in den Flieger nach Calgary, um bei Teil zwei unseres Projektes 'Umzug nach BC' mitzuwirken. Roland hatte inzwischen Käufer für unseren Motorroller gefunden, und Sonja's Aufgabe war es nun, diesen am Samstag zu seinem neuen Bestimmungsort in Zentral-Alberta zu fahren.

Na, das geht doch in Ordnung.

Natürlich nutzen wir die Gelegenheit zu ein paar letzten Schnappschüssen.

Die Strassen in Alberta sind wie mit dem Lineal gezogen.

Am Sylvan Lake legen wir eine kurze Pause ein.

Die Wellen lassen erahnen, dass Sonja ganz schön mit böigem Seitenwind zu kämpfen hatte.

Auf Wiedersehen, Silverwing.
Den restlichen Tag verbrachten wir dann damit, einen weiteren Teil unseres Hausstandes ins Auto zu packen.
Na, das geht doch in Ordnung.
Natürlich nutzen wir die Gelegenheit zu ein paar letzten Schnappschüssen.
Die Strassen in Alberta sind wie mit dem Lineal gezogen.
Am Sylvan Lake legen wir eine kurze Pause ein.
Die Wellen lassen erahnen, dass Sonja ganz schön mit böigem Seitenwind zu kämpfen hatte.
Auf Wiedersehen, Silverwing.
Den restlichen Tag verbrachten wir dann damit, einen weiteren Teil unseres Hausstandes ins Auto zu packen.
Impressionen von 'umme Ecke' und ein Geburtstagsständchen
Sat, Jul 24 2010 08:38 PM
| Alltag
Anlässlich von Sonja's Geburtstag ging es mal wieder ins Boathouse, unserem Lieblingsrestaurant. Wir folgten dem Wanderweg am Wasser entlang und genossen den Sonnenschein und die leichte Meeresbrise.
Burrard Inlet
Wir können uns einfach nicht am Wasser 'satt sehen'.
Für Roland gab es Filetsteak, während Sonja sich für Meeresfrüchte entschied.
Wieder zu Hause angekommen, wurden wir durch 'laute Geräusche' irritiert. Neugierig geworden gingen wir auf die Strasse, und fanden uns mitten in einem live Konzert der Gruppe Citizens for Airplanes wieder, die im Rahmen des Sommerprogramms in Port Moody auftrat.
Kommt nur näher, meint dieser Bär.
Gar nicht schlecht, ein Mix aus Maroon5, Jason Mraz, Dave Matthews und John Mayer.
Den Anwohnern scheint's zu gefallen. Die Zwerge bekommen aufgrund der Lautstärke schon mal 'MickyMäuse' aufgesetzt.
Ob gross oder klein, alt oder jung, alle waren dabei.
Bei Sonnenuntergang war das Spektakel auch schon wieder zu Ende, und gingen in unsere Wohnung zurück. Praktisch, so einen Veranstaltungsort direkt vor der Tür zu haben.
Einmal anders zur Arbeit
Sat, Jun 19 2010 10:53 AM
| Alltag
Gestern 'musste' Sonja zu einem Lieferantenbesuch auf Vancouver Island. Waehrend der eigentliche Zweck der Tagesreise eher unspektakulaer war, so war es die Anreise nicht, denn es ging (umgeben von etlichen Touristen aus Europa) mit dem Schiff von Tsawwassen nach Swartz Bay.
Auf der Rueckreise mit der 4 Uhr Faehre konnte frau dann noch Killerwale beobachten. Mal was anderes.
Another Day in Paradise
Sun, Jun 13 2010 08:29 PM
| Alltag
Deutsches Gruselkabinett: Vancouver Alpen Club und Deutsches Haus
Zunaechst fanden wir uns mit geschaetzten 400 weiteren Deutschland-Fans im Vancouver Alpen Club ein, um den deutschen Jungs beim WM-Auftaktspiel gegen Australien zuzusehen. Der HD-Bildschirm war riesig (geschaetzte zwei Meter Durchmesser), die Stimmung war fantastisch, und die Spieler gaben uns beim 4:0 ja nun wirklich genuegend Anlaesse zum jubeln. Leider kam Roland's Kamera mit diesen Jubelstuermen nicht klar und hat in diesen Momenten einfach nicht ausgeloest. Gluecklicherweise hatte Sonja Ihre Mini-Kamera dabei:
Abendlicht und Abendspaziergang
Mon, Jun 7 2010 10:51 PM
| Alltag
Am Wattenmeer
Lichtspiele
Ja, Meister Petz ist überall. Nur keine Panik!
Ob die Brücke hält?
Unsere Nachbarschaft
Wir geniessen die letzten Strahlen.
Den Bären haben wir nicht gesehen, dafür aber einen Seehund und etwas, das verdächtig nach einem Bobcat aussah.
Italienischer Tag
Sun, Jun 6 2010 05:20 PM
| Alltag
Es braucht schon die Italiener, damit die Fussballweltmeisterschaft in Kanada Beachtung findet. Auf Vancouver's 'The Drive' fand hierzu heute zur Einstimmung in die WM der Italian Day statt. Ein Fest der Sinne. Neben dem Genuss kulinarischer Köstlichkeiten verschiedenster Fussball-Nationen, gab es auch etwas auf Ohr: von schmalzigen Baladen bis süd-tiroler Volkstanz war wohl für (fast) jeden etwas dabei.
Italian Sausage!
Gesehen in der Italian Bakery
Fisch hier jemand?
Wir waren den Italienern heute kulinarisch jedoch untreu, denn wir haben die wohl besten Fritten Vancouvers entdeckt:
Man schmeckt den Unterschied!
Unsere Stadt
Fri, Apr 30 2010 11:00 PM
| Alltag
Wir haben fertig!
Sun, Apr 25 2010 09:00 PM
| Alltag
Freitag haben wir den ganzen Papierkram erledigt, eingekauft und die Wohnung von Grund auf gereinigt. Samstag morgen um 9 Uhr wurden unsere Möbel geliefert, und den Rest des Tages verbrachten wir mit Aufbauen und Einräumen. Heute wurde zur Feier des Tages der Grill angeworfen, denn wir sind offiziell mit dem Umzug 'durch'. Unser erstes Mahl im neuen Zuhause: Steaks, dazu Gemüse aus dem Wok.

Wir wohnen wieder.

Roland's Arbeitszimmer

Nach dreimaligem Anruf klappt es auch mit der Lieferung der neuen Matratze.
Wir wohnen wieder.
Roland's Arbeitszimmer
Nach dreimaligem Anruf klappt es auch mit der Lieferung der neuen Matratze.
Wieder 'daheim'
Mon, Apr 19 2010 08:28 PM
| Alltag
Gestern um 14 Uhr, nach knapp 13 Stunden Flug ist Sonja wieder auf kanadischem Boden gelandet, und der Mercedes-Dealer wartete dort schon mit frisch gewaschenem und voll getanktem Wagen am Flughafen auf sie. Dann ging es zurueck in das Apartment, in dem sie schon vor ihrer Abreise gewohnt hatte. Anschliessend wurde eingekauft und frau traf sich mit dem Vermieter zwecks Schluesseluebergabe. Die Fuehrung durch die Wohnanlage barg noch ein paar positive Ueberraschungen. So ist z.B. die Mitgliedschaft im Fitnessclub inclusive, es gibt einen Gesellschaftsraum mit Kueche und Bar, ein Besprechungszimmer, einen Yoga-Raum, ein kleines Kino und ein Schwimmbad. Da macht der Feierabend doppelt Spass. Und heute hiess es dann schon wieder: an die Arbeit.
Die Möbelpacker waren da!
Mon, Apr 19 2010 07:15 PM
| Alltag
...und haben einen Grossteil unseres Möbiliars eingepackt. Roland hatte in den letzten Wochen Stunde über Stunde damit verbracht, alles in Kisten zu packen und die besseren Möbel mit Luftpolsterfolie zu schützen.Heute kamen zwei junge Männer mit einem viel zu grossen Möbelwagen und haben die Sachen alle noch einmal in Decken eingepackt und mit Klebefolie verschnürt. Da hätte Roland sich die ganze Arbeit gar nicht machen müssen. Aber bei einem Umzug kann man seine Sachen wahrscheinlich gar nicht genug schützen...
Schutz hätte auch Rolands Stirn gut gebrauchen können, denn wenige Minuten, nachdem der Esstisch abtransportiert worden war, ist er mit voller Wucht gegen die Esszimmerlampe gerannt. Platzwunde, Fluchen, Pflaster drauf. Das ganze hat mittlerweile Tradition, doch immerhin war diesmal niemand da, der die Situation mit einem "Warum hast Du das denn jetzt gemacht?" noch verschärfte. Ein Glück, dass Roland grandioses Heilfleisch hat.
Wir hoffen jetzt, dass die Möbel am Freitag oder Samstag in Port Moody ankommen, denn wir haben beide ein paar Tage frei. Währenddessen sieht es in unserer alten Wohnung nun ein wenig traurig aus, denn ausser einem Sofa, einem Bett und einem Fernsehschrank ist nicht mehr viel da... Aber Roland wird noch regelmässig nach Calgary reisen (er hat schliesslich noch einen Job da), deshalb liessen wir zumindest noch ein paar lebensnotwendige Möbel dort.
Alle Jahre wieder: Spring Storm
Sat, Apr 10 2010 08:24 AM
| Alltag
Am Donnerstag hat es Calgary mal wieder erwischt. Nach einem schönen, sonnigen Tag wurde es auf einmal düster, die Temperatur fiel um 15-20 Grad, und dicke, fette Schneeflocken legten sich über das Land. Wie üblich ging das ganze mit Stromausfällen und Verkehrsunfällen einher.
Rolands Mitarbeiter Maury war auf dem Weg nach Hause (80 km nördlich von Calgary), als er in eine 40-Auto-Massenkarambolage geriet. Ihm geht es gut, aber sein Auto ist Schrott. Die halbe Nacht verbrachte er auf der Autobahn, danach wurde er von der RCMP in ein Hotel in Airdrie gebracht.
Da es unmöglich war, heraus zu finden, wer nun eigentlich wen gerammt hat, hat die RCMP die Einzelkarambolagen "festgelegt": "Sie haben doch diesen Wagen gerammt, richtig?" "Keine Ahnung, könnte auch jener dort gewsen sein." "Nein, nein, Sie haben diesen hier gerammt."
In dem ganzen Chaos ist dann zwischenzeitlich Maury's Wagen verschwunden, so dass er noch nicht einmal seine Wertsachen sicher stellen konnte. Glücklicherweise hat die RCMP das Auto am nächsten Tag irgendwo im Strassengraben wieder gefunden...
Tax Declaration
Sun, Mar 21 2010 03:46 PM
| Alltag
Während Sonja es sich auf in Neuseeland gut gehen lässt, muss Roland hart schuften... an der Steuererklärung für 2009! Glücklicherweise ist das kanadische Steuersystem nicht annähernd so kompliziert wie das deutsche, und so kann man tatsächlich seine Steuererklärung komplett online machen (wenn man den nötigen Papierkram zusammen hat).
Da unsere Einkommensverhältnisse ausserordentlich überschaubar sind, war das ganze in einer guten Stunde erledigt. Wir bekommen eine kleine Rückzahlung, da Sonja ja ein halbes Jahr arbeitslos war. Einreichen müssen wir die Unterlagen nicht, denn hier wird nur stichprobenartig geprüft.
Das wäre wirklich mal eine Nachahmung von Seiten der Bundesregierung wert!
Da unsere Einkommensverhältnisse ausserordentlich überschaubar sind, war das ganze in einer guten Stunde erledigt. Wir bekommen eine kleine Rückzahlung, da Sonja ja ein halbes Jahr arbeitslos war. Einreichen müssen wir die Unterlagen nicht, denn hier wird nur stichprobenartig geprüft.
Das wäre wirklich mal eine Nachahmung von Seiten der Bundesregierung wert!
Einen Schritt weiter
Mon, Mar 15 2010 09:02 PM
| Alltag
Heute hat Sonja den Mietvertrag für eine Wohnung in Port Moody unterschrieben. Das Apartment liegt ziemlich zentral im Stadtkern dieses kleinen Ortes und ist etwas kleiner als unser Schmuckstück in Calgary. Es verfügt über ein paar Upgrades wie Granitarbeitsplatte, Edelstahlgeräte, Holzboden und Fliesen, allerdings wird die Badewanne wieder mal zu klein für Roland sein.
In der Nähe gibt es einen Supermarkt, einen Bäcker und viele kleine Boutique-Läden, und zum Meer sind es tatsächlich nur zehn Minuten zu Fuss (na gut, es ist 'nur' das Inlet, aber Salzwasser ist es trotzdem...). Hier der Blick vom Eingang ins Wohnzimmer, nur die Möbel des derzeitigen Mieters muss man sich wegdenken:

Der Blick vom Wohnzimmer Richtung Küche und Eingang. Die Raumaufteilung ist ähnlich unserer Wohnung in Calgary. Zu den Schlafzimmern geht es jeweils links und rechts vom Wohnraum. Für das Wohl und die Privatsphäre unserer Gäste wird also auch weiterhin gesorgt.

Der Blick vom Balkon in Richtung eines kleinen Wäldchens, durch den ein Bach fliesst.![]()

Und noch ein Blick auf das Haus. Unsere Wohneinheit liegt so ziemlich in der Mitte. Es wird zwar noch etwas Zeit vergehen, bis wir, bzw. erst einmal Sonja dort einziehen wird, aber wir denken, dass wir ab Juni bestimmt wieder Besuch empfangen können. Also, reserviert schon mal die Flüge, wer zuerst kommt...![]()
In der Nähe gibt es einen Supermarkt, einen Bäcker und viele kleine Boutique-Läden, und zum Meer sind es tatsächlich nur zehn Minuten zu Fuss (na gut, es ist 'nur' das Inlet, aber Salzwasser ist es trotzdem...). Hier der Blick vom Eingang ins Wohnzimmer, nur die Möbel des derzeitigen Mieters muss man sich wegdenken:
Der Blick vom Wohnzimmer Richtung Küche und Eingang. Die Raumaufteilung ist ähnlich unserer Wohnung in Calgary. Zu den Schlafzimmern geht es jeweils links und rechts vom Wohnraum. Für das Wohl und die Privatsphäre unserer Gäste wird also auch weiterhin gesorgt.
Der Blick vom Balkon in Richtung eines kleinen Wäldchens, durch den ein Bach fliesst.
Und noch ein Blick auf das Haus. Unsere Wohneinheit liegt so ziemlich in der Mitte. Es wird zwar noch etwas Zeit vergehen, bis wir, bzw. erst einmal Sonja dort einziehen wird, aber wir denken, dass wir ab Juni bestimmt wieder Besuch empfangen können. Also, reserviert schon mal die Flüge, wer zuerst kommt...
Wiedervereinigung
Fri, Mar 12 2010 11:11 PM
| Alltag
Ohne (viel) Worte
Tue, Mar 9 2010 09:28 PM
| Alltag
Wochenende!
So, die erste Arbeitswoche ist um, und Sonja gefällt es noch. Inzwischen liegen auch schon einige Wohnungsbesichtigungen hinter ihr, aber das richtige Objekt war noch nicht dabei. Dienstag abend ging es mit Kollege Vijay, Freundin Carol und ihren Vermietern Ivan und Debra ins Boathouse, wo wir Lobster, King Crabs und Shrimps in Massen vernichtet haben.

Für Freitag hatte sie sich mit Bob, den sie über ihren Motorrad-Blog kennengelernt hatte, und seiner Frau Yvonne zum Sushi-Essen im Tanpopo getroffen. Für heute nachmittag hat sich Sonja mit Cliff (dem Zehenlosen) und Anna zum Kaffee verabredet und für morgen ist Frühstücken mit Hagen und Petra geplant. Soviel 'social live' hat sie in Calgary in den letzten Monaten nicht gehabt... Es tut gut, nicht ganz allein an einem fremden Ort zu sein.
Für Freitag hatte sie sich mit Bob, den sie über ihren Motorrad-Blog kennengelernt hatte, und seiner Frau Yvonne zum Sushi-Essen im Tanpopo getroffen. Für heute nachmittag hat sich Sonja mit Cliff (dem Zehenlosen) und Anna zum Kaffee verabredet und für morgen ist Frühstücken mit Hagen und Petra geplant. Soviel 'social live' hat sie in Calgary in den letzten Monaten nicht gehabt... Es tut gut, nicht ganz allein an einem fremden Ort zu sein.
Sonntags morgens zum Frühstück: Bundesliga live!
Sun, Jan 24 2010 06:38 PM
| Alltag
Seit einigen Wochen empfangen wir GolTV auf unseren Fernseher, ein Sender, der ausschliesslich Fussball zeigt: vor allem viel aus Spanien, aber auch jede Woche eine Spieltagszusammenfassung der Bundesliga und eine Liveübertragung pro Woche. Diesmal war Bayer Leverkusen mal wieder dran, und so konnte sich Roland ab 9.30h morgens am 3:0 Sieg der Werkself erfreuen. Ein wichtiger Sieg auf dem Weg zu einer weiteren ruhmreichen Vizemeisterschaft! Oder sollten sie etwa...?
Frohes Fest!
Fri, Dec 18 2009 08:29 PM
| Alltag

'Ditto' - Quelle unbekannt
Mit diesem stimmungsvollen Foto wollen wir uns bei unseren lieben Freunden und Freundinnen, LeserInnen und KritikerInnen, KollegInnen in der Blogosphere, Mitgliedern der DeutscheInCalgary Truppe und ganz besonders natürlich bei unseren Familien für ihre Lesertreue bedanken.Wir wünschen allen ein frohes, friedliches Weihnachtsfest und einen guten und sicheren Rutsch ins neue Jahr. Bleibt bitte gesund (anders wär' nämlich schlecht) und uns gewogen.
Teaser: Und hier ein Ausblick auf das kommende Jahr
Sonja wird live aus Winterpeg Winnipeg berichten und unseren Motorradfuhrpark im Frühjahr wahrscheinlich um ein weiteres Modell bereichern.
Roland wird das Zweiradfahren erlernen (oder auch nicht) und hoffentlich seinen Schwarzen Gürtel in Six Sigma machen.
Unsere Wunschziele wären z.B. Hawaii, Las Vegas, Montreal, der Osten der USA im Indian Summer und das Weihnachtsfest 2010 in Deutschland (sofern es unser Reisebudget erlaubt).
Reader's Digest 2009
Sat, Dec 12 2009 10:14 AM
| Alltag
Für Sonja waren die Ereignisse geprägt von Kündigung, Arbeitslosigkeit und monatelanger erfolgloser Jobsuche, aber auch entsprechend viel Freizeit, die sie mit Kanufahren, Motorradfahren und Bloggen ausfüllte.
Für Roland brachte das Jahr die Begegnung mit Kanada's Premierminister Harper, den 'Backwahn', ein erfolgreiches Geschäftsjahr trotz Rezession und erste Übungen auf dem Zweirad.
Unsere Reisen führten uns nach Deutschland, Süd-Alberta und Saskatchewan, Kalifornien und Vancouver Island.
Im April feierten wir den Beginn des fünften Jahres in Kanada, im September freuten wir uns über lange erwarteten Familienbesuch, und im Oktober erhielten wir positiven Bescheid zur Beibehaltung der deutschen Staatsbürgerschaft.
Für Roland brachte das Jahr die Begegnung mit Kanada's Premierminister Harper, den 'Backwahn', ein erfolgreiches Geschäftsjahr trotz Rezession und erste Übungen auf dem Zweirad.
Unsere Reisen führten uns nach Deutschland, Süd-Alberta und Saskatchewan, Kalifornien und Vancouver Island.
Im April feierten wir den Beginn des fünften Jahres in Kanada, im September freuten wir uns über lange erwarteten Familienbesuch, und im Oktober erhielten wir positiven Bescheid zur Beibehaltung der deutschen Staatsbürgerschaft.
Ein Wintermärchen
Tue, Nov 10 2009 01:59 PM
| Alltag
Der Chinook hat den November auf einstellige Plusgerade erwärmt und den Schnee komplett wegschmelzen lassen. Es ist fünf Uhr nachmittags, die blaue Stunde beginnt mit dem Sonnenuntergang. Die Temperaturen zeigen 1 Grad Plus, gerade noch warm genug um eine kurze Runde 'um den Pudding' zu drehen.
Kälter muss es eigentlich nicht mehr werden, und den Schnee brauchen wir auch nicht wirklich.
Nachdem wir auf die harte Tour feststellen mussten, dass die Karrieremöglichkeiten in Calgary doch eher begrenzt sind, fragen wir uns natürlich, was machen wir hier eigentlich noch? Viele unserer Freunde sind bereits weiter gezogen. Der viel zu kurze Sommer ist schon seit langem wieder vorbei. Leider können wir uns immer noch nicht wirklich für Wintersport begeistern (von dem bisschen Cross-Country mal abgesehen), und das Leben des Average Joe Redneck reizt uns wenig: Wir reiten nicht, wir verabscheuen den Jagd"sport", und Eisangeln langweilt uns zu Tode. Nun, solange wenigstens einer Arbeit hat, bleiben wir Alberta gewogen.
Wie schon in den vergangenen Jahren werden wir die kälteste Zeit des Jahres mit ein paar guten Büchern und heissem Tee vor dem Kamin verbringen, wenn wir nicht gerade dabei sind, neue Koch- oder Backrezepte auszuprobieren. Weiterhin verfügt die Bibliothek über eine hervorragende Auswahl an DVD's, die ebenfalls zu unserer Indoor-Unterhaltung beitragen wird. Dann und wann wird der Chinook die zweistelligen Minustemperaturen verjagen und den Schnee schmelzen lassen, so dass wir immer wieder die Gelegenheit haben werden, kleinere Wanderungen im Kananaskis oder in den Rockies unternehmen können. Das hört sich doch gar nicht so schlecht an, oder?
Noch'n Gedicht
Sun, Oct 25 2009 07:31 PM
| Alltag
Da Sonja aus nahe liegenden Gründen auch weiterhin über genügend Tagesfreizeit verfügt, und ihr das Bloggen so viel Spass macht (egal ob's gelesen wird oder nicht), hat sie vor einiger Zeit bereits einen Motorrad-Blog eingerichtet und inzwischen hier veröffentlicht:
http://2wheelersrevisited.blogspot.com/
Um während ihrer nicht enden wollenden Tätigkeit als Hausfrau nicht aus der Übung zu kommen, schreibt Sonja in diesem Blog auf CanadEnglisch.
http://2wheelersrevisited.blogspot.com/
Um während ihrer nicht enden wollenden Tätigkeit als Hausfrau nicht aus der Übung zu kommen, schreibt Sonja in diesem Blog auf CanadEnglisch.
Stromausfall
Sat, Oct 24 2009 04:00 PM
| Alltag
Heute morgen hat es, entgegen aller Wetterberichte, richtig kräftig geschneit, und als Resultat hatten wir, gerade als Roland sich einen Kaffee und Sonja einen Tee zubereitete, einen Stromausfall. Sonja's erste Reaktion war natürlich: "Roland, was hast Du gemacht?"
Die gute Nachricht zuerst: die Notbeleuchtung im Flurbereich ist sofort angesprungen. Die schlechte: nach einer Stunde war der Strom immer noch nicht da und die Notbeleuchtung hatte auch keinen Saft mehr. Nach knapp zwei Stunden hatte Roland dann endlich die Taschenlampe gefunden (immer griffbereit!), und genau in dem Moment, als er testweise den Flur ausleuchtete, sprang der Strom wieder an.
Wir haben anscheinend eine "sonic" Taschenlampe (für die Unwissenden: schaut nach bei Doctor Who), die ganze Stromnetze reparieren kann. Praktisch!
PS: die strom- und internetlose Zeit haben wir wundersamerweise überlebt. Wir haben uns an eine völlig in Vergessenheit geratene Errungenschaft herangetastet, die keinerlei Energie braucht: Bücher!
Die gute Nachricht zuerst: die Notbeleuchtung im Flurbereich ist sofort angesprungen. Die schlechte: nach einer Stunde war der Strom immer noch nicht da und die Notbeleuchtung hatte auch keinen Saft mehr. Nach knapp zwei Stunden hatte Roland dann endlich die Taschenlampe gefunden (immer griffbereit!), und genau in dem Moment, als er testweise den Flur ausleuchtete, sprang der Strom wieder an.
Wir haben anscheinend eine "sonic" Taschenlampe (für die Unwissenden: schaut nach bei Doctor Who), die ganze Stromnetze reparieren kann. Praktisch!
PS: die strom- und internetlose Zeit haben wir wundersamerweise überlebt. Wir haben uns an eine völlig in Vergessenheit geratene Errungenschaft herangetastet, die keinerlei Energie braucht: Bücher!
Das Leben ist ein langer ruhiger Fluss
Thu, Oct 8 2009 01:10 PM
| Alltag
Blick aus dem Fenster
Mit dem ersten Schnee frieren auch so langsam die Aktivitäten ein. Das Wetter (s.o.) lädt direkt dazu ein, sich mit einem guten (Reise-) Buch bei einer Tasse Tee vor dem Kamin niederzulassen. Roland bevorzugt hier alternativ die Beschäftigung mit seinem neuesten elektronischen Spielzeug.
Bevor Sonja in der übernächsten Woche wieder an die Arbeit muss, stellt sie noch einmal die ganze Wohnung auf den Kopf, putzt, sortiert und re-organisiert: Wintersachen 'raus - Sommersachen weg. Was nicht mehr gebraucht wird, wird gespendet, entsorgt, verkauft. Und diesmal werden sogar alle Boxen beschriftet, damit der Gatte auch mal etwas allein wieder findet.
So vergehen die Tage, während Sonja erwartungsvoll bis ungeduldig auf ihren neuen Arbeitsvertrag wartet, der sie endlich von ihrem Hausfrauendasein erlösen soll.Am Montag probieren wir zusammen mit Jane ein neues Pasta-Rezept aus und gehen anschliessend im Park walken (als Ausgleich zum Kanufahren). Dienstag wird die Feueralarmanlage im Haus gewartet und nervt den ganzen Tag mit Sirenengeheul, und da draussen ein kräftiger Sturm weht, mag man gar nicht vor die Tür gehen. Gerade rechtzeitig zum Wintereinbruch erhält unser treuer vierrädriger Begleiter am Mittwoch neue Winter'schluffen' von Cosco (preiswert und guter Service, wenn man über den Mangel an Organisation hinweg sieht) und fährt wieder wie auf Schienen. Am Donnerstag Morgen um kurz nach 7 Uhr morgens dann dieser Anblick, der wieder einmal den Plan zunichte macht, vielleicht doch noch einmal mit dem Motorrad 'raus fahren zu können.
Temperaturen 20 Uhr: -7 Grad, mit Windchillfaktor -16 Grad. WTF!?!
Gefühlter Tag: Freitag, der 13.
Fri, Sep 25 2009 08:10 PM
| Alltag
Es verspricht an sich ein schöner Herbsttag mit milden Temperaturen zu werden. Also sattelt Sonja die Silverwing und macht sich auf nach Springbank Hills, um noch ein paar Herbstimpressionen einzufangen.
Am Nachmittag geht es noch ein letztes Mal für die Saison auf den Glenmore Stausee. Das Wasser ist unruhig, aber wir managen die Wellen und werden mit einem tollen Sonnenuntergang belohnt.
Was für ein seltsames Ende der Motorrad- und Paddelsaison. Wenigstens verlaufen dank korrekter Sicherheitskleidung beide Vorfälle glimpflich, verletzt ist nur unser Stolz. Aus Gründen der Diskretion existieren verständlicherweise weder von dem Umfall noch von dem Reinfall irgendwelche Beweisfotos.
Wählen gehen (lassen)
Fri, Sep 18 2009 10:58 AM
| Alltag
In der vergangenen Woche trafen doch schon unsere Wahlunterlagen ein. Mit Erstaunen mussten wir feststellen, dass der Briefwähler ausserhalb Deutschlands den Briefumschlag tatsächlich frankieren muss. Da uns die Zeit für die Rücksendung zu knapp erschien, hätten wir diesen - selbstverständlich zu unseren Lasten - sogar per Luftpost versenden müssen. Eine eigenartige Methode, den wahlberechtigten Bürger zur Wahl zu animieren. Da trifft es sich gut, dass Sonja's Schwester gerade zu Besuch war. Sie spielt nun den Postboten und wird die Wahlumschläge zum kostenfreien Transport in einen bundesdeutschen Briefkasten werfen.
Schilda liegt in Calgary
Fri, Sep 11 2009 10:15 PM
| Alltag

Die (angeblich tatsächlich existierende) Verkehrsplanungsabteilung Calgarys ist mal wieder auf eine geniale Idee gekommen, wie man möglichst viel Geld für völlig untaugliche Lösungen zum besseren Verkehrsfluss in der Stadt ausgeben kann (die letzte grossartige Aktion war, neben eine nicht ausgelastete Brücke des Glenmore Trails über den Bow River eine ZWEITE Brücke zu bauen, um die Auslastung weiter zu reduzieren, während zwei Kilometer weiter östlich der Verkehr an einem Bahnübergang völlig zum Erliegen kommt).Jeden Nachmittag auf dem Weg nach hause steht Roland in einem 10-15 minütigen Stau auf dem Glenmore Trail, weil es an der 37. Strasse immer noch eine Ampelkreuzung gibt, obwohl der Verkehr eine Autobahnabfahrt erfordert. Roland war immer der Meinung, man müsste a) eine solche Abfahrt bauen (teuer) oder b) die Ampel durch einen Kreisverkehr ersetzen (schwierig, da Calgarianer im Anblick eines Kreisverkehrs in Schockstarre fallen) oder c) ganz einfach zur Rush Hour die Ampel abstellen und gar keinen Querverkehr zulassen (zu pragmatisch). Als wir nun hörten, dass es zur Verbesserung des Verkehrsflusses nun tatsächlich einen Kreisverkehr geben soll, trauten wir unsere Ohren nicht! Leider zu Recht, wie sich herausstellte, denn die Ampel wird mitnichten ersetzt, sondern der Kreisverkehr wird wenige hundert Meter SÜDLICH der Kreuzung gebaut, mit der Absicht, dass Linksabbieger vom Westen nun rechts abbiegen, im Kreisverkehr eine 180 Grad-Wendung machen und dann geradeaus über die Kreuzung Richtung Norden fahren sollen (siehe Grafik oben).
Das Problem ist nur, dass dies keineswegs die Ampelphasen verändern wird, denn die von Osten kommenden Autos, die nach Süden wollen, müssen immer noch links abbiegen, und das sind viel mehr, da sich im Süden ein gut besuchtes Casino befindet! Ein Schildbürgerstreich oberster Güte, und die Volksseele in Calgary kocht in Anbetracht solcher unglaublicher planerischer Unfähigkeit. Ach, übrigens kostet dieser Geniestreich den Steuerzahler 250,000 Dollar...
Motorrad-Fahrschule Lektion 1
Sat, Aug 29 2009 09:37 PM
| Alltag
Nachdem wir uns anhand des Trainings-Videos 'RIDE LIKE A PRO', welches uns Mopped-Kumpel Mike vorbei gebracht hatte, schlau gemacht hatten, ging es am heutigen Abend wieder auf die Baustelle... ähm, auf den Übungsplatz.
Fensterputzer
Sat, Aug 29 2009 02:22 PM
| Alltag
Deshalb werden jedes Jahr im Spätsommer Fensterputzer engagiert, die die weit über tausend Fenster unseres Appartmentkomplexes sauber machen. Somit seilte sich ein Team unerschrockener junger Männer diese Woche von am Dach befestigten, abenteuerlichen Spezialkonstruktionen ab, um and die Fenster zu gelangen. Sehr fleissige Jungs, und sehr mutig!
Obwohl die Burschen einen ziemlich guten Job machen, sehen manche unserer Fenster immer noch ziemlich übel aus. Einmal im Jahr putzen reicht nun einmal nicht, wenn die Abluft gleich über den Fenstern (im Foto über dem rechten Fenster) regelmässig Schmock vom Wäschetrockner auf die Fenster bläst und die albertanische Sonne besagten Schmock auf den Fenstern fest brennt...
Born to be mild
Tue, Aug 18 2009 08:10 PM
| Alltag
Auf silbernen Schwingen
Sat, Aug 15 2009 04:47 PM
| Alltag

Nachdem Roland mit Sonjas Ladyhawk ja nun überhaupt kein bisschen klar gekommen ist (zum Vergleich: jonglieren mit vier Bällen und gleichzeitig auf einem Kinderfahrrad fahren), hatte Sonja nun gleich noch einen Trumpf im Ärmel: eine vier Jahre alte, kaum gebrauchte Honda Silver Wing mit 600 ccm, Automatik und zwei Handbremsen mit ABS zu einem Spottpreis. Der Besitzer residiert momentan auf einem Campingplatz in Cochrane, in einem 2 Millionen Dollar teuren Wohnmobil mit selbstkonstruiertem Anhänger, der Platz hat für drei Motorräder (2 Harleys und besagte Silver Wing) und ein Honda SUV. Haus und Hof wurden verkauft, im Sommer lebt man in Alberta, den Winter verbringt man selbstverständlich in Florida.
Sonja konnte eine kleine Probefahrt auf dem Campingplatz machen und war sofort begeistert. Eine kleine Verhandlung weiter können wir uns jetzt stolze Besitzer eines Scooters nennen. Jetzt brauchen wir nur noch besseres Wetter!
Sonja konnte eine kleine Probefahrt auf dem Campingplatz machen und war sofort begeistert. Eine kleine Verhandlung weiter können wir uns jetzt stolze Besitzer eines Scooters nennen. Jetzt brauchen wir nur noch besseres Wetter!
Testfahrt
Fri, Aug 14 2009 10:45 PM
| Alltag


Nachdem nun endlich unsere Sicherheits-Ausrüstung aus den USA eingetroffen ist, wollen wir unsere Lady Hawk endlich einmal ausprobieren. Bei leichtem Nieselregen (egal!) fahren wir in ein noch im Bau befindliches Wohngebiet, um dort zu üben, ohne den Strassenverkehr zu stören oder gefährdet zu werden. Für Sonja ist es wie Fahrradfahren, man verlernt es eben nicht. Kuppeln, Schalten, Bedienung der Hand- und Fussbremse läuft noch alles wie am Schnürchen, als wenn es niemals eine 11 Jahre andauernde Zweirad-Enthaltsamkeit gegeben hätte. Slalom- und Kreisfahren gestalten am Anfang noch etwas wackelig, da die Hawk recht aggressiv beschleunigt. Hier ist Fingerspitzengefühl und ständiges Wechseln zwischen den unteren Gängen gefragt.
Roland's erste Fahr-(Geh-)versuche
Schliesslich wollte es auch Roland wissen, aber leider schleift er fast mit den Knien über den Boden. Ergonomisch ist das Bike zum Üben für ihn völlig ungeeignet, dazu kommt, dass ihm die Hand-Fuss-Koordination noch nicht recht gelingen will. Moped- und Fahrraderfahrung reicht wohl doch nicht ganz aus, hier ist definitiv ein professionelles Fahrtraining angesagt.

Es grünt so grün
Fri, Aug 7 2009 08:19 PM
| Alltag
Sonja braucht Urlaub
Sat, Jul 18 2009 06:47 PM
| Alltag
![[Kanupause.jpg]](http://1.bp.blogspot.com/_x1XpTbv-glY/SmKWkTpzgXI/AAAAAAAAA_k/3_5w3RBZW4c/s400/Kanupause.jpg)
Das Leben einer Arbeitslosen ist verdammt stressig. Donnerstag und Freitag ist Sonja wieder Kanu-Fahren und Biber beobachten. Samstagmorgen ist Community Dienst, diesmal geht es darum, den Wald und die Grünanlagen vom Müll zu befreien und sich ein Dutzend Mückenstiche abzuholen. Dann geht es mal wieder Motorräder und Equipment shoppen.
Um 8 Uhr abends führt Sonja dann noch ein Telefon-Interview mit Anthony, einem Brain-Hunter aus Toronto (die haben wohl kein Wochenende). Nicht, dass sie plant, dorthin zu gehen, aber eine wertvolle Erfahrung ist es dennoch, und es schmeichelt ihrem Ego.
Regel Nr. 8
Sun, Jul 12 2009 06:41 PM
| Alltag
Das tägliche Gespräch gegen verbalen Durchfall.
Es vergehen Tage im arbeitslosen Leben, an denen telefoniert man nicht, trifft keine Freunde, ja man geht nicht mal vor die Tür. Gefährlich, wenn in einer solchen Phase ein Termin zu einem Bewerbungsgespäch ansteht. Es besteht nämlich die Gefahr, dass frau dann den Gesprächspartner kaum zu Wort kommen lässt und aufgrund reduzierter Aufmerksamkeitsspanne, und froh darüber, ein Opfer zum Ventilieren der Gedanken gefunden zu haben, die Chance auf einen Job verpatzt.
Therapieansätze:
1. Für diejenigen mit schizophrenen Tendenzen mögen Selbstgespräche zur gewünschten Entlastung führen.
2. Sich ein Tier anschaffen oder de facto den Gastkater voll labern (Dem das völlig egal ist, weil er sich hinter dem Sofa versteckt hält, bis mein Anfall vorbei ist)
3. Warten, bis der Gatte nach Hause kommt, und dessen Bedürfnisse nach Feierabend und Ruhe ignorieren. Was jedoch dazu führen kann, dass sich dieser zum Kater gesellt oder alternativ stundenlang auf dem stillen Örtchen verschwindet, bis mein Anfall vorbei ist.
4. Mit anderen Arbeitslosen, Urlaubern, Rentnern oder sonstigen Mitgliedern der Gesellschaft mit genügend Tagesfreizeit telefonieren, bis der Akku leer ist.
Es vergehen Tage im arbeitslosen Leben, an denen telefoniert man nicht, trifft keine Freunde, ja man geht nicht mal vor die Tür. Gefährlich, wenn in einer solchen Phase ein Termin zu einem Bewerbungsgespäch ansteht. Es besteht nämlich die Gefahr, dass frau dann den Gesprächspartner kaum zu Wort kommen lässt und aufgrund reduzierter Aufmerksamkeitsspanne, und froh darüber, ein Opfer zum Ventilieren der Gedanken gefunden zu haben, die Chance auf einen Job verpatzt.
Therapieansätze:
1. Für diejenigen mit schizophrenen Tendenzen mögen Selbstgespräche zur gewünschten Entlastung führen.
2. Sich ein Tier anschaffen oder de facto den Gastkater voll labern (Dem das völlig egal ist, weil er sich hinter dem Sofa versteckt hält, bis mein Anfall vorbei ist)
3. Warten, bis der Gatte nach Hause kommt, und dessen Bedürfnisse nach Feierabend und Ruhe ignorieren. Was jedoch dazu führen kann, dass sich dieser zum Kater gesellt oder alternativ stundenlang auf dem stillen Örtchen verschwindet, bis mein Anfall vorbei ist.
4. Mit anderen Arbeitslosen, Urlaubern, Rentnern oder sonstigen Mitgliedern der Gesellschaft mit genügend Tagesfreizeit telefonieren, bis der Akku leer ist.
Regenbogenzeit
Sat, Jul 4 2009 08:26 PM
| Alltag
Gastkatze
Sat, Jul 4 2009 07:59 PM
| Alltag
Da Igor in Urlaub ist, hat er uns Snickers vorbei gebracht, einen echten Angstkater. Nachdem er einen vollen Tag unter unserem Bett verbracht und nichts gegessen hatte, konnten wir ihn am nächsten Tag mit seinem favorisierten Nassfutter und ein paar Leckerli hervor locken.
Mensch, lass mich in Ruhe!
Inzwischen hat er seiner Neugier nachgegeben und auch den Rest der Wohnung inclusive Balkon inspiziert.
Inzwischen hat Snickers zu Rolands Leidwesen auch einen Lieblingsplatz gefunden.
Inzwischen hat er seiner Neugier nachgegeben und auch den Rest der Wohnung inclusive Balkon inspiziert.
Inzwischen hat Snickers zu Rolands Leidwesen auch einen Lieblingsplatz gefunden.
Unser Paddel-Revier
Thu, Jun 25 2009 09:20 PM
| Alltag
Heute sorgte ein kräftiger Westwind für eine kabbelige See. Und tatsächlich hätten wir fast unsere Wassertaufe gehabt, als ein fehlgeschlagenes Steuermanöver uns parallel in die Dünung manövrierte. Aber eine schnelle Gewichtsverlagerung und ein Sweep Paddelschlag brachte uns wieder ins Gleichgewicht, und ein paar schnelle Ruderschläge aus der brenzligen Situation, wahrscheinlich zur Enttäuschung für die bereits schadenfroh grinsenden Angler, die uns schon im Wasser sahen. Für unser Rettungsmanöver gab es dann aber auch Thumbs up vom Ufer.
Jedem das seine...
Mon, Jun 22 2009 09:02 PM
| Alltag

Während Sonja und Jane beim Kanufahren auf dem Glenmore Reservoir von einem Platzregen überrascht wurden und sich einen nassen Hintern geholt haben, hat sich Roland mal wieder beim Brötchenbacken entspannt. Seine ersten Brötchenversuche waren ja höflicherweise allenfalls als interessant zu umschreiben, aber mittlerweile hat er es tatsächlich raus. Selbst das Brötchenschleifen funktioniert inzwischen. Und Sonja freut sich darüber, endlich wieder richtige Mohnbrötchen zu bekommen!
Nach drei Monaten (F)unemployment
Fri, Jun 19 2009 06:36 PM
| Alltag
Bisher scheinen Sonja's Überlebensregeln für die Arbeitslosigkeit recht ordentlich funktioniert zu haben, denn ihr Frustrationslevel hält sich trotz geringer Jobaussichten, verbockter Gespräche oder Absagen ziemlich in Grenzen.
1. Sie war verreist und wird es (diesmal gemeinsam mit dem Gatten) in Kürze wieder tun.
2. Das Arbeitslosengeld rollt alle zwei Wochen ein.
3. Der Tagesplan funktioniert, sie ist fit und gesund und das bisschen Haushalt ist auch kein Problem.
4. Inzwischen verfügt sie über mehrere Versionen ihres Lebenslaufs, den sie der jeweiligen Stellenanzeige anpasst.
5. Im Rahmen des Networking hat sie alte Kontakte wiederbeleben können, Referenzen erhalten und sogar zwei Vorstellungsgespräche vermittelt bekommen.
6. Sparpotential ist noch vorhanden und kann bei Bedarf aktiviert werden.
7. Etwas Neues habe Sonja auch ausprobiert: Kanufahren.
Langeweile habe ich bisher keine, sagt die Workaholic.
1. Sie war verreist und wird es (diesmal gemeinsam mit dem Gatten) in Kürze wieder tun.
2. Das Arbeitslosengeld rollt alle zwei Wochen ein.
3. Der Tagesplan funktioniert, sie ist fit und gesund und das bisschen Haushalt ist auch kein Problem.
4. Inzwischen verfügt sie über mehrere Versionen ihres Lebenslaufs, den sie der jeweiligen Stellenanzeige anpasst.
5. Im Rahmen des Networking hat sie alte Kontakte wiederbeleben können, Referenzen erhalten und sogar zwei Vorstellungsgespräche vermittelt bekommen.
6. Sparpotential ist noch vorhanden und kann bei Bedarf aktiviert werden.
7. Etwas Neues habe Sonja auch ausprobiert: Kanufahren.
Langeweile habe ich bisher keine, sagt die Workaholic.
Locker bleiben
Mon, Jun 15 2009 06:33 PM
| Alltag
Seit einiger Zeit leidet Sonja nun nicht mehr unter Rücken- bzw. Ischiasbeschwerden. Denn neben regelmässigen Besuchen im Fitness-Studio hat sie nun mit Freundin Jane das Kanufahren angefangen. Auch gehen die beiden mindestens zwei mal pro Woche walken.
Gleich in der Nähe befinden sich ein paar schöne Naherholungsgebiete, nur Minuten zu Fuss oder mit dem Auto entfernt: z.B. der North Glenmore Park, die Weaselhead Flats oder der Fishcreek Park.
Dort gibt es unzählige Vogelarten, darunter um diese Zeit auch viele Enten und Kanadagänse mit ihren Küken. Wir haben auch Biber oder Wasserratten beim Eierklau, Rehe beim Äsen und tanzende Schmetterlinge beobachtet. Man hat dort wohl auch schon Cougars, Bären und Elche gesichtet. Das Handbook of the Canadian Rockies hilft dabei, eine Tier- oder Pflanzenart zu bestimmen. Man lernt eben nie aus.
Gleich in der Nähe befinden sich ein paar schöne Naherholungsgebiete, nur Minuten zu Fuss oder mit dem Auto entfernt: z.B. der North Glenmore Park, die Weaselhead Flats oder der Fishcreek Park.
Dort gibt es unzählige Vogelarten, darunter um diese Zeit auch viele Enten und Kanadagänse mit ihren Küken. Wir haben auch Biber oder Wasserratten beim Eierklau, Rehe beim Äsen und tanzende Schmetterlinge beobachtet. Man hat dort wohl auch schon Cougars, Bären und Elche gesichtet. Das Handbook of the Canadian Rockies hilft dabei, eine Tier- oder Pflanzenart zu bestimmen. Man lernt eben nie aus.
Masseinheiten-Chaos
Sun, Jun 14 2009 11:26 AM
| Alltag
Eines der letzten grossen Geheimnisse des nordamerikanischen Kontinents, das sich dem Europäer wahrscheinlich niemals vollständig erschliessen wird, ist die Handhabung von Masseinheiten. Obwohl Kanada sich bereits seit Jahrzehnten offiziell dem metrischen System angeschlossen hat, denken die meisten, speziell die Älteren, weiterhin imperial.
Kaum jemand benutzt Meter und Centimeter, fast alles wird in Feet (0.305m) und Inches (2.54cm) gemessen. Das Kilogramm wird meist zum imperialen Pfund (0.454kg), das zur weiteren Verwirrung mit lbs abgekürzt wird, ohne das jemand wüsste, warum (altrömisch für libra = Waage mit inkorrektem Plural-"s"). Ganz schlimm wird es, wenn man den Autoverkäufer nach dem Verbrauch eines Autos fragt: Miles per Gallon steht dafür, wieviel Meilen man mit einer Gallone Benzin (3.78l, da es sich hier um die amerikanischen Gallone handelt, die imperiale hat 20% mehr), also 20mpg = 11.8l/100km. Ach, und die Unze gibt es als flüssige und als Mengeneinheit.
Das wirkt sich natürlich auch auf Packungseinheiten aus, denn obwohl die meisten Produkte metrisch ausgezeichnet sind, wurden viel doch in den USA produziert, und verständlicherweise werden für den kleinen kanadischen Markt keine speziellen Packungsgrössen produziert. Man kann so manche schöne Stunde damit verbringen, zu raten, wo jetzt diese seltsame Verpackungsmenge her kommt: z.B. entsprechen 2.84 l auf Orangensäften einer 3/4 Gallone und 0.35 l auf Coladosen sind 12 Unzen (1 Gallone = 128 Unzen).
Vergleichsweise einfach ist die Umrechnung der Grundfläche einer Wohnung: die 1,000 Square Feet übersetzen sich in 92 Quadratmeter, man ist also mit einem Faktor 1:10 recht nahe dran. Man bemerke, das das Komma in 1,000 dem Punkt in den europäischen 1.000 entspricht...
Trotzdem gewöhnt man sich dran. Nach "nur" 4 Jahren ist uns dieses ganze Durcheinander einigermassen in Fleisch und Blut übergegangen. Ab und zu wird man dann aber doch kalt erwischt, wenn z.B. an der Fleischtheke der Preis für's Steak gross mit 15 $ beworben wird, dies dann aber der Pfundpreis ist, während das abgewogene Stück dann mit dem kg-Preis beklebt wird. Plötzlich ist das Ding dann doppelt so teuer!

Kaum jemand benutzt Meter und Centimeter, fast alles wird in Feet (0.305m) und Inches (2.54cm) gemessen. Das Kilogramm wird meist zum imperialen Pfund (0.454kg), das zur weiteren Verwirrung mit lbs abgekürzt wird, ohne das jemand wüsste, warum (altrömisch für libra = Waage mit inkorrektem Plural-"s"). Ganz schlimm wird es, wenn man den Autoverkäufer nach dem Verbrauch eines Autos fragt: Miles per Gallon steht dafür, wieviel Meilen man mit einer Gallone Benzin (3.78l, da es sich hier um die amerikanischen Gallone handelt, die imperiale hat 20% mehr), also 20mpg = 11.8l/100km. Ach, und die Unze gibt es als flüssige und als Mengeneinheit.
Das wirkt sich natürlich auch auf Packungseinheiten aus, denn obwohl die meisten Produkte metrisch ausgezeichnet sind, wurden viel doch in den USA produziert, und verständlicherweise werden für den kleinen kanadischen Markt keine speziellen Packungsgrössen produziert. Man kann so manche schöne Stunde damit verbringen, zu raten, wo jetzt diese seltsame Verpackungsmenge her kommt: z.B. entsprechen 2.84 l auf Orangensäften einer 3/4 Gallone und 0.35 l auf Coladosen sind 12 Unzen (1 Gallone = 128 Unzen).
Vergleichsweise einfach ist die Umrechnung der Grundfläche einer Wohnung: die 1,000 Square Feet übersetzen sich in 92 Quadratmeter, man ist also mit einem Faktor 1:10 recht nahe dran. Man bemerke, das das Komma in 1,000 dem Punkt in den europäischen 1.000 entspricht...
Trotzdem gewöhnt man sich dran. Nach "nur" 4 Jahren ist uns dieses ganze Durcheinander einigermassen in Fleisch und Blut übergegangen. Ab und zu wird man dann aber doch kalt erwischt, wenn z.B. an der Fleischtheke der Preis für's Steak gross mit 15 $ beworben wird, dies dann aber der Pfundpreis ist, während das abgewogene Stück dann mit dem kg-Preis beklebt wird. Plötzlich ist das Ding dann doppelt so teuer!

Hust, Schnief, Keuch, Röchel
Thu, Jun 4 2009 07:36 AM
| Alltag
Reich mir mal bitte ein Tempo, meint Sonja, und Roland greift zur Kleenex Box. Das nordamerikanische Brandmarketing für Einwegtaschentücher hat sich in dem Fall bei uns noch nicht durchgesetzt.Letztes Wochenende war so tolles Wetter, dass wir bis mitten in die Nacht draussen gesessen haben. Die Quittung dafür bekam Sonja prompt in Form einer ausgewachsenen Erkältung mit vollem Programm. Durch Nies- und Hustattacken und Fieber fast völlig ausser Gefecht gesetzt, pendelt sie schon seit Montag zwischen Sofa, Bett und Fernseher hin und her und hat sogar die Lust am Computer verloren (Das will schon was heissen). Wegen Ansteckungsgefahr und Verlust der Stimme musste sie sogar leider einige Termine in dieser Woche platzen lassen. Was für eine Verschwendung von Lebenszeit. Hoffentlich ist sie bis nächste Woche fit, wenn ihr Kanu-Kurs auf dem Glenmore Reservoir beginnt...
Backwahn
Sun, May 31 2009 05:07 PM
| Alltag
Roland hat eine neue "Religion" entdeckt, den Backwahn! Mindestens einmal in der Woche macht er sich in der Küche breit, staubt alles mit Mehl voll, schmiert überall Teig hin und blockiert die Mikrowelle, weil der Brotteig durch die Wärme der eingeschalteten Beleuchtung wunderbar aufgeht.Es gibt jedoch noch viel zu lernen, deshalb kommt auf jedes dritte richtig gute Brot (z.B. Rosinenplatz, Sauerteig-Toast, Ciabatta mit eingelegten Tomaten) auch ein "Brick", ein Backstein, der überhaupt nicht aufgegangen ist. Aber die Resultate werden doch immer besser!
Und wenn's mal gar nicht hinhaut: ein Zitronenkuchen mit Zuckerguss oder Pizzateig klappen immer!
Das Übliche...
Sat, May 30 2009 02:44 PM
| Alltag
In den Zeiten des Internet-Streamings ist es irgendwie immer möglich, eine Quelle zu finden, auf der man sich Fussballspiele live anschauen kann. So ist es Roland auch diesmal gelungen, den Auftritt von Bayer Leverkusen im DFB-Pokalfinale live mit zu erleben. Mit dem üblichen Resultat...
Wie auch immer: Glückwünsche nach Bremen zu einem verdienten Pokalsieg, und die Bayer 04-Geschäftsstelle nimmt ab sofort Trainerbewerbungen entgegen. Wie wär's mit Huub Stevens?
Wie auch immer: Glückwünsche nach Bremen zu einem verdienten Pokalsieg, und die Bayer 04-Geschäftsstelle nimmt ab sofort Trainerbewerbungen entgegen. Wie wär's mit Huub Stevens?
Da Guido!
Tue, May 26 2009 09:00 PM
| Alltag
Es gibt ihn also doch, den guten Italiener in Calgary. Zu unserem heutigen zehnten Hochzeitstag haben wir es uns einfach mal gegönnt, ein uns noch unbekanntes italienisches Restaurant, das Da Guido aus zu probieren, und wir waren begeistert. Eine wunderbare Bruschetta als Start, dazu grandioses frisch gebackenes Brot, zur Vorspeise eine Stracciatella und ein Carpaccio, als Hauptspeise Gamberoni für Sonja und Heilbutt für Roland, zum Nachtisch Tartuffo, alles ein einziges Gedicht!
Jetzt sind wir völlig voll gefressen und noch überwältigt von den kulinarischen Erlebnissen. Warum hat uns nur niemand früher von diesem Restaurant erzählt?

Jetzt sind wir völlig voll gefressen und noch überwältigt von den kulinarischen Erlebnissen. Warum hat uns nur niemand früher von diesem Restaurant erzählt?

Es wird grün!
Mon, May 11 2009 12:11 PM
| Alltag
Fast Food Weekend
Sun, Apr 26 2009 09:56 PM
| Alltag

Wir haben ein echtes Fast Food-Wochenende hinter uns, können aber zu unserer Ehrenrettung anführen, dass das meiste selbstgemacht war...
Am Freitag hatten wir Alison und Manuel zu Besuch, und Roland hat eine Pizza gemacht (natürlich mit selbstgemachtem Olivenöl-Buttermilch-Teig). Am Samstag waren wir dann wirklich faul, denn es gab den Sirloin Burger von A&W; das reicht jetzt auch wieder für sechs Wochen...
Heute war Thomas da, und Sonja hat ihre berühmte Currywurst mit "Pommes Alison" (mit Öl besprühte gebackene Fritten) und frischem Krautsalat bereitet. Lecker!!!! Jetzt steht aber fasten an, und - für Roland - die Wiederaufnahme der regelmässigen Laufrunden, die ihn im letzten Jahr bis auf 97 kg herunter gebracht haben!
Dolce far niente
Wed, Apr 22 2009 07:17 PM
| Alltag
Nach einem Monat (F)unemployment
Mon, Apr 20 2009 06:18 PM
| Alltag
Manchmal eignet sich die englische Sprache einfach besser für Wortspiele. (F)unemployment führt von einer einer negativen Erfahrung in eine positive Sichtweise der Dinge. Sinnbildlich: Arbeitslos und Spass dabei.
Das funktioniert natürlich nur, solange man unabhängig ist, und keine Kinder, Hunde, Katzen, Kegel oder sonstige Verpflichtungen hat, einen bescheidenen Lebenstil führt (dort besteht vielleicht noch etwas Nachbesserungsbedarf) und am besten noch einen Verdiener (den Gatten) im Team hat.
Der Gatte arbeitet und der Staat zahlt Arbeitslosenunterstützung, doch was tut Sonja dafür? Wie beruhigt frau das schlechte Gewissen und kompensiert die Schuldgefühle, keinen Beitrag mehr zum Unterhalt und zur Gesellschaft zu leisten?
Also wird zunächst die Wohnung von oben bis unten geputzt, der Boden gewienert, die Fliesen geschrubbt und die Fenster auf Hochglanz gebracht. Danach werden sämtliche Schränke ausgemistet und zur Verärgerung des Gatten komplett reorganisiert.
Die populärste Frage der nächsten Tage wird: 'Schatz, wo finde ich denn jetzt den/die/das @#&*! (…)?' Das Ausmisten hat natürlich wieder für weiteren Schmutz gesorgt, der selbstverständlich beseitigt werden muss... ein Teufelskreis.
Ein weiteres Projekt ist die Papierablage. Die Datenbank muss auch mal wieder organisiert, die Fotos gesichtet und die Musik-Playlisten neu erstellt werden. Es gibt so viel zu tun... so vergehen die Tage.
George Clooney und Karl der Koyote
Tue, Mar 31 2009 07:53 PM
| Alltag
Kaum hatte sich Sonja für einen schwer verdienten kleinen Urlaub nach Deutschland verabschiedet, wurde Roland von der im Büro grassierenden und ausgerechnet vom "Health & Safety"-Beauftragten eingeschleusten Grippewelle erwischt. Na toll!
Im Normalfall ist das eine Sache von ein, zwei Tagen Bettruhe, und gut ist. Da aber ausgerechnet in dieser Woche die vierteljährliche Inventur anstand, musste Roland trotzdem in die Firma, mit der logischen Konsequenz, dass a) die blöde Grippe diesmal über eine Woche dauerte und b) Roland natürlich jetzt noch andere Leute angesteckt hat. Tut ihm auch fürchterlich leid!
Langsam wird's besser, sodass er heute endlich mal wieder beim Friseur vorbei geschaut hat. Die arme Friseurin wusste gar nicht, wohin mit all den abgeschnittenen Haaren. Sie dachte sogar darüber nach, sie für eine Perücke zu verwenden. Nicht ganz so charmant wie die philippinische Friseurin in Vancouver, die Roland's ergraute Haarpracht mit der von George Clooney verglichen hat. Dafür gab's dann natürlich ein ordentliches Trinkgeld...
Auf dem Weg nach Hause rannte Karl der Koyote vor Roland über die Strasse. Hallo, Karl, lange nicht gesehen!

Im Normalfall ist das eine Sache von ein, zwei Tagen Bettruhe, und gut ist. Da aber ausgerechnet in dieser Woche die vierteljährliche Inventur anstand, musste Roland trotzdem in die Firma, mit der logischen Konsequenz, dass a) die blöde Grippe diesmal über eine Woche dauerte und b) Roland natürlich jetzt noch andere Leute angesteckt hat. Tut ihm auch fürchterlich leid!
Langsam wird's besser, sodass er heute endlich mal wieder beim Friseur vorbei geschaut hat. Die arme Friseurin wusste gar nicht, wohin mit all den abgeschnittenen Haaren. Sie dachte sogar darüber nach, sie für eine Perücke zu verwenden. Nicht ganz so charmant wie die philippinische Friseurin in Vancouver, die Roland's ergraute Haarpracht mit der von George Clooney verglichen hat. Dafür gab's dann natürlich ein ordentliches Trinkgeld...
Auf dem Weg nach Hause rannte Karl der Koyote vor Roland über die Strasse. Hallo, Karl, lange nicht gesehen!

Schöne Aussichten
Wed, Feb 25 2009 05:50 PM
| Alltag
If life throws you a lemon - make lemonade.
Joan Collins
Tantrum
Sat, Feb 7 2009 08:04 PM
| Alltag
Diese Footage ist auf dem Weg zum "House-Sitting" bei unseren Freunden entstanden. Die langgezogenen Flure in unserem Wohnblock haben ja schon immer an das Overlook-Hotel aus dem Film Shining erinnert...
Aber keine Sorge! Bisher ist uns das Cabinfever, in welchem Jack Torrance (Nicholson) axtschwingenderweise seine Familie durch verlassene Hotelflure jagt, noch erspart geblieben. Das mag u.a. daran liegen, dass uns der Chinook hin und wieder mal mit warmen Temperaturen überrascht, aber vielleicht auch, dass wir jeden Morgen flüssigen Sonnenschein in Form eines frisch (vom Gatten) gepressten Grapefruit-Orangen-Zitronensaft zu uns nehmen, und wir uns immer noch und immer wieder an diesen Eindrücken in unserem "hauseigenen" Park erfreuen können.



Aber keine Sorge! Bisher ist uns das Cabinfever, in welchem Jack Torrance (Nicholson) axtschwingenderweise seine Familie durch verlassene Hotelflure jagt, noch erspart geblieben. Das mag u.a. daran liegen, dass uns der Chinook hin und wieder mal mit warmen Temperaturen überrascht, aber vielleicht auch, dass wir jeden Morgen flüssigen Sonnenschein in Form eines frisch (vom Gatten) gepressten Grapefruit-Orangen-Zitronensaft zu uns nehmen, und wir uns immer noch und immer wieder an diesen Eindrücken in unserem "hauseigenen" Park erfreuen können.
Humbug!
Thu, Jan 8 2009 05:40 PM
| Alltag
Wieder einmal hat Sonja Diagnose und Therapie in die eigene Hand genommen. Nachdem die typischen postoperativen Beschwerden der OP im März 2008 abgeklungen waren, litt sie immer noch unter wiederkehrenden starken Schmerzattacken. Der Arzt, der die OP durchgeführt hatte, sagte, es könne bei dem Eingriff schon mal vorkommen, dass dabei Nerven verletzt werden.
In mehrfachen Sitzungen hat Sonja also Betäubungsspritzen in die betroffene Region bekommen, die für kurzfristige Erleichterung, nicht aber für eine Heilung sorgten. Danach wurde sie zum Allgemeinmediziner zwecks weiterer Behandlung verwiesen.
Arzt A ignorierte die Nervensache dann sofort und tippte auf Infektion. Er verschrieb Antibiotika und starke Schmerzmittel. Die Schmerzen blieben, dafür kamen dann Magenschmerzen dazu. Das führte unweigerlich zum Wechsel nach Ärztin B. Diese vermutete einen entzündeten Ischiasnerv, bot ein anderes Schmerzmittel und weitere Antibiotika an. Die Rückenschmerzen wurden daraufhin tatsächlich besser und die Präparate wurden gut vertragen, die Schmerzen in der Seite und im Bein blieben jedoch leider unverändert. Nebenbei wurde frau noch zum Chiropraktiker und zur Massage geschickt, da die Symptome auch von Muskelkrämpfen herrühren könnten (zahlt gottseidank die Krankenzusatzversicherung des derzeitigen Arbeitgebers), aber auch das versprach nur begrenzte Besserung.
Da Sonja nun nicht den Rest ihres Daseins mit der Einnahme von starken Schmerzmitteln verbringen wollte, wurde nun das allwissende Orakel Google zurate gezogen und heraus gefunden, dass Akupunktur sowohl bei postoperativen, als auch bei Ischiasbeschwerden fuer Heilung oder wenigestens Erleichterung sorgen kann. Also, chinesische Doktor-Frau aufgesucht! Sofort nach der ersten Sitzung waren keine Medikamente mehr noetig!
Diese Erfahrung ist sicher nicht typisch kanadisch. Wir haben solche Stories (Man erinnere sich an Roland’s postoperative Stimmbandlähmung, O-Ton des deutschen HNO Arztes: Sprachtherapie ist Humbug!) auch in Deutschland erlebt. Trotzdem wäre es doch manchmal hilfreich für den leidenden Patienten, wenn sich mehr Schulmediziner solchen Alternativen offener gegenüber zeigen wuerden, und nicht bei allgemeiner Ratlosigkeit immer sofort zu Breitbandantibiotika und Schmerzmittel greifen würden.
Der einzige Nachteil:
In mehrfachen Sitzungen hat Sonja also Betäubungsspritzen in die betroffene Region bekommen, die für kurzfristige Erleichterung, nicht aber für eine Heilung sorgten. Danach wurde sie zum Allgemeinmediziner zwecks weiterer Behandlung verwiesen.
Arzt A ignorierte die Nervensache dann sofort und tippte auf Infektion. Er verschrieb Antibiotika und starke Schmerzmittel. Die Schmerzen blieben, dafür kamen dann Magenschmerzen dazu. Das führte unweigerlich zum Wechsel nach Ärztin B. Diese vermutete einen entzündeten Ischiasnerv, bot ein anderes Schmerzmittel und weitere Antibiotika an. Die Rückenschmerzen wurden daraufhin tatsächlich besser und die Präparate wurden gut vertragen, die Schmerzen in der Seite und im Bein blieben jedoch leider unverändert. Nebenbei wurde frau noch zum Chiropraktiker und zur Massage geschickt, da die Symptome auch von Muskelkrämpfen herrühren könnten (zahlt gottseidank die Krankenzusatzversicherung des derzeitigen Arbeitgebers), aber auch das versprach nur begrenzte Besserung.
Da Sonja nun nicht den Rest ihres Daseins mit der Einnahme von starken Schmerzmitteln verbringen wollte, wurde nun das allwissende Orakel Google zurate gezogen und heraus gefunden, dass Akupunktur sowohl bei postoperativen, als auch bei Ischiasbeschwerden fuer Heilung oder wenigestens Erleichterung sorgen kann. Also, chinesische Doktor-Frau aufgesucht! Sofort nach der ersten Sitzung waren keine Medikamente mehr noetig!
Diese Erfahrung ist sicher nicht typisch kanadisch. Wir haben solche Stories (Man erinnere sich an Roland’s postoperative Stimmbandlähmung, O-Ton des deutschen HNO Arztes: Sprachtherapie ist Humbug!) auch in Deutschland erlebt. Trotzdem wäre es doch manchmal hilfreich für den leidenden Patienten, wenn sich mehr Schulmediziner solchen Alternativen offener gegenüber zeigen wuerden, und nicht bei allgemeiner Ratlosigkeit immer sofort zu Breitbandantibiotika und Schmerzmittel greifen würden.
Der einzige Nachteil:
Feuerzangenbowle
Sat, Dec 20 2008 11:36 PM
| Alltag
"Also die alkoholische Gärung - oder vielmehr die Gärung des Alkohols - sie erzeugt Alkohol - das heißt also, der Alkohol erzeugt Gärung - sogenannte alkoholische Gärung -"
"Pfeiffer, Sie faseln."
"Der gärende Alkohol fängt an zu faseln - fänft an in faselnde Gärung überzugehen - und so entsteht Heidelbeerfusel - Heidelbeerfasel"
"Was ist los met Ehnen?"
"Nichts, Herr Professor. Und wenn dann der Heidelbeerfusel beziehungsweise Alkohol- oder vielmehr der Heidelbeerkohl - ich meine: der gärende Altheidelbeerkohl..."
Nach zweimaligem Auslösen des Feueralarms, war das Werk vollendet. Prost! In diesem Sinne, berauschte Grüsse aus Calgary!
Nie wieder essen!
Sun, Dec 14 2008 06:34 PM
| Alltag
Alle Jahre wieder geht's zum Brunchen ins Banff Springs Hotel. Mit Guido und Andrea machten wir uns also bei minus 32 Grad in das eine Stunde entfernte Banff auf. Es war nur wenig Verkehr, die Strassen waren befahrbar und auf den Wagen konnten wir uns auch verlassen. Dennoch hatten wir für den Fall der Fälle neben warmen Jacken auch Winterstiefel und Schlafsäcke dabei. Nach fast drei Stunden Völlerei machten wir uns dann wieder erschöpft auf den Heimweg. Es war wieder köstlich.
Allerdings war der Tag für uns noch nicht vorbei. Bei Tommy Hilfiger gab es 40% Rabatt (Mann, haben wir wieder gespart!) und bei Mark's Workwear (Sonja bekommt hier Firmenrabatt) haben wir für Roland noch winterfeste Kleidung besorgt, da er nächste Woche die Inventur beaufsichtigt. Die Zählmannschaft ist bei zweistelligen Minusgeraden um diese Aufgabe wirklich nicht zu beneiden.
Inhaltsangabe 2008
Sat, Dec 13 2008 11:08 AM
| Alltag
Für diejenigen, die zu faul (oder zu beschäftigt) sind, unseren Blog über das Jahr zu verfolgen, gibt es wieder mal eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse:
Der Januar ist von Winterstürmen begleitet, so dass wir es vorziehen im Haus zu bleiben.
Im Februar berichten wir von Arbeitserfahrungen, Wahlen und der Mondfinsternis.
Im März feiern wir Pam’s Hochzeit, wollen uns vom letzten Balast in Deutschland - unserer Wohnung - trennen und Sonja wird operiert.
Der April bringt uns die ersten T-Shirt geeigneten Temperaturen, Lyle Lovett, einen Ausflug nach Banff und die Geburt von Neffe J.P.
Der Mai hält für uns den Besuch in Deutschland, Kurztripps durch die Prärie und Foothills und die Frühjahrsflut bereit.
Im Juni wohnen wir einer bangladesischen Hochzeit bei und haben das Vergnügen, langersehntem Besuch die Schönheit der Rockies zu zeigen.
Im Juli ist es Zeit für Stampede, Sun and Salsa und das Folkfest.
Im August kündigt Sonja ihren Job, Roland ist auf Geschäftsreise in Houston und wir fliegen nach Nova Scotia.
Der September führt uns durch Neufundland, dann zurück nach Nova Scotia, PEI und New Brunswick, bevor Sonja dann ihren neuen Job antritt.
Im Oktober gönnen wir uns ein Wellness-Wochenende in Banff, und es gibt erste Eindrücke aus Sonja’s neuem Arbeitsumfeld und zur veränderten Wirtschaftslage.
Im November geht mit Obama's Wahl ein Aufatmen durch die Welt, neben der Rezession schlägt auch ein Meteor in Alberta ein und die Stampeders gewinnen den Grey Cup.
Der Dezember erscheckt mit einer Kündigungswelle und einem Wintereinbruch, überrascht mit Weihnachtspaketen aus aller Welt und hat einen Besuch in Vancouver auf dem Plan.
Wir möchten uns auch dieses Jahr für das Interesse, die Anregungen und das Feedback bei unseren LeserInnen bedanken und wünschen Euch allen besinnliche Festtage und ein gutes neues Jahr. Stay tuned!
Der Januar ist von Winterstürmen begleitet, so dass wir es vorziehen im Haus zu bleiben.
Im Februar berichten wir von Arbeitserfahrungen, Wahlen und der Mondfinsternis.
Im März feiern wir Pam’s Hochzeit, wollen uns vom letzten Balast in Deutschland - unserer Wohnung - trennen und Sonja wird operiert.
Der April bringt uns die ersten T-Shirt geeigneten Temperaturen, Lyle Lovett, einen Ausflug nach Banff und die Geburt von Neffe J.P.
Der Mai hält für uns den Besuch in Deutschland, Kurztripps durch die Prärie und Foothills und die Frühjahrsflut bereit.
Im Juni wohnen wir einer bangladesischen Hochzeit bei und haben das Vergnügen, langersehntem Besuch die Schönheit der Rockies zu zeigen.
Im Juli ist es Zeit für Stampede, Sun and Salsa und das Folkfest.
Im August kündigt Sonja ihren Job, Roland ist auf Geschäftsreise in Houston und wir fliegen nach Nova Scotia.
Der September führt uns durch Neufundland, dann zurück nach Nova Scotia, PEI und New Brunswick, bevor Sonja dann ihren neuen Job antritt.
Im Oktober gönnen wir uns ein Wellness-Wochenende in Banff, und es gibt erste Eindrücke aus Sonja’s neuem Arbeitsumfeld und zur veränderten Wirtschaftslage.
Im November geht mit Obama's Wahl ein Aufatmen durch die Welt, neben der Rezession schlägt auch ein Meteor in Alberta ein und die Stampeders gewinnen den Grey Cup.
Der Dezember erscheckt mit einer Kündigungswelle und einem Wintereinbruch, überrascht mit Weihnachtspaketen aus aller Welt und hat einen Besuch in Vancouver auf dem Plan.
Wir möchten uns auch dieses Jahr für das Interesse, die Anregungen und das Feedback bei unseren LeserInnen bedanken und wünschen Euch allen besinnliche Festtage und ein gutes neues Jahr. Stay tuned!
Ja ist denn schon Weihnachten?
Fri, Dec 5 2008 07:36 PM
| Alltag

Gleich zwei Pakete sind in den letzten zwei Tagen bei uns angekommen! Zunächst gab es eines von Petra aus Virginia, die - dank Aldi und eines Ladens für Bundeswehrangehörige - einen direkten Zugang zu Süssigkeiten aus Deutschland hat. Marzipankartoffeln, Dominosteine (hat Roland schon verputzt) und viele weitere Leckereien haben ihren Weg nach Calgary gefunden. Vielen, vielen Dank in Richtung Südosten!
Heute hat Roland dann schwer an einem Paket aus Deutschland zu schleppen gehabt. Die versammelten Mütter sowie Geschwister haben eine Riesen-Kiste zusammengestellt, dessen Portokosten den Staatshaushalt Botswanas sprengen würde. Sonja freut sich ganz besonders über Zentis-Pflaumenmus und ff-Erdnussflips, Roland natürlich über zwei Packungen Miracoli. Ganz zu schweigen von den selbst gebackenen Plätzchen, den Bildern der Nichte, den (natürlich noch nicht ausgepackten) Weihnachtsgeschenken und, und, und... Wow! Tausend Dank nach Deutschland!
Ein Hauch von Broadway
Sun, Nov 30 2008 12:11 AM
| Alltag
... wehte über den Campus der Universität, als im Jubilee Auditorium das Musical Hairspray aufgeführt wurde. Sonja hatte die Tickets zu der (wahrscheinlich) ausverkauften Veranstaltung von einer Kollegin geschenkt bekommen.
Eigentlich machen wir uns nicht ja so viel aus Theaterstücken, in denen die Protagonisten unvermittelt in Gesang ausbrechen, aber die Aufführung war wirklich gelungen, das Bühnenbild geschickt gemacht, die Darsteller spritzig und das Publikum dementsprechend hingerissen. Jep, es hat sich gelohnt, das gelobte heimische Sofa am Samstagabend zu verlassen. Danke, Doina!
Calgary, minus 4 Grad, die Luft ist trocken, ein leichter Nordwestwind... und die Frisur sitzt.
Eigentlich machen wir uns nicht ja so viel aus Theaterstücken, in denen die Protagonisten unvermittelt in Gesang ausbrechen, aber die Aufführung war wirklich gelungen, das Bühnenbild geschickt gemacht, die Darsteller spritzig und das Publikum dementsprechend hingerissen. Jep, es hat sich gelohnt, das gelobte heimische Sofa am Samstagabend zu verlassen. Danke, Doina!
Calgary, minus 4 Grad, die Luft ist trocken, ein leichter Nordwestwind... und die Frisur sitzt.
Did you see the light?
Thu, Nov 20 2008 07:18 PM
| Alltag
Video einer Polizeiwagen Dashboard-Cam in Edmonton
Heute um halb sechs Uhr abends hat es den Himmel über ganz Alberta erleuchtet und wohl auch die Telefonleitungen erglühen lassen, da es hunderte von besorgten und neugierigen Anrufen bei der Polizei oder bei Funk- und Fernsehsendern gegeben hat. Noch rätselt man, ob es ein Ufo, ein Satellit oder ein Meteor gewesen sein kann. Erste Erklärungsversuche hier, hier und hier.
Weckmänner
Sun, Nov 2 2008 04:26 PM
| Alltag

Da Halloween ja so etwas ähnliches ist wie in Deutschland St. Martin (Kinder gehen von Haus zu Haus und bekommen Süssigkeiten), dachten wir, es wäre doch mal wieder nett, einen Weckmann, Stutenkerl, Hefekerl oder wie er in den verschiedenen deutschen Gegenden auch heissen mag, zu backen. Roland besorgte alle nötigen Zutaten, Sonja erledigte das Backen. Natürlich mussten wir auf die Pfeife / den Bischofsstab verzichten, denn solche Utensilien gibt's hier unseres Wissens nicht. Lecker! Einer geht an Alison als Dank für die Inspiration (Sie braucht dafür nicht mal zu singen...).
Aber damit hörte unsere Fleissarbeit nicht auf. Rolands Kollege David brachte einen grossen Sack Gala Äpfel mit, aus denen Roland im Schweisse seines Angesichtes köstlichen Apfelkompott und -saft gemacht hat.
Am Sonntag...
Fri, Oct 24 2008 07:08 PM
| Alltag
schien die Sonne (das tut sie eigentlich fast immer), am Montag kam Herr Mohn (den haben wir aber verpasst), am Dienstag hatten wir Dienst, am Mittwoch war Mitte der Woche, am Donnerstag hat's gedonnert (oder der Nachbar über uns hat etwas Schweres fallen lassen), am Freitag war frei (zumindest für Sonja), na dann muss ja am Samstag das SAMS kommen... das mit den Wunschpunkten... die wir im Moment nicht so dringend brauchen, denn wir sind auch so zufrieden. Ja, und diese Aussage kommt tatsächlich von Deutschen! Noch einmal für die Zweifler: Wir sind in Kanada glücklich und zufrieden und dankbar dafür. Bis auf Kleinigkeiten sind wir gesund geblieben, der Job macht (wieder) Spass und ist genauso (un-)sicher wie in Deutschland. Warum dieses Posting? Haben wir zu viel Gebrauch vom Rotwein aus Nova Scotia gemacht? Mitnichten! Es war einfach eine gute Woche und das Wetter ist immer noch schön und für die Jahreszeit zu warm. Ach ja, und Sonja hat fast jeden zweiten Freitag frei, bringt dann den Haushalt schon mal auf Vordermann, so dass das Wochenende komplett gemeinsam genossen werden kann.
Aufatmen
Fri, Oct 24 2008 06:49 PM
| Alltag
Des Nordamerikaners liebstes Kind kann endlich wieder sorglos gefüttert werden. Seit kurzem gibt es den Liter fossilen Brennstoff wieder unter 1$ zu haben.
Buick Riviera
Fri, Oct 17 2008 12:07 PM
| Alltag

Photo: http://suttonmotorcompany.com
Amerikanische Autos der jüngeren Produktion sind ja an und für sich nicht wirklich schön. Ein Auto ist uns in aber seiner aussergewöhnlichen Hässlichkeit - es erinnert uns an eine hockende Hyäne - schon mehrfach aufgefallen, allerdings konnten wir irgendwie nie herausfinden, um was für ein Fabrikat es sich da eigentlich handelt. Als wenn der Produzent am liebsten gar nicht mit diesem Ding in Verbindung gebracht werden wollte, prangt ein grosses "R" auf seinem Kofferraum, ansonsten keinerlei Hinweis auf den Erbauer. Trotzdem ist es Kollegin Alison gelungen, den Unbekannten mittels Internet-Recherche zu identifizieren: es handelt sich einen Buick Riviera, der schon eine erstaunlich lange Geschichte hinter sich hat. Allerdings wurde die Serie 1999 nach 36 Jahren Produktion und acht Baureihen eingestellt, mit Sicherheit als Folge des völlig verunglückten Designs der achten Generation.
Trotzdem könnte die Geschichte ein glückliches Ende nehmen, denn für 2009 ist eine neue Generation geplant, und die scheint doch ein wenig interessanter auszusehen:

Photo: wikipedia
WTF
Thu, Aug 28 2008 10:52 PM
| Alltag
Falls diese Überschrift auch im Datennirvana verloren gehen sollte, der Titel ist WTF (what the...) und soll unserem Ärger Ausdruck verleihen, dass wohl der Feed zwischen unserer Homepage und dem Blog mal wieder nicht richtig funktioniert. ARGH!
Kanadische Kreditprüfung
Wed, Aug 13 2008 08:19 PM
| Alltag

Auf den Seiten der Financial Consumer Agency of Canada (= Amt für finanziellen Verbraucherschutz) gibt es eine sehr interessante Publikation Understanding Your Credit Report and Credit Score, in der erklärt wird, wie in Kanada die Prüfung der Kreditwürdigkeit vorgenommen wird.
Die wichtigsten Punkte, die geprüft werden, sind
- zahle ich immer pünktlich meine (Kreditkarten-)rechnungen?
- mussten Rechnungen bei mir eingetrieben werden?
- wie ist das Limit meiner Kreditkarte und wie weit habe ich es ausgeschöpft?
- seit wann habe ich Kredite (je länger, desto besser!)?
- wie oft wurde in letzter Zeit eine Kreditauskunft über mich eingeholt (je seltener, desto besser)?
- habe ich neben der Kreditkarte noch weitere Schulden?
Bewertet wird man dabei mit Hilfe eines Punktesystems, das die angeführten Kriterien mit unterschiedlichen Gewichten berücksichtigt. Dabei liegt man immer zwischen 300 (sehr schlecht) und 900 (sehr gut) Punkten. Eine Punktzahl von über 800 Punkten wird dabei als sehr gut angesehen.

Quelle: fcac.ca
Man kann seinen Status erfragen bei drei Organisationen: Equifax Canada, TransUnion Canada oder Northern Credit Bureaus. Diese Auskunft ist kostenlos, wenn man sie schriftlich beantragt und Kopien von zwei ID's beilegt.
Besucher auf vier Pfoten
Fri, Aug 1 2008 08:31 PM
| Alltag

Da es bei uns in der Wohnung im Sommer manchmal ganz schön warm wird, machen wir schon mal - wie andere Nachbarn auch - unsere Wohnungstür für eine Weile auf, um ein bisschen Durchzug zu bekommen. Diese Gelegenheit wird gerne von einem unserer Nachbarschaftskater namens Tom genutzt, um unsere Wohnung genauer zu inspizieren. War Tom zu Beginn noch sehr vorsichtig und liess uns nicht näher als zwei Meter an ihn heran kommen, so ist er mittlerweile - dank seiner Neugierde - sehr zutraulich geworden und lässt sich liebend gerne von uns streicheln. Auf diese Art und Weise kommt man dann auch endlich mal mit dem einen oder anderen Nachbarn ins Gespräch!

Ein klassisches Date
Sat, Jul 26 2008 10:07 PM
| Alltag
Dinner and a Movie. Erst haben wir uns ein vorzügliches Abendessen im griechischen Restaurant Broken Plate in Kensington gegönnt, wo die Patrons zur Begeisterung der Kundschaft nicht nur den Nachtisch spektakulär flambierten, sondern auch noch Gläser zerbrachen und Zirtaki tanzten. Opa! Empfehlenswerte Küche!
Danach sind wir mehr im Gedenken an die guten alten Zeiten in neuen X-Files Film gegangen. Untertitel: I want to believe... that there is actually a plot out there. Nach so vielen Jahren Funkstille, hat man von Chris Carter eigentlich mehr erwartet, irgendwie war der Streifen recht lahm und sah aus, wie mit einem Serienbudget in Vancouver gedreht, dennoch Scully und Mulder kamen immer noch gut 'rüber. Jetzt müssen wir wohl mal wieder die alten DVDs herauskramen...
Danach sind wir mehr im Gedenken an die guten alten Zeiten in neuen X-Files Film gegangen. Untertitel: I want to believe... that there is actually a plot out there. Nach so vielen Jahren Funkstille, hat man von Chris Carter eigentlich mehr erwartet, irgendwie war der Streifen recht lahm und sah aus, wie mit einem Serienbudget in Vancouver gedreht, dennoch Scully und Mulder kamen immer noch gut 'rüber. Jetzt müssen wir wohl mal wieder die alten DVDs herauskramen...
Neulich bei Tim Hortons
Tue, Jul 22 2008 07:28 PM
| Alltag
Roland: "Ich hätte gerne eine Chilli-Combo mit Eistee und einem Honey-Cruller"
Verkäuferin: "Was zu trinken dazu?"
Roland: "Ja, einen Eistee"
Verkäuferin: "Dose oder Flasche?"
Roland: "Dose"
Verkäuferin: "Wir haben aber nur Flaschen."
Roland (mal wieder innerlich resignierend): "Na, dann nehme ich eine Flasche..."
Gespräche wie dieses (die einem sicherlich bei jeder Fast-Food-Kette überall auf der Welt geschehen können) lassen uns immer seltener den Service von Tim Hortons in Anspruch nehmen. Allerdings haben wir uns auch an Donuts überfressen (früher drei bis vier pro Monat, jetzt vielleicht einer im halben Jahr), und der Kaffee ist auf Dauer auch nicht mehr der Bringer. Stattdessen sind wir dazu über gegangen, morgens unsere Espressomaschine anzuschmeissen und unsere Thermobecher mit spitzenmässigem Milchkaffee aufzufüllen. Das hat dann auch den wunderbaren Nebeneffekt, dass wir pro Woche bis zu zwei 4-Liter Gallonen Milch verputzen. Und das ist vor allem für Roland mit seinem notorisch niedrigen Calcium-Level eine Wohltat. Ausserdem fühlen wir uns mit unseren Thermobechern in der Hand wir richtige Kanadier!
Verkäuferin: "Was zu trinken dazu?"
Roland: "Ja, einen Eistee"
Verkäuferin: "Dose oder Flasche?"
Roland: "Dose"
Verkäuferin: "Wir haben aber nur Flaschen."
Roland (mal wieder innerlich resignierend): "Na, dann nehme ich eine Flasche..."
Gespräche wie dieses (die einem sicherlich bei jeder Fast-Food-Kette überall auf der Welt geschehen können) lassen uns immer seltener den Service von Tim Hortons in Anspruch nehmen. Allerdings haben wir uns auch an Donuts überfressen (früher drei bis vier pro Monat, jetzt vielleicht einer im halben Jahr), und der Kaffee ist auf Dauer auch nicht mehr der Bringer. Stattdessen sind wir dazu über gegangen, morgens unsere Espressomaschine anzuschmeissen und unsere Thermobecher mit spitzenmässigem Milchkaffee aufzufüllen. Das hat dann auch den wunderbaren Nebeneffekt, dass wir pro Woche bis zu zwei 4-Liter Gallonen Milch verputzen. Und das ist vor allem für Roland mit seinem notorisch niedrigen Calcium-Level eine Wohltat. Ausserdem fühlen wir uns mit unseren Thermobechern in der Hand wir richtige Kanadier!
Wenn einer eine Reise tut...
Wed, Jun 11 2008 07:49 PM
| Alltag
... dann braucht er/sie erstmal einen gültigen Pass. Um in Kanada aktuell einen neuen Reisepass ausgestellt zu bekommen, muss man laut Angabe des Konsulats derzeit persönlich nach Vancouver reisen, um dort seine Fingerabdrücke scannen zu lassen, und noch ein zweites Mal, um den Pass dann in Empfang zu nehmen. (Es sei denn, man riskiert den Postweg, aber falls das Dokument verloren gehen sollte, geht das ganze nochmal von vorne los). Es ist zwar geplant, die Honorarkonsulate in Edmonton und Calgary bis Ende 2008 mit einem Fingerabdruckscanner auszustatten, damit dann auch dort eine Beantragung von regulären Reisepässen wieder möglich ist, so der Kommentar der zuständigen Dame beim Amt, aber zur Zeit kann in den Honorarkonsulaten nur ein vorläufiger Reisepass, gültig für ein Jahr und nicht gültig für die USA ausgestellt werden. Na gut, wir sehen das mal positiv und planen endlich mal einen Trip nach Vancouver.
Kaffee!
Fri, May 23 2008 08:23 AM
| Alltag
Noch ein weiteres bahnbrechendes Ereignis in Bezug auf Kaffee: Gegenüber von Rolands Company hat ein Starbuck's eröffnet. Jetzt gibt es endlich eine Gelegenheit, all den Rauchern ihre Raucherpausen heim zu zahlen: die Nichtraucher gehen in der Zeit zu Starbuck's!
Kampf mit der Kaffeemaschine
Wed, May 21 2008 07:30 AM
| Alltag
Heute hatte Roland doch etwas Probleme mit der Kaffeemaschine in seiner Firma. Er stecke einen 10$-Schein hinein und wählte einen grossen Becher Cafe Latte. Er bekam aber nur einen kleinen Becher, und der war auch nur halb voll! Ausserdem gab die Maschine Kleingeld auf 5$ zurück!
Glücklicherweise kennt Roland den Besitzer der Maschine, Darryl, sonst hätte er sie wahrscheinlich mit Fusstritten traktiert. Stattdessen schickte er eine mail an Darryl, und im Laufe des Tages stand der mit einem frischen Kaffee und fünf Dollar in der Tür. Ausserdem versicherte er, die Maschine hätte das nicht persönlich gemeint, "I’m sure it truly appreciates you as a person". Happy End!
Glücklicherweise kennt Roland den Besitzer der Maschine, Darryl, sonst hätte er sie wahrscheinlich mit Fusstritten traktiert. Stattdessen schickte er eine mail an Darryl, und im Laufe des Tages stand der mit einem frischen Kaffee und fünf Dollar in der Tür. Ausserdem versicherte er, die Maschine hätte das nicht persönlich gemeint, "I’m sure it truly appreciates you as a person". Happy End!
In der Aufregung fast vergessen...
Sun, Apr 20 2008 08:19 AM
| Alltag
Dass es ein Junge würde, wussten wir ja bereits, aber wann er denn nun endlich ankommt, war noch nicht ganz klar. Wir sind mal wieder Tante und Onkel geworden. Am 19. April erblickte J.P. mit 49cm und 3,460g die Welt. Gratulation nach Wuppertal, liebes Schwesterlein mit Schwager. Wir sind schon ganz neugierig auf den zukünftigen Geschäftsführer der W.-Unternehmensgruppe.
Darüber haben wir total vergessen, dass unser Kanada-Jubiläum war. Unser VIERTES Jahr in the wild hat begonnen, und das haben wir dann gestern im Sorrentino's mit unseren Freunden Guido und Andrea gefeiert.
Darüber haben wir total vergessen, dass unser Kanada-Jubiläum war. Unser VIERTES Jahr in the wild hat begonnen, und das haben wir dann gestern im Sorrentino's mit unseren Freunden Guido und Andrea gefeiert.
Amen!
Thu, Apr 17 2008 06:54 PM
| Alltag

Foto von LyleLovett.com
Ein Grund in die Kirche zu gehen, war das gestrige Konzert (nein, nur eine kleine Vorstellung, wie der Künstler immer wieder richtig zu stellen versuchte) von Mr Lyle Lovett. Die Veranstaltung fand downtown in der Knox United Church statt, die eine erstaunlich gute Akustik besitzt. Grossartig! Den haben wir nicht zum letzten Mal gesehen.
Die Knox United Church hat sich übrigens auf die Fahnen geschrieben, dass Menschen aller Rassen dort genauso willkommen sind wie Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle. Darüber hinaus wird einmal pro Woche ein "Inn from the Cold" angeboten, bei dem obdachlosen Familien ein freier Schlafplatz mit Abendessen und Frühstück gewährt wird, wobei das Kochen, Vorbereiten und Aufräumen von Freiwilligen erledigt wird. Weiterhin gibt es in der Kirche ein Labyrinth, dass man für Entspannung und Meditation benutzen kann. Tolle Sache, so stellen wir uns christliche Gemeinschaft vor!
Ausgelycost
Sun, Mar 30 2008 03:41 PM
| Alltag
Heute erhielten wir eine ziemlich blöde mail unsere Web-Providers lycos, wir hätten eine "verdächtige" Datei auf unserer Homepage und sie hätten diese Datei gesperrt. Leider ist dies genau die Datei, auf die man zuerst trifft, wenn man unsere Homepage ansteuert, und deshalb war unsere Seite heute nicht erreichbar.
Von lycos gab es - auch auf Nachfrage - keine weitere Information, was diese Datei denn nun so schlimmes anstelle, deshalb haben wir uns entschlossen, das freundliche Angebot unseres Freundes Guido anzunehmen und zwischenzeitlich auf seinen Server umzuziehen, bis wir eine neue Heimat für unsere Seite gefunden haben. Vielen, vielen Dank dafür!
Deshalb seht Ihr jetzt also eine neue Adresse oben im Browser. Wir werden uns bemühen, schnell einen neuen Provider zu finden, damit alles wieder aussieht wie gewohnt. Bei lycos werden wir nicht mehr landen...
Von lycos gab es - auch auf Nachfrage - keine weitere Information, was diese Datei denn nun so schlimmes anstelle, deshalb haben wir uns entschlossen, das freundliche Angebot unseres Freundes Guido anzunehmen und zwischenzeitlich auf seinen Server umzuziehen, bis wir eine neue Heimat für unsere Seite gefunden haben. Vielen, vielen Dank dafür!
Deshalb seht Ihr jetzt also eine neue Adresse oben im Browser. Wir werden uns bemühen, schnell einen neuen Provider zu finden, damit alles wieder aussieht wie gewohnt. Bei lycos werden wir nicht mehr landen...
Auf dem Weg aus der musikalischen Krise?
Fri, Mar 21 2008 05:15 PM
| Alltag
Dass wir hier in Calgary musikalisch nicht gerade verwöhnt werden, haben wir ja bereits mehrfach beschrieben. Neben den durchaus interessanten Konzerten auf der Stampede, einem netten Folk-Festival und einem mittelmässigen Jazz-Festival, dass allerdings im Vergleich zum Beispiel mit dem Leverkusener Jazz-Fest maximal zweitklassig ist, gab es hier bislang wirklich nicht viel zu sehen. Police im letzten Jahr haben einen weiten Bogen um Calgary geschlagen, Yes machen es dieses Jahr genauso, aber Besserung ist in Sicht: im Juli kommt Mark Knopfler (ausverkauft), im Mai gibt's Dream Theater (zu laut für uns alte Leute), Dave Brubeck kommt zum Jazz Festival, und für April konnten wir Karten ergattern für Lyle Lovett, einen unserer Lieblingsmusiker.
Solch gute Konzert-Aussichten hat es hier noch nicht gegeben, seit wir in Calgary sind. Wenn jetzt noch die Bands auf der Stampede stimmen, könnten wir tatsächlich mal wieder gute Live-Musik zu hören bekommen!
Solch gute Konzert-Aussichten hat es hier noch nicht gegeben, seit wir in Calgary sind. Wenn jetzt noch die Bands auf der Stampede stimmen, könnten wir tatsächlich mal wieder gute Live-Musik zu hören bekommen!
Alles wird gut!
Thu, Mar 20 2008 05:14 PM
| Alltag
Seit etwa zwei Jahren litt Sonja unter schmerzhaften Beschwerden und ist damit von Doktor zu Doktor getingelt, oder auch mal in der Notaufnahme gelandet (in Calgary ein besonderes Erlebnis, denn die Wartezeit auf den Arzt betrug "nur" acht Stunden...). Immer wieder wurden Pillen verschrieben, die natürlich nichts halfen, da sie nur die Symptome, jedoch nicht die Ursache bekämpften. Es wurde getestet, geschallt, geröngt, biopsiert, jedoch kam man der Ursache nicht näher. Positiv gesehen, wurden gleichzeitig wenigstens auch viele Krankheiten ausgeschlossen.
Erst der vierte Arztwechsel brachte die Erlösung. Dieser Doktor überwies Sonja endlich zum richtigen Facharzt, der gestern besagtes Problem per Operation aus der Welt schaffte. Der Service in der Tagesklinik des Foothills Hospitals (dort wo auch Cliff seine Erfrierungen kurierte) war excellent und professionell. Sonja wurde in den OP-Raum geführt, allen Beteiligten vorgestellt, dann wurde die Prozedur erklärt, bevor sie schliesslich auf den OP-Tisch hüpfen durfte. Alles ging sehr offen und transparent zu und dient dazu, das Vertrauen der Patienten zu gewinnen, wie man erklärte. Bei Sonja hat's jedenfalls funktioniert. Der Assistenzarzt hatte zwar noch seine Nöte, die Vene zu treffen (er brauchte drei Versuche) aber wir brauchen ja den medizinischen Nachwuchs, also hat sie stillgehalten. Drei Stunden danach wurde sie dann nach Hause entlassen. Natürlich leidet Sonja noch unter den "Nachwehen" des Eingriffs und muss wohl ein paar Tage zu Hause bleiben (das ist schlimmer als die eigentliche OP), aber es geht ihr den Umständen entsprechend gut. Es gibt also nicht nur schlechte Nachrichten an der Gesundheitsfront in Calgary (es sei denn, man ist ein Notfall...). Wie gesagt, alles wird gut.
Erst der vierte Arztwechsel brachte die Erlösung. Dieser Doktor überwies Sonja endlich zum richtigen Facharzt, der gestern besagtes Problem per Operation aus der Welt schaffte. Der Service in der Tagesklinik des Foothills Hospitals (dort wo auch Cliff seine Erfrierungen kurierte) war excellent und professionell. Sonja wurde in den OP-Raum geführt, allen Beteiligten vorgestellt, dann wurde die Prozedur erklärt, bevor sie schliesslich auf den OP-Tisch hüpfen durfte. Alles ging sehr offen und transparent zu und dient dazu, das Vertrauen der Patienten zu gewinnen, wie man erklärte. Bei Sonja hat's jedenfalls funktioniert. Der Assistenzarzt hatte zwar noch seine Nöte, die Vene zu treffen (er brauchte drei Versuche) aber wir brauchen ja den medizinischen Nachwuchs, also hat sie stillgehalten. Drei Stunden danach wurde sie dann nach Hause entlassen. Natürlich leidet Sonja noch unter den "Nachwehen" des Eingriffs und muss wohl ein paar Tage zu Hause bleiben (das ist schlimmer als die eigentliche OP), aber es geht ihr den Umständen entsprechend gut. Es gibt also nicht nur schlechte Nachrichten an der Gesundheitsfront in Calgary (es sei denn, man ist ein Notfall...). Wie gesagt, alles wird gut.
Wir verkaufen unsere Wohnung in Leichlingen!
Sat, Mar 15 2008 12:21 PM
| Alltag

Blick vom Balkon
Da wir uns entschieden haben, noch eine Weile in Kanada zu bleiben, haben wir uns dazu durch gerungen, unsere schöne Wohnung in Leichlingen im Bergischen Land zu verkaufen. Die 3-Zimmer Wohnung verfügt über eine sehr schöne Hanglage mit Blick über Leichlingen und ist sehr, sehr sonnig Bei Interesse hier schauen!
Kobra, übernehmen Sie!
Sun, Mar 9 2008 07:01 PM
| Alltag
Da wir zum Freiwilligen-Heer (auch Impossible Missions Force - kurz IMF genannt) unserer Community gehören, war unser Geheimauftrag diesmal die Akquisition von Unterschriften der Wohnungseigentümer für einen zweiten Rettungsweg zum Gelände. Wir haben den Auftrag und auch die damit verbundenen Risiken (plattgelaufene Füsse und Riesendurst nach endlos wiederholten Erklärungen) akzeptiert und heute Phase Eins abgeschlossen. Wir geben zu, "Klinken putzen" ist nicht unsere Lieblingsbeschäftigung, aber schliesslich sind wir ein Team von neun Agenten, und wir werden diese Mission unter Einsatz unseres Lebens zum Erfolg führen.
"Should any of your IM Force be caught or killed during this mission, the secretary will disavow any knowledge of your actions. This Posting won't self-destruct in 10 seconds, though. Um, however, good luck, Jim."
"Should any of your IM Force be caught or killed during this mission, the secretary will disavow any knowledge of your actions. This Posting won't self-destruct in 10 seconds, though. Um, however, good luck, Jim."
Innere Gelassenheit vs. deutsche Schlager
Sat, Feb 23 2008 11:03 AM
| Alltag
Wir hören ja so gut wie nie Radio in Calgary, denn die Radiolandschaft hier ist schlichtweg unerträglich mit Classic Rock und Country auf allen Kanälen. Stattdessen läuft unser ipod im Dauerbetrieb auf Random, selbst im Auto oder im Büro.
Heute morgen, beim Brötchen holen, hatte Roland seinen ipod allerdings vergessen und zappte sich deshalb durch das Autoradio, als er plötzlich von einem Schlagersänger auf Deutsch angesungen wurde. Wie schön doch Jamaika sei mit seinen langen Sandstränden, den schönen Mädchen und den tollen Reggae-Rhythmen (der Song selber war seltsamerweise im 4/4-Takt): "..und mit einem kleinen Fischerboot segeln wir ins Abendrot!" Kurz bevor Roland das Bewusstsein verlor, war das Lied zu Ende und eine Sprecherin las - mit deutlichem Akzent - zehn Regeln zur Erlangung innerer Gelassenheit vor: "Tu etwas Gutes und erzähle niemandem etwas davon" oder "Tu etwas, wo Du gar keine Lust dazu hast, und halte es durch" oder "Vertrau in Gott, auch wenn die Situation es nicht rechtfertigen sollte". Nachdem sie damit fertig war, kündigte sie an: "Und jetzt kommt Katja Ebstein mit 'Wein nicht um mich, Argentinien'".
Um Roland's innere Gelassenheit war es damit geschehen, aber zum Glück war er gerade beim Bäcker angekommen...
Heute morgen, beim Brötchen holen, hatte Roland seinen ipod allerdings vergessen und zappte sich deshalb durch das Autoradio, als er plötzlich von einem Schlagersänger auf Deutsch angesungen wurde. Wie schön doch Jamaika sei mit seinen langen Sandstränden, den schönen Mädchen und den tollen Reggae-Rhythmen (der Song selber war seltsamerweise im 4/4-Takt): "..und mit einem kleinen Fischerboot segeln wir ins Abendrot!" Kurz bevor Roland das Bewusstsein verlor, war das Lied zu Ende und eine Sprecherin las - mit deutlichem Akzent - zehn Regeln zur Erlangung innerer Gelassenheit vor: "Tu etwas Gutes und erzähle niemandem etwas davon" oder "Tu etwas, wo Du gar keine Lust dazu hast, und halte es durch" oder "Vertrau in Gott, auch wenn die Situation es nicht rechtfertigen sollte". Nachdem sie damit fertig war, kündigte sie an: "Und jetzt kommt Katja Ebstein mit 'Wein nicht um mich, Argentinien'".
Um Roland's innere Gelassenheit war es damit geschehen, aber zum Glück war er gerade beim Bäcker angekommen...
Valentinstag
Thu, Feb 14 2008 06:47 PM
| Alltag
...wird hierzulande als grosses Ereignis gefeiert. Man trägt zur Feier des Tages rote Klamotten, schickt seiner Liebsten Blumen ins Büro und/oder lädt sie abends zum "Valentine-Dinner" ein. Die Restaurants bieten zu diesem Zweck spezielle Menues an, die anzunehmenderweise ziemlich überteuert sein dürften, aber was tut mann nicht alles, um seiner Pflicht nachzukommen? Roland jedenfalls hat nicht viel getan, und so hat er von Seiten seiner Kolleginnen Gruppendruck erfahren: "Keine Blumen? Kein Dinner? Irgendwas musst Du aber tun!"
Kollege Igor musste sowieso zu costco (um Blumen zu kaufen), also vergewisserte sich Roland noch einmal bei Sonja bezüglich der richtigen Handlungsweise. Antwort: "Komm mir bloss nicht mit Blumen nach Hause!" Was also tun? Die Lösung fand er dann tatsächlich bei costco: die gesamte Classic-Serie von Star Trek mit Kirk & Co auf DVD! Die Kolleginnen waren amüsiert, Sonja hat sich riesig gefreut. Und darum geht's doch beim Valentine Day, oder?
Kollege Igor musste sowieso zu costco (um Blumen zu kaufen), also vergewisserte sich Roland noch einmal bei Sonja bezüglich der richtigen Handlungsweise. Antwort: "Komm mir bloss nicht mit Blumen nach Hause!" Was also tun? Die Lösung fand er dann tatsächlich bei costco: die gesamte Classic-Serie von Star Trek mit Kirk & Co auf DVD! Die Kolleginnen waren amüsiert, Sonja hat sich riesig gefreut. Und darum geht's doch beim Valentine Day, oder?
Ein Hoch auf unseren Audi!
Sat, Feb 9 2008 03:26 PM
| Alltag
Nachdem wir ja nun die ersten wirklich kalten Tage dieses Jahres hinter uns haben, wollen wir uns jetzt einmal bei unserem Audi dafür bedanken, dass er uns bislang so sicher durch den Winter gebracht hat. Selbst bei Temperaturen um -30 Grad springt er sofort an, und auf Strassen, auf denen andere Autos wegen der Glätte kaum in Fahrt und schon gar nicht um Kurven kommen, merken wir kaum etwas davon. Beim Bremsen auf glattem Untergrund steigt sofort das ABS ein, und das bei perfekter Spurtreue. Das Fahren im kanadischen Winter würde richtig Spass machen, wenn die anderen Autofahrer nicht wären...
Beim amerikanischen Superbowl gab's übrigens einen neuen Werbespot für den Audi R8, allerdings muss man ein Fan des Paten sein, um ihn zu verstehen:
Beim amerikanischen Superbowl gab's übrigens einen neuen Werbespot für den Audi R8, allerdings muss man ein Fan des Paten sein, um ihn zu verstehen:
Lebensqualität ist...
Tue, Jan 22 2008 05:02 PM
| Alltag
... wenn man mitten in der dunkelsten Zeit des Jahres noch im Hellen nach Hause kommt. In diesem Sinne genehmigen wir uns jetzt erst einmal einen Espresso.
Ehrliche Haut mit Geschäftssinn
Sun, Jan 13 2008 03:16 PM
| Alltag
Kürzlich hatten wir den im Dezember bei einem Parkunfall verusachten Lackschaden in der Werkstatt taxieren lassen. Dort teilte man uns mit, dass wir frühestens im März mit einem Reparaturtermin rechnen können. Wir waren nicht überrascht, denn der Hof stand bereits voller Fahrzeuge, die dem letzten Schneefall zum Opfer gefallen waren.
Vor einigen Tagen erhielten wir dann einen Anruf von John E. (a.k.a. "der blöde Pick-up Truck Fahrer", wir nehmen das an dieser Stelle mal zurück), der sich erkundigen wollte, wie hoch denn der Schaden am Auto gewesen sei, den er vor vier Wochen verursacht hätte. Wir erklärten, dass wir noch keine Reparaturrechnung vorlegen könnten, worauf er anbot, den auf dem Kostenvoranschlag ausgewiesenen Betrag schon einmal zu begleichen. Das hat uns überrascht, erstens, dass er sich überhaupt gemeldet hat und zweitens, dass er den Schaden jetzt schon beglichen hat. Auf die Frage, warum er dieses mache, sagte er, "weil er wegen der Sache ein schlechtes Gewissen hatte und damit er das erstmal aus dem Kopf hat..." Klasse! Desweiteren übergab er noch seine Visitenkarte seiner Firma (für Granit-Arbeitsplatten) und erklärte, dass er uns bei Bedarf auch noch einen guten Deal machen würde. Ist doch nett!
Vor einigen Tagen erhielten wir dann einen Anruf von John E. (a.k.a. "der blöde Pick-up Truck Fahrer", wir nehmen das an dieser Stelle mal zurück), der sich erkundigen wollte, wie hoch denn der Schaden am Auto gewesen sei, den er vor vier Wochen verursacht hätte. Wir erklärten, dass wir noch keine Reparaturrechnung vorlegen könnten, worauf er anbot, den auf dem Kostenvoranschlag ausgewiesenen Betrag schon einmal zu begleichen. Das hat uns überrascht, erstens, dass er sich überhaupt gemeldet hat und zweitens, dass er den Schaden jetzt schon beglichen hat. Auf die Frage, warum er dieses mache, sagte er, "weil er wegen der Sache ein schlechtes Gewissen hatte und damit er das erstmal aus dem Kopf hat..." Klasse! Desweiteren übergab er noch seine Visitenkarte seiner Firma (für Granit-Arbeitsplatten) und erklärte, dass er uns bei Bedarf auch noch einen guten Deal machen würde. Ist doch nett!
Rückblick
Mon, Dec 31 2007 11:08 AM
| Alltag
An unseren Blog-Einträgen erkennt man es schon: Der Alltag ist in unser Einwandererleben eingekehrt. Wir sind weder umgezogen, noch haben wir den Arbeitgeber gewechselt, es gibt keine Sprachbarrieren mehr und wir haben uns einen soliden Freundeskreis augebaut. Kurzum, wir fühlen uns wohl in unserer neuen Heimat und sind auch ein wenig stolz auf das, was wir in den vergangenen zweieinhalb Jahren geschafft haben.
Wir haben das grosse Glück gehabt, beruflich unseren Platz in diesem noch ungebrochenen Wirtschaftsboom zu finden, denn auf Arbeitskräfte im kaufmännischen Bereich hat Kanada nun mal nicht gerade gewartet. Obwohl das Punktesystem der kanadischen Immigrationspolitik es gerade Kandidaten mit akademischem Hintergrund die Einwanderung einfach macht, gesucht und gebraucht werden hier jedoch hauptsächlich Handwerker, und wir freuen uns besonders über die vielen Erfolgsstories, die uns hier berichtet werden.
Auch in diesem Jahr hatten wir wieder wunderbare Begegnungen mit anderen Einwanderern und einigen Besuchern aus Deutschland. Ganz besonders haben wir uns aber über den Besuch unserer Mütter gefreut, und darüber, dass beide so begeistert von unserer neuen Heimat, unserer Wohnung und der kanadischen Landschaft sind.
Ein weiteres Highlight des Jahres war unsere erste "richtige" Urlaubsreise, auf der wir zwei Wochen lang ein Stück Nordwestamerika erkundet haben. Bekanntermassen können wir ja nicht mit den von Deutschland gewohnten sechs Wochen bezahlten Urlaub rechnen, sondern müssen mit 10 bis 15 Tagen Jahresurlaub kalkulieren. Es ist halt für uns immer noch ungewohnt, den Urlaub auch "unbezahlt" zu geniessen. Da sieht man doch mal, wie gut man es doch in Deutschland hatte. ;-)
Leider waren wir auch Zeugen einiger Schicksalsschläge im Freundesreis. Bei Cliff mussten wir miterleben, was für ein grausames Ende ein Abenteuer im Schnee nehmen kann. Der monatelange Krankenhausaufenthalt und die Operation hat ihn nicht nur ein paar Zehen gekostet, sondern sein Leben verändert. Nach monatelanger Rekonvaleszenz ist er (wohl entgültig) nach England zurück gekehrt.
Wir haben Norbert in den letzten Monaten seiner Erkrankung begleitet und konnten doch nur hilflos mit ansehen, wie ein vitaler, lebensfroher Mensch schliesslich vom Krebs besiegt wurde. In seinem Gedenken werden wir mit Hilfe einiger Freunde seine "Deutsche in Calgary"-Gruppe weiter führen.
Auch ist uns das Schicksal einer befreundeten Einwandererfamilie nahe gegangen, deren Beziehung trotz erfolgreichem Start und gelungener Integration die extreme Belastung der Immigration nicht ausgehalten hat, und deren Schicksal in Kanada nun erstmal unbestimmt ist.
Bis auf kleinere Wehwehchen (die lieben Zähne) sind wir von Krankheiten recht verschont geblieben und hoffen, dass es weiterhin so bleibt, da wir von der (lokalen) ärztlichen Kompetenz und medizinischen Versorgung immer noch nicht so recht überzeugt sind. Also bleiben wir gesund und vor allem auch unfallfrei! Trotz dem wir Calgary immer noch für die Hauptstadt der schlechtesten AutofahrerInnen Kanadas halten, sind wir bis auf einen minimalen Parkunfall (so ein blöder Pickup-Fahrer hat uns beim Rücksetzen die Stossstange leicht zerkratzt) unfallfrei durch's Jahr gefahren.
Frohes Neues Jahr, Happy New Year und Bonne Année!
Wir haben das grosse Glück gehabt, beruflich unseren Platz in diesem noch ungebrochenen Wirtschaftsboom zu finden, denn auf Arbeitskräfte im kaufmännischen Bereich hat Kanada nun mal nicht gerade gewartet. Obwohl das Punktesystem der kanadischen Immigrationspolitik es gerade Kandidaten mit akademischem Hintergrund die Einwanderung einfach macht, gesucht und gebraucht werden hier jedoch hauptsächlich Handwerker, und wir freuen uns besonders über die vielen Erfolgsstories, die uns hier berichtet werden.
Auch in diesem Jahr hatten wir wieder wunderbare Begegnungen mit anderen Einwanderern und einigen Besuchern aus Deutschland. Ganz besonders haben wir uns aber über den Besuch unserer Mütter gefreut, und darüber, dass beide so begeistert von unserer neuen Heimat, unserer Wohnung und der kanadischen Landschaft sind.
Ein weiteres Highlight des Jahres war unsere erste "richtige" Urlaubsreise, auf der wir zwei Wochen lang ein Stück Nordwestamerika erkundet haben. Bekanntermassen können wir ja nicht mit den von Deutschland gewohnten sechs Wochen bezahlten Urlaub rechnen, sondern müssen mit 10 bis 15 Tagen Jahresurlaub kalkulieren. Es ist halt für uns immer noch ungewohnt, den Urlaub auch "unbezahlt" zu geniessen. Da sieht man doch mal, wie gut man es doch in Deutschland hatte. ;-)
Leider waren wir auch Zeugen einiger Schicksalsschläge im Freundesreis. Bei Cliff mussten wir miterleben, was für ein grausames Ende ein Abenteuer im Schnee nehmen kann. Der monatelange Krankenhausaufenthalt und die Operation hat ihn nicht nur ein paar Zehen gekostet, sondern sein Leben verändert. Nach monatelanger Rekonvaleszenz ist er (wohl entgültig) nach England zurück gekehrt.
Wir haben Norbert in den letzten Monaten seiner Erkrankung begleitet und konnten doch nur hilflos mit ansehen, wie ein vitaler, lebensfroher Mensch schliesslich vom Krebs besiegt wurde. In seinem Gedenken werden wir mit Hilfe einiger Freunde seine "Deutsche in Calgary"-Gruppe weiter führen.
Auch ist uns das Schicksal einer befreundeten Einwandererfamilie nahe gegangen, deren Beziehung trotz erfolgreichem Start und gelungener Integration die extreme Belastung der Immigration nicht ausgehalten hat, und deren Schicksal in Kanada nun erstmal unbestimmt ist.
Bis auf kleinere Wehwehchen (die lieben Zähne) sind wir von Krankheiten recht verschont geblieben und hoffen, dass es weiterhin so bleibt, da wir von der (lokalen) ärztlichen Kompetenz und medizinischen Versorgung immer noch nicht so recht überzeugt sind. Also bleiben wir gesund und vor allem auch unfallfrei! Trotz dem wir Calgary immer noch für die Hauptstadt der schlechtesten AutofahrerInnen Kanadas halten, sind wir bis auf einen minimalen Parkunfall (so ein blöder Pickup-Fahrer hat uns beim Rücksetzen die Stossstange leicht zerkratzt) unfallfrei durch's Jahr gefahren.
Frohes Neues Jahr, Happy New Year und Bonne Année!
Care-Paket!
Sat, Dec 29 2007 08:40 PM
| Alltag

Unser diesjähriges Weihnachts-Carepaket ist eingetroffen! Leicht verspätet zwar, nämlich zwei Tage nach Weihnachten, aber das tut der Freude keinen Abbruch. Wir sind jetzt bestens ausgestattet mit selbstgebackenen Plätzchen, Feodora-Schokolade, Nimm 2, Dominosteinen, Kandis und allem anderen, was das Herz begehrt. Wir wissen allerdings noch nicht so genau, was wir nun mit den zwei Adventskalendern machen sollen. Halten die sich bis Dezember 2008?! Tausend Dank an das Christkind in Wuppertal!
Mehr Kanada!
Fri, Dec 28 2007 11:25 AM
| Alltag
Rückblickend auf 2007 haben wir feststellen müssen, dass wir zwar von Alberta einiges gesehen haben (ein paar Stipvisiten in Edmonton, in den Norden zum Slave Lake oder wiederholte Besuche der bekannten Ausflugsorte Banff oder Waterton), doch unsere Urlaubsreisen generell Amerika-lastig waren.
Dafür gibt es gute Gründe: Zum einen ist Amerika ein fantastisches Land zum Urlaub machen. Man denke nur an die Nationalparks Yellowstone, Craters of the Moon oder Painted Hills (welche Sonjas Hobby-Geologenherz höher schlagen lassen), an die wilde Küste Oregons (von dem sich "Fischkopp" Sonja nur schwer trennen konnte), den Regenwald in Washington (hier war Roland in seinem Element) und die immigrierten oder importierten drei K's: Kultur, Kunst und vor allem Kulinarisches in Seattle, San Francisco oder New York. Zum anderen werden viele (Billig-)Direktflüge zu den amerikanischen Metropolen angeboten und dank des derzeit starken Kanadischen Dollars ist der Aufenthalt nun mal preiswert.
Dennoch wünschen wir uns (neben Gesundheit) eines ganz besonders für 2008: mehr Kanada-Urlaub zu machen. Die Idee steht schon, wir müssen "nur noch" am Budget arbeiten und unsere Arbeitgeber davon überzeugen, uns entsprechend frei zu geben. Denn mehr als zwei Wochen sollten es schon sein, um die Provinzen Ontario, Quebec, New Brunswick, Nova Scotia, vielleicht sogar PEI und Neufundland im Indian Summer zu er"fahren". Auch ein Stück Amerika soll wieder dabei sein: Vermont und Maine. Mit guten Vorsätzen ist das ja so eine Sache... mal sehen, ob es klappt...
Dafür gibt es gute Gründe: Zum einen ist Amerika ein fantastisches Land zum Urlaub machen. Man denke nur an die Nationalparks Yellowstone, Craters of the Moon oder Painted Hills (welche Sonjas Hobby-Geologenherz höher schlagen lassen), an die wilde Küste Oregons (von dem sich "Fischkopp" Sonja nur schwer trennen konnte), den Regenwald in Washington (hier war Roland in seinem Element) und die immigrierten oder importierten drei K's: Kultur, Kunst und vor allem Kulinarisches in Seattle, San Francisco oder New York. Zum anderen werden viele (Billig-)Direktflüge zu den amerikanischen Metropolen angeboten und dank des derzeit starken Kanadischen Dollars ist der Aufenthalt nun mal preiswert.
Dennoch wünschen wir uns (neben Gesundheit) eines ganz besonders für 2008: mehr Kanada-Urlaub zu machen. Die Idee steht schon, wir müssen "nur noch" am Budget arbeiten und unsere Arbeitgeber davon überzeugen, uns entsprechend frei zu geben. Denn mehr als zwei Wochen sollten es schon sein, um die Provinzen Ontario, Quebec, New Brunswick, Nova Scotia, vielleicht sogar PEI und Neufundland im Indian Summer zu er"fahren". Auch ein Stück Amerika soll wieder dabei sein: Vermont und Maine. Mit guten Vorsätzen ist das ja so eine Sache... mal sehen, ob es klappt...
Gemütlichkeit (gəˈmyːtlɪçkaɪt)
Mon, Dec 24 2007 08:42 AM
| Alltag

Wie es sich für "echte" Kanadier gehört, haben wir doch schon bereits am Sonntag mit Weihnachtseinkäufen begonnen. In unseren Stammgeschäften Sunterra und Italian Superstore haben wir noch eine köstliche Auswahl an Delikatessen für den heutigen Abend erstanden. Entgegen sonstiger Traditionen (Fondue oder Raclette) bieten wir unseren Gästen eine Italienisch-Griechisch-Deutsche Fusion als Buffet an. Es gibt u.a. Tomate mit Bocconcini, Melone mit Prosciutto, aber auch Tzatziki und ganz profan auf speziellen Wunsch des Hausherrn: Frikadellen und Schnitzel. Da viele Geschäfte in diesen Tagen rund um die Uhr geöffnet haben, ist nicht einmal Einkaufsstress aufgekommen. Hut ab vor den fleissigen "Elfen", die in diesen Zeiten Überstunden und Sonderschichten fahren.
Heilig Abend ist ansonsten für uns ein normaler Arbeitstag, an dem jedoch erfahrungsgemäss wenig zu tun ist, und der daher bereits mittags gern offiziell für beendet erklärt wird. Auch auf die Gefahr, dass wir uns wiederholen: Life is good!

Wir weigern uns zwar, das Lichterketten-Wettrüsten mitzumachen, das in der Nachbarschaft praktiziert wird, aber auch wir haben einige Zugeständnisse an das bevorstehende Fest gemacht und unsere Bude ein wenig weihnachtlich dekoriert. To get into the spirit, you know.

Management Summary
Wed, Dec 12 2007 07:22 PM
| Alltag
So, auf speziellen Wunsch von Marco und für alle anderen blogmüden LeserInnen gibt’s eine Zusammenfassung der Ereignisse des Jahres 2007:
Januar:
Zurück aus Deutschland via Toronto, wir werden Filmstars, Cliff verliert seine Zehen und unser Auto gewinnt ein deutsches Nummernschild.
Februar:
Heisskalt mit splitternackten Damen und brasilianischem Karneval, Hundeschlittenrennen und Schneechaos in Edmonton
März:
Winterdepressionen und eine Reise nach New York
April:
Frühlingsgefühle, Italienisches und der Beginn des dritten Jahres in Kanada
Mai:
Good Bye Toyota, hello Audi Quattro, es schneit immer noch und wir geben Interviews.
Juni:
Zwei Wochen Ferien im Nordwesten der USA. Norbert ist tot.
Juli:
Hitzewelle, Stampede und Fussball-WM in Edmonton
August:
Deutsches Treffen in Edmonton und ein Ausflug in den hohen Norden
September:
Invasion der Schwiegermütter, Cliff fährt heim, Bärenalarm, es schneit schon wieder und wir gehen zurück auf die Schulbank.
Oktober:
Booneville, Evansville und andere Orte, die man nicht ohne weiteres auf der Landkarte findet.
November:
San Francisco, Gefährliche Begegnungen und Träumereien
Dezember (Preview):
New York im Weihnachtswahn
Januar:
Zurück aus Deutschland via Toronto, wir werden Filmstars, Cliff verliert seine Zehen und unser Auto gewinnt ein deutsches Nummernschild.
Februar:
Heisskalt mit splitternackten Damen und brasilianischem Karneval, Hundeschlittenrennen und Schneechaos in Edmonton
März:
Winterdepressionen und eine Reise nach New York
April:
Frühlingsgefühle, Italienisches und der Beginn des dritten Jahres in Kanada
Mai:
Good Bye Toyota, hello Audi Quattro, es schneit immer noch und wir geben Interviews.
Juni:
Zwei Wochen Ferien im Nordwesten der USA. Norbert ist tot.
Juli:
Hitzewelle, Stampede und Fussball-WM in Edmonton
August:
Deutsches Treffen in Edmonton und ein Ausflug in den hohen Norden
September:
Invasion der Schwiegermütter, Cliff fährt heim, Bärenalarm, es schneit schon wieder und wir gehen zurück auf die Schulbank.
Oktober:
Booneville, Evansville und andere Orte, die man nicht ohne weiteres auf der Landkarte findet.
November:
San Francisco, Gefährliche Begegnungen und Träumereien
Dezember (Preview):
New York im Weihnachtswahn
Kleine Kostbarkeiten
Wed, Dec 5 2007 07:52 PM
| Alltag
Wie konnte das passieren? Dieser hervorragende Laden hat es geschafft, sich zweieinhalb Jahre vor uns zu verstecken. Der Name Paolini's leitet zunächst etwas in die Irre. Denn dieses Delikatessengeschäft hat eine kleine, aber feine Auswahl an deutschen, österreichischen und schweizer Spezialitäten, dazu eine echte Metzgerei mit einem wunderbaren Angebot an Fleischsalat, Zwiebelmett und man lese und staune: Teewurst. Da wird der Gatte begeistert sein, wenn ihm Frau das heute abend vorsetzt. Vielen Dank an unsere Nachbarin/Kollegin Alison für den klasse Tipp!


Heisshunger
Sat, Dec 1 2007 05:09 PM
| Alltag
Zu jedem Wetter gibt es ein geeignetes Essen... und bei Schnee passt am bessten Grünkohl nach Mom's Rezept mit geräucherten Würstchen und kandierten Kartoffeln. Mit Vorfreude haben wir sämtliche üblichen Verdächtigen abgegrast, doch nirgendwo wurde das Objekt der Begierde als Frischware angeboten. Die Verzweiflung trieb uns dann in den Superstore, um wenigstens das eingedoste Produkt zu besorgen, und dann die Tränen in die Augen, denn die Reihe mit den Grünkohldosen war LEER! Da hatten wohl noch mehr Deutsche die gleiche Idee... na gut, jetzt gibt es eben Wirsing.
Der Herr des Hauses zog sich dann zu einer kreativen Schaffenspause (eine typische Samstagnachmittagsbeschäftigung) zurück... um die Frau des Hauses nicht beim Haushalten zu stören...
In die Wildnis
Sun, Nov 25 2007 08:35 PM
| Alltag

Nach langer Abstinenz hat uns mal wieder ein Film ins Kino gelockt: Die Verfilmung von Jon Krakauer's Erzählung Into the Wild über einen jungen Aussteiger, dessen Leiche 1992 in Alaska gefunden wurde. Der an Originalschauplätzen gedrehte Streifen nimmt einen mit auf die Reise und rekonstruiert die Erlebnisse und Begegnungen der letzten zwei Jahre dieses Mannes, dessen Ausbruch aus seinem spiessbürgerlichen Leben zwar gelingt, der aber an praktischen, lebensnotwendigen Dingen (z.B. Wie bereitet man sich auf ein Leben in der Wildnis vor?) und an seiner Unfähigkeit, Beziehungen aufzubauen, scheitert. Und nicht von ungefähr erinnern wir uns daran, dass genau vor einem Jahr unser britischer Freund Cliff in die Wildnis aufgebrochen und beinahe nicht mehr zurückgekehrt wäre. Bei beiden stellen wir uns die Frage: Was treibt diese doch ähnlichen Charaktere an: Naivität und träumerischer Idealismus oder einfach bodenlose Selbstüberschätzung und gefährliche Dummheit?
Blöde Idee
Sun, Nov 18 2007 09:04 AM
| Alltag
Der Himmel versprach wieder einen spektakulären Sonnenaufgang und so hatte Frau des Hauses die Idee, joggen zu gehen. Schnell noch den Wetterbericht gecheckt (3 Grad plus, kein Problem) und los ging es. Die Motivation ging dann genauso schnell wieder abhanden, denn die Temperatur fühlte sie doch eher kühler an, die Temperaturanzeige an einem Haus hatte minus 2 Grad angegeben, mit Windchill machte das schon frische minus 7 aus. Kein Wunder also, dass frau sich mit schmerzenden Muskeln und gefrorener Lunge erstmal eine halbe Stunde unter der Dusche auftauen musste. Jetzt sitzt sie mit Wolldecke und dampfendem Tee vorm Kamin und ist davon heute wohl nur noch operativ zu entfernen... Wenigstens sind die Fotos ganz nett geworden.

Keine Nummer unter diesem Anschluss
Thu, Nov 15 2007 04:48 PM
| Alltag
Auf jedem Formular muss man seine Telefon-Nr bekannt geben, oft auch aus gutem Grund. Leider landen aber auch immer wieder Cell phone Nummern bei Tele-Marketers. Manchmal ist nur eine Umfrage, aber meistens will einem eine fast unverständlich klingende Stimme mit asiatischem Akzent von günstigen Versicherungsverträgen bis zu Urlaubsreisen alles mögliche verkaufen oder einem zum Wechsel des Telefonanbieters oder der Bank überreden. Selbst ein klares “wir sind nicht interessiert an Geschäftsabschlüssen am Telefon” hält diese Leute nicht davon ab, einen weiterhin mit Anrufen zu bombardieren. Lässt man sich von einer Telefonliste entfernen, scheint man automatisch in der nächsten zu landen. Inzwischen beantworten wir schon keine Anrufe auf dem Handy mehr, wenn wir die Nummer nicht kennen. Ist eine Caller-ID im Display, können wir zumindest auf dieser Webseite prüfen oder anfragen, welcher Anrufer hinter dieser Nummer steckt oder was dieser beabsichtigt.
Wetter... extrem
Wed, Oct 24 2007 11:17 PM
| Alltag
Heute nachmittag blies noch der Chinook und brachte uns 22,5 Grad plus und gerade präsentiert sich draussen ein Winter Wonderland bei Null Grad.
Das Verb "Aitr"
Tue, Sep 25 2007 09:44 PM
| Alltag

Von den vielen Dingen, die wir uns für dieses Jahr vorgenommen hatten, haben wir wenigstens eines in Angriff genommen. Wir haben uns nämlich am Mount Royal College für Französisch eingeschrieben. Das Lerntempo ist hoch und bisher definitiv den Preis wert. Allerdings haben wir manchmal noch einige Verständigungsprobleme mit Madame le Professeur aus Quebec. So haben wir nicht sofort geschnallt, dass mit "Aitr" das Verb "être" gemeint war. Wenn wir dann gegen halb zehn abends zuhause ankommen, fühlen wir uns an die Zeiten erinnert, in denen wir in Deutschland von der Arbeit kamen... jetzt gibt's nur noch eine Episode HOUSE MD (die neue Staffel hat gerade begonnen), und dann geht's aber ab ins Bett. Salut und a la prochaine!
Herbstimpressionen
Mon, Sep 24 2007 05:54 AM
| Alltag
...aus unserem Viertel, ein paar Tage alt. Mittlerweile haben die meisten Bäume allerdings schon ihr Kleid abgeworfen.






Der Loonie ist gleichauf mit dem Greenback
Fri, Sep 21 2007 04:36 PM
| Alltag
www.ftd.de
Von den US-amerikanischen Medien bislang komplett ignoriert, aber in Kanada das Thema des Tages: Der kanadische Dollar ist im Moment genau so viel wert wie der US-Dollar! Was auf den ersten Blick toll aussieht und die Kanadier auch richtig stolz macht, hat bei genauerer Betrachtung doch einige grössere Probleme im Gepäck. Das Hauptproblem ist natürlich, das die USA bei weitem Kanadas wichtigster Handelspartner sind und mit dem erstarkten Loonie kanadische Produkte drastisch im Preis steigen. Deshalb gibt es in Kanada auch schon die ersten Rufe nach einer kanadischen Leitzinssenkung, um den Loonie künstlich zu schwächen.
Interessant auch die (wie gesagt nur in Kanada) geführte Diskussion um eine nordamerikanische Gemeinschaftswährung für die USA, Kanada und Mexiko. Jetzt, wo beide Währungen gleich viel wert sind, liesse sich das ja ganz einfach einführen (die Mexikaner vergessen wir da mal eben...). Wir halten es allerdings für erheblich wahrscheinlicher, dass die USA die Achse des Bösen kurzerhand auf Kanada ausdehnen, beim sozialistischen Nachbarn im Norden einmarschieren, das Öl abpumpen und bei der Gelegenheit den Greenback als Gemeinschaftswährung einführen. Die Kanadier würden ja nichts dabei verlieren, beim Kursstand von 1:1...
Von den US-amerikanischen Medien bislang komplett ignoriert, aber in Kanada das Thema des Tages: Der kanadische Dollar ist im Moment genau so viel wert wie der US-Dollar! Was auf den ersten Blick toll aussieht und die Kanadier auch richtig stolz macht, hat bei genauerer Betrachtung doch einige grössere Probleme im Gepäck. Das Hauptproblem ist natürlich, das die USA bei weitem Kanadas wichtigster Handelspartner sind und mit dem erstarkten Loonie kanadische Produkte drastisch im Preis steigen. Deshalb gibt es in Kanada auch schon die ersten Rufe nach einer kanadischen Leitzinssenkung, um den Loonie künstlich zu schwächen.
Interessant auch die (wie gesagt nur in Kanada) geführte Diskussion um eine nordamerikanische Gemeinschaftswährung für die USA, Kanada und Mexiko. Jetzt, wo beide Währungen gleich viel wert sind, liesse sich das ja ganz einfach einführen (die Mexikaner vergessen wir da mal eben...). Wir halten es allerdings für erheblich wahrscheinlicher, dass die USA die Achse des Bösen kurzerhand auf Kanada ausdehnen, beim sozialistischen Nachbarn im Norden einmarschieren, das Öl abpumpen und bei der Gelegenheit den Greenback als Gemeinschaftswährung einführen. Die Kanadier würden ja nichts dabei verlieren, beim Kursstand von 1:1...
Bärenwarnung
Wed, Sep 19 2007 09:10 AM
| Alltag
Bei uns im Viertel gibt es momentan Bärenwarnung. Am Montag hat sich ein einjähriger Bär in einer Garage herumgetrieben, eine Mülltüte herausgezogen und dann den Inhalt gefressen. Nun wollen die Beamten vom Fish and Wildlife Department eine Bärenfalle aufstellen, bis dahin soll man seine Kinder nicht zum Spielen aus dem Haus lassen. Obwohl dies nicht ausdrücklich in der Pressemeldung stand, glauben wir, dass dies auch für Schwiegermütter gilt!
The F-Word
Tue, Sep 18 2007 04:07 PM
| Alltag

Foto: Kamera"kind" Karin
Gerade geniessen wir noch den Herbst (welcher diesmal auf einen Dienstag fällt), und schon kündigen die Wettervorhersagen die ersten "Flurries" (Schneeflocken) an:
.

Somit hätte der diesjährige Frühjahr-Sommer-Herbst gerade mal drei Monate gedauert.
Wir hoffen jedenfalls, dass das Wetter sich noch einigermassen hält, damit wir unseren Müttern, die gerade ihre West-Kanada Tour beendet haben, noch etwas bieten können. Schliesslich wollen wir noch auf den Calgary Tower, ins Kananaskis und noch einmal zum Shoppen nach Banff. Im Moment scheinen die beiden jedenfalls die sonnige, windgeschützte Terrasse des "Sanatorium Waldesruh" zu geniessen.
Schulbusse
Wed, Sep 5 2007 05:39 PM
| Alltag
Ein amüsantes Beispiel für die allgegenwärtige organisatorische Unfähigkeit, allerdings auch für den immer noch extremen Arbeitskräftemangel in Calgary: als am Dienstag die Schule wieder anfing, war von den sieben geplanten Schulbussen für die Heimfahrt von der "Earl Grey"-Grundschule genau einer im Einsatz. Ausserdem mussten die Kinder dem Fahrer den Weg nach Hause zeigen, was aber offensichtlich gut funktioniert hat. Am Mittwoch sind immerhin sechs der sieben Busse tatsächlich unterwegs gewesen. Die Schule und die Busgesellschaft versprechen, das Problem in den nächsten paar Wochen(!) zu lösen...
Ein Abend beim Zahnarzt
Wed, Aug 8 2007 10:12 PM
| Alltag
Roland hatte mal wieder Zahnping, und da unser Hauszahnarzt derzeit wahrscheinlich in der Karibik weilt, musste eine Alternative her. Die Zahnklinik im benachbarten Shopping-Center hatte tatsächlich noch einen Termin frei, um halb neun ABENDS! Nicht ganz so modern wie bei unserem Dentist, aber wer wird sich da beschweren. Der gute Mann musste wegen der Notversorgung des Zahnes sogar noch eine halbe Überstunde machen, wofür Roland sich ausgiebig bedankte. Es wird wohl mal wieder eine Wurzelbehandlung werden, aber da der Arzt fast in den Zahn hineingefallen wäre, meinte er, Roland sollte sich besser an einen Spezialisten wenden. Er hat uns auch einen Arzt empfohlen, allerdings mit mindestens zwei Monaten Wartezeit. Bis dahin müsste unser Zahnarzt dann aber eigentlich auch wieder da sein...
Einfach nur heiss
Sun, Jul 15 2007 06:34 PM
| Alltag
Eigentlich hatten wir uns für dieses Wochenende vorgenommen, noch einmal die Stampede zu besuchen, aber es war so unglaublich heiss, dass wir es so gut es ging vermieden haben, vor die Tür zu gehen... So war die Hauseinweihungsparty von Roland's Ex-Kollegin Carmina so ziemlich das einzige, wozu wir uns aufraffen konnten. Hier gab es neben hervorragendem Essen auch wieder die ganze Internationalität, die Kanada zu bieten hat: Polen, Russen, Jugoslawen, Inder, Sri-Lanker, Deutsche und auch ein paar gebürtige Kanadier. Tolles Land!
Nächste Woche soll es dann wieder ein wenig kühler werden, hoffentlich lösen wir uns dann wieder aus unserer Starre!
Nächste Woche soll es dann wieder ein wenig kühler werden, hoffentlich lösen wir uns dann wieder aus unserer Starre!
Uns geht's gut!
Mon, Jul 9 2007 11:00 PM
| Alltag
Gestern waren wir mit unseren zukünftigen Nachbarn Guido und Andrea im Redwater Grille und haben in gediegenem Ambiente Californian/Albertan Fusion (ja, auch das geht!) genossen. Heute stand der lang überfällige Besuch bei Familie Vogel an. Wir durften uns sogar etwas zu essen wünschen. Da haben wir uns nicht lange bitten lassen und uns für die Hausspezialität Kohlrouladen entschieden. Dazu gab es von der Tochter des Hauses vorneweg ein Gurken/Tomaten Carpacchio und hintendrauf einen köstlichen Nachtisch. Wie schon gesagt, wir haben's gut.
Cliff ist übrigens auch mal wieder in Calgary, gibt aber nur ein kurzes Gastspiel zur Stampede und zieht dann weiter Richtung Westküste... und wer weiss, wohin es danach geht.
Unser Auto ist auch wieder daheim, die Zündspule musste ausgewechselt werden. Wurde zum Glück kostenlos erledigt!
Cliff ist übrigens auch mal wieder in Calgary, gibt aber nur ein kurzes Gastspiel zur Stampede und zieht dann weiter Richtung Westküste... und wer weiss, wohin es danach geht.
Unser Auto ist auch wieder daheim, die Zündspule musste ausgewechselt werden. Wurde zum Glück kostenlos erledigt!
Brasilianisch Essen
Sat, May 26 2007 03:46 PM
| Alltag

Kürzlich haben wir uns schnell entschlossen auf den Weg ins Bolero gemacht, einem brasilianischen Restaurant am McLeod Trail, und wir wurden nicht enttäuscht! Grosse Vorspeisen- und Salatbar, warmes Buffet mit hervorragender Fejoada, und den ganzen Abend laufen Mitarbeiter mit riesigen Churrasco-Spiessen durch das Restaurant und lassen einen von den verschiedensten Köstlichkeiten probieren. Natürlich viel Rind in allen Variationen, aber auch Schwein, Huhn, Ananas und einiges mehr. Das ganze in einer wunderschönen Atmosphäre unter dem Dach des Smuggler's Inn mit einem riesigen Kamin als Blickfang und zu einem Festpreis von 35$ pro Person plus Getränken. Sehr empfehlenswert!
Sehr witzig!
Thu, May 24 2007 06:21 AM
| Alltag

Unser Blick aus dem Fenster heute morgen. Das wird ja wieder ein Verkehrschaos!
Noch'n Site-Update
Sun, May 20 2007 04:14 PM
| Alltag
Wir haben noch einmal das Programm zur Erstellung unserer Website geändert. Wir arbeiten jetzt mit RapidWeaver, dass verglichen mit iweb doch einiges mehr an Flexibilität bietet. Natürlich ändert sich damit auch das Layout wieder ein wenig, aber wir haben uns bemüht, die Seite nicht zu sehr zu verändern.
Wir möchten nun auch nach und nach die letzten verbliebenen Fotos von unserer alten lycos-Seite hierhin herüber bringen, aber das mag noch ein bisschen dauern.
Eine History-Seite haben wir jetzt nicht mehr, aber dafür könnt Ihr Euch auf der rechten Seite durch unsere Geschichte durch klicken. Auf der Media-Seite findet Ihr auch noch unsere History als pdf-files.
Viel Spass!
Wir möchten nun auch nach und nach die letzten verbliebenen Fotos von unserer alten lycos-Seite hierhin herüber bringen, aber das mag noch ein bisschen dauern.
Eine History-Seite haben wir jetzt nicht mehr, aber dafür könnt Ihr Euch auf der rechten Seite durch unsere Geschichte durch klicken. Auf der Media-Seite findet Ihr auch noch unsere History als pdf-files.
Viel Spass!
Apotheken-Rundschau
Fri, May 18 2007 10:13 PM
| Alltag
Normalerweise sind wir von wohlwollenden und verständnisvollen Kanada-Reisenden oder Immigranten abhängig, um an heissbegehrte Produkte - auch "Schmuggelware" genannt - aus Deutschland heran zu kommen. Auf diese Weise erhalten wir immer mal wieder unsere Care-Pakete, Zeitschriften oder auch Medikamente.
Einer aufmerksamen Leserin (Vielen Dank, Daniela!) haben nun wir den Tipp mit dieser Hamburger Apotheke (http://www.internationale-apohh.de) zu verdanken, die sich auf den Auslandversand apothekenpflichtiger Produkte spezialisiert hat. Der Service war prompt und superfreundlich und die Abwicklung der Bestellung hat inclusive Lieferung gerade mal zehn Tage gebraucht. Deutschland ist eben doch keine Service-Wüste.
Etwas problematisch war allerdings die Bezahlung per Kreditkarte. Unsere kanadische Bank hat nämlich einfach mal die Zahlungsaufforderung der Apotheke nicht akzeptiert, uns aber auch nicht darüber informiert. Wir wurden erst von der Apotheke darauf hingewiesen. Sonja musste dann einige Telefonate führen und sich bis zur Betrugsabteilung der Bank durchverbinden lassen, ehe man sich bequemte, die Zahlung abzuwickeln. Kanada ist eben doch manchmal eine Service-Wüste!
Einer aufmerksamen Leserin (Vielen Dank, Daniela!) haben nun wir den Tipp mit dieser Hamburger Apotheke (http://www.internationale-apohh.de) zu verdanken, die sich auf den Auslandversand apothekenpflichtiger Produkte spezialisiert hat. Der Service war prompt und superfreundlich und die Abwicklung der Bestellung hat inclusive Lieferung gerade mal zehn Tage gebraucht. Deutschland ist eben doch keine Service-Wüste.
Etwas problematisch war allerdings die Bezahlung per Kreditkarte. Unsere kanadische Bank hat nämlich einfach mal die Zahlungsaufforderung der Apotheke nicht akzeptiert, uns aber auch nicht darüber informiert. Wir wurden erst von der Apotheke darauf hingewiesen. Sonja musste dann einige Telefonate führen und sich bis zur Betrugsabteilung der Bank durchverbinden lassen, ehe man sich bequemte, die Zahlung abzuwickeln. Kanada ist eben doch manchmal eine Service-Wüste!
Bye Bye Toyota
Sat, May 12 2007 03:42 PM
| Alltag

Da wir mittlerweile auf ein Fahrzeug mit Vierradantrieb (Audi) umgestiegen sind, haben wir uns schweren Herzens entschlossen, unseren Toyota Matrix an ein neues Herrchen weiter zu vermitteln. Eine Anzeige auf buysell.com brachte nicht gerade überragend viel Feedback, aber immerhin meldete sich doch jemand mit ernsthaftem Kaufinteresse, ein Vietnamese chinesischer Abstammung ohne jeglichen Akzent. Er legte deutsche Gründlichkeit an den Tag: zunächst liess er eine Unfallprüfung durchführen, danach bat er uns noch, das Fahrzeug zu einem Check Up bei einer vom CAA zertifizierten Werkstatt zu bringen. Die Ergebnisse waren offensichtlich zufrieden stellend, denn gestern abend hat er den Wagen abgeholt.
Uns ist ein bisschen wehmütig zumute, denn unser Matrix war in den ersten zwei Jahren unseres Kanada-Abenteuers ein ständiger und zuverlässiger Begleiter. Vielen Dank, lieber Matrix, hoffentlich fühlst Du Dich in Deinem neuen Zuhause genauso wohl wie offensichtlich bei uns.
Nur gut, das wir ein gesundes Verhältnis zu unseren Autos und auch keine Trennungsängste haben…
Bella Italia in Kensington
Sun, Apr 15 2007 07:43 PM
| Alltag

Nach einigen kulinarischen Fehlschlägen wurden wir heute beim Ausprobieren eines Restaurants für das nächste Expat-Treffen im Stadtteil Kensington vom Ambiente und der Küche des PULCINELLA (http://www.pulcinella.ca) positiv überrascht. Eine abwechslungsreiche Vorspeisenplatte, gefolgt von einer (echten!) Rucola/Prosciutto Pizza, dazu einen Pinot und zum Abschluss Espresso, um uns herum italienische Gäste, die perfekte Italian Infusion!
Endlich!
Thu, Apr 12 2007 07:40 PM
| Alltag

Wir haben seit Monaten auf ihn gewartet, und hier kommt er endlich: der albertanische Frühling. Für die nächsten Tage sind Höchsttemperaturen um die 15 Grad angesagt, und das ist hier in Calgary wegen der trockenen Luft T-Shirt-Wetter!
Optometrist
Sun, Apr 8 2007 07:39 PM
| Alltag

Wir haben uns schon immer gewundert, warum der Optiker in England Optician, in Kanada aber Optometrist heisst. Gestern haben wir Augentests durchführen lassen, und jetzt kennen wir den Grund.
Es ist schon eine Weile her, dass wir unseren letzten Augentest durchgeführt hatten, und möglicherweise hat sich auch in Deutschland seitdem einiges geändert. Aber es war schon überraschend, wie viele verschiedene Tests mit wie vielen technischen Geräten gemacht wurden. Augenfokussierung, Tiefenschärfe, 3-D-Sehen, Glaukomtest (ein Luftstoss auf das Auge, um die Reaktion der Hornhaut zu messen) und ein Foto der Retina waren einige davon. Natürlich gab es auch den klassischen Linsen- und Lesetest, und am Ende erhielten wir das erhoffte Resultat: Unsere Augen sind völlig gesund, aber Rolands Sehschärfe ist etwas schwächer geworden.
Nebenbei hat uns der behandelnde Arzt auch noch den Unterschied zwischen Optician und Optometrist erklärt. Der Optician ist auschliesslich für die Sehschärfe verantwortlich, der Optometrist darüberhinaus für alle Arten von Augenkrankheiten. Der nächste Schritt wäre dann der Augenchirurg, wobei der Optometrist auch in diesem Bereich tätig ist.
Die Untersuchung kostete 84$ und wird nur teilweise von der Private Health Care übernommen (Alberta Health Care kommt nicht dafür auf), man bleibt also auf einigen Kosten sitzen. Trotzdem haben wir das Gefühl, das wir das Geld gut angelegt haben.
Aprilwetter
Sun, Apr 1 2007 07:38 PM
| Alltag

Wie man aus unseren momentan eher spärlichen Updates schliessen kann, gibt es bei uns gerade nicht so wirklich viel Neues zu berichten. In Roland’s Firma gab es mal wieder Inventur, und das Ergebnis war wie üblich ziemlich chaotisch. Roland weist schon seit über einem Jahr darauf hin, das dringend ein Warehouse-Manager gebraucht wird, um das ganze Lager komplett neu zu organisieren und ein wenig die Zügel an zu ziehen, und so langsam setzt sich diese Erkenntnis offenbar durch.
Den Begriff Aprilwetter gibt es hier (zumindest nach unserer Kenntnis) nicht, da der April normalerweise relativ stabiles Wetter zu haben scheint. Trotzdem haben die letzten drei, vier Wochen ganz eindeutig dieses Prädikat verdient, denn wir springen im Drei-Tages-Takt von sonnig mit +15 Grad zu -5 Grad mit Schneefall und wieder zurück. Winter und Frühling kämpfen also ziemlich heftig miteinander, und wir sind froh, dass wir den Ausgang des Streites schon kennen!
Eine echte Neuigkeit gibt es dann aber doch noch: letzte Woche hat die kanadische Regierung eine Strafsteuer auf neugekaufte SUV’s und andere Benzinfresser beschlossen, im Gegenzug soll es für sparsame Autos eine Entlastung geben. Dieses hat vor allem bei US-Autobauern scharfe Kritik ausgelöst. Und wer an Realsatire interessiert ist, kann ja mal hier die Meinungen einiger Amerikaner zu dem Thema nachlesen. Da wird von “sozialistischen Freunden im Norden” gesprochen, von “Mexikanern in Sweat-Shirts”. Es wird Kommunismus mit Kapitalismus verglichen, und natürlich ist die grüne Bewegung nichts anderes als eine Anarchisten-Front, die die Supermacht USA in die Knie zwingen will und die ihr nicht gönnt, einen höheren Lebensstandard und mehr Militärmacht als der Rest der Welt (zusammengenommen?!) zu haben. Wer braucht da noch Borat?
Winterdepressionen
Fri, Mar 2 2007 07:21 PM
| Alltag

a.k.a. the grass is always greener on the other side of the fence... oder wie in diesem Fall... auf der anderen Seite des Ozeans:
1. Hier ist es immer noch kalt und es schneit auch immer noch.
2. Wenn der Chinook den Schnee frisst, wechselt die Landschaft zu einem freundlichen braun/grau... bis der nächste Schnee fällt.
3. Der Anblick dieser schwarz/weissen Welt geht einem irgendwann auf's Gemüt.
4. Wir beginnen, die Kirschblüte in unserem Heimatort zu vermissen, grüne Bäume und Blumen werden wir hier vor Mai/Juni nicht zu sehen bekommen.
5. Wir erinnern uns an Ostern in der Toskana, Paris im Mai, Cote d'Azur im Juni, Provence im September und sehnen uns sogar nach einem nebeligen Tag in London. Was ist bloss los mit uns?
6. Wir leiden auf einem hohen Niveau.
Stauwarnung
Wed, Feb 14 2007 07:15 PM
| Alltag
Der Winter hat uns weiterhin voll im Griff, und das macht sich mittlerweile auch im täglichen Strassenverkehr bemerkbar. Obwohl die Räumdienste angeblich 24 Stunden täglich die Strassen frei machen, finden wir bei der täglichen Fahrt zur und von der Arbeit ein einziges Chaos vor. Besonders die Wege, die stark von LKW’s frequentiert werden (also quasi alle), haben sich wegen des regelmässigen Anschmelzens durch Fahrzeug- und Abgaswärme und des direkten Wiederanfrierens in eine einzige Eisbahn verwandelt. Da können offensichtlich auch die Räumfahrzeuge nicht mehr gegen an kommen.
Gestern morgen hat unser Schutzengel mal wieder besonders auf uns aufgepasst, denn nur etwa zehn Meter vor uns konnte der Fahrer eines Pickup-Trucks (was sonst?) sein Fahrzeug nicht mehr kontrollieren und schleuderte von der linken Fahrspur über die mittlere auf die rechte und den ganzen Weg wieder zurück, um dann frontal gegen die Leitplanke zu knallen. Da hätten wir keine Chance gehabt, wenn wir nur ein bisschen weiter gewesen wären. Passiert ist ausser Blechschaden am Truck glücklicherweise nichts.
Und gestern abend haben wir fuer die 25 km vom Büro nach Hause 2 ¼ Stunden gebraucht. Alleine für die 7 km zu Sonjas Büro hat Roland schon 1 ¼ Stunden benötigt, danach ging es etwas besser
Der Verkehrsfunk für Süd-Calgary brachte es zwischenzeitlich auf 15 Unfallmeldungen. Wir haben die Theorie, dass die Calgarianer einfach zu viel bremsen. Das tun sie ja schon bei normalen Strassenverhältnissen (“Oh eine grüne Ampel?” BREMMMMS), aber auf diesen glatten Strassen kann jedes Bremsmanöver unkontrollierbar werden. Wir versuchen, so viel wie möglich mit Motor zu bremsen, das erhöht die Kontrollierbarkeit doch erheblich.
Unser Toyota Matrix fährt derweil tapfer durch das ganze Chaos und hat uns bislang wirklich nicht im Stich gelassen. Trotzdem würde es sich besser anfühlen, bei diesen Verkehrsverhältnissen mit Vierradantrieb, Traktionskontrolle und ABS ausgerüstet zu sein. Wahrscheinlich müssen wir uns doch mal im Sommer nach einem gebrauchten Volvo- oder Audi umschauen.
Gestern morgen hat unser Schutzengel mal wieder besonders auf uns aufgepasst, denn nur etwa zehn Meter vor uns konnte der Fahrer eines Pickup-Trucks (was sonst?) sein Fahrzeug nicht mehr kontrollieren und schleuderte von der linken Fahrspur über die mittlere auf die rechte und den ganzen Weg wieder zurück, um dann frontal gegen die Leitplanke zu knallen. Da hätten wir keine Chance gehabt, wenn wir nur ein bisschen weiter gewesen wären. Passiert ist ausser Blechschaden am Truck glücklicherweise nichts.
Und gestern abend haben wir fuer die 25 km vom Büro nach Hause 2 ¼ Stunden gebraucht. Alleine für die 7 km zu Sonjas Büro hat Roland schon 1 ¼ Stunden benötigt, danach ging es etwas besser
Der Verkehrsfunk für Süd-Calgary brachte es zwischenzeitlich auf 15 Unfallmeldungen. Wir haben die Theorie, dass die Calgarianer einfach zu viel bremsen. Das tun sie ja schon bei normalen Strassenverhältnissen (“Oh eine grüne Ampel?” BREMMMMS), aber auf diesen glatten Strassen kann jedes Bremsmanöver unkontrollierbar werden. Wir versuchen, so viel wie möglich mit Motor zu bremsen, das erhöht die Kontrollierbarkeit doch erheblich.
Unser Toyota Matrix fährt derweil tapfer durch das ganze Chaos und hat uns bislang wirklich nicht im Stich gelassen. Trotzdem würde es sich besser anfühlen, bei diesen Verkehrsverhältnissen mit Vierradantrieb, Traktionskontrolle und ABS ausgerüstet zu sein. Wahrscheinlich müssen wir uns doch mal im Sommer nach einem gebrauchten Volvo- oder Audi umschauen.
Ice Ice Baby
Tue, Feb 6 2007 07:10 PM
| Alltag
Wir mögen den Winter und lieben den Schnee. Aber heute gab es freezing drizzle. Was sich da so lustig anhört, bescherte uns heute morgen eine Erfahrung, die wir nicht brauchen. Denn Nieselregen bei Minustemperaturen macht aus einer entspannten Autofahrt eine Schlitterpartie auf spiegelglatten Strassen, bei zusätzlich eingeschränkter Sicht, da dieser Regen auch noch sofort auf der Scheibe festfriert. Das bedeutet, hoffentlich genug Vorrat an Wischwasser, dosierter Einsatz der Motorbremse und so wenig wie möglich plötzliche Bremsmanöver ... einfacher gesagt als getan. Unser Schutzengel hat sicherlich heute Überstunden machen müssen. Das nächste Mal machen wir's wie viele andere: Wir bleiben einfach zuhause!
Krank
Sun, Jan 28 2007 07:05 PM
| Alltag
Für den Fall einer Grippewelle wird auf der Regierungsseite und in den Medien empfohlen: Stay home if you are sick! Leider hat das Ganze einen Haken, denn bei Sonja's Arbeitgeber werden Krankentage nicht bezahlt. So schleppt sich der Kranke, der auf sein Einkommen nicht verzichten will (oder kann) zur Arbeit und verteilt ganz nebenbei noch seine Bazillen. Die Konsequenz: nach einer Woche hatten sich weitere KollegInnen angesteckt. Inzwischen hat man 20% Produktionsausfall durch den Krankenstand (Manche bleiben eben doch zu Hause.) und Sonja hat es auch erwischt. Eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall wäre vielleicht doch keine so schlechte Sache gewesen.
Immerhin kann Sonja mittlerweile schon wieder Hörnchen essen (gibt’s bei Safeway). Vielleicht kann sie ja schon am Montag wieder Gehalt einfahren...
Zwar ist es nicht einfach, einen Hausarzt zu finden, aber in Walk-In Clinics wird einem geholfen. (Durchgangsärzte/Allgemeinmediziner) Diese Klinken haben oft auch abends und an Sonn- und Feiertagen geöffnet. Das Angebot an Laboren und Radiologen ist gut, Wartezeiten für Röntgen, CT, Mammo, Ultraschall sind selten länger als zwei Wochen. Blutabnahme erfolgt in einem der zahlreichen Labore ohne Termin. Laborwerte werden innerhalb von zwei Tagen an den Arzt zurück geschickt.
Immerhin kann Sonja mittlerweile schon wieder Hörnchen essen (gibt’s bei Safeway). Vielleicht kann sie ja schon am Montag wieder Gehalt einfahren...
Zwar ist es nicht einfach, einen Hausarzt zu finden, aber in Walk-In Clinics wird einem geholfen. (Durchgangsärzte/Allgemeinmediziner) Diese Klinken haben oft auch abends und an Sonn- und Feiertagen geöffnet. Das Angebot an Laboren und Radiologen ist gut, Wartezeiten für Röntgen, CT, Mammo, Ultraschall sind selten länger als zwei Wochen. Blutabnahme erfolgt in einem der zahlreichen Labore ohne Termin. Laborwerte werden innerhalb von zwei Tagen an den Arzt zurück geschickt.
Neuer Computer, neues Programm, neues Design
Sat, Jan 27 2007 07:03 PM
| Alltag

Wir haben unsere Computerlandschaft daheim auf Apple umgestellt, und damit kommt ein neues Programm zur Gestaltung der Website zum Einsatz, nämlich iweb. Wir sind natürlich noch nicht ganz sicher im Umgang mit dem neuen Werkzeug, deshalb bitten wir schon einmal vorsorglich um Entschuldigung, wenn am Anfang vielleicht noch nicht alles funktioniert. So sind wir noch nicht ganz zufrieden mit der grauen Schrift, aber das ist anscheinend nicht ganz einfach zu ändern. Ausserdem haben wir momentan noch fast keine Bilder hochgeladen, werden das aber so schnell wie möglich nach holen. Dafür sollten wir in naher Zukunft aber auch in der Lage sein, mal die eine oder andere animierte Dia Show zu veröffentlichen.
Wir hoffen, Euch gefällt das neue Design!
Ausserdem werden wir in Zukunft ausschliesslich auf unserer eigenen Domain www.magersincanada.com weiter schreiben und die lycos-Seite nicht mehr aktualisieren. Also bitte den Bookmark ändern!
15 Sekunden Ruhm
Thu, Jan 18 2007 06:45 PM
| Alltag
Bisher konnten wir uns immer erfolgreich aus dem Licht der Öffentlichkeit heraushalten, doch diesmal scheint es uns erwischt zu haben. Bei unserem gestrigen Expat-Meeting rückte im Schlepptau einer Neu-Einwandererfamilie ein dreiköpfiges Filmteam von VOX an, um Szenen für eine Auswanderer-Doku-Soap zu drehen. Da das Treffen in einer Kneipe stattfand, mussten die Kinder und der Papa im Auto warten, während es für Mama "Klappe! Die Erste... und Action!" hieß. Denn in Lokalen mit Alkoholausschank sind Minderjährige nicht erlaubt, eine Ausnahme wurde auch für den Dreh nicht gemacht. Im Gegensatz zum Nordamerikaner ist der Deutsche an sich etwas kamerascheu, daher suchten doch einige Mitglieder direkt das Weite, andere waren nicht schnell genug. So waren wir diesmal mittendrin, statt nur dabei. Wollen mal sehen, was nach dem Schnitt noch davon übrig bleiben wird. Falls wir den Sendetermin heraus bekommen sollten, werden wir (hoffentlich rechtzeitig) Bescheid geben.
Keine Fälschung!
Thu, Jan 11 2007 06:39 PM
| Alltag

Unser Toyota hat nun ein deutsches Nummernschild (unser altes Kennzeichen in DE). Das haben wir einem besonders aufmerksamem Leser unserer Webseite zu verdanken. Vielen Dank, Carsten und viele Grüße nach Wuppertal. Das blaue Kabel führt übrigens zu einer Steckdose, bei Temperaturen um -28°C (Windchill), ist der Motor dem Blockheater sehr dankbar für die Starthilfe.
Gute Vorsätze
Mon, Jan 1 2007 06:31 PM
| Alltag
Für dieses Jahr haben wir uns Folgendes vorgenommen:
• Die Klassiker: Abnehmen, (noch) gesünder ernähren, (mehr) Sport treiben
• (endlich mal wieder) Vancouver besuchen
• eine Flugstunde nehmen (wenn wir uns denn trauen)
• Unsere Französischkenntnisse auffrischen
• Portugiesisch lernen
Und diese Pläne werden wir auch weiterhin nicht ernsthaft in Betracht ziehen:
• ein Auswandererbuch schreiben
• ein Bed&Breakfast eröffnen
• eine Einwanderungsberatungsfirma gründen
• nach Patagonien weiterwandern ;-)
• Die Klassiker: Abnehmen, (noch) gesünder ernähren, (mehr) Sport treiben
• (endlich mal wieder) Vancouver besuchen
• eine Flugstunde nehmen (wenn wir uns denn trauen)
• Unsere Französischkenntnisse auffrischen
• Portugiesisch lernen
Und diese Pläne werden wir auch weiterhin nicht ernsthaft in Betracht ziehen:
• ein Auswandererbuch schreiben
• ein Bed&Breakfast eröffnen
• eine Einwanderungsberatungsfirma gründen
• nach Patagonien weiterwandern ;-)
Nippy (frisch...draußen)
Mon, Nov 27 2006 09:22 PM
| Alltag
Heute morgen waren es im Büro “warme” 13°C, da am Wochenende offensichtlich die Heizung ihren Dienst verweigert hatte. Bei den Außentemperaturen hatte es dann auch bis 10 Uhr gedauert, eine arbeitsfreundliche Umgebungstemperatur von etwa 19°C zu erzeugen. Bis dahin hat man sich eben am Teebecher festgeklammert und warme Gedanken gemacht. Das war gar nicht so einfach, denn der Blick nach draußen ging in eine menschenleere weiße Wüste, in dem der nordwestwind-gepeitschte Schnee waagerecht fiel. Und auf dem Parkplatz hängt das Auto an der Steckdose (= block heater), damit es bei diesen Temperaturen auch noch anspringt. Im Wetterbericht heißt es entsprechend: Wind chill warning for City of Calgary continued. Der Nordwind bringt eine gefühlte Temperatur von -42°C. Pretty cold, eh!
Ereignisreiche Tage
Wed, Nov 1 2006 09:18 PM
| Alltag

Samstag ist Cliff in Calgary angekommen, Sonntag rauft er sich noch die Haare wegen der Wohnungspreise, und Dienstag hat er bereits eine Wohnung für vier Monate, ein Auto gekauft, eine Kreditkarte bekommen, ein paar Jobs in Aussicht und sein erstes Spiel der Calgary Flames hinter sich! Die Wohnung war eine dieser glücklichen Fügungen, denn Roland hatte seiner Kollegin Carmina vom Neuankömmling aus UK erzählt, und sie fragte direkt: "Braucht er eine Wohnung?". Ihr Freund zieht nämlich zu ihr, hat aber noch einen Mietvertrag bis Februar. Cliff übernimmt den jetzt, und hat damit für die nächsten Monate eine möblierte Bleibe mit beheiztem Tiefgaragenstellplatz! Wegen der Kreditkarte ist er Norbert's Rat gefolgt und hat ein Konto bei der Royal Bank of Canada eröffnet. Dort kann man bei Hinterlegung eines Sicherheitsbetrages sofort eine Kreditkarte bekommen, und außerdem reicht dort eine Eigenbeteiligung von 25% für einen Immobilienkredit! Die Jobaussichten wiederum hat er dank einiger Fäden, die Roland bei Kollegen und Ex-Kollegen gezogen hat. Und für das Gratis-Hockeyspiel bedanken wir uns bei Roland's Kollegen David (welcher eine deutsche Mutter hat). Allerdings haben die Flames das gemacht, was sie in dieser Saison kontinuierlich tun, nämlich kläglich verloren. Sozusagen der HSV des Hockeys, weswegen Sonja sie deshalb schon in Calgary Lames umgetauft hat. Das Auto hat Cliff übrigens alleine gekauft. Soll ja keiner sagen, wir würden uns in alles einmischen! Roland hatte am Dienstag einen Termin zum Reifenwechsel gemacht, und heute abend, 14 Stunden vor dem Termin, hatten wir einen Platten! What are the odds of that? Glücklicherweise stand der Wagen gerade auf dem Parkplatz vor Sonjas Büro, und Sonja's phillipinischer Kollege Rhey war noch da. Während Roland von seinem Kollegen Bruce zum Ort des Geschehens gebracht wurde, hatten Rhey und Sonja bereits das Ersatzrad (auch Donut genannt) aufgezogen. Und morgen früh wird der Wagen als erstes zum Reifenhändler gebracht. Dann kann der Winter kommen! Nahe Roland's Büro ist heute ein Zug entgleist und hat einen Unfall mit einem weiteren Zug und einem Bus verursacht. Glücklicherweise ist es nicht zu Personenschaden gekommen, aber die Strecke wird bis nach Mitternacht gesperrt sein und der Verkehr tat mal wieder das, was er auch - ohne Zugentgleisung - meistens tut: für den Rest des Tages stillstehen. Das war's bis jetzt, und die Woche ist noch nicht zu Ende...
Der Winter kommt!
Mon, Oct 16 2006 09:13 PM
| Alltag


Heute war der erste Wintertag, seitdem wir in unsere neue Wohnung gezogen sind. Natürlich haben wir den Feierabend dann bei Kaminfeuer und guter Musik auf dem Sofa verbracht. Der Blick nach draußen hat uns schon ein richtig winterliches Gefühl gegeben. Das Leben ist schön!
Nach dem gestrigen Einkauf bei Safeway ist Roland von einer Mitarbeiterin "genötigt" worden, doch einmal den elektronischen Checkout zu versuchen, anstatt sich an die menschlich besetzten Kassen anzustellen. Es wäre alles ganz einfach, und sie würde auch helfen! Man führt also den Barcode der Verpackung über einen Laser, der den Code einliest und gleich das Produkt mitsamt Preis auf einem Bildschirm ausgibt. Das klappte auch alles ganz gut bis man zu den Brötchen und Croissants kam, denn die haben naturgemäß ja keine Barcodes. So wurde also die Mitarbeiterin zur Hilfe gebeten, und siehe da, sie hatte auch ihre Probleme! Ein paar Interpretationen von Menüauswahlen sowie diverse Bildschirmknopfdrücke später waren die Backwaren endlich eingegeben. Jetzt musste Roland dem Computer nur noch seine Safeway-Card, seine Airmiles-Karte und natürlich die Kreditkarte näher bringen, und fertig war der Einkauf! Na ja, nicht ganz, denn normalerweise muss man sich um das Eintüten ja nicht selbst kümmern. Hier aber lagen immer noch alle Teile kreuz und quer auf dem Band. Die freundliche Mitarbeiterin half dann auch noch beim Einpacken, dennoch wurde man den Eindruck nicht los, dass das an der normalen Kasse nicht viel länger gedauert hätte...
Schnee auf der Mütze
Fri, Sep 15 2006 09:02 PM
| Alltag
Noch vor einer Woche hatten wir es sonnig warme 26°C und was ist jetzt passiert? 1°C und Schneeregen. Es sieht so aus, als wenn wir ohne Übergang die Badehose gegen den Ski-Overall tauschen können. Der Sommer ist damit wohl offiziell zu Ende. Hier ein Bild von einer Webcam aus Canmore. Was bleibt einem also anderes übrig, als es sich mit einer guten Tasse Kaffee vor dem (funktionierenden) Kamin gemütlich zu machen.

Sonja muss dieses Wochenende wegen Software Upgrade, Training und Systemtest arbeiten. Hört sich dramatisch an, dennoch ist so etwas hier in Kanada nicht wirklich mit Stress verbunden. Man verabredet eine 'Richtzeit' von 9 Uhr. Bis halb zehn sind tatsächlich alle Beteiligten eingetrudelt, um erst einmal zu beraten, wer was von Tim Horton's zum Frühstück möchte. Einer macht dann also den ersten 'Donut-Run'. Um 10 Uhr wird dann mit der eigentlichen Arbeit begonnen. Um Zwölf werden die Bestellungen für A&W (Burger-Kette) aufgenommen. Von 1 Uhr an wird weiter gearbeitet, herumprobiert und getestet bis der zweite 'Donut-Run' fällig wird. Nach einer gemütlichen Kaffeerunde hat keiner mehr rechte Lust und das Team verabredet sich für den nächsten Tag. Netto-Arbeitszeit rund 5 Stunden, die Erschöpfung kommt ganz klar vom vielen Essen...
Was wir aus Deutschland vermissen
Sat, Aug 19 2006 08:50 PM
| Alltag
Dieses Thema wurde kürzlich in einem Immigranten-Forum angesprochen und hat uns ebenfalls in Grübeln gebracht...
Das Wetter ist schön, und die Sehnsucht nach einem Straßencafé, an dem mal kein Starbucks oder Second Cup Logo prangt, kommt auf. Oder noch besser: nach einer guten italienischen Eisdiele, am besten in einer netten Fußgängerzone.
Auch wenn hier in Calgary inzwischen so gut wie alle Lebensmittel-Bedürfnisse im Supermarkt oder in Deli-Läden gestillt werden können (z.B. http://www.edelweissimports.com/), fehlt uns Teewurst und ordentlicher Kuchen, z.B. Quark-Käsekuchen (wie kürzlich bei Frau V. genossen), Bienenstich und Schweineohren mit Schokoguss. Wenn wir schon beim Essen sind, Mom's kulinarische Experimente im Familienkreis und Fejoada à la Christa vermissen wir besonders. Außerdem die kleinen Fastfood-Sünden wie 'echte' Pizza, Döner, Currywurst.
Uns nervt, dass man im Restaurant einfach nicht gemütlich sitzen bleiben kann. Es wird immer schon abgeräumt, sogar, während der andere noch beim Essen ist.
Gute Tageszeitungen und vor allem die Vielfalt an Zeitschriften.
Kaffeeklatsch (gibt's da eigentlich ein englisches Wort für?) mit der besten Freundin oder ein zünftiger Herrenabend.
Energiesparmaßnahmen, Naturschutz, Müllvermeidungs- und Wiederverwertungskonzepte. Der Kanadier scheint mit Umweltbewusstsein am ehesten zu verknüpfen, welche motorisierten Sportarten er wohl im Wald und auf den Seen ausüben kann... ;-)
OK, wir wissen, das sind nur Kleinigkeiten. Dennoch freuen wir uns schon auf den nächsten Besuch als Touristen in unserer Heimat. Ja, als Touristen, denn unser Lebensmittelpunkt ist heute in Kanada, und die Liste der Dinge, die wir eher NICHT vermissen, würde den Rahmen dieses Eintrags sprengen ;-)
Das Wetter ist schön, und die Sehnsucht nach einem Straßencafé, an dem mal kein Starbucks oder Second Cup Logo prangt, kommt auf. Oder noch besser: nach einer guten italienischen Eisdiele, am besten in einer netten Fußgängerzone.
Auch wenn hier in Calgary inzwischen so gut wie alle Lebensmittel-Bedürfnisse im Supermarkt oder in Deli-Läden gestillt werden können (z.B. http://www.edelweissimports.com/), fehlt uns Teewurst und ordentlicher Kuchen, z.B. Quark-Käsekuchen (wie kürzlich bei Frau V. genossen), Bienenstich und Schweineohren mit Schokoguss. Wenn wir schon beim Essen sind, Mom's kulinarische Experimente im Familienkreis und Fejoada à la Christa vermissen wir besonders. Außerdem die kleinen Fastfood-Sünden wie 'echte' Pizza, Döner, Currywurst.
Uns nervt, dass man im Restaurant einfach nicht gemütlich sitzen bleiben kann. Es wird immer schon abgeräumt, sogar, während der andere noch beim Essen ist.
Gute Tageszeitungen und vor allem die Vielfalt an Zeitschriften.
Kaffeeklatsch (gibt's da eigentlich ein englisches Wort für?) mit der besten Freundin oder ein zünftiger Herrenabend.
Energiesparmaßnahmen, Naturschutz, Müllvermeidungs- und Wiederverwertungskonzepte. Der Kanadier scheint mit Umweltbewusstsein am ehesten zu verknüpfen, welche motorisierten Sportarten er wohl im Wald und auf den Seen ausüben kann... ;-)
OK, wir wissen, das sind nur Kleinigkeiten. Dennoch freuen wir uns schon auf den nächsten Besuch als Touristen in unserer Heimat. Ja, als Touristen, denn unser Lebensmittelpunkt ist heute in Kanada, und die Liste der Dinge, die wir eher NICHT vermissen, würde den Rahmen dieses Eintrags sprengen ;-)
Zu Hause!
Sun, Jul 16 2006 08:42 PM
| Alltag

Mit 27 Kartons sind wir nach Kanada eingewandert, doch hier haben sie sich irgendwie unkontrolliert vermehrt. Jedenfalls waren es zum Schluss unerklärlicherweise 46 Kisten. Der Umzug mit der Firma Schulz (!) hat reibungslos geklappt. Am 14. Juli um 12:30 Uhr wurde unser Umzugsgut in einen Riesentruck geladen (Zwei Drittel des Stauraumes blieb leer...) und um kurz vor Drei waren wir pünktlich zur Schlüsselübergabe an unserem neuen Domizil eingetroffen. Das Abladen und der Transport in den vierten Stock hat dann noch einmal zweieinhalb Stunden gedauert. Da die Wohneinheit bereits grundgereinigt war, mussten wir selbst nur noch wenige Handgriffe erledigen, und konnten ab sechs Uhr mit dem Aufbau der Möbel beginnen. Um Mitternacht haben wir unsere Aktivitäten zwecks Erholungsschlaf kurz unterbrochen, um am nächsten Morgen ab 7:00 Uhr weiterzumachen. 'Mr. Shaw' kam dann gegen 9:00 Uhr, um Internet und Kabel anzuschließen und um 16:00 Uhr war alles abgestaubt, gespült und eingeräumt. Nach einer kurzen Kaffeepause sind wir dann zu unserer alten Adresse aufgebrochen, um dort noch einige Stunden mit der Endreinigung zu verbringen. Puh, war das ein langer, arbeitsreicher Tag. Heute treffen wir unsere (Ex-)Vermieterin zwecks Schlüsselrückgabe und dann haben wir endlich Wochenende... Gerade genießen wir den Blick in den Wald, die leichte Brise und das Urlaubsgefühl, das sich mit unserem neuen Wohnort sofort einstellt! Bilder
.
Moving Day @ Mager's
Thu, Jul 13 2006 08:39 PM
| Alltag
Morgen ist es endlich soweit, wir ziehen um! Aber bevor es dazu kam, hatten wir noch eine recht aufregende Zeit... Der Arbeitskräftemangel in Calgary hat nämlich auch zu Engpässen bei den Abläufen unseres Kreditinstitutes geführt. Jedenfalls hatten wir bis letzte Woche immer noch keinen Kreditvertrag unterschrieben, was uns verständlicherweise etwas nervös machte... Auf unsere wiederholten Anfragen, ob es nicht doch vielleicht langsam mal an der Zeit wäre, alles in trockene Tücher zu bringen, kam regelmäßig die Antwort, dass im Moment halt viel zu tun sei und dass alles noch rechtzeitig erledigt würde. Wenige STUNDEN vor unserem Abschlusstermin mit dem Bauherrn wurden dann erst einmal die falschen Kreditunterlagen an unseren Anwalt geschickt. Wir mussten also den Anwaltstermin kurzfristig verschieben, bis die Bank schließlich die richtigen Dokumente hinterher schickte.
Letztendlich ist aber alles gut gegangen, am Dienstag haben wir unsere Verträge unterschrieben, und heute hatten wir dann die Erstbegehung. Die Wohnung macht einen sehr guten Eindruck, die Wände sind makellos, die Fliesen sind ordentlich verlegt, das Parkett sieht wunderbar aus, der Kühlschrank ist riesig, der Kamin funzt (!) und auch die Bäder können sich sehen lassen. Fotos gibt's später noch. Verglichen mit deutschem Standard sind bei einigen Dingen jedoch leichte Abstriche in Kauf zu nehmen. So ist zum Beispiel der Parkettboden nicht versiegelt, die Heizung lässt sich nicht individuell für jeden Raum regeln und Fenster zum Schwenken und Kippen sucht man auch vergebens (wir haben Schiebefenster). Dafür ist die Wohnung sehr hell und der Blick in den Wald ist einfach wunderschön! Nebenbei hat das Appartment seit unserem Kauf im September 2005 bereits eine Wertsteigerung von etwa 50% erfahren, wer will sich da also über Kleinigkeiten aufregen?
... und wieder alles einpacken!
Jetzt hoffen wir nur, dass das Umzugsunternehmen pünktlich ist und beim Umzug nicht all zu viel kaputt geht. Für einen Tag werden wir ohne Internet sein (keine Ahnung, wie wir das überleben werden), doch für kommenden Samstag haben wir schon den netten Herrn von Shaw 'eingeladen', damit er unseren neuen Internet-Anschluss installiert.
Und dann sind wir, nach 15 Monaten Kanada, ZUHAUSE angekommen!
Letztendlich ist aber alles gut gegangen, am Dienstag haben wir unsere Verträge unterschrieben, und heute hatten wir dann die Erstbegehung. Die Wohnung macht einen sehr guten Eindruck, die Wände sind makellos, die Fliesen sind ordentlich verlegt, das Parkett sieht wunderbar aus, der Kühlschrank ist riesig, der Kamin funzt (!) und auch die Bäder können sich sehen lassen. Fotos gibt's später noch. Verglichen mit deutschem Standard sind bei einigen Dingen jedoch leichte Abstriche in Kauf zu nehmen. So ist zum Beispiel der Parkettboden nicht versiegelt, die Heizung lässt sich nicht individuell für jeden Raum regeln und Fenster zum Schwenken und Kippen sucht man auch vergebens (wir haben Schiebefenster). Dafür ist die Wohnung sehr hell und der Blick in den Wald ist einfach wunderschön! Nebenbei hat das Appartment seit unserem Kauf im September 2005 bereits eine Wertsteigerung von etwa 50% erfahren, wer will sich da also über Kleinigkeiten aufregen?
... und wieder alles einpacken!Jetzt hoffen wir nur, dass das Umzugsunternehmen pünktlich ist und beim Umzug nicht all zu viel kaputt geht. Für einen Tag werden wir ohne Internet sein (keine Ahnung, wie wir das überleben werden), doch für kommenden Samstag haben wir schon den netten Herrn von Shaw 'eingeladen', damit er unseren neuen Internet-Anschluss installiert.
Und dann sind wir, nach 15 Monaten Kanada, ZUHAUSE angekommen!
Das Wetter
Thu, Jul 6 2006 08:38 PM
| Alltag
Vor gut zwei Stunden hatten wir noch schwüle 28°C, aber nach einem Regen- und Hagelschauer hat es sich bereits auf angenehme 18°C abgekühlt. Davon versprechen wir uns, dass wir wenigstens diese Nacht mal wieder durchschlafen können, denn in unserem kleinen Plastik-Holz-Bungalow waren es in den vergangenen Tagen nämlich meistens um die 26° bis 28°C (drinnen...)

Neues vom Straßensee: Hinter dieser Wasserwand verbirgt sich ein Porsche...
Langsam beginnen die ersten Umzugsvorbereitungen: 17 Kisten sind bereits gepackt und heute rief der Spediteur zwecks Terminbestätigung zurück.
Migration und Fußballfieber
Sun, Jul 2 2006 08:37 PM
| Alltag
In der Online-Ausgabe der Tagesschau war heute ein Interview mit einem Migrationsforscher nachzulesen, der auf die Folgen der Abwanderung qualifizierter Arbeitskräfte hinwies. Den
Artikel dazu gibt's hier.
Während wohl vermehrt Fachkräfte Deutschland verlassen, kommen gleichzeitig weniger gut ausgebildete Menschen ins Land hinein. Vielleicht sollte sich die deutsche Politik überlegen, eine Art Punktesystem nach kanadischem Vorbild einzuführen, um so das Gleichgewicht wieder herzustellen.
Dank Fußballfieber wurde der Canada Day gestern von einem internationalen Fahnenmeer begleitet. Auch wir fahren natürlich mit Deutscher Flagge am Auto herum und haben die Bitburger Fahne neben unserer Kanada Flagge gehisst. Roland führte an einer Tankstelle ein kurzes Fachgespräch mit einem anderen Fahrer mit Deutschland Flagge am Wagen. Am Abend gab es standesgemäß zum feierlichen Anlass eine Currywurst (mit selbstgemachter Curry-Sauce). Die Fans feiern hier unabhängig von Sieg oder Niederlage friedlich miteinander und wünschen den Halbfinale-Teilnehmern
Good Luck!
In den Medien wird immer wieder von der tollen (friedlichen) Party-Stimmung bei der WM berichtet, und im Besonderen wird die hervorragende Organisation und das vorbildliche Gastgeberland gelobt. Für das kommende Spiel gegen Italien werden wir wieder einmal das Verständnis unserer Arbeitgeber strapazieren, denn wir 'müssen' uns den Dienstag Nachmittag frei nehmen...
Bitte ein Bit
Wed, Jun 28 2006 08:36 PM
| Alltag

Jetzt sind auch wir stolze Besitzer einer der 1.3 Mio Fahnen, die die Bitburger Brauerei im Rahmen der Fußball-WM als Zugabe zum Bier verteilt hat. Ja, auch das flüssige Gold selbst hat den langen Weg über den Teich zu uns gefunden, harmlos in Begleitung einer Urlauber-Familie. Die unauffällige Übergabe fand dann im Rahmen eines Treffens in der Downtown Old Spaghetti Factory statt. Unter der 'Schmuggelware' befanden sich weiterhin unter anderem beliebte Produkte der Firma Douwe Egberts, Katjes, Kraft und Feodora. So jetzt haben wir unseren Beitrag zur Schleichwerbung geliefert. Aber was soll man machen, Grundbedürfnisse müssen nun mal gedeckt werden. Genauso haben wir uns über die mitgebrachten deutschen Zeitschriften gefreut. Tausend Dank nochmal, liebe Familie E. aus N. bei M. Wir freuen uns schon auf das nächste Treffen nach Eurer Rundreise durch die Rockies.
Großartig!
Sun, Jun 25 2006 08:34 PM
| Alltag

Damit meinen wir natürlich im Besonderen das hervorragende Abschneiden der Klinsmänner gegen die Ikea-Boys. Während in Deutschland wahrscheinlich die Nation zur Kaffeezeit mitgefiebert hat, wurde uns das Spiel per TSN und Rogers Sportnet gestern zum Frühstück serviert.
Genauso begeistern konnten wir uns gestern nachmittag bei einem Trip in den Nordwesten. Denn nur ein paar Minuten von uns entfernt liegt der kleine aber feine Provincial Park Big Hills Springs, in dem wir bei unserer Wanderung Flora und Fauna an der Grenze zwischen Prärie und Parkland genießen durften. Es gab milde 26°C mit einem erfrischendem Westwind.
Sommeranfang
Wed, Jun 21 2006 08:33 PM
| Alltag
Kanadischer Sommer ist so eine Sache für sich. Die aktuelle Wettervorhersage sah jedenfalls gerade noch so aus: |



Bilder von unserer Terrasse auf den 'Straßensee',
den Kids scheint's zu gefallen... |
Lieblingsgerichte und Entfernungen
Fri, Jun 16 2006 08:32 PM
| Alltag
Zum krönenden Abschluss von Mom's Urlaub gab es gestern hausgemachte Rouladen. Allerdings stellte uns der Einkauf des 'Rohstoffes' vor eine kleine Herausforderung. Überraschenderweise wurden wir aber bereits im nächstgelegenen, übrigens recht gut sortierten, SAFEWAY fündig. Somit blieb uns eine aufwändige Jagd nach deutschen oder polnischen Metzgern rund um Calgary erspart. Da man so ein kulinarisches Erlebnis nicht allein genießen sollte, hatten wir diesmal einen jungen Deutschen aus dem 4.622 km entfernten New Brunswick zu Gast, der als gelernter Maurer in Calgary zur Zeit die besten Berufsaussichten vorfindet. Über viereinhalbtausend Kilometer nach Westen, und immer noch in Kanada. Dagegen ist die Strecke Calgary-Vancouver mit knapp tausend Kilometer Entfernung fast ein Katzensprung. Im Vergleich zu europäischen Entfernungsmaßstäben sind es gemäß http://www.de.map24.com/ beispielsweise von Köln…
… zum Nordkap nur 3.200 km
… nach Moskau 2.400 km
… nach Lissabon 2.200 km
… nach Palermo 1.800 km
… sogar nach Ankara lediglich 2.900km
… und selbst bis nach Reykjavik sind es nur knapp 3.300km.
Es hat schon was Faszinierendes, im zweitgrößten Land der Welt zu leben! Und heute fliegt Mom in das 7.400 km entfernte Wuppertal zurück. Tschüss, es war lecker mit Dir, komm' bitte bald wieder...
… zum Nordkap nur 3.200 km
… nach Moskau 2.400 km
… nach Lissabon 2.200 km
… nach Palermo 1.800 km
… sogar nach Ankara lediglich 2.900km
… und selbst bis nach Reykjavik sind es nur knapp 3.300km.
Es hat schon was Faszinierendes, im zweitgrößten Land der Welt zu leben! Und heute fliegt Mom in das 7.400 km entfernte Wuppertal zurück. Tschüss, es war lecker mit Dir, komm' bitte bald wieder...
Wohnungs-Update
Sat, May 27 2006 08:25 PM
| Alltag
Wir konnten ja immer noch nicht so ganz glauben, dass im Juli Einzugstermin sein soll, aber am Donnerstag haben wir tatsächlich einen offiziellen Brief erhalten, der unsere Erstbegehung und Wohnungsübernahme noch einmal bestätigte. Klasse!
Außerdem erhielten wir einen Anruf von unserer Kredit-Sachbearbeiterin, denn unser Kreditrahmen muss den neuen Gegebenheiten angepasst werden. Durch die Vorverlegung fehlen uns nun nicht nur drei Monate Verdienst, sondern auch drei Monate Kredit- und Einkommenshistorie. Damit können wir das für den "Welcome to Canada"-Kredit benötigte Eigenkapital nicht erreichen und müssen neu geprüft werden, diesmal auf der Grundlage unseres Einkommens. Das sollte laut unserer Sachbearbeiterin allerdings auch kein Problem sein, auch wenn "die kurze Arbeitshistorie (!!!!!)" es etwas schwieriger gestalten würde. Wir haben zusammen ja auch erst knapp vierzig Arbeitsjahre auf dem Buckel... Einfacher ist es da, wenn man Canadian ist. Da braucht es nur 5,000$ auf dem Konto, und schon bekommt man einen Kredit über 200,000$..., Sonjas Kollege ist jedenfalls auf diese Weise zu seinem Haus gekommen.
Wir sind dann gleich mal wieder bei unserer Wohnung vorbei gefahren und sind dort ein bißchen spazieren gegangen. Bei der Gelegenheit konnten wir auch ein Foto von unserem neuen Zuhause machen, das erklären sollte, warum wir uns schon so sehr darauf freuen:
Außerdem erhielten wir einen Anruf von unserer Kredit-Sachbearbeiterin, denn unser Kreditrahmen muss den neuen Gegebenheiten angepasst werden. Durch die Vorverlegung fehlen uns nun nicht nur drei Monate Verdienst, sondern auch drei Monate Kredit- und Einkommenshistorie. Damit können wir das für den "Welcome to Canada"-Kredit benötigte Eigenkapital nicht erreichen und müssen neu geprüft werden, diesmal auf der Grundlage unseres Einkommens. Das sollte laut unserer Sachbearbeiterin allerdings auch kein Problem sein, auch wenn "die kurze Arbeitshistorie (!!!!!)" es etwas schwieriger gestalten würde. Wir haben zusammen ja auch erst knapp vierzig Arbeitsjahre auf dem Buckel... Einfacher ist es da, wenn man Canadian ist. Da braucht es nur 5,000$ auf dem Konto, und schon bekommt man einen Kredit über 200,000$..., Sonjas Kollege ist jedenfalls auf diese Weise zu seinem Haus gekommen.
Wir sind dann gleich mal wieder bei unserer Wohnung vorbei gefahren und sind dort ein bißchen spazieren gegangen. Bei der Gelegenheit konnten wir auch ein Foto von unserem neuen Zuhause machen, das erklären sollte, warum wir uns schon so sehr darauf freuen:
Chronologie eines Immobilienerwerbs
Tue, May 16 2006 08:23 PM
| Alltag
Schon seit unserer Ankunft hatten wir den Wohnungsmarkt in Calgary mit großem Interesse verfolgt und den darauffolgenden Monaten unzählige Show Homes in allen möglichen Stadtteilen besichtigt. Sollte es das Apartment in Downtown werden oder doch lieber das Einfamilienhaus mit Vorgarten in Okotoks? In welchem Stadtteil würden wir uns am wohlsten fühlen? Und vor allem, wie vermeiden wir das tägliche Martyrium des Deerfoot Trail?
Geografisch hatten wir uns dann schnell für den Süden entschieden, Nähe zum Arbeitsplatz, kein Deerfoot, Flussnähe und somit mehr Vegetation. Leider waren wir nicht die einzigen Interessenten. Der Immobilienmarkt explodierte und ein renovierungsbedürfter Holzschuppen in Autobahnnähe wurde plötzlich zum Luxusobjekt. Da uns jeglicher Hang zum Handwerk und zur Gartenarbeit sowieso abgeht (Homo Urbanensis), haben wir uns recht schnell auf den Erwerb einer Wohnung festgelegt. Das Objekt sollte auf jeden Fall Betonbauweise sein (es gibt auch Mehrfamilienhäuser in Holzbaukonstruktion), über einen Tiefgaragenstellplatz verfügen (im Winter unbezahlbar) und einen Park oder Golfplatz (zum Joggen und Langlaufen...) in der Nähe haben.
Am 26. September 2005 (kurz vor unserem Besuch in Deutschland) haben wir dem Makler unseres zukünftigen Bauherrn unsere Kaufabsicht für ein favorisiertes Objekt signalisiert. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht einmal, ob wir überhaupt einen Kredit bekommen würden, aber da die Verkaufspreise im Oktober erhöht werden sollten, haben wir uns die Wohneinheit vorsichtshalber schon mal reservieren lassen. Hilfreich zum Vergleich der Kreditzinsen sind übrigens die zahlreichen kostenlosen Ratgeber wie z.B. Condo-Guide, die in Safeway, Superstore usw. ausliegen. Banken anmailen und auf Antwort warten, das geht recht schnell.
Am 27.September 2005 erhielten wir bereits von der Bank unseres Vertrauens ein vorläufiges Kredit-Angebot, welches dem Makler weiter geleitet wurde. Von Neuankömmlingen in Kanada wird grundsätzlich ausreichendes Eigenkapital (Down Payment) oder der Abschluss einer Zusatzversicherung (für den Fall der Zahlungsunfähigkeit) verlangt. Aber da unser Einzugstermin erst im Spätsommer 2006 sein sollte, hatte man uns zugesichert, dass wir bis dahin genug Kredit- und Arbeitshistorie aufgebaut haben würden, um diese Hürde umgehen zu können. Im Vergleich dazu bringt der Durchschnittskanadier übrigens selten mehr als 5 bis 10% Eigenkapital mit, aber muss keine Zusatzversicherung abschließen...
Am 8. Oktober 2005 haben wir das Purchase Agreement, den Kaufvertrag, unterschrieben. Auch bei Immobilien wird die Mehrwertsteuer (GST) fällig, daher sollte man sich klar darüber sein, ob man über den Netto- oder Bruttopreis verhandelt. Bei Neubauten wird nur die halbe GST fällig, bei Gebrauchtimmobilien die vollen 7%. Notar- oder Gerichtskosten waren bis dahin nicht angefallen, jedoch war die erste Anzahlung fällig.
Am 11. November 2005 fand der Termin im Design-Center statt, in dem die Beratung zur individuellen Gestaltung der Innenausstattung erfolgte. Modell bei unserem zukünftigen Wohnraum stand das Wickanninish Inn, ein Hotel in Tofino auf Vancouver Island, von dem wir auch noch Fotos hatten. So waren Fußbodenbeläge, Wandfarbe, Küchenausstattung, Bäder, Schränke und Kamin innerhalb von zwei Stunden ausgesucht, und wir waren atemlos und erschöpft und um noch mehr harte Canada-Dollars ärmer. Bis dahin hatten wir das Projekt nur einmal im Rohbau besucht, Zutritt auf der Baustelle ist Unbefugten verboten, in dem Fall sind auch wir Käufer unbefugt, da die Wohnung schlüsselfertig übergeben wird. Aber ein paar nette Gespräche mit Bauarbeitern hat uns zumindest in der Hoffnung bestärkt, dass dort Qualitätsarbeit geleistet wurde.
Im Januar 2006 haben wir die zweite Anzahlung geleistet, ansonsten passierte außer den monatlichen News-Letters, die den Bau-Fortschritt dokumentierten (die Fenster waren eingesetzt), nichts.
Im April 2006 durften wir zwar wieder zahlen, ansonsten blieb Funkstille. Was uns jedoch nicht davon abgehalten hat, der Baustelle regelmäßige Besuche abzustatten und uns persönlich vom Bau-Fortschritt zu überzeugen. Inzwischen war das Dach gedeckt und dank des milden Winterwetters war das Projekt dem Plan fast zwei Monate voraus, wow!
Am 15. Mai 2006 erhielten wir den Anruf, dass wir unsere Bank und unseren Anwalt (eine Empfehlung unsers Maklers) zwecks Bereitsstellung der Kreditsumme kontaktieren sollten, denn unser Übergabetermin soll bereits am 13. Juli 2006 und der Einzugstermin am 14. Juli 2006 (hier wurde uns von 15 bis 18 Uhr der Fahrstuhl reserviert) stattfinden. Das ist fast drei Monate eher, als erwartet! Also werden wir schon einmal unseren Mietvertrag kündigen... Fortsetzung folgt!
Geografisch hatten wir uns dann schnell für den Süden entschieden, Nähe zum Arbeitsplatz, kein Deerfoot, Flussnähe und somit mehr Vegetation. Leider waren wir nicht die einzigen Interessenten. Der Immobilienmarkt explodierte und ein renovierungsbedürfter Holzschuppen in Autobahnnähe wurde plötzlich zum Luxusobjekt. Da uns jeglicher Hang zum Handwerk und zur Gartenarbeit sowieso abgeht (Homo Urbanensis), haben wir uns recht schnell auf den Erwerb einer Wohnung festgelegt. Das Objekt sollte auf jeden Fall Betonbauweise sein (es gibt auch Mehrfamilienhäuser in Holzbaukonstruktion), über einen Tiefgaragenstellplatz verfügen (im Winter unbezahlbar) und einen Park oder Golfplatz (zum Joggen und Langlaufen...) in der Nähe haben.
Am 26. September 2005 (kurz vor unserem Besuch in Deutschland) haben wir dem Makler unseres zukünftigen Bauherrn unsere Kaufabsicht für ein favorisiertes Objekt signalisiert. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht einmal, ob wir überhaupt einen Kredit bekommen würden, aber da die Verkaufspreise im Oktober erhöht werden sollten, haben wir uns die Wohneinheit vorsichtshalber schon mal reservieren lassen. Hilfreich zum Vergleich der Kreditzinsen sind übrigens die zahlreichen kostenlosen Ratgeber wie z.B. Condo-Guide, die in Safeway, Superstore usw. ausliegen. Banken anmailen und auf Antwort warten, das geht recht schnell.
Am 27.September 2005 erhielten wir bereits von der Bank unseres Vertrauens ein vorläufiges Kredit-Angebot, welches dem Makler weiter geleitet wurde. Von Neuankömmlingen in Kanada wird grundsätzlich ausreichendes Eigenkapital (Down Payment) oder der Abschluss einer Zusatzversicherung (für den Fall der Zahlungsunfähigkeit) verlangt. Aber da unser Einzugstermin erst im Spätsommer 2006 sein sollte, hatte man uns zugesichert, dass wir bis dahin genug Kredit- und Arbeitshistorie aufgebaut haben würden, um diese Hürde umgehen zu können. Im Vergleich dazu bringt der Durchschnittskanadier übrigens selten mehr als 5 bis 10% Eigenkapital mit, aber muss keine Zusatzversicherung abschließen...
Am 8. Oktober 2005 haben wir das Purchase Agreement, den Kaufvertrag, unterschrieben. Auch bei Immobilien wird die Mehrwertsteuer (GST) fällig, daher sollte man sich klar darüber sein, ob man über den Netto- oder Bruttopreis verhandelt. Bei Neubauten wird nur die halbe GST fällig, bei Gebrauchtimmobilien die vollen 7%. Notar- oder Gerichtskosten waren bis dahin nicht angefallen, jedoch war die erste Anzahlung fällig.
Am 11. November 2005 fand der Termin im Design-Center statt, in dem die Beratung zur individuellen Gestaltung der Innenausstattung erfolgte. Modell bei unserem zukünftigen Wohnraum stand das Wickanninish Inn, ein Hotel in Tofino auf Vancouver Island, von dem wir auch noch Fotos hatten. So waren Fußbodenbeläge, Wandfarbe, Küchenausstattung, Bäder, Schränke und Kamin innerhalb von zwei Stunden ausgesucht, und wir waren atemlos und erschöpft und um noch mehr harte Canada-Dollars ärmer. Bis dahin hatten wir das Projekt nur einmal im Rohbau besucht, Zutritt auf der Baustelle ist Unbefugten verboten, in dem Fall sind auch wir Käufer unbefugt, da die Wohnung schlüsselfertig übergeben wird. Aber ein paar nette Gespräche mit Bauarbeitern hat uns zumindest in der Hoffnung bestärkt, dass dort Qualitätsarbeit geleistet wurde.
Im Januar 2006 haben wir die zweite Anzahlung geleistet, ansonsten passierte außer den monatlichen News-Letters, die den Bau-Fortschritt dokumentierten (die Fenster waren eingesetzt), nichts.
Im April 2006 durften wir zwar wieder zahlen, ansonsten blieb Funkstille. Was uns jedoch nicht davon abgehalten hat, der Baustelle regelmäßige Besuche abzustatten und uns persönlich vom Bau-Fortschritt zu überzeugen. Inzwischen war das Dach gedeckt und dank des milden Winterwetters war das Projekt dem Plan fast zwei Monate voraus, wow!
Am 15. Mai 2006 erhielten wir den Anruf, dass wir unsere Bank und unseren Anwalt (eine Empfehlung unsers Maklers) zwecks Bereitsstellung der Kreditsumme kontaktieren sollten, denn unser Übergabetermin soll bereits am 13. Juli 2006 und der Einzugstermin am 14. Juli 2006 (hier wurde uns von 15 bis 18 Uhr der Fahrstuhl reserviert) stattfinden. Das ist fast drei Monate eher, als erwartet! Also werden wir schon einmal unseren Mietvertrag kündigen... Fortsetzung folgt!
Das wird ein Sommer!
Mon, May 15 2006 08:22 PM
| Alltag
eute gibt es gleich zwei erfreuliche Neuigkeiten. Zum einen ist in Calgary der Sommer eingezogen! Wir haben heute zum ersten Mal die 30°C-Marke gesprengt, und die nächsten Tage sollen genauso schön bleiben. Genau wie die winterliche Kälte ist die Hitze hier jedoch vergleichsweise angenehm, denn die Luft ist auch im Sommer sehr trocken. Allerdings steht uns mit dem Juni noch der regenreichste Monat bevor, und das war im letzten Jahr ja schon ziemlich beeindruckend...
Zum anderen haben wir heute die Nachricht über unseren Einzugstermin für unsere neue Wohnung bekommen. Es wird der 14. Juli werden, und damit etwa 3 Monate vor dem ursprünglich avisierten Termin! Der extrem milde Winter (wenig Schnee und nur ein paar Tage um minus 30°C) haben es möglch gemacht... Wir freuen uns schon riesig auf den Blick von unserem Balkon in den Wald! Wir werden ein Zeitfenster nachmittags erhalten, während dessen wir den Aufzug für unseren Einzug blockieren dürfen, das sollte für unsere dreieinhalb Möbelstücke eigentlich reichen. Jetzt müssen unserer Bank Bescheid sagen, damit sie das Geld bereit stellt. Diese wird sich dann mit "unserem" Anwalt (vom Bauherren empfohlen) in Verbindung setzen. Die notwendigen notariellen Schritte sollen hier in Kanada wesentlich einfacher und preisgünstiger sein als in Deutschland. Wir werden berichten!
Zum anderen haben wir heute die Nachricht über unseren Einzugstermin für unsere neue Wohnung bekommen. Es wird der 14. Juli werden, und damit etwa 3 Monate vor dem ursprünglich avisierten Termin! Der extrem milde Winter (wenig Schnee und nur ein paar Tage um minus 30°C) haben es möglch gemacht... Wir freuen uns schon riesig auf den Blick von unserem Balkon in den Wald! Wir werden ein Zeitfenster nachmittags erhalten, während dessen wir den Aufzug für unseren Einzug blockieren dürfen, das sollte für unsere dreieinhalb Möbelstücke eigentlich reichen. Jetzt müssen unserer Bank Bescheid sagen, damit sie das Geld bereit stellt. Diese wird sich dann mit "unserem" Anwalt (vom Bauherren empfohlen) in Verbindung setzen. Die notwendigen notariellen Schritte sollen hier in Kanada wesentlich einfacher und preisgünstiger sein als in Deutschland. Wir werden berichten!
Alles Neu macht der März
Sun, Mar 26 2006 08:06 PM
| Alltag
Sonja fand, es wäre Zeit für ein neues Design unserer Homepage, und das war Roland natürlich Befehl... Hoffentlich gefällt Euch unser Design 2006! Wie bei Neuerungen dieser Art üblich, hat sich am Inhalt eigentlich nichts geändert, es sieht alles halt nur ein bißchen anders aus.
Was uns gleich zu einem weiteren interessante Phänomen des kanadischen Konsumswesens führt, nämlich der neuen Verpackung mit dem gleichen Inhalt. Es ist unglaublich, auf wie vielen Produkten wir hier schon den Spruch New Design Same Content! gefunden haben. Wir haben ja die Theorie entwickelt, dass die Marketingabteilungen der Lebensmittelkonzerne aus lauter Langeweile (und Überlebenstrieb?) regelmäßig die Verpackung der Milchtüten und Corn Flakes-Packungen ändern, und damit der Kunde sich nicht zu sehr erschreckt, wird dick und fett eine entsprechende Information mit aufgedruckt. Aber wahrscheinlich ist das kein rein kanadisches Phänomen, Marketing ist wohl überall auf der Welt gleich...
Wenn alles geklappt hat, solltet Ihr jetzt gerade den Song "Alberta Postcard" von Trout Fishing In America hören können. Das ist ein amerikanisches Duo, das sehr viel Musik für Kinder, aber auch einige Alben für Erwachsene macht. Dieser Song beschreibt ihre Erlebnisse im albertanischen Winter, der so kalt war, dass ihnen die Nase abfror. Wem es gefällt, der kann gerne auf ihrer Homepage den ganzen Song für einen Dollar herunter laden. Sonja hat übrigens die offizielle Erlaubnis des Trout Fishing Managements eingeholt, dass wir ihren Song hier spielen dürfen!
In Deutschland wurde am heutigen Sonntag ja die Uhr auf Sommerzeit umgestellt, wir haben aber noch eine Woche bis zur Umstellung in Kanada. In Nordamerika hat man sich eine tolle Eselsbrücke für das Vor- oder Zurückstellen der Uhr ausgedacht: Im Frühling ("Spring") springt man eine Stunde nach vorne, im Herbst ("Fall") fällt man eine Stunde zurück. Jetzt können wir uns das auch endlich merken!
Was uns gleich zu einem weiteren interessante Phänomen des kanadischen Konsumswesens führt, nämlich der neuen Verpackung mit dem gleichen Inhalt. Es ist unglaublich, auf wie vielen Produkten wir hier schon den Spruch New Design Same Content! gefunden haben. Wir haben ja die Theorie entwickelt, dass die Marketingabteilungen der Lebensmittelkonzerne aus lauter Langeweile (und Überlebenstrieb?) regelmäßig die Verpackung der Milchtüten und Corn Flakes-Packungen ändern, und damit der Kunde sich nicht zu sehr erschreckt, wird dick und fett eine entsprechende Information mit aufgedruckt. Aber wahrscheinlich ist das kein rein kanadisches Phänomen, Marketing ist wohl überall auf der Welt gleich...
Wenn alles geklappt hat, solltet Ihr jetzt gerade den Song "Alberta Postcard" von Trout Fishing In America hören können. Das ist ein amerikanisches Duo, das sehr viel Musik für Kinder, aber auch einige Alben für Erwachsene macht. Dieser Song beschreibt ihre Erlebnisse im albertanischen Winter, der so kalt war, dass ihnen die Nase abfror. Wem es gefällt, der kann gerne auf ihrer Homepage den ganzen Song für einen Dollar herunter laden. Sonja hat übrigens die offizielle Erlaubnis des Trout Fishing Managements eingeholt, dass wir ihren Song hier spielen dürfen!
In Deutschland wurde am heutigen Sonntag ja die Uhr auf Sommerzeit umgestellt, wir haben aber noch eine Woche bis zur Umstellung in Kanada. In Nordamerika hat man sich eine tolle Eselsbrücke für das Vor- oder Zurückstellen der Uhr ausgedacht: Im Frühling ("Spring") springt man eine Stunde nach vorne, im Herbst ("Fall") fällt man eine Stunde zurück. Jetzt können wir uns das auch endlich merken!
Wurzelbehandlung
Tue, Feb 28 2006 07:32 PM
| Alltag
Wochenlang wurden die sporadisch auftretenden Zahnschmerzen ignoriert, bis diese dann permanent wurden. So musste Sonja nun doch zum Zahnarzt. Normalerweise braucht man einen Termin, allerdings wird man als Notfall sofort bedient. Also Überstunden abbauen, um vor der Rush hour in der Klinik zu sein (Öffnungszeiten: Wochentags 9-21, Samstags 9-17 Uhr). Dort angekommen lässt die Frage nach der Kreditkarte aufhorchen. Anscheinend ist die zahnärztliche Behandlung von der Alberta Healthcare ausgeschlossen. Also werden flink die vom Arbeitgeber 'gesponsorten' Zusatzversicherungskarten geflippt. 80% Deckung gibt Sonjas Versicherung, die restlichen 20% werden von Rolands Versicherung getragen, und die Kreditkarte kann im Portemonnaie bleiben.
Der Service ist ausgezeichnet, die Assistentin bereitet die Untersuchung vor, macht die Röntgenbilder und 'unterhält' den Patienten bis der Arzt kommt. Unter anderem bekommt man eine Schulung in Dentalhygiene und Tipps wie den Gebrauch von Baking Soda (= Natron) zum Weisseln der Zähne. Das Equipment ist auf dem letzten Stand der Technik, auf dem Flatscreen werden die Röntgenbilder dargestellt. Eine Graphik zeigt den Gesundheitszustand aller Zähne auf, später kann aufgrund dieser Informationen ein kompleter 'Renovierungsplan' erstellt werden. Die Betäubung erfolgte zunächst mit einem Anestäsie-Tuch direkt auf dem Zahnfleisch, bevor später die Spritzen gesetzt wurden, von denen man schon gar nichts mehr gespürt hat.
Während der Behandlung erklärt die Assistentin jeden der notwendigen Schritte, während der Doktor an einem herumwerkelt. Man fühlte sich in guten Händen, oder sogar besseren, denn die meisten Zahnarztbesuche in Deutschland waren vergleichsweise unerfreulich. Für das Cleaning (Zahnstein usw.) muss übrigens ein extra Termin vereinbart werden, da dieses von speziell ausgebildeten Mitarbeitern durchgeführt wird. Dieser Prozess nimmt etwa eine Stunde in Anspruch, in Deutschland sind es gerade mal 10 min.
Also wenn es nicht ein Zahnarztbesuch gewesen wäre, würde man fast sagen müssen, es hat Spaß gemacht, nochmal bitte.
Der Service ist ausgezeichnet, die Assistentin bereitet die Untersuchung vor, macht die Röntgenbilder und 'unterhält' den Patienten bis der Arzt kommt. Unter anderem bekommt man eine Schulung in Dentalhygiene und Tipps wie den Gebrauch von Baking Soda (= Natron) zum Weisseln der Zähne. Das Equipment ist auf dem letzten Stand der Technik, auf dem Flatscreen werden die Röntgenbilder dargestellt. Eine Graphik zeigt den Gesundheitszustand aller Zähne auf, später kann aufgrund dieser Informationen ein kompleter 'Renovierungsplan' erstellt werden. Die Betäubung erfolgte zunächst mit einem Anestäsie-Tuch direkt auf dem Zahnfleisch, bevor später die Spritzen gesetzt wurden, von denen man schon gar nichts mehr gespürt hat.
Während der Behandlung erklärt die Assistentin jeden der notwendigen Schritte, während der Doktor an einem herumwerkelt. Man fühlte sich in guten Händen, oder sogar besseren, denn die meisten Zahnarztbesuche in Deutschland waren vergleichsweise unerfreulich. Für das Cleaning (Zahnstein usw.) muss übrigens ein extra Termin vereinbart werden, da dieses von speziell ausgebildeten Mitarbeitern durchgeführt wird. Dieser Prozess nimmt etwa eine Stunde in Anspruch, in Deutschland sind es gerade mal 10 min.
Also wenn es nicht ein Zahnarztbesuch gewesen wäre, würde man fast sagen müssen, es hat Spaß gemacht, nochmal bitte.
Der Kamin funzt net
Mon, Jan 16 2006 07:25 PM
| Alltag
Dass kanadischer Service auch mal 'anders' sein kann, haben wir bei der Reparatur unseres Gas-Kamines erfahren müssen. Ein paar Tage vor Weihnachten gab dieser plötzlich seinen Geist auf. Ein Anruf beim Service. Man versprach Abhilfe, sogar noch vor dem Fest. Es blieb bei dem Versprechen. Das Ersatzteil war nicht vorrätig und damit begann das große Schweigen. Anfang Januar fragten wir vorsichtig nach dem Stand der Dinge und bekamen sofort einen Termin für den nächsten Tag, aber niemand kam. Auf unsere erneute Nachfrage teilte man uns mit, dass das falsche Teil bestellt worden sei und man außerdem unsere Kontaktdaten verloren hätte. Weitere Tage gingen ins Land, erst meldete sich keiner oder man war nicht zuständig. Die Bitte um Klärung und Rückruf war vergeblich. Letztendlich nach einem Anruf beim Chef und entsprechender Änderung im Tonfall kam der Stein doch noch ins Rollen. Der Monteur kam mit zweistündiger Verspätung (ohne Vorankündigung oder Entschuldigung), hat nach weiteren zwei Stunden aufgegeben und gemeint, dass es wohl an einem anderen Teil liegen müsste... Dass sich 'der Deutsche' in uns wieder mal tierisch aufgeregt hat, ist klar. Gut, dass wir wenigstens nicht für die Kosten aufkommen müssen, die trägt selbstverständlich unsere Vermieterin. To be continued...
Neujahr im Schnee
Wed, Jan 4 2006 07:22 PM
| Alltag

In Bragg Creek (25 Min von hier) haben wir unseren Truthahn-Speck beim Wandern wieder abtrainieren wollen, das war jedenfalls unser guter Vorsatz für das neue Jahr. Leider bekamen wir aber Hunger und mussten diesen zunächst in einem kleinen italienischen Restaurant besänftigen...Die Schneelandschaft ist atemberaubend (die Kälte auch), aber der Ausflug zum Bow River hat wie immer gelohnt. Das Eis auf den zugefrorenen Seen verkraftet, wie man hier sehen kann, durchaus das Gewicht mehrerer truthahngemästeter Eisläufer.
Am 2. Januar (Wir Büromenschen haben ja frei) hat Roland sein erstes Schlüsselerlebnis beim Arzt gehabt (keine Sorge, reine Routineuntersuchung). Erstens: die Walk-In-Clinic hatte geöffnet! Zweitens, obwohl es fast unmöglich ist, in Calgary einen Family-Doctor zu bekommen, hat Roland die Ärztin mit seinem Charme und mit seiner Krankengeschichte ;-) bezaubern können. Hauptgrund für die Aufnahme in den priviligierten Kundenkreis dieser Medizinerin dürfte jedoch die Tatsache gewesen sein, dass sie deutsche Verwandte (ausgerechnet) in Mettmann hat. Das Jahr fängt ja gut an! Eine Überraschung war jedoch, dass keine Anamnese gemacht wurde, sondern das Rezept direkt aufgrund der vorhergehenden Krankengeschichte (Sonja's gelobter You-wanna-See-it-Ordner) ausgestellt wurde. Blutabnahme und -untersuchung werden übrigens nicht beim Hausarzt gemacht. Mit der Überweisung geht man (ohne Termin) in in eins der zahlreichen Labore und lässt diese den Job erledigen. Ist etwas nicht in Ordnung, bekommt der Arzt Feedback und setzt sich dann mit dem Patienten in Verbindung.
Auf der Arbeit wird es jetzt tatsächlich mal stressig, Roland's Kollegen haben noch Anpassungsschwierigkeiten an das neue System und es müssen noch Feineinstellungen vorgenommen werden, bevor es richtig losgehen kann. Bei Sonja geht es ebenfalls 'rund', da dank des relativ milden Wetters 'mal eben' noch neue Projekte eingeschoben werden... das artet ja noch in Arbeit aus hier!
magersincanada.com
Tue, Dec 27 2005 06:48 PM
| Alltag
Wir haben jetzt eine eigene Domain! Ist ja doch leichter zu merken...
Merry Christmas or Happy Holidays...
Sat, Dec 24 2005 06:45 PM
| Alltag
Im politisch korrekten Kanada wünscht man nicht nur "Fröhliche Weihnachten", sondern auch neutral "Frohe Festtage", da in dieser Zeit ja nicht nur christliche Feste begangen werden. Wir wünschen also allen Besuchern unserer Webseite ein wunderschönes Fest, ein paar geruhsame und besinnliche Tage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Schaut mal wieder vorbei, wir machen bestimmt weiter mit unseren Berichten aus Kanada!
Vorweihnachten
Thu, Dec 22 2005 06:46 PM
| Alltag
Unsere Vorweihnachtszeit ist erfreulich stressfrei verlaufen. Da es zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten in Calgary gibt, verteilten sich die Menschenmassen gleichmäßig über die ganze Stadt. Ohne Parkplatznot und Drängelei konnten wir so unsere wenigen Weihnachtseinkäufe blitzschnell erledigen. Nur die Zufahrt zu den Parkplätzen wurde dadurch erschwert, dass Verkehrspolizei dort regeln wollte, wo es gar keinen Bedarf gab. Das hat wahrscheinlich länger gedauert, als wenn der sonst übliche Vierwege-Stop (einer nach dem anderen, wer zuerst kommt, fährt zuerst...) gegolten hätte. Im Einkaufscenter selber bildete sich die einzige Menschenschlange, als quengelnde Kinder von ihren Eltern auf den Schoß eines Weihnachtsmannes genötigt wurden.
Erheblich mehr Zeit und Nerven hat uns die Suche nach einem ECHTEN Weihnachtsbaum gekostet. Nachdem wir fast das ganze Umland nach geeigneten Kandidaten abgesucht hatten, wurden wir quasi vor unserer Haustür fündig: beim Co-op um die Ecke. Unser Baum ist ein Import aus Nova Scotia, das ist ja nur ein paar tausend km entfernt und hier gibt's ja auch keine Wälder... Den Christbaumschmuck haben wir bei IKEA erstanden. Bei unseren Kollegen rief unser Wunsch nach einem echten Baum nur Verwunderung hervor. Er nadelt ja schließlich und außerdem muss man die Beleuchtung und den Schmuck erst anbringen! Bei einem künstlichen Baum baut man nur ein paar Teile zusammen, steckt den Stecker in die Steckdose und los geht's! Für die Technik-Freaks gibt es auch programmierbare Blinklichter und Fernbedienungen.
Kürzlich waren wir bei Rolands Chef zu einer Weihnachtsparty eingeladen. Kurios daran war die präzise Zeitangabe, nämlich in der Zeit von 16 bis 19 Uhr. Dort angekommen begingen wir unseren ersten Faux Pas: jeder Gast lief auf Socken herum, auch die Gastgeber, nur wir haben dieses erst später festgestellt und uns dann klammheimlich unseres Schuhwerkes entledigt. So war jeder festlich gekleidet, aber auf Socken. Dazu Live Klaviermusik und Buffet. Den zweiten Fehltritt hat sich Roland geleistet, als er sich den vermeintlichen Töchtern der Gastgeber vorstellen wollte. Es stellte sich jedoch heraus, dass es sich um Nachbarstöcher handelte, die als Bedienung angeheuert waren. Die eigenen Kinder leben nämlich in Texas und in China. Übrigens hat das Haus von Rolands Chef eine Größe von ca. 250 qm, und das für nur zwei Personen...
Überhaupt nicht weihnachtlich verhält sich momentan unser Wetter. Der Chinook hat unseren Schnee gefressen... und jetzt werden wir unseren Heiligabend wahrscheinlich bei 10 Grad Celsius plus(!) verbringen. Das hätten wir sicher auch in Deutschland haben können...
Damit wir das Fest einigermaßen stilecht begehen können, haben wir uns ein Fondueset gegönnt und Gäste (Pam, Jane und Norbert) eingeladen.
Weihnachtliche Grüße aus Calgary!
Erheblich mehr Zeit und Nerven hat uns die Suche nach einem ECHTEN Weihnachtsbaum gekostet. Nachdem wir fast das ganze Umland nach geeigneten Kandidaten abgesucht hatten, wurden wir quasi vor unserer Haustür fündig: beim Co-op um die Ecke. Unser Baum ist ein Import aus Nova Scotia, das ist ja nur ein paar tausend km entfernt und hier gibt's ja auch keine Wälder... Den Christbaumschmuck haben wir bei IKEA erstanden. Bei unseren Kollegen rief unser Wunsch nach einem echten Baum nur Verwunderung hervor. Er nadelt ja schließlich und außerdem muss man die Beleuchtung und den Schmuck erst anbringen! Bei einem künstlichen Baum baut man nur ein paar Teile zusammen, steckt den Stecker in die Steckdose und los geht's! Für die Technik-Freaks gibt es auch programmierbare Blinklichter und Fernbedienungen.
Kürzlich waren wir bei Rolands Chef zu einer Weihnachtsparty eingeladen. Kurios daran war die präzise Zeitangabe, nämlich in der Zeit von 16 bis 19 Uhr. Dort angekommen begingen wir unseren ersten Faux Pas: jeder Gast lief auf Socken herum, auch die Gastgeber, nur wir haben dieses erst später festgestellt und uns dann klammheimlich unseres Schuhwerkes entledigt. So war jeder festlich gekleidet, aber auf Socken. Dazu Live Klaviermusik und Buffet. Den zweiten Fehltritt hat sich Roland geleistet, als er sich den vermeintlichen Töchtern der Gastgeber vorstellen wollte. Es stellte sich jedoch heraus, dass es sich um Nachbarstöcher handelte, die als Bedienung angeheuert waren. Die eigenen Kinder leben nämlich in Texas und in China. Übrigens hat das Haus von Rolands Chef eine Größe von ca. 250 qm, und das für nur zwei Personen...
Überhaupt nicht weihnachtlich verhält sich momentan unser Wetter. Der Chinook hat unseren Schnee gefressen... und jetzt werden wir unseren Heiligabend wahrscheinlich bei 10 Grad Celsius plus(!) verbringen. Das hätten wir sicher auch in Deutschland haben können...
Damit wir das Fest einigermaßen stilecht begehen können, haben wir uns ein Fondueset gegönnt und Gäste (Pam, Jane und Norbert) eingeladen.
Weihnachtliche Grüße aus Calgary!
Der Nikolaus war da!
Tue, Dec 6 2005 06:43 PM
| Alltag
Gestern hatten wir eine Benachrichtigung im Briefkasten, dass in unserem Postamt (täglich 9-21 Uhr, Sa/So 10-17 Uhr) ein Paket auf uns wartet. Heute nach der Arbeit sind wir also hin und haben es abgeholt. Sieht so aus, als hätte uns der Nikolaus ein paar Dinge aus Deutschland in den Strumpf gesteckt! Also da wären (professionell in zehn kleine Kartons verpackt!):

Zwei Adventskalender, Kandis, Spekulatius, Dominosteine, Marzipanbrote, eine Packung Senseo, viele selbstgebackene Plätzchen (!!!), zwei Schoko-Nikoläuse, gefüllte Lebkuchenherzen, ein Christstollen, Feodora-Schokolade, Marzipankartoffeln, Nutella, noch mehr Marzipan, Nivea-Milch, und, und, und... und natürlich eine CD mit Videos von Sonjas Nichte Ylva!
Vielen, vielen Dank an den Nikolaus!!!!! |
...der hier übrigens nicht gefeiert wird. Sonja hatte heute nämlich Süßigkeiten mit in die Firma gebracht, über die sich ihre Kollegen dann mit Begeisterung hergemacht haben. Dafür mussten sie sich dann auch die Geschichte vom Nikolaus anhören, inclusive des Teils, dass die weiß-rote Farbe des Umhangs von der Coca-Cola Werbeabteilung kreiert wurde. Geglaubt hat's mal wieder keiner...
Seit gestern fahren wir mit einem Smiley auf unserer Windschutzscheibe durch die Gegend. Am Sonntag hatte uns ein Steinchen erwischt, hochgeschleudert von unserem Vordermann auf der Autobahn. Gestern, bei minus 20°C Außentemperatur und beheizter Fahrgastzelle, hat die Scheibe das offenbar nicht mehr eingesehen und hat's knacken lassen! Wir haben nun einen breiten Riss in Form eines freundlichen Gesichts vor unserer Nase. Da werden wir also im Frühjahr unsere Windschutzscheibe austauschen lassen müssen, das wäre dann mindestens die dritte für unseren Toyota. Für ein 2004er Modell nicht schlecht, eben nicht ungewöhnlich für Calgary.
Ebenfalls nicht ungewöhnlich scheint es zu sein, dass einem bei diesen Temperaturen die Fenster und Türen einfrieren. Sowohl unsere Haustür als auch unsere Balkontür lassen sich momentan nicht mehr öffnen. Fenster öffnen wir schon seit einer Weile nicht mehr, da wir beim letzten Versuch die Fenster nicht mehr
Seit gestern fahren wir mit einem Smiley auf unserer Windschutzscheibe durch die Gegend. Am Sonntag hatte uns ein Steinchen erwischt, hochgeschleudert von unserem Vordermann auf der Autobahn. Gestern, bei minus 20°C Außentemperatur und beheizter Fahrgastzelle, hat die Scheibe das offenbar nicht mehr eingesehen und hat's knacken lassen! Wir haben nun einen breiten Riss in Form eines freundlichen Gesichts vor unserer Nase. Da werden wir also im Frühjahr unsere Windschutzscheibe austauschen lassen müssen, das wäre dann mindestens die dritte für unseren Toyota. Für ein 2004er Modell nicht schlecht, eben nicht ungewöhnlich für Calgary.
Ebenfalls nicht ungewöhnlich scheint es zu sein, dass einem bei diesen Temperaturen die Fenster und Türen einfrieren. Sowohl unsere Haustür als auch unsere Balkontür lassen sich momentan nicht mehr öffnen. Fenster öffnen wir schon seit einer Weile nicht mehr, da wir beim letzten Versuch die Fenster nicht mehr
schließen
konnten. Und das kann bei Minusgraden ziemlich unangenehm werden. Mit Hilfe eines Föns konnten wir das Fenster aber glücklicherweise 'befreien'.
Let It Snow...
Wed, Nov 30 2005 06:43 PM
| Alltag
Minus 18°C und Schneeverwehungen führen auch im wintererprobten Calgary zu kilometerlangen Staus, was uns nach der Arbeit dazu veranlasst hat, zunächst ein Fastfood-Restaurant (zwecks Nahrungsaufnahme und zum Aufwärmen ins A&W, eine kanadische Hamburger-Kette mit VIIIIIIEEEEL besseren Hamburgern als bei McDoof) und danach ein Shopping-Center (wieder zum Aufwärmen) aufzusuchen, statt uns sinnlos in das Verkehrchaos einzureihen. Die Geschäfte waren so leer, dass auf einen Kunden mindestens drei Verkäufer kamen… Eine Stunde später hatten wir dann freie Bahn und Gelegenheit, unserem neuen Lieblingsspiel nachzugehen, nämlich die wegen der Kälte liegen gebliebenen Stauverursacher zu zählen, Domestic Makes (GMCs, Ford, Dodge, Buick, Chrysler) gegen Ausländer (VW, BMWs, Toyota, Volvo). Gestern endete das Spiel 6:1 für die Einheimischen, heute 4:0.
Unser Toyota ist trotz Minustemperaturen ohne Mullen und Knullen angesprungen und hat sich auf seinen Allwetterreifen als spurtauglich erwiesen.
Übrigens wird es in Kanada vorgezogene Neuwahlen geben, nachdem die jetzige Regierung ein Misstrauensvotum verloren hat. Ministerpräsident Paul Martin ist über einen Korruptionsskandal seiner Mitarbeiter gestolpert und hat die Vertreterin unserer Königin darüber informiert, dass am 23. Januar Neuwahlen statt finden sollen. Man erwartet, dass die Liberalen als Minderheitsregierung wieder gewählt werden.
In Montréal findet momentan der Weltklimagipfel statt. Allerdings hat beispielsweise keiner von Sonjas KollegInnen schon mal etwas vom Kyoto-Abkommen gehört. Es wird auch so gut wie gar nicht in den Medien vom Gipfel berichtet. Kein Wunder, denn Kanada ist auf Platz 8 der Umweltsünder-Rangliste. 30 Millionen Kanadier verbrauchen doppelt so viel Energie wie 60 Millionen Franzosen! Dazu passt, dass in unserer Straße jeden Morgen dutzende Autos minutenlang warm laufen, per Fernbedienung angestellt aus der warmen Wohnung. Theoretisch könnte man den Wagen ja in die warme Garage stellen, aber die ist voll mit dem Pröll, der beim letzten Garage Sale erstanden wurde...
Darüber hinaus dürften die Stromkosten zur Unterhaltung der Weihnachtsbeleuchtung am typischen kanadischen Haus den Staatshaushalt Liechtensteins übersteigen. Da werden kilometerlange, blinkende Lichterketten ums Haus gewickelt und aus Lichterketten geformte Rehe in den Vorgarten gestellt... Und der eigentlich sonst sehr angenehme lokale Radiosender "the Breeze", der uns sonst mit Easy Listening-Jazz versorgt, terrorisiert uns seit Tagen nur noch Weihnachtsmusik. Wir sind gespannt, was im konsumwütigen Kanada bis Heiligabend noch auf uns zukommen wird...
Unser Toyota ist trotz Minustemperaturen ohne Mullen und Knullen angesprungen und hat sich auf seinen Allwetterreifen als spurtauglich erwiesen.
Übrigens wird es in Kanada vorgezogene Neuwahlen geben, nachdem die jetzige Regierung ein Misstrauensvotum verloren hat. Ministerpräsident Paul Martin ist über einen Korruptionsskandal seiner Mitarbeiter gestolpert und hat die Vertreterin unserer Königin darüber informiert, dass am 23. Januar Neuwahlen statt finden sollen. Man erwartet, dass die Liberalen als Minderheitsregierung wieder gewählt werden.
In Montréal findet momentan der Weltklimagipfel statt. Allerdings hat beispielsweise keiner von Sonjas KollegInnen schon mal etwas vom Kyoto-Abkommen gehört. Es wird auch so gut wie gar nicht in den Medien vom Gipfel berichtet. Kein Wunder, denn Kanada ist auf Platz 8 der Umweltsünder-Rangliste. 30 Millionen Kanadier verbrauchen doppelt so viel Energie wie 60 Millionen Franzosen! Dazu passt, dass in unserer Straße jeden Morgen dutzende Autos minutenlang warm laufen, per Fernbedienung angestellt aus der warmen Wohnung. Theoretisch könnte man den Wagen ja in die warme Garage stellen, aber die ist voll mit dem Pröll, der beim letzten Garage Sale erstanden wurde...
Darüber hinaus dürften die Stromkosten zur Unterhaltung der Weihnachtsbeleuchtung am typischen kanadischen Haus den Staatshaushalt Liechtensteins übersteigen. Da werden kilometerlange, blinkende Lichterketten ums Haus gewickelt und aus Lichterketten geformte Rehe in den Vorgarten gestellt... Und der eigentlich sonst sehr angenehme lokale Radiosender "the Breeze", der uns sonst mit Easy Listening-Jazz versorgt, terrorisiert uns seit Tagen nur noch Weihnachtsmusik. Wir sind gespannt, was im konsumwütigen Kanada bis Heiligabend noch auf uns zukommen wird...
Ein seltsames Licht!
Sun, Nov 20 2005 06:42 PM
| Alltag
Gestern abend hatten wir ein ganz seltsames, völlig unnatürliches Licht. War wohl eine Folge des Sonnenuntergangs in den Rockies, der die leichte Chinook-Bewölkung mit einem milchig gelb-orangen Ton einfärbte. Wir haben versucht, das ganze fotografisch fest zu halten, war aber ziemlich schwierig:

Unsere Heizung wird übrigens am Montag repariert. Das Problem war, dass der Kamin schon seit Jahren nicht mehr gereinigt worden war und sich deshalb der ganze Dreck im
Fire-Up-Motor
fest gesetzt hatte. Offensichtlich ist dieser Motor nötig, damit die ganze Heizung in die Gänge kommt. Wir haben also wieder etwas gelernt: Regelmäßige Heizungs- und Emissionswartung ist hier offensichtlich
nicht
Pflicht!
Bei der Gelegenheit haben wir dann auch einen neuen Humidifier (Luftbefeuchter) eingebaut bekommen. Hier ist der Winter nämlich so trocken, dass einem der Parkettboden und die Wände spröde werden können! Der Humidifier wird direkt an die Heizungsanlage angeschlossen und befeuchtet die warme Heizungsluft, die hier hier in die Räume geblasen wird. Das ganze wird natürlich von unserer Vermieterin bezahlt, zumindest
Bei der Gelegenheit haben wir dann auch einen neuen Humidifier (Luftbefeuchter) eingebaut bekommen. Hier ist der Winter nämlich so trocken, dass einem der Parkettboden und die Wände spröde werden können! Der Humidifier wird direkt an die Heizungsanlage angeschlossen und befeuchtet die warme Heizungsluft, die hier hier in die Räume geblasen wird. Das ganze wird natürlich von unserer Vermieterin bezahlt, zumindest
das
ist wie in Deutschland!
Zum Glück ist es immer noch sehr warm, wir müssen also nicht (übermäßig) frieren...
Zum Glück ist es immer noch sehr warm, wir müssen also nicht (übermäßig) frieren...
Gut, daß wir gerade Chinook haben...
Thu, Nov 17 2005 06:41 PM
| Alltag
... denn unsere Heizung ist ausgefallen und wir sprechen von 14°C morgendlicher Wohnraumtemperatur. Seit Tagen haben wir bereits Probleme mit dem Thermostaten und ebensolange verspricht unsere Vermieterin Abhilfe... als Deutsche sind wir natürlich der Empörung nahe, der Kanadier in uns säuselt jedoch: wenigstens haben wir heißes Wasser und den Gaskamin. Schließlich sind wir dieser inneren Stimme weiter gefolgt und haben bei Home Depot (Canada's Obi) noch einen Heizlüfter besorgt. Zur Belohnung gibt es nun den Wetterbonus, der Chinook bringt uns zweistellige Plusgrade. Wir müssen also (noch nicht) erfrieren ;-)
Und hier noch eine Nachricht, die in Deutschland wahrscheinlich wieder keiner glauben wird: "Die Beiträge zur kanadischen Arbeitslosenversicherung werden ab 1. Januar 2006 für Arbeitnehmer und Arbeitgeber um jeweils etwa 4% gesenkt werden. Kritiker der Regierung haben immer wieder moniert, dass viel mehr Geld durch Arbeitslosenversicherungsbeitraege eingenommen wird, als für Leistungen ausgegeben wird. Der so in den letzten Jahren regelmäßig erwirtschaftete Überschuss verschwand im allgemeinen Haushalt der Regierung. Angesichts der sinkenden Arbeitslosenzahlen und unter der anhaltenden Kritik wurden in den letzten Jahren kontinuierlich die Arbeitslosenversicherungsbeiträge gesenkt." (Quelle: Rockiesman)
Und hier noch eine Nachricht, die in Deutschland wahrscheinlich wieder keiner glauben wird: "Die Beiträge zur kanadischen Arbeitslosenversicherung werden ab 1. Januar 2006 für Arbeitnehmer und Arbeitgeber um jeweils etwa 4% gesenkt werden. Kritiker der Regierung haben immer wieder moniert, dass viel mehr Geld durch Arbeitslosenversicherungsbeitraege eingenommen wird, als für Leistungen ausgegeben wird. Der so in den letzten Jahren regelmäßig erwirtschaftete Überschuss verschwand im allgemeinen Haushalt der Regierung. Angesichts der sinkenden Arbeitslosenzahlen und unter der anhaltenden Kritik wurden in den letzten Jahren kontinuierlich die Arbeitslosenversicherungsbeiträge gesenkt." (Quelle: Rockiesman)
Die richtige Art, sein Bier zu kühlen...
Sun, Nov 6 2005 06:40 PM
| Alltag

Gestern hatten wir mal wieder Besuch von unseren kanadischen Freunden Pam und Jane, die wir in regelmäßigen Abständen mit deutschen Gerichten verwöhnen, professionell dargeboten von unserer Super-Köchin Sonja. Diesmal gab es deutschen Grünkohl (heißt im englischen übrigens nicht Green Cabbage, sondern Kale; mit Green Cabbage ist Weißkohl gemeint) mit kandierten Kartoffeln, Mettenden und Kassler. Zum Nachtisch Schokoladenpudding mit Vanillesoße, außerdem gab es Senseo-Kaffee und Toffifees dazu. Edelweiß-Imports sei Dank! Das Warsteiner und die französische Orangina gibt es ja sogar beim normalen Superstore...
Wie immer waren die beiden begeistert, aber Sonja hat sich auch mal wieder selbst übertroffen. Köstlich! Da noch einige Kartoffeln übrig sind, werden wir heute uns heute mal nach mexikanischem Spargel umschauen. Soll angeblich ganz gut sein!
Erster Schnee
Wed, Nov 2 2005 06:39 PM
| Alltag
Pünktlich zum Beginn des Novembers gab es gestern den ersten Schnee. Hier das Beweisfoto, aufgenommen von unserem Balkon:

Heute morgen hat es dann auch gleich eine Stunde gedauert, zur Arbeit zu kommen (normalerweise brauchen wir 25-30 Minuten). Aber das war in Deutschland ja auch nicht anders. Trotzdem graut es uns ein wenig davor, wie es hier auf den Straßen zugehen mag, wenn der Winter mal wirklich ausbricht!

Heute morgen hat es dann auch gleich eine Stunde gedauert, zur Arbeit zu kommen (normalerweise brauchen wir 25-30 Minuten). Aber das war in Deutschland ja auch nicht anders. Trotzdem graut es uns ein wenig davor, wie es hier auf den Straßen zugehen mag, wenn der Winter mal wirklich ausbricht!
Die Nacht des großen Kürbisses
Mon, Oct 31 2005 06:37 PM
| Alltag
Immigranten-Erbe: Durch die irischen Einwanderer hat sich das keltische Samhain-Fest vor allem in Amerika, aber natürlich auch in Kanada in der Tradition der Halloween-Feier etabliert, allerdings ohne den eigentlichen spirituellen Hintergrund. Damals wurde das neue Jahr gefeiert und der Kürbis war noch eine Rübe. Später hat die katholische Kirche den ehemals heidnischen Feiertag christianisiert und Allerheiligen daraus gemacht.
Heutzutage verkleiden sich Kinder als Vampire, Geister, Zombies, Durazell-Hasen, Ninja-Turtles oder andere Horrorgestalten und ziehen von Haus zu Haus um 'treats' (Süßigkeiten) einzufordern. Bei Nichterfüllung der Forderung wird das Opfer mit einem 'trick' (gerne Klopapier im Vorgarten, entleerte Mülltonnen o.ä.) heimgesucht. Aus den Vorgärten werden Friedhöfe, in den Bäumen hängen Totenkopfgirlanden und von der Veranda grinsen den Besucher die unvermeidlichen Kürbisgesichter an. Die Erwachsenen wiederum werden zusätzlich mit Kürbiskuchen, Kürbiscreme, Kürbiskompott und Kürbisbowle nicht unter zwei Wochen bestraft. Ach ja, wir müssen noch zum Superstore, Treats kaufen...
Mehr zum Thema auf
Heutzutage verkleiden sich Kinder als Vampire, Geister, Zombies, Durazell-Hasen, Ninja-Turtles oder andere Horrorgestalten und ziehen von Haus zu Haus um 'treats' (Süßigkeiten) einzufordern. Bei Nichterfüllung der Forderung wird das Opfer mit einem 'trick' (gerne Klopapier im Vorgarten, entleerte Mülltonnen o.ä.) heimgesucht. Aus den Vorgärten werden Friedhöfe, in den Bäumen hängen Totenkopfgirlanden und von der Veranda grinsen den Besucher die unvermeidlichen Kürbisgesichter an. Die Erwachsenen wiederum werden zusätzlich mit Kürbiskuchen, Kürbiscreme, Kürbiskompott und Kürbisbowle nicht unter zwei Wochen bestraft. Ach ja, wir müssen noch zum Superstore, Treats kaufen...
Mehr zum Thema auf
Vorbereitung auf den kanadischen Winter
Sun, Oct 23 2005 06:33 PM
| Alltag
Auf der Internetseite der Kanadischen Regierung haben wir einen Ratgeber für das "Überleben im kanadischen Winter" entdeckt. So heißt es, auch wenn man im (geheizten) Auto unterwegs ist, kann es zu Umständen kommen, die das Weiterreisen verzögern oder verhindern können. Eine Panne, ein (Wild-)Unfall, von einer Lawine verschüttet, im Eis eingebrochen? So empfiehlt die Website der Kanadischen Regierung, folgende Dinge immer dabei zu haben:
Kleidung:
Winterjacke und -stiefel, Mütze, Schal und Handschuhe, lange Unterwäsche und Socken.
Essen:
Schokolade, Müsli-Riegel, Wasser, Trockennahrung.
Auto:
Schneeketten, Benzinkanister (natürlich gefüllt!), Abschleppseil, Werkzeug, wichtigste Autoersatzteile, Schaufel, Feuerlöscher.
Überleben:
Erste-Hilfe-Koffer, Schlafsack, Taschenlampe, Kerzen (als zusätzliche Wärmequelle), Taschenmesser, Karten, Streichhölzer, Sonnenbrille (gegen Schneeblindheit), Toilettenpapier, Seil, Axt. Ach ja, und das Satellitentelefon nicht vergessen! Aber nun, da der Kofferraum unseres Toyota voll ist, sagt uns keiner, wo wir unsere Einkäufe vom Supermarkt unterbringen sollen… ;-)

Käuflich zu erwerbendes "Survival-Kit"
Herbstbeginn
Wed, Sep 21 2005 06:27 PM
| Alltag
Herbst ist da, was natürlich auch in Calgary bedeutet, dass die Bäume, bevor sie ihre Blätter abwerfen, noch einmal für ein wunderschönes Farbenspiel sorgen. Ist aber erwartungsgemäß nicht vergleichbar mit dem Indian Summer im Osten. Die Temperaturen gehen mittlerweile nachts bis zur Null-Gradgrenze zurück, tagsüber sind sie momentan einstellig, obwohl meistens die Sonne scheint. Es kann also durchaus sein, dass wir in den nächsten Tagen den ersten Schnee der Saison bekommen. Statistisch gesehen gibt es einen Tag Schneefall im September!
Insgesamt muss es wohl einer der regnerischsten Sommer seit langer Zeit gewesen sein, zumindest haben die Calgarianer ununterbrochen über das Wetter gemeckert. Wir haben den Sommer allerdings als sehr schön empfunden, denn nach dem wirklich total verregneten Juni gab es in der Folgezeit viele, viele sonnige Tage und gerade genug Regen, damit Roland nicht täglich den Rasen sprengen musste. Alles in allem ist das Klima hier im Sommer sehr viel angenehmer als in Mitteleuropa, da die Luft wunderbar trocken ist. Diese Trockenheit kann sich wohl aber im Winter so weit verstärken, dass die Haut ohne regelmäßiges Eincremen mit Niveacreme tatsächlich brüchig werden kann!
Weniger schön sieht es ja momentan in Houston, Texas aus, wo man auf die Ankunft von Hurricane Rita wartet. Da Rolands Arbeitsgeber zur Westlake Gruppe gehört, die ihr Headquarter in Houston hat, sind wir sozusagen indirekt betroffen. Denn heute wurden die Zentralrechner heruntergefahren (damit gibt es Einschränkungen beim e-mailen und beim Telefonieren und SAP ist abgestellt), außerdem haben die Evakuierungen begonnen. Die Telefonkonferenzen, die eigentlich für den Rest dieser Woche anstanden, sind abgesagt, da alle texanischen Teilnehmer auf der Flucht vor Rita sind. So nah ist uns eine Naturkatastrophe noch nie gekommen! Wir hoffen, dass das ganze glimpflich abläuft...
Am Samstag waren wir mit dem Rest der Company bei Sonjas Chef zum Barbecue eingeladen. Wir haben dabei folgende Muttersprachen gezählt: Englisch, Französisch, Mandarin, Kantonesisch, Arabisch, Spanisch, Portugiesisch, Ägyptisch, Tagalog (Philippino-Dialekt) und Deutsch! Alle haben Partner, Kinder und Freunde mitgebracht, es gab Fleisch, Fisch und Geflügel, so dass für jeden etwas dabei war, und natürlich jede Menge Salat, Brot, Chips und was man sonst so zum Grillen braucht. Das ganze fand in der wie bei Kanadiern üblich, in der überdimensional großen Garage des Hauses statt. Doug hatte vorher Tage damit verbracht, sie aufzuräumen...
Insgesamt muss es wohl einer der regnerischsten Sommer seit langer Zeit gewesen sein, zumindest haben die Calgarianer ununterbrochen über das Wetter gemeckert. Wir haben den Sommer allerdings als sehr schön empfunden, denn nach dem wirklich total verregneten Juni gab es in der Folgezeit viele, viele sonnige Tage und gerade genug Regen, damit Roland nicht täglich den Rasen sprengen musste. Alles in allem ist das Klima hier im Sommer sehr viel angenehmer als in Mitteleuropa, da die Luft wunderbar trocken ist. Diese Trockenheit kann sich wohl aber im Winter so weit verstärken, dass die Haut ohne regelmäßiges Eincremen mit Niveacreme tatsächlich brüchig werden kann!
Weniger schön sieht es ja momentan in Houston, Texas aus, wo man auf die Ankunft von Hurricane Rita wartet. Da Rolands Arbeitsgeber zur Westlake Gruppe gehört, die ihr Headquarter in Houston hat, sind wir sozusagen indirekt betroffen. Denn heute wurden die Zentralrechner heruntergefahren (damit gibt es Einschränkungen beim e-mailen und beim Telefonieren und SAP ist abgestellt), außerdem haben die Evakuierungen begonnen. Die Telefonkonferenzen, die eigentlich für den Rest dieser Woche anstanden, sind abgesagt, da alle texanischen Teilnehmer auf der Flucht vor Rita sind. So nah ist uns eine Naturkatastrophe noch nie gekommen! Wir hoffen, dass das ganze glimpflich abläuft...
Am Samstag waren wir mit dem Rest der Company bei Sonjas Chef zum Barbecue eingeladen. Wir haben dabei folgende Muttersprachen gezählt: Englisch, Französisch, Mandarin, Kantonesisch, Arabisch, Spanisch, Portugiesisch, Ägyptisch, Tagalog (Philippino-Dialekt) und Deutsch! Alle haben Partner, Kinder und Freunde mitgebracht, es gab Fleisch, Fisch und Geflügel, so dass für jeden etwas dabei war, und natürlich jede Menge Salat, Brot, Chips und was man sonst so zum Grillen braucht. Das ganze fand in der wie bei Kanadiern üblich, in der überdimensional großen Garage des Hauses statt. Doug hatte vorher Tage damit verbracht, sie aufzuräumen...
Things to hate about Canada oder: Wo wäre der Deutsche ohne seine Mecker-Ecke!
Thu, Aug 25 2005 06:24 PM
| Alltag
WOHNEN: Unser Haus ist eine Holzrahmenkonstruktion (Fachwerk ist was anderes) und leider nur mäßig isoliert. Wenn es stürmt, zieht es auch im Haus, wenn es regnet, merken wir das ebenfalls an manch undichtem Fenster. Noch sind die Heizkosten recht gering, aber wir hatten bisher auch noch keine minus 35°C. Aber da die Energie fast nichts kostet, gibt es nur wenige Anstrengungen, bessere Häuser zu bauen.
Über die Installation und Lichtschalter sagen wir lieber erst gar nichts, aber schaut Euch mal einen amerikanischen Film aus den 60ern an, die Technik ist noch dieselbe, obwohl das Haus erst 1999 gebaut wurde.
Die Badezimmerausstattung ist ein Witz, vor allem gemessen an den Produkten, die unser ehemaliger Arbeitgeber zu bieten hatte. Die Toilette (natürlich kein Wandhänger, das würde die Wand sicher nicht überleben) braucht 13 Liter pro Spülung. Öko, nein danke. Die Wanne ist American Standard und somit zu klein für Roland. Der Duschkopf ist fest in der Wand installiert. Wofür braucht man auch eine Schlauchbrause?
Unser Herd ‚läuft‘ auf Fahrenheit, was allerdings nirgendwo steht, so endete Rolands erster Versuch, einen Geburtstagskuchen zu backen, als Kuchensuppe.
Die Spülmaschine reinigt zwar das Geschirr nur unzureichend, macht dafür aber einen Höllenlärm. Jedenfalls sind ein gewisses Geschick beim Arrangement des Geschirrs und vor allem die Verwendung des richtigen Spültabs gefragt, um glänzende Resultate zu erzielen. Jacques (der Freund unserer Vermieterin) fachsimpelt gern über das Thema Spültabs, da er glaubt, es liegt am Spülmittel und nicht an der Technik...
Waschmaschinen sind auf dem Stand der Technik um 1950. Die Füllung erfolgt von oben, erst das Pulver, dann die Wäsche, Deckel zu und zwischen kalt/warm und schnell/langsam wählen. Vorsicht, denn der Deckel ist während der Waschzeit nicht gesichert! Nach einer Stunde entnimmt man die Wäsche noch tropfnaß, aber gut riechend. Man kann nur nicht davon ausgehen, dass Flecken herausgehen...
Der Trockner ist ein anderes Thema. Wir haben bisher nicht herausgefunden, bei welcher Einstellung hier wirklich trockene Wäsche herauskommt. Aber wir haben ja viel Sonne, und hängen die Wäsche halt noch ein paar Minuten draußen auf...
AUTOFAHREN: In Calgary gibt es die wahrscheinlich schlechtesten Autofahrer Kanadas. Hier scheint manchem Cowboy schon mal der Gaul durchzugehen. Auch die Sicherung von LKW-Ladungen ist so eine Sache: Viele Trucks fahren hier ohne Plane. Das heißt, Steine in der Windschutzscheibe sind vorprogrammiert und daher sind Schäden dieser Art auch von der normalen Autoversicherung von vorne herein ausgeschlossen. Ladungen gehen auch gern mal verloren, so haben wir mit großem Glück schon Autoreifen, Holzplanken oder Pflastersteinen ausweichen können.
POLITIK: Die Sparmaßnahmen der Provinz-Regierung von Alberta. Die Provinz ist zwar schuldenfrei, aber dafür sind die Straßen in katastrophalem Allgemeinzustand. Auch das Gesundheits- und Bildungswesen hatte unter den Budgetkürzungen erheblich zu leiden. Es fehlt besonders an medizinischen Einrichtungen und Pflegepersonal. Premier Klein verspricht aber Besserung durch Aufnahme eines Kredites, der aber irgendwie nicht zu Schulden führen soll. Unsere Englischkenntnisse reichen wohl nicht aus, um das zu verstehen... aber an die Versprechungen deutscher Politiker gewöhnt, gehen wir mal davon aus, dass die Besserung mit Steuererhöhungen einhergehen wird.
Über unser Abenteuer mit der Bank berichten wir, wenn wir seelisch darüber hinweggekommen sind, dass man unsere Bewerbung für eine Kreditkarte abgelehnt hat.
Alles in allem nichts, was ernsthaft unsere Lebensqualität beeinträchtigt oder die Laune verdirbt! Die Miete für das Haus ist relativ gering und Küche und sämtliche Elektrogeräte sind im Preis inbegriffen, also nicht wirklich ein Grund sich zu beschweren. Ins WC wird eine Wasserspartaste eingebaut, der Duschkopf ausgewechselt, und was nicht sauber wird (Geschirr oder Wäsche), wird halt mit der Hand gereinigt. Rolands Kuchen ist beim nächsten Versuch schließlich was geworden und hat lecker geschmeckt. Wir passen uns den Fahrgewohnheiten an und hoffen ansonsten auf die Wachsamkeit unseres Schutzengels. Und, Leute, wir zahlen im Verhältnis zu Deutschland weniger Abgaben, so dass wir gerne etwas von unserem Gehalt abgeben würden, wenn dafür das Gesundheits- und Bildungswesen weiter ausgebaut werden. Nebenbei bemerkt haben wir inzwischen auch eine Kreditkarte. Meckern ist nutzlos, es geht doch nichts über kanadische Gelassenheit, Eigeninitiative und Improvisationstalent.
Über die Installation und Lichtschalter sagen wir lieber erst gar nichts, aber schaut Euch mal einen amerikanischen Film aus den 60ern an, die Technik ist noch dieselbe, obwohl das Haus erst 1999 gebaut wurde.
Die Badezimmerausstattung ist ein Witz, vor allem gemessen an den Produkten, die unser ehemaliger Arbeitgeber zu bieten hatte. Die Toilette (natürlich kein Wandhänger, das würde die Wand sicher nicht überleben) braucht 13 Liter pro Spülung. Öko, nein danke. Die Wanne ist American Standard und somit zu klein für Roland. Der Duschkopf ist fest in der Wand installiert. Wofür braucht man auch eine Schlauchbrause?
Unser Herd ‚läuft‘ auf Fahrenheit, was allerdings nirgendwo steht, so endete Rolands erster Versuch, einen Geburtstagskuchen zu backen, als Kuchensuppe.
Die Spülmaschine reinigt zwar das Geschirr nur unzureichend, macht dafür aber einen Höllenlärm. Jedenfalls sind ein gewisses Geschick beim Arrangement des Geschirrs und vor allem die Verwendung des richtigen Spültabs gefragt, um glänzende Resultate zu erzielen. Jacques (der Freund unserer Vermieterin) fachsimpelt gern über das Thema Spültabs, da er glaubt, es liegt am Spülmittel und nicht an der Technik...
Waschmaschinen sind auf dem Stand der Technik um 1950. Die Füllung erfolgt von oben, erst das Pulver, dann die Wäsche, Deckel zu und zwischen kalt/warm und schnell/langsam wählen. Vorsicht, denn der Deckel ist während der Waschzeit nicht gesichert! Nach einer Stunde entnimmt man die Wäsche noch tropfnaß, aber gut riechend. Man kann nur nicht davon ausgehen, dass Flecken herausgehen...
Der Trockner ist ein anderes Thema. Wir haben bisher nicht herausgefunden, bei welcher Einstellung hier wirklich trockene Wäsche herauskommt. Aber wir haben ja viel Sonne, und hängen die Wäsche halt noch ein paar Minuten draußen auf...
AUTOFAHREN: In Calgary gibt es die wahrscheinlich schlechtesten Autofahrer Kanadas. Hier scheint manchem Cowboy schon mal der Gaul durchzugehen. Auch die Sicherung von LKW-Ladungen ist so eine Sache: Viele Trucks fahren hier ohne Plane. Das heißt, Steine in der Windschutzscheibe sind vorprogrammiert und daher sind Schäden dieser Art auch von der normalen Autoversicherung von vorne herein ausgeschlossen. Ladungen gehen auch gern mal verloren, so haben wir mit großem Glück schon Autoreifen, Holzplanken oder Pflastersteinen ausweichen können.
POLITIK: Die Sparmaßnahmen der Provinz-Regierung von Alberta. Die Provinz ist zwar schuldenfrei, aber dafür sind die Straßen in katastrophalem Allgemeinzustand. Auch das Gesundheits- und Bildungswesen hatte unter den Budgetkürzungen erheblich zu leiden. Es fehlt besonders an medizinischen Einrichtungen und Pflegepersonal. Premier Klein verspricht aber Besserung durch Aufnahme eines Kredites, der aber irgendwie nicht zu Schulden führen soll. Unsere Englischkenntnisse reichen wohl nicht aus, um das zu verstehen... aber an die Versprechungen deutscher Politiker gewöhnt, gehen wir mal davon aus, dass die Besserung mit Steuererhöhungen einhergehen wird.
Über unser Abenteuer mit der Bank berichten wir, wenn wir seelisch darüber hinweggekommen sind, dass man unsere Bewerbung für eine Kreditkarte abgelehnt hat.
Alles in allem nichts, was ernsthaft unsere Lebensqualität beeinträchtigt oder die Laune verdirbt! Die Miete für das Haus ist relativ gering und Küche und sämtliche Elektrogeräte sind im Preis inbegriffen, also nicht wirklich ein Grund sich zu beschweren. Ins WC wird eine Wasserspartaste eingebaut, der Duschkopf ausgewechselt, und was nicht sauber wird (Geschirr oder Wäsche), wird halt mit der Hand gereinigt. Rolands Kuchen ist beim nächsten Versuch schließlich was geworden und hat lecker geschmeckt. Wir passen uns den Fahrgewohnheiten an und hoffen ansonsten auf die Wachsamkeit unseres Schutzengels. Und, Leute, wir zahlen im Verhältnis zu Deutschland weniger Abgaben, so dass wir gerne etwas von unserem Gehalt abgeben würden, wenn dafür das Gesundheits- und Bildungswesen weiter ausgebaut werden. Nebenbei bemerkt haben wir inzwischen auch eine Kreditkarte. Meckern ist nutzlos, es geht doch nichts über kanadische Gelassenheit, Eigeninitiative und Improvisationstalent.
Einfach nur da stehen und atmen!
Fri, Aug 12 2005 06:21 PM
| Alltag
Gestern, als wir von der Arbeit nach hause kamen, haben wir uns auf die Terasse gestellt und sind überwältigt worden von der Qualität der Luft. Es hatte in der Nacht auf Freitag kräftig geregnet und gestürmt und den ganzen Tag hatten wir eine steife Brise aus Nord, so dass wir gestern abend eine Luft hatten, die so sauber und klar und würzig war, wie wir das noch nie irgendwo erlebt hatten. Vergleichbar allenfalls mit einer Bergluft im Winter! Am liebsten würden wir es in Flaschen abfüllen.
Der Sommer scheint sich hier übrigens schon langsam dem Ende zuzuneigen, denn wir haben das erste gefallene Laub, und einige Bäume haben auch schon herbstliche Farben angenommen. Die Nächte sind schon wieder kälter, aber tagsüber erreichen die Temperaturen noch gute 20-25C. Alles in allem ein sehr angenehmes Klima momentan!
Der Sommer scheint sich hier übrigens schon langsam dem Ende zuzuneigen, denn wir haben das erste gefallene Laub, und einige Bäume haben auch schon herbstliche Farben angenommen. Die Nächte sind schon wieder kälter, aber tagsüber erreichen die Temperaturen noch gute 20-25C. Alles in allem ein sehr angenehmes Klima momentan!
Lakritze,Teewurst und Shakespeare
Mon, Jul 25 2005 06:18 PM
| Alltag
Auf Empfehlung unserer Landsleute, die wir auf der Stampede kennengelernt hatten, haben wir heute ein frisches deutsches Sauerteigbrot in der Rustic Sourdough Bakery besorgt. RICHTIGES GRAUBROT. Danach sind wir noch zu http://edelweissimports.com/ und werden direkt im Hamburger Dialekt begrüßt. Hier finden wir fast alles, was der heimwehkranke Magen und das Feinschmeckerherz begehrt.
Etliche Dollars ärmer, aber mit Schwarzbrot, Ritter Sport, Marzipan, Katjes Gums, Lakritze und frischem Aufschnitt incl. Teewurst im Gepäck, verlassen wir den Laden wieder.
Bereits nach zwei Wochen "gehört" Sonja die Company! Der Boss fährt in Urlaub. Mal sehen, ob die Firma noch Kunden hat, wenn er wieder da ist… schließlich ist frau ja bisher gelernte Ein- und nicht Verkäuferin.
Nach verschiedenen Job-Interviews hat Roland sich nun für eine Aufgabe bei einem Mittelstandsunternehmen entschieden. Bis Mittwoch soll der Vertrag (wieso kriegt Roland eigentlich einen Vertrag?) fertig sein und im August geht's los… mit einem Feiertag, denn der 1.8. ist Heritage Day. Jetzt arbeiten wir beide für KANADISCHE (!!!) Firmen.
Am Samstag haben wir in Kultur gemacht und das Festival "Shakespeare in the Park" besucht! Man gab "Much Ado About Nothing", ein Stück, dass wir glücklicherweise aus dem Brannagh-Film kannten. Außerdem hatte Roland die gute Idee, den Text aus dem Internet zu ziehen, sonst hätten wir nun wirklich überhaupt nichts verstanden, denn neben der nicht ganz einfachen Sprache gab es einen fast orkanartigen Sturm, der die Worte zum Teil vom Winde verwehen ließ... So konnten wir der ganzen Sache dann doch einigermaßen folgen!
Etliche Dollars ärmer, aber mit Schwarzbrot, Ritter Sport, Marzipan, Katjes Gums, Lakritze und frischem Aufschnitt incl. Teewurst im Gepäck, verlassen wir den Laden wieder.
Bereits nach zwei Wochen "gehört" Sonja die Company! Der Boss fährt in Urlaub. Mal sehen, ob die Firma noch Kunden hat, wenn er wieder da ist… schließlich ist frau ja bisher gelernte Ein- und nicht Verkäuferin.
Nach verschiedenen Job-Interviews hat Roland sich nun für eine Aufgabe bei einem Mittelstandsunternehmen entschieden. Bis Mittwoch soll der Vertrag (wieso kriegt Roland eigentlich einen Vertrag?) fertig sein und im August geht's los… mit einem Feiertag, denn der 1.8. ist Heritage Day. Jetzt arbeiten wir beide für KANADISCHE (!!!) Firmen.
Am Samstag haben wir in Kultur gemacht und das Festival "Shakespeare in the Park" besucht! Man gab "Much Ado About Nothing", ein Stück, dass wir glücklicherweise aus dem Brannagh-Film kannten. Außerdem hatte Roland die gute Idee, den Text aus dem Internet zu ziehen, sonst hätten wir nun wirklich überhaupt nichts verstanden, denn neben der nicht ganz einfachen Sprache gab es einen fast orkanartigen Sturm, der die Worte zum Teil vom Winde verwehen ließ... So konnten wir der ganzen Sache dann doch einigermaßen folgen!
Regen Update
Wed, Jun 8 2005 06:09 PM
| Alltag

Mittlerweile haben wir hier in Calgary und vor allem im südlichen Alberta Flutalarm! In Calgary droht der Glenmore-Damm überzulaufen und in den südlich gelegenen Orten High River, Bragg Creek und Okotoks wurden Evakuierungen durchgeführt, da die Flüsse über die Ufer zu treten drohen. Wir haben hier die stärksten Regenfälle seit mindestens 10 Jahren, als es die letzte Flut gab. Und viele sind der Meinung, diesmal sei es noch schlimmer!
Gestern hat es 50 mm geregnet (= 50 l/m²), in den letzten 7 Tagen waren es 134 mm. Zum Vergleich: im Durchschnitt regnet es im Juni 76 mm und im ganzen ersten Halbjahr Januar-Juni 193 mm! Zitat Calgary Herald: "Eine der größten Regenperioden in der Geschichte der Provinz!"
Wir haben deshalb heute die Zeit genutzt und das Glenbow-Museum besucht, eines der sechs größten Museen Kanadas, aber nach europäischen Maßstäben doch eher klein. Aber es gibt eine sehr schöne Ausstellung zur Kultur der Blackfoot und anderer Prärie-Indianer, die von den First Nations selbst zusammengestellt wurde.
Shell hat sich auch schon (per automatisierter email) gemeldet und wollte ein paar zusätzliche Infos von Roland. Wir wissen eigentlich immer noch nicht, was wir davon halten sollen...
Regen, Regen, Regen
Tue, Jun 7 2005 06:07 PM
| Alltag
Nicht nur das, es schüttet, und das schon seit Tagen fast ununterbrochen. Es wird sogar gewarnt. Ja, vor dem Regen: HEAVY RAINFALLS!
In Süd-Alberta gab es sogar schon die ersten Evakuierungen wegen Überschwemmungsgefahr. Wir nehmen die Warnung ernst, machen den Kamin an und es uns gemütlich.
Letzten Samstag haben wir an einem Spenden-Lauf der Foothills Academy teilgenommen, welche die Tochter unserer Freundin Pam besucht. Was bedeutet schon das Frühaufstehen und 5 km laufen für den guten Zweck, zumal man anschließend noch ein T-Shirt, Essen und Getränke erhält. Ja, und es war trocken. Ein paar Bilder hier.
Ansonsten haben wir unsere ersten Bewerbungen losgeschickt, alle per Internet (Monster, Workopolis etc.). Roland hat sich sogar bei Shell beworben, weiß aber noch gar nicht, ob er das nun gut findet oder nicht...
Letzten Samstag haben wir an einem Spenden-Lauf der Foothills Academy teilgenommen, welche die Tochter unserer Freundin Pam besucht. Was bedeutet schon das Frühaufstehen und 5 km laufen für den guten Zweck, zumal man anschließend noch ein T-Shirt, Essen und Getränke erhält. Ja, und es war trocken. Ein paar Bilder hier.
Ansonsten haben wir unsere ersten Bewerbungen losgeschickt, alle per Internet (Monster, Workopolis etc.). Roland hat sich sogar bei Shell beworben, weiß aber noch gar nicht, ob er das nun gut findet oder nicht...
Endlich mobil!
Fri, May 20 2005 06:03 PM
| Alltag
Nach wochenlanger Suche und zahllosen Probefahrten haben wir heute endlich ein Auto gefunden, nämlich einen ein Jahr alten Toyota Matrix (in etwa der Toyota Corolla Verso in Deutschland). Einziger Nachteil: das Auto ist weiß (deshalb hat es auch schon seinen Namen weg: Schneewittchen!), aber das ist immer noch besser als der postgelbe Mazda 3, der die Alternative gewesen wäre... Trotzdem freuen wir uns jetzt schon auf die Suche nach diesem Auto auf einem verschneiten Winterparkplatz, wenn wir aus dem Kino oder vom Shopping kommen!Jetzt müssen wir uns um eine Auto-Versicherung kümmern, dann können wir Ende der Woche den Wagen abholen. Die Hausratversicherung im Paket mit Autoversicherung abgeschlossen, das gibt Rabatt bei AMA. Ein Schreiben der deutschen Autoversicherung über Schadensfreiheit und ein Auszug aus dem Führerscheinregister sollen zwar helfen, den Tarif zu reduzieren, haben uns aber nichts gebracht. Wir mussten trotz über 20 Jahre unfallfreien Fahrens einen verhältnismässig teuren Anfängertarif bezahlen.
Es schneit...
Tue, Apr 26 2005 05:59 PM
| Alltag
Heute haben wir uns besonders umweltbewusst gefühlt, denn wir haben unser Altpapier entsorgt! Das ist gar nicht mal so selbstverständlich, denn Mülltrennung ist hier nicht so populär. Da mit jedem IKEA-Besuch unser Papp-Abfall höher und höher wurde, haben wir irgendwann den Kofferraum unseres Mietwagens vollgepackt und uns auf die Suche nach einer Recycling-Stelle gemacht. Nach zwei Tagen Suche ist es uns heute endlich gelungen, eine offizielle Entsorgungsstelle ausfindig zu machen, und so haben wir voller Freude unsere Pappe entsorgt! Einmal deutsch, immer deutsch...
Mittlerweile haben wir auch die Suche nach einem Auto gestartet. Obwohl man hier vergleichsweise günstig Neuwagen kaufen kann (ein toll ausgestatter Dodge Caravan für sieben Personen kostet neu in etwa soviel wie in Deutschland ein Smart), wollen wir uns trotzdem erst einmal nach einem gebrauchten Auto umschauen. Sonja möchte ja einen SUV (also so etwas wie einen Jeep, preiswert in der Anschaffung!), aber Roland's Realitätssinn mag keine 16l/100km. Mal schauen...
Eingezogen
Sat, Apr 23 2005 05:59 PM
| Alltag
Am Donnerstag hatten wir eine Matratze bestellt, normale Lieferzeit eine Woche, für uns EIN TAG. Alois aus Österreich hat das für uns realisiert. THANX, AL!
Am Freitag sind wir dann ins Haus eingezogen und haben zwecks Einrichtung desselben, IKEA leer gekauft. Ingo, Iris und ihre Freunde haben jetzt ein neues Zuhause bei uns gefunden. Nach 20 Jahren war die Montage Aufbau-Erfahrung pure Routine. Birgitt werden manche Teile aus dem Möbelprogramm seltsam bekannt vorkommen…
Wir sind jetzt auch wieder am Netz! Heute wurde das Internet freigeschaltet, JA, hier kommen die Monteure auch am Samstag! Versucht das mal in Deutschland zu bekommen. Der Service hier ist einfach genial. Roland hat dann noch den Fernseher angeschlossen, die Freischaltung erfolgte per Telefonanruf. Wir empfangen nun also ca. 150 Programme, auch wenn wir nicht wirklich wissen, was wir damit anfangen sollen, nur etwa zehn davon scheinen wirklich sinnvoll zu sein.
Damit wir wieder wie gewohnt auf dem Sofa ohne Kabel surfen, ist Roland noch kurz zu Future Shop ’reingesprungen und hat passendes W-LAN Equipment besorgt. Und es funktioniert mal wieder hervorragend, erste Internet-Telefonie mit Frank und den Eltern hat schon statt gefunden.
Übrigens, wer es schon immer wissen wollte: Der Liter Normalbenzin kostet hier 0,85CAN$, d.h. ca 0,55€.
Haben wir schon erwähnt? Es ist heiß hier! Tagsüber 22°C und pausenlos Sonnenschein!











